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Melancholia 2025, © Fabian Schellhorn
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MaerzMusik

20. bis 29.3.2026
Konzerte, Performances, Installationen, Diskursformate

MaerzMusik 2026 findet vom 20. bis 29. März statt – im Haus der Berliner Festspiele, in der Akademie der Künste, im Radialsystem, im silent green, im SAVVY Contemporary, in der Universität der Künste Berlin, in der St. Elisabeth-Kirche sowie in der Parochialkirche.

Mit: Ensemble Dedalus, Ensemble KNM Berlin, JACK Quartet, Klangforum Wien, Querklang, AnA Maria Rodriguez, Bernhard Lang, Carola Bauckholt, Catherine Lamb, Ellen Fullman, Éliane Radigue, Florentin Ginot, Gerhard Stäbler, Juliet Fraser, Laure M. Hiendl, Lin Fang-Yi, Lou Kilger, Luxa M. Schüttler, Okkyung Lee, Pascale Criton, Tine Surel Lange, Wojtek Blecharz, Zesses Seglias und vielen anderen

Kontakt

MaerzMusik
Berliner Festspiele
Schaperstraße 24
D-10719 Berlin

Telefon: +49 (0)30 254 89-218
Fax: +49 (0)30 254 89-114
E-Mail: maerzmusik@berlinerfestspiele.de

Bewertungschronik

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© Miha Godec
Installation

Organism + Excitable Chaos

Navid Navab / Garnet Willis

„Organism untergräbt die sozio-historische Tonalität der Orgel, die den Triumph der Zivilisation über die Turbulenzen der Natur darstellt. Das Werk befreit hingegen ihre verborgene, turbulente Materialität. Eine Casavant-Pfeifenorgel aus dem Jahr 1910 wurde von einem historischen Ort in Montréal vor der drohenden Gentrifizierung gerettet und in ihrer pneumatischen Architektur modifiziert. Stabilisierungen wurden entfernt, die historisch betrachtet darauf abzielten, turbulente Strömungen zu eliminieren und die unkontrollierbare Klangwelt des Instruments zu befrieden. Lange unterdrückte Timbres erklingen nach Jahrhunderten der klanglichen Unterdrückung erstmals wieder. Die für das Werk ausgewählten Pfeifen weisen ein Höchstmaß an Instabilität auf und es kommt zu sogenannten Kantentonsprüngen. So werden diskontinuierlich subtilste Schwankungen erzeugt, was die energetischen Wechselwirkungen des Systems sinnlich erfahrbar macht.

Excitable Chaos wurde entwickelt, um unvorhersehbare kompositorische Zukunftsszenarien zu ermöglichen. Es handelt sich um ein nichtlineares Bewegungssystem, das durch den schnellen Austausch von potenzieller und kinetischer Energie zwischen seinen drei beweglichen Armen animiert wird. Gleitende Drehgelenke verschieben die allgemeine Gravitationsdynamik des Systems, während subtile Anpassungen der Dämpfergewichte seine kinetischen Resonanzen, Phasen und Grooves verfeinern. Diese Massen-Orbital-Modulationen ermöglichen es Excitable Chaos , unablässig chaotische Bewegungssysteme zu erzeugen, von denen jedes für sich ein stochastisches Universum darstellt.

Der Tanz von Excitable Chaos mit der Schwerkraft (dessen energetische Spannungen, Korrelationen und Umwälzungen kontinuierlich aufregende Welten formen und wieder auflösen) wird drahtlos erfasst und datenbasiert modelliert, um seine innere Lebendigkeit zu offenbaren. Durch die Verarbeitung dieses Stroms „lebendiger” Daten kann die generative Bewegung von Excitable Chaos die aerodynamischen Schwellenwerte von Organism steuern und kinetisches Chaos in einen Dialog mit akustischer Turbulenz bringen. Jede Welle eröffnet einen unbestimmten Zyklus kaskadenartiger Schwingungen, während sich im Laufe der Zeit chaotische Grooves stabilisiren. Die daraus resultierenden turbulenten Sonifikationen des Chaos dienen als Meditationen über das Gefühl des Einsseins, das spontan im Leben und in der Natur entsteht. Zugleich stellen sie eine Reflektion darüber dar, wie diese wilde, aber steuerbare Relationalität uns helfen könnte, noch unbekannte Welten auszudrücken.” – Navid Navab

Navid Navab – Konzept, Regie, Komposition, Skulptur, Programmierung, Design, Elektronik, Performance
Garnet Willis – Technik, Skulptur, Design, Elektronik
Transductive Formations – Produktion
Camille Desjardins, Jean-Michaël Celerier, Philippe Vandal, Evan Montpellier, Eric L’Ecuyer – Assistenz

Research partners: SAT Montréal × Québec Ministry of Innovation (pendulum microcontroller IoT), Topological Media Lab × Fonds de recherche du Québec, X-IO Technologies (pendulum IMU sensor fusion)
Residencies: Werktank, FIBER, iii, iMAL, Recto-Verso, Hexagram, Milieux, Ateliers Belleville

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© Stephanie Berger Photography
Konzert

11.000 Saiten

Georg Friedrich Haas / Klangforum Wien

Klangforum Wien
Vimbayi Kaziboni – Leitung
Vera Fischer, Gregory Chalier – Flöten
Markus Deuter – Oboe
Bernhard Zachhuber, Hugo Queiròs – Klarinetten
Álvaro Collao Leon – Saxofon
Christian Walcher – Fagott
Christoph Walder – Horn
Anders Nyqvist – Trompete
Mikael Rudolfsson, Florian Juncker – Posaune
Krassimir Sterev – Akkordeon
Miriam Overlach – Harfe
Florian Müller – Cembalo
Johannes Piirto – Celesta
Alex Lipowski, Lukas Schiske – Schlagwerk
Gunde Jäch-Micko, Judith Fliedl, Annette Bik – Violine
Paul Beckett, Dimitrios Polisoidis – Viola
Benedikt Leitner, Andreas Lindenbaum – Violoncello
Jonathan Heilbron – Kontrabass
Berliner Pianist*innen


Georg Friedrich Haas: 11.000 Saiten (2023)
für 50 mikrotonal gestimmte Klaviere und Kammerorchester

MaerzMusik 2026 eröffnet mit Georg Friedrich Haas’ mikrotonaler und zugleich eindrucksvoller performativer Komposition 11.000 Saiten. In der spektakulären Architektur des MaHalla werden 50 Pianist*innen um das Publikum herum platziert und erzeugen gemeinsam mit den Musiker*innen des Klangforum Wien ein immersives Klangerlebnis. Die dynamische Bandbreite reicht von wuchtigen Klangmassen bis hin zu filigranen Klanginseln.

11.000 Saiten geben sehr viel Spielraum für neue kompositorische Kombinationen und Klänge, umso mehr, als jedes Klavier minimal anders gestimmt ist: in einem Abstand von zwei Cent, was zwei Hundertsteln eines Halbtons entspricht. Die kreisrunde Positionierung der Instrumente vergleicht Georg Friedrich Haas mit einem riesigen Getriebe aus lauter Uhren, in welchem jede einzelne ein wenig anders geht und trotzdem – oder gerade deshalb – alles zusammenstimmt. Mit seinem Vorgehen unterläuft der österreichische Komponist Erwartungen – auch diejenigen an mikrotonale Kompositionen: „Haas’ Komposition reizt unser Gehör: Die räumlichen und musikalischen Effekte haben die Kraft, eine Art Kribbeln zu erzeugen, das in seinen Bann zieht.“ (The New York Times) Ihm ist der harmonische Raum der wohltemperierten Klänge zu eng geworden, in denen Klänge in Stufen angeordnet sind. Sein mikrotonales Universum mit sich verschiebenden Stimmungen lässt den Ohren die Freiheit, durch einen Raum zu gleiten, der anstelle von Stufen von Wellen durchzogen ist. Es ist ein schwereloses, vom Ballast statischer Konstruktionen befreites Hören. Mit 11.000 Saiten wirft Haas „Fragezeichen ins Getriebe der europäischen Musik“ und lässt damit die Zuhörer*innen in den Resonanzen mancherlei Antwort und neue Frage finden.

Der inspirierende Funken zu 11.000 Saiten zündete in einer Klavierfabrik im chinesischen Ningbo, die Peter Paul Kainrath, der Künstlerische Leiter des Klangforum Wien, besuchte. Dort werden neue Klaviere testweise, bevor sie das Werk verlassen, für 24 Stunden automatisch von Maschinen gespielt – eine Situation, die als Spur in Haas’ Komposition weiterlebt, wenn die 50 Pianist*innen ihren Einsätzen mit Hilfe von synchronisierten Tablets folgen. Teil des Konzepts ist zudem die Einbeziehung lokaler Künstler*innen und Hochschulen, die gemeinsam mit dem Klangforum Wien das Stück zu gefeierten Aufführungen in unter anderem Bozen, Amsterdam, Düsseldorf und New York brachten. Der Berliner Aufführungsort greift die Geschichte der Klavierfabrik gleichsam auf: Der Kulturort MaHalla ist zugleich ein Industriedenkmal der ehemaligen AEG-Werke in Oberschöneweide, ein Drehkreuz der Berliner Industrialisierung.

circa 1 h

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© Sander Hagelaar
Installation

LongStringInstallation

Pelle

Geöffnet während der Konzerte und des Library-Programms im Haus der Berliner Festspiele

Zwischen den Bäumen im Garten des Festspielhauses spannen sich lange Saiten, das Publikum wandelt umher und ist eingeladen, sich zum vertiefenden Zuhören in eigens konstruierte akustische Kammern zu legen. Pelle Schillings LongStringInstallation eröffnet ungewöhnliche Lausch- und Sehperspektiven und begibt sich in einen klingenden Dialog mit Ellen Fullmans eindrucksvollem Long String Instrument.

Die kinetischen Installationen des niederländischen Künstlers Pelle Schilling spüren der Poesie physikalischer Phänomene nach. In seinen immersiven Arbeiten inszeniert er feinfühlige Dialoge zwischen mechanischen Systemen, Klang und räumlicher Dynamik und lädt das Publikum zu Momenten purer sensorischer Erfahrung ein. Im Zentrum von Schillings künstlerischer Praxis steht ein tiefer Respekt in Bezug auf die Autonomie der Zuschauenden: Anstatt Interpretationen festzulegen, entwirft er Umgebungen, in denen Betrachter*innen und Kunstwerk in einen intimen Dialog treten können. Seine Installationen fungieren als Instrumente, mit denen er mit Naturkräften genauso wie mit mechanischen Bewegungen zu komponieren vermag – und zugleich Räume erschafft, durch die sich die Zuschauer*innen frei bewegen und durch eigene Erfahrungen, Entdeckungen und sensorische Begegnungen individuelle Bedeutungen erschließen können. In der LongStringInstallation treffen natürliche und künstlerische Kräfte in akustischen Kammern aufeinander: eine Feedbackschleife aus Elektromagneten und Sensoren, die durch ihre Verbindung mit den Saiten der Installation Basstöne erzeugen, und der Wind, der ihre Spannung kontinuierlich verändert. Auf diese Weise greift Schilling Ellen Fullmans tiefsinnige Reflektionen über Saiteninstrumente auf und überträgt ihre Entdeckungen in eine ortsspezifische Installation, in der Wind, Bäume und die Saiten aus Stahl zum klingenden Ensemble werden.

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Foto: Camille Blake
Gespräch

Library of MaerzMusik – Opening

Raum für Wissensaustausch

Gespräch mit Pelle Schilling, Ellen Fullman u. a.

Nunmehr im vierten Jahr öffnet die Library of MaerzMusik während des Festivals als Raum der Zusammenkunft und des gemeinsamen Nachdenkens, um Begegnungen zwischen Künstler*innen, Publikum und verschiedenen Inhalten zu ermöglichen. Mit interaktiven Formaten, Vorträgen und künstlerischen Interventionen soll sie einen Ort des Wissensaustauschs und der geteilten Erfahrungen schaffen, der der Öffentlichkeit kostenfrei zugänglich ist.

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds

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© LNDW studio
Film

Monk in Pieces

Billy Shebar / David Roberts

Der kulturelle Einfluss der Komponistin, Performerin und interdisziplinären Künstlerin Meredith Monk kann nicht hoch genug geschätzt werden. Sie war in der New Yorker Downtown-Kunstszene der 1960er- und 1970er-Jahre eine entscheidende Figur, die jedoch erst spät von der breiteren Kritik anerkannt wurde. Als Pionierin der „erweiterten Gesangstechnik“ beeinflusste sie Künstler*innen wie Yoko Ono, Kate Bush, Björk oder Rebecca Saunders. „Sie war unter uns allen diejenige mit einer unverwechselbaren Begabung – und ist es noch immer,“ so Monks Zeitgenosse Philip Glass.

Monk in Pieces spiegelt in seiner mosaikartigen Struktur Monks Gesamtwerk wider und beleuchtet ihr originelles Vokabular an Klängen und Bildern. Gegen Ende des Films stellt sich Monk der eigenen Sterblichkeit. Wir sehen, wie sie dem Regisseur Yuval Sharon und der Sängerin Joanna Lynn-Jacobs ihre Oper ATLAS – an opera in three parts für eine Neuinszenierung mit dem Los Angeles Philharmonic anvertraut. 60 Jahre lang hat Monk bei fast all ihren Werken selbst Regie geführt und mitgespielt. Der Film ehrt ihr einzigartiges Werk, und stellt die Frage nach seinem Fortbestehen.

Monk in Pieces (2025)
Film, 94 min
Sprache: Englisch
USA / Deutschland / Frankreich
Farbe und schwarz-weiß

Mit:
Meredith Monk
Björk
David Byrne
Ping Chong
John Schaefer
Lanny Harrison
Julia Wolfe

Billy Shebar, David Roberts – Regie, Buch
Jeff Hutchens, Ben Stechschulte – Kamera
Sabine Krayenbühl – Montage
Meredith Monk – Musik
Dominic Bartolini – Sound Design
Paul Barritt – Animation
Billy Sherbar, Susan Margolin, David Roberts – Produzent*innen
Katie Geissinger, Sabine Krayenbühl – Koproduzent*innen

circa 1 h 30 min

Ab 6 Jahre

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© John Edward Mason
Neue Musik

Meredith Monk in Concert

Meredith Monk / Katie Geissinger / Allison Sniffin

Meredith Monk – Stimme, Keyboard
Katie Geissinger – Stimme
Allison Sniffin – Stimme, Violine, Keyboard
Joe Levasseur – Lichtdesign
Eli Walker – Sound Design
threeASFOUR – Kostüme


Meredith Monk:
Wa-lie-oh, aus Songs from the Hill (1975-1976)
Click Song #1, aus Light Songs (1988)
Hips Dance, aus Volcano Songs: Duets (1993)
Gotham Lullaby (1975)
Choosing Companions, aus ATLAS: an opera in three parts (1991)
Ausgewählte Stücke aus Cellular Songs (2018)
Scared Song (1986)
Prayer I, aus The Politics of Quiet (1996)
Simple Sorrow (2020)
Panda Chant I, aus The Games (1984)
Memory Song, aus The Games (1984)
masks, aus mercy (2001)
Happy Woman, from Cellular Songs (2018)

Die Komponistin und Musikerin Meredith Monk gilt als eine der außergewöhnlichsten und einflussreichsten Künstler*innen unserer Zeit. Zusammen mit den renommierten Mitgliedern ihres Vokalensembles Katie Geissinger und Allison Sniffin gibt sie eines ihrer seltenen, eher intim angelegten Konzerte. Monk, der am 18. März 2026 in der Akademie der Künste der diesjährige Große Kunstpreis Berlin verliehen wird, gilt als „Magierin der Stimme” und „eine der coolsten Komponist*innen der USA”. Das Konzert speist sich aus Monks sechs Jahrzehnte währender Tätigkeit und stellt ihre Innovationskraft ebenso wie ihre beeindruckende Stimmkunst, die die unendlichen Möglichkeiten der menschlichen Stimme auslotet, in den Vordergrund.

„Zusammenarbeit, Verbundenheit und Mitmenschlichkeit“ – diese Qualitäten bilden das gedankliche Zentrum von Meredith Monks Konzert: „als Gegenkraft zu den Werten, die derzeit so lautstark vertreten werden.“ Zusammen mit ihren Co-Performer*innen Katie Geissinger und Allison Sniffin präsentiert die vielseitige Künstlerin ausgewählte Stücke aus ihrem umfangreichen vokalen Werk, das sich von Solo-Stücken über Konzerte bis hin zu zeitgenössischer Oper erstreckt.

Monk gilt als Pionierin der erweiterten Gesangstechnik und der interdisziplinären Performancekunst. Sie war eine der zentralen Protagonist*innen in der New Yorker Downtown-Kunstszene der 1960er- und 1970er-Jahre und beeinflusste Komponist*innen, Sänger*innen und Künstler*innen wie Yoko Ono, Philip Glass, Kate Bush, Björk oder Rebecca Saunders. Die vielfältigen Facetten der menschlichen Stimme faszinierten Monk seit ihrem Studium. Aus diesem Antrieb entwickelte sie neue Zugänge und Perspektiven zu Gesang, Performancekunst, Film, ortsspezifischen Arbeiten und Musiktheater, die bis heute inspirieren.

1 h 15 min, ohne Pause

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© Dominique Lasseur
Film

Book of Days

Meredith Monk

Book of Days (1988)
Film, 85 Minuten
In englischer Sprache
schwarz-weiß und Farbe

Book of Days ist ein Film über die Zeit. Ursprünglich zog er Parallelen zwischen dem Mittelalter – einer Zeit des Krieges, der Seuchen und der Angst vor der Apokalypse – und modernen Zeiten mit ihren ethnischen und religiösen Konflikten, der AIDS-Epidemie und der Furcht vor atomarer Auslöschung. Angesichts jüngerer Ereignisse zeigt sich der zyklische Charakter solcher Phänomene erneut. Obwohl der Film keine Antworten liefert, widmet er sich doch der Weitsicht und Vorstellungskraft sowie einer poetischen Anrufung dessen, was uns verbindet. Book of Days wurde ursprünglich im US-amerikanischen Fernsehsender PBS ausgestrahlt, beim New York Film Festival gezeigt und wurde für die Whitney Biennale ausgewählt.

Meredith Monk – Konzept & Regie
Jerry Pantzer – Kamera
Yoshio Yabara – Szenografie, Kostümdesign
Meredith Monk – Musik
Catherine Tatge und Dominique Lasseur – Produktion

circa 1 h 25 min

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© Tina Herzl
Neue Musik

Archipelische Klänge

Laure M. Hiendl / Luxa M. Schüttler / Gerhard Stäbler / Klangforum Wien

Klangforum Wien
Vimbayi Kaziboni – Leitung
Vera Fischer, Gregory Chalier – Flöten
Markus Deuter – Oboe
Bernhard Zachhuber, Hugo Queiròs – Klarinetten
Álvaro Collao Leon – Saxofon
Christian Walcher – Fagott
Christoph Walder – Horn
Anders Nyqvist – Trompete
Mikael Rudolfsson, Florian Juncker – Posaune
Jack Adler-Mckean – Tuba
Alex Lipowski, Lukas Schiske, Aya Masui – Schlagwerk
Florian Müller, Johannes Piirto – Klavier
Krassimir Sterev – Akkordeon
Miriam Overlach – Harfe
Gunde Jäch-Micko, Judith Fliedl – Violine
Dimitrios Polisoidis, Paul Beckett – Viola
Benedikt Leitner, Andreas Lindenbaum – Violoncello
Jonathan Heilbron – Kontrabass


Gerhard Stäbler: Den Müllfahrern von San Francisco (1989-1990/2018)
für Ensemble
Laure M. Hiendl: Chronochromatic Variations IV (2026)
für Ensemble, Uraufführung
Ein Kompositionsauftrag des Klangforum Wien
Luxa M. Schüttler: i wd leave leaf & dance (2022/2026)
für Ensemble und Live-Elektronik
Uraufführung der Fassung für Ensemble
I. Arpeggio-Lago
II. „What Can We Say / What Can We Sing?“
III. Glamorize The Chaos
IV. Twinn Track
V. „Truth Is Marching In“
VI. Disco Inferno

Das Klangforum Wien durchwandert archipelische Klanglandschaften, in denen sich ein verzweigtes Denken und Hören den strengen Abgrenzungen zwischen instrumentaler und elektronischer Musik entzieht. Was geschieht, wenn sich Erinnerungen und Gedanken, Poesie und Installation in musikalische Strukturen einschreiben – und dort ungeahnte, hybride Verbindungen eingehen?

In den akustischen Reiseerinnerungen von Gerhard Stäbler hallen Echos zwischen den hydraulischen Klängen und „erschreckend reinen Terzen“ eines Mülllastwagens wider, der ihn in San Francisco einmal aus dem Schlaf riss. Gemischt mit den sprachlichen Rhythmen des Beatpoeten Allen Ginsberg inspirierten diese Klänge den intermedialen Komponisten zu einem Stück voller Witz und Dramatik, niemand anderem gewidmet als Den Müllfahrern von San Francisco .

In Laure M. Hiendls neuem Werk schweben die subtilen Veränderungen eines musikalischen Kerns zwischen den Polen Ruhe und Bewegung. Fasziniert von den Resonanzen zwischen Skulptur, Installation und Musik lässt der in Wien lebende Komponist* und Kurator* räumliche Eindrücke allein durch klangliche Strukturen entstehen, zugleich werden die Grenzen zwischen digitalen und analogen Räumen und Techniken verflüssigt. Wie eine Klangskulptur lädt das Werk zu verschiedenen Perspektiven ein, es von außen zu betrachten oder sich von den Veränderungen seiner Textur mitbewegen zu lassen.

Luxa M. Schüttler weitet das archipelische Denken des martiniquischen Philosophen und Schriftstellers Édouard Glissant zu Momenten des Sich-selbst-Fremdwerdens. Aus sich verzweigenden, hybriden Klangnetzwerken, die sich zwischen elektronischen und popmusikalischen Elementen sowie akustischen Instrumentalklängen umherbewegen, entstehen feine Strukturen, unerwartete Rhythmen und stimmungsvolle Gesten. Schüttler verbindet Klangpartikel der unterschiedlichsten musikalischen Gattungen mit Gedichten von Kamau Brathwaite aus Barbados, denen auch der Titel der Komposition, i wd leave leaf & dance , entliehen ist.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Österreichische Kulturforum Berlin

circa 1 h

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© Christophe Chaverou
Neue Musik

Ensemble Dedalus I

Éliane Radigue / Catherine Lamb

Ensemble Dedalus
Didier Aschour – Gitarre
Amélie Berson – Flöte
Pierre-Stéphane Meugé – Saxofon
Christian Pruvost – Trompete
Thierry Madiot – Posaune
Silvia Tarozzi – Violine
Cyprien Busolini – Viola
Deborah Walker – Violoncello


Éliane Radigue: OCCAM Hepta I (2018)
für Ensemble
Catherine Lamb: Overlays Transparent/Opaque (2013)
für Ensemble

Zu seinem 30-jährigen Jubiläum präsentiert das Ensemble Dedalus Musik von Komponist*innen, mit denen es eine besonders enge Zusammenarbeit verbindet. Die Komposition OCCAM Hepta I, die zur beeindruckenden OCCAM OCEAN-Reihe gehört, entwickelte Éliane Radigue in enger künstlerischer Zusammenarbeit mit den Musiker*innen. Catherine Lamb knüpft an diesem Konzertabend an die Tradition der offenen Partituren an. Ihre Musik ist von Stimmungssystemen der europäischen und indischen klassischen Musik geprägt sowie von der Faszination an physikalischen Wechselwirkungen zwischen Klängen und Räumen und der Erforschung dieser Phänomene mit den Musiker*innen.

Éliane Radigue, eine der bedeutendsten Pionierin*innen elektronischer Musik, komponiert seit 25 Jahren ausschließlich akustische Werke, die ohne geschriebene Partituren im direkten Austausch mit Solist*innen und Ensembles entstehen. Ihre OCCAM OCEAN-Reihe ist inspiriert von den vielfältigen physikalischen Wellenstrukturen des Universums, von dem wir nur einen Teil visuell oder akustisch wahrnehmen. Im co-kreativen Kompositionsprozess wählten die Musiker*innen von Dedalus das Bild eines Gewässers, das für sie Wellen sinnlich erfahrbar macht und zur inneren Partitur wird.

Catherine Lambs Overlays Transparent/Opaque unternimmt den Versuch, Formen jenseits phänomenologischer Klarheit zu zeigen, indem sieben sich ständig bewegende Schichten übereinander gelagert werden. Auf diese Weise bilden sich Klangobjekte, die nicht anhand eindeutiger Kategorien wie laut/leise oder Vordergrund/Hintergrund zu erfassen sind. „Opaque suggeriert einen vollen Klang, der dicht und lebendig ist, während Transparent einen Klang bezeichnet, der seine Basis verliert und sich in intensiver Opazität auflöst.“

Im Rahmen von MaerzMusik gibt das Ensemble Dedalus in mehreren Portrait-Konzerten Einblick in einzigartige Projekte, die alle auf offenen Partituren basieren. Durch diese und dank der außergewöhnlichen Musiker*innen konnte ein ganz eigener, dichter Klang entwickelt werden. Die künstlerische Praxis des Ensembles entzieht sich traditionellen Kategorien, folgt elaborierten Konzepten und vermittelt doch eine sinnliche Erfahrung, die ebenso radikal wie fesselnd, so subtil wie kraftvoll ist.

Ensemble Dedalus wird unterstützt von DRAC Occitanie und Conseil Régional Occitanie. Weitere Förderer sind SACEM, SPEDIDAM, Maison de la Musique Contemporaine, Impuls Neue Musik und Occitanie en Scène.

circa 50 min

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© Gérôme Blanchard
Neue Musik

Ensemble Dedalus II

Catherine Lamb

Didier Aschour – Gitarre

Catherine Lamb: point/wave (2015)
Für Gitarre und Live-Elektronik

Catherine Lambs Musik ist geprägt von Stimmungssystemen der europäischen und indischen klassischen Musik sowie von der Faszination an physikalischen Wechselwirkungen zwischen Klängen und Räumen und zwischen ihr als Komponistin und den Interpret*innen ihrer Werke. Die Komposition point/wave für Gitarre und Elektronik verbindet installativ Innen- und Außenräume: In einem Solo aktiviert Didier Aschour, Gitarrist und Leiter des Ensemble Dedalus, die Konzertinstallation. Der von Lamb und Bryan Eubanks entwickelte Secondary Rainbow Synthesizer wird dabei zu einem Schatten und Mitspieler des Gitarristen. Anhand dieser besonderen Konstellation erforscht Lamb in point/wave subtile Frequenzbeziehungen sowie live-elektronische atmosphärische Phänomene im Kontrast zu akustischen Klangwelten.

Im Rahmen von MaerzMusik gibt das Ensemble Dedalus in mehreren Portrait-Konzerten Einblick in einzigartige Projekte, die alle auf offenen Partituren basieren. Durch diese und dank der außergewöhnlichen Musiker*innen konnte ein ganz eigener, dichter Klang entwickelt werden. Die künstlerische Praxis des Ensembles entzieht sich traditionellen Kategorien, folgt elaborierten Konzepten und vermittelt doch eine sinnliche Erfahrung, die ebenso radikal wie fesselnd, so subtil wie kraftvoll ist.

Ensemble Dedalus wird unterstützt von DRAC Occitanie und Conseil Régional Occitanie. Weitere Förderer sind SACEM, SPEDIDAM, Maison de la Musique Contemporaine, Impuls Neue Musik und Occitanie en Scène.

ab 17:00 Uhr, mit einer Aktivierung um 18:00 Uhr

40 – 60 min

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© Christophe Chaverou
Neue Musik

Ensemble Dedalus III

Pascale Criton / Peter Ablinger

Ensemble Dedalus
Didier Aschour – Gitarre
Amélie Berson – Flöte
Pierre-Stéphane Meugé – Saxophon
Christian Pruvost – Trompete
Thierry Madiot – Posaune
Silvia Tarozzi – Violine
Cyprien Busolini – Viola
Deborah Walker – Violoncello


Peter Ablinger: WEISS / WEISSLICH 17, Instrument und Rauschen (1994–2023)
17b: Violine und Rauschen (1995)
17d: Flöte und Rauschen (1996)
17f: Sopransaxofon und Rauschen (1996)
17g: Gitarre und Rauschen (1997, 2011)
17k: Violoncello und Rauschen (Kreuze) (1996/2013)
17o: Viola und Sinuston (2016/17)
17p: Trompete und Rauschen (2017)
17q: Bassposaune und Rauschen (2017)
Instruments & (sketchbook) (2015)
für Ensemble und Live-Elektronik
Pascal Criton: Bothways (2015)
für Violine und Cello
I Shift (Cello)
II Coalescent (Violine und Cello)
III Impulse (Violine)
IV Sways (Violine und Cello)
Process (2013)
für Flöte, Posaune, Violine, Cello und Gitarre
Steppings (2013)
für Flöte, Posaune, Violine, Cello und Gitarre
Streams (2025)
für Flöte, Posaune, Violine, Cello und Gitarre
Auftragswerk von klub katarakt

„Jede Situation ist eine Studie, ein Experiment, das seine eigenen Mittel entwickelt. Experimentieren Sie, interpretieren Sie niemals!” Dieser Ausspruch der Klangphilosophin Pascale Criton charakterisiert auf treffende Weise die Arbeitspraxis der langjährigen Wegbegleiter*innen des Ensemble Dedalus, die im Rahmen von MaerzMusik 2026 in verschiedenen Portrait-Konzerten präsentiert werden. Mit Peter Ablinger, der 2025 verstorben ist, würdigt das Ensemble einen radikalen Denker und Zweifler des Klangs. Seinen Werken, die sich mit dem Geschehen der Unterbrechung auseinandersetzen, stehen aktuelle Kompositionen von Criton gegenüber, die der Materialität des Klangs nachspüren.

Peter Ablingers subtile offene Partituren, die oft auf knappen Anweisungen und pointierten Zeichnungen beruhen, bestimmen sowohl sein Werk Instruments & (sketchbook) als auch die Reihe WEISS / WEISSLICH , die der lange Zeit in Berlin lebende österreichische Komponist über 30 Jahre hinweg ständig weiterentwickelte. Das Ensemble Dedalus präsentiert einige Teile aus Instrument und Rauschen , bei der einzelne Instrumente mit unterschiedlichen Qualitäten von Rauschen, Noise und mikrotonalen Klanggebilden kontrastiert werden.

Pascale Criton experimentiert seit ihrer Kindheit mit fein justierten Instrumenten, die sie für ihre Kompositionen bis hinunter auf ein Sechzehntel eines Standardtons stimmt. Das Ensemble Dedalus widmet sich aktuellen Werken der französischen Komponistin: Bothsways vereint Soli und Duos für Violine und Cello, die in Sechzehntel-Ton-Stimmung erklingen. Das Stück durchwandert expressive Zustände und erweiterte mikrotonale Techniken, die in der Zweiheit und im Zusammenklang (both) der Schwingungen (sways) entstehen. Getragen wird das Stück vom Prinzip der Instabilität, von fließenden Übergängen zwischen verschiedenen Zuständen und Spielweisen. Jeder Satz bringt in einem anderen expressiven Stil die feinen Variationen zwischen Klangfarbe, Klang und Geräusch zu Gehör. Das Quintett Process spielt mit einem Gleichgewicht freischwebender Variablen, die zunächst angespannt sind und dann langsam in eine absteigende Bewegung übergehen. Diese mobilen Elemente stabilisieren sich allmählich zu einem regelmäßigen Schwebungsmuster. Steppings basiert auf einem konstanten perkussiven Motiv. Darüber erzeugen die mikrotonal gestimmten Streichinstrumente sowie multiphon gespielte Blasinstrumente feine Klangvariationen. Streams erforscht Transformationen des Klangs im Zusammenspiel mit dem ihn umgebenden Raum. Die fünf Instrumente spielen mit winzigen Abwandlungen, die das Auftreten von Interferenzen und anderen psychoakustischen Phänomenen begünstigen.

Im Rahmen von MaerzMusik gibt das Ensemble Dedalus in mehreren Portrait-Konzerten Einblick in einzigartige Projekte, die alle auf offenen Partituren basieren. Durch diese und dank der außergewöhnlichen Musiker*innen konnte ein ganz eigener, dichter Klang entwickelt werden. Die künstlerische Praxis des Ensembles entzieht sich traditionellen Kategorien, folgt elaborierten Konzepten und vermittelt doch eine sinnliche Erfahrung, die ebenso radikal wie fesselnd, so subtil wie kraftvoll ist.

Ensemble Dedalus wird unterstützt von DRAC Occitanie und Conseil Régional Occitanie. Weitere Förderer sind SACEM, SPEDIDAM, Maison de la Musique Contemporaine, Impuls Neue Musik und Occitanie en Scène.

circa 1 h 10 min

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© Kerstin Wiehe
Konzert

QuerKlang

Künstlerisches Experimentieren in der Schule

QuerKlang bringt in Kooperation mit MaerzMusik kollektive Kompositionen von Schüler*innen aus Berlin zur Uraufführung. Im Rahmen des Projekts erforschen sie Klänge, setzen diese in Beziehung zueinander und machen ihre Entdeckungen für andere hörbar. Begleitet werden sie von Teams, die aus Pädagog*innen, Komponist*innen und Studierenden bestehen.

Die Beschäftigung mit neuer und zeitgenössischer Musik beschränkt sich in der Schule meist auf einige wenige ausgewählte Werke und Komponist*innen. Dass die zeitgenössische musikalische Sprache eine persönliche Ausdrucksform darstellt, die auch musikalischen Laien zur Verfügung steht, bleibt bei der punktuellen Beschäftigung mit einzelnen Werken völlig ausgeklammert. Die Folge sind oft Unverständnis und Intoleranz gegenüber der Vielfalt neuer Musik.

Dieser Tendenz wirkt QuerKlang entgegen, indem es Schüler*innen ermutigt, selbsttätig mit musikalischem Material zu experimentieren und eigene Kompositionen zu gestalten. Dabei geht es nicht nur darum, Neugier und Offenheit gegenüber ungewöhnlichen musikalischen Materialien zu wecken, sondern auch ein grundsätzliches Verständnis für den Arbeitsprozess des Komponierens zu entwickeln: Die Schüler*innen erleben sich selbst als Komponist*innen, die – außerhalb des Kriteriums von „schöner“ und „hässlicher“ Musik – musikalische Prozesse erfinden, beurteilen, modifizieren und schließlich gemeinsam öffentlich aufführen.

Angeleitet und begleitet von Komponist*innen, Musiklehrer*innen und Musikstudent*innen der Universität der Künste Berlin haben sich seit 2003 mehr als 1.000 Berliner Schüler*innen im Rahmen ihres Musikunterrichts mit der Gestaltung musikalischer Prozesse beschäftigt: Zielsetzung ist die Entwicklung eigener Kompositionen, die im Rahmen von MaerzMusik öffentlich aufgeführt werden.

Mit Studierenden und Dozent*innen der Universität der Künste Berlin, aus den Bereichen Musikpädagogik und Komposition.

Mit Schüler*innen der:
Anna Freud Schule (OSZ für Sozialwesen, Schöneberg)
Freie Grundschule Pfefferwerk (Prenzlauer Berg)
Friedensburg Oberschule (Wilmersdorf)
Willkommensschule Tegel (Reinickendorf)

Mit den Künstler*innen:
Omer Eilam – Komposition, Elektronische Musik
Elon (Elena Lotti Astolfi) – Performance, Klangkunst
Joaquin Macedo – Komposition
Lukas Macher – Community Music

QuerKlang ist ein Projekt der QuerKlang gUG in Zusammenarbeit mit kultkom – Kerstin Wiehe, Universität der Künste Berlin / klangzeitort und Berliner Festspiele / MaerzMusik. QuerKlang wird finanziert aus Mitteln der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie von Berlin.

circa 1 h 30 min

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© John Fago
Konzert

Energy Archive 4

Ellen Fullman / JACK Quartet

Ellen Fullman – Long String Instrument
JACK Quartet
Christopher Otto – Violine
Austin Wulliman – Violine
John Pickford Richards – Bratsche
Jay Campbell – Violoncello


Ellen Fullman: Energy Archive 4 (2026)
für Long String Instrument und Streichquartett
Uraufführung

Wenn Ellen Fullman das von ihr entworfene Long String Instrument spielt, ist es, als würde sie zwischen den Saiten eines gigantischen Flügels spazieren gehen. Die amerikanische Komponistin, Performerin und Instrumentenbauerin bewegt sich zwischen Reihen von über zwanzig Meter langen Saiten, versetzt diese mit ihren Fingerspitzen in Schwingung und bringt auf diese Weise architektonische Räume auf der ganzen Welt zum Klingen.

Seit über 40 Jahren fordert Ellen Fullman mit ihren performativen Klanginstallationen wie dem Long String Instrument (LSI) Genregrenzen heraus. Inspiriert wurde sie bei ihrer Suche nach neuen Klängen von den Metallwerkstätten während ihres Studiums der Bildenden Kunst, den minimalistischen Performances des Judson Dance Theaters und den Kompositionen Alvin Luciers. Dieser bemerkt in seinen musikbiographischen Notizen Music 109, dass das Long String Instrument auch eine klingende Rauminstallation der Musikgeschichte und Theorie sei. Denn Fullman beschäftigt sich intensiv mit Stimmungen und mathematischen Verhältnissen: Das LSI konzipierte sie in reiner Stimmung (Just Intonation), deren Intervalle und Obertöne sich von der – den westlichen Ohren geläufigen – wohltemperierten Stimmung unterscheiden.

Körper, Bewegung und Raum bestimmen die faszinierenden Harmonien in Fullmans Kompositionen – die Räume werden dabei zu eigensinnigen Mitspielern, denen Fullman intuitiv begegnet. Einen besonderen Einfluss auf den Klang haben auch die Saitenlängen des Long String Instrument, die im Unterschied zu Violinen oder Gitarren variieren. „Beim Streichen in Längsrichtung und beim gleichzeitigen Spielen mehrerer Saiten erklingen die Obertöne in unterschiedlichen Zeitintervallen. Das ist zu komplex, als dass es sich abbilden oder vorhersagen ließe, doch es erzeugt einen sehr interessanten Klang.“

Für MaerzMusik 2026 setzt Fullman ihre Erforschung des Long String Instrument fort – diesmal gemeinsam mit dem JACK Quartet. Als Ausgangspunkt dienen der Komponistin Aufzeichnungen ihrer eigenen Klangproduktion, aus denen sie die Stimmen des Quartetts entwickelt. Das Zusammenspiel erlaubt immer wieder neue Filterungen, Modulierungen und Ausschmückungen, die in Fullmans Komponieren für sich stehen, aber dennoch kein Selbstzweck sind: „In meiner Musik möchte ich die physikalischen Zusammenhänge der Saitenschwingungen sichtbar machen, um das Bewusstsein für die Schönheit der Struktur des Universums zu wecken, in dem wir leben.“

circa 1 h

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© Trapp
Konzert

Traces of Else Marie Pade

Khabat Abas

Mehr Informationen in Kürze

Eine Veranstaltung des KW Institute for Contemporary Art in Kooperation mit Berliner Festspiele / MaerzMusik

circa 1 h

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© Frederike Wetzels
Neue Musik

(En)chanting Wood

Florentin Ginot / Carola Bauckholt / Lou Kilger

Florentin Ginot – Kontrabass

Carola Bauckholt: My Light Lives in the Dark (2024)
für Kontrabass und Elektronik
Lou Kilger: mescarill (2024)
für Kontrabass und Elektronik

Im Garten des Haus der Berliner Festspiele versammelt der Kontrabassist Florentin Ginot das Publikum zu einem Konzert über Natur im Post-Anthropozän. In der co-kreativen Konzert-Performance begreift Komponistin Carola Bauckholt den Kontrabass als Arche Noah, in der Ameisen, Insekten, Igel und Eichhörnchen mit Waldgeistern, Feen und Glühwürmchen zusammenkommen. Kontrabass und Elektronik verschmelzen bei ihr im Sinne einer Klangökologie mit der sie umgebenden Natur. Unterirdische Klänge, die sie mit Hilfe von Geophonen aufzeichnet, werden elektronisch verstärkt und mischen sich mit dem virtuosen Spiel von Ginot. Komponist*in Lou Kilger inszeniert den Kontrabassisten und sein Instrument indessen als physischen Ankerpunkt, von welchem ausgehend die Elektronik den umgebenden Raum öffnet. Ginot tritt mittels der Werke von Bauckholt und Kilger in eine neue Beziehung zu seinem Instrument, dessen schwirrende Klänge sich mit der untergründig lebendigen Umgebung mischen, und verzaubert den Garten des Festspielhauses.

circa 30 min

Eintritt frei, kostenloses Ticket erforderlich.

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Konzert

Organism: In Turbulence

Navid Navab

Ein Solokonzert mit einer mehr als hundert Jahre alten Pfeifenorgel, die mittels Robotik präpariert wurde, um turbulente Klangmuster hervorzubringen.

Organism destabilisiert die soziohistorische Tonalität der Orgel, um ihre turbulente Materialität freizulegen und mithilfe robotischer Eingriffe Klangfarben hervorzubringen, die während Jahrhunderten klanglicher Repression ungehört geblieben sind. In den Konzerten führen die sich wandelnden metastabilen Zustände von Organism dazu, dass seine energetischen Schwellen in wechselhafte Resonanzverhältnisse treten – mal kompatibel, mal widersprüchlich. Navab formt die daraus entstehende Ökologie interdependenter Klangfarben aerodynamisch zu emergenten Klangräumen: Er durchquert mikrosonische Polyrhythmen, Post-Rock-Overspill und sumpfige Soundlandschaften.“ – Navid Navab

Navid Navab – Konzept, Regie, Komposition, Skulptur, Programmierung, Design, Elektronik, Performance
Garnet Willis – Technik, Skulptur, Design, Elektronik
Transductive Formations – Produktion
Camille Desjardins, Jean-Michaël Celerier, Philippe Vandal, Evan Montpellier, Eric L’Ecuyer – Assistenz

Research-Partner: Topological Media Lab with Fonds de Recherche du Québec, SAT Montréal with Québec Ministry of Innovation
Residencies: FIBER, Werktank, Recto-Verso, Hexagram, matralab
Mit Unterstützung durch: Canada Council for the Arts, Conseil des arts et des lettres du Québec, Conseil des arts de Montréal

circa 50 min

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© Sebastian Sighell
Performance

Aurora (Mesophase)

Okkyung Lee & Berliner Musiker*innen / Dafne Narvaez Berlfein

Okkyung Lee – Violoncello
Neasa Ní Bhriain – Viola
Caleb Salgado – Kontrabass
Dafne Narvaez Berlfein – Video
Liz Kosack – Keyboards


Okkyung Lee: Aurora (Mesophase) (2026)
für Viola, Violoncello, Kontrabass, Keyboard, Elektronik und Video
Uraufführung

Aurora (Mesophase) erforscht einen Zwischenraum – den scheinbar fragilen Zustand zwischen zwei Extremen. Es handelt sich um eine Studie der Verwandlung. In ihr können Form, Klang oder Energie jederzeit kippen, je nachdem, welcher Reiz auf sie einwirkt. Aurora (Mesophase) gleicht einem Material, dessen Aggregatzustand weder flüssig noch fest ist: Das Stück befindet sich im ständigen Wandel, kann zu einem von beidem werden, bleibt aber nie eins von beidem. In dem von ihm eröffneten Raum formen selbst die kleinsten Gesten eine eigene Sprache, die die Spannung eines Moments in der Schwebe aufrechterhält.“
– Okkyung Lee

„Ich improvisiere seit fast drei Jahrzehnten auf dem Cello. Manchmal aber langweilt mich das – die Spannungen und die Aufregung über diese immer ‚neuen‘ Entdeckungen sind längst Teil meines musikalischen Vokabulars geworden. Ich möchte sie auch ungern als ‚erweiterte Techniken‘ bezeichnen. Solche Klänge gehören heutzutage einfach zu der Sprache, die Improvisationsmusiker*innen verwenden.

Dennoch gibt es ein paar Klänge, die mich jedes Mal – oder zumindest oft genug – von Neuem begeistern, obwohl ich die Gründe dafür nicht im Einzelnen analysieren möchte. Einer davon ist der reine Klang der Bogenhaare auf den Saiten; die Fülle dieser winzigen Klänge ist total packend. Mir ist selbstverständlich bewusst, dass diese Klänge für Zuhörer*innen verloren gehen können, wenn sie nicht direkt vor dem Instrument sitzen oder gar ihre Ohren direkt an den Körper des Instruments legen.

Doch stellen Sie sich einmal vor, Sie könnten all diese kleinen Klänge hören, die mit jeder geringsten Spannung des Bogens ihren Verlauf und ihren Charakter verändern. Das wäre so, als würde man das erste Mal Polarlichter sehen: Man weiß nicht genau, wo sie erscheinen werden, aber man lässt sich auf ihre Bewegung ein. Klar, das ist eine abgedroschene Metapher. Aber wenn man sich darin verliert, kann man eine Art reiner Freude verspüren.

Ich möchte all diese kleinen Details – all diese zerbrechlichen und doch ausdrucksstarken Klänge – einfangen und sie in Musik verwandeln, die zu mehr einlädt als nur zum Staunen über ihre Schönheit. Ich hoffe, dass sie zu einer gemeinsamen Sprache für Interpret*innen wird und ihnen die Möglichkeit erschließt, Lieder zu spielen, zu denen die Zuhörer*innen ihren Körper bewegen oder zumindest mit dem Kopf nicken, wenn auch nur leicht. Ich bin mir nicht sicher, ob jemals jemand mitsingen könnte – aber wer weiß? Im Grunde möchte ich, dass die Menschen diese Klänge einfach als Musik genießen – und zwar wie jede andere Form von Musik auch.“ – Okkyung Lee

Für Aurora (Mesophase) öffnet Okkyung Lee ihre improvisatorische Praxis und gestaltet zusammen mit den Künstler*innen Neasa Ní Bhriain, Caleb Salgado, Dafne Narvaez Berlfein und anderen eine außergewöhnliche Performance, die sie im Rahmen ihres DAAD-Stipendiums in Berlin entwickelt.

Okkyung Lee ist 2025/26 Musik-&-Klang-Fellow des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

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© Juliet Fraser
Konzert

Lament: a ritual of letting go

Juliet Fraser / Christelle Monney / Sarah Saviet / Soosan Lolavar / Eliza McCarthy

Juliet Fraser – Sopran
Christelle Monney – Mezzosopran
Sarah Saviet – Violine, Viola
Soosan Lolavar – Santur
Eliza McCarthy – Keyboard, Shrutibox


Trad.: (schott.) MacCrimmon’s Lament
Korsische Polyphonie: Miseremini mei
Korsisches Lied: Com’aqua linda
Soosan Lolavar: Our Sunken World (2025)

Johann Paul von Westhoff: Imitazione delle campane aus Violin-Sonate Nr. 3
Josquin des Prez: Baisiez moy
Trad.: La Louison
Kassia: Hymn to Pelagia
Christopher Trapani: Μοιρολόι (2025)

Catherine Lamb: Duo (Love) aus the being/the world (2023/24)
Keening at the threshold | Klagelaute an der Schwelle
Luke Nickel: O ays f (2025)
James Weeks: Bird-becoming (2025)

Lieder begleiten viele wichtige Momente des Lebens, seien es Feste, Übergänge zwischen verschiedenen Lebensphasen, Prozesse der Heilung oder des Trauerns. Das Lamento – die musikalische Klage – ist der Ausgangspunkt für Juliets Frasers neues performatives Projekt. Mit einem kleinen Ensemble kreiert sie ein einstündiges „Ritual des Loslassens“. Die Musikerinnen begeben sich gemeinsam auf eine Suche zwischen Genres, historischen Zeitebenen und Traditionen, um etwas „einzigartig Raues, Zeitloses und Verbindendes“ zu schaffen.

In Lament: a ritual of letting go kommen fünf Musikerinnen für ein Ritual zusammen, das sie aus Musik und Bewegung formen. Die beiden Sängerinnen, eine Violinistin, eine Santur- und eine Keyboardspielerin ziehen ihre Inspiration dabei aus bestehenden Ritualen, die das Zirkuläre ins Zentrum stellen: kanonische Stundengebete, mit handwerklichen Tätigkeiten assoziierte traditionelle Wechselgesänge oder die langsame Bewegung einer Trauerprozession. Ältere Musik begegnet in dieser Performance neuen Auftragswerken, sodass die Stücke über Zeiten und Weltregionen hinweg miteinander kommunizieren. Das Repertoire umfasst byzantinische Hymnen von Kassia, polyphone korsische Lieder, französische und schottische Folksongs, sowie Lieder der Sehnsucht aus unterschiedlichen Zeiten, von Josquin Desprez und Catherine Lamb. Außerdem fließen Lamenti von Soosan Lolavar, Luke Nickel, Christopher Trapani und James Weeks ein, die das Ensemble beauftragt hat. Die Inszenierung ist bewusst minimalistisch und verwendet verschiedene Gesten aus häuslichen und liturgischen Kontexten, wodurch sich das Konzert in ein leicht zugängliches und zutiefst persönliches Ritual verwandelt.

Die britische Sopranistin Fraser reagiert mit Lament: a ritual of letting go auf ein Verschwinden des gemeinschaftlichen Singens, das sie wiederentdecken und mit neuen Impulsen beleben möchte. Zugleich ist die Performance Ausdruck einer persönlichen Krise der Künstlerin im Verhältnis zu einem rein perfektionistischen, professionellen Singen. „Von der ‚Kunst‘ des Singens abzulassen und die Klage als Befreiung zu verstehen, war ein langsamer und schmerzhafter Prozess, aber die Trauer – um enttäuschte Erwartungen, gescheiterte Träume und eine geliebte verstorbene Person – ermöglichte mir, meinen Weg zu finden. Ich habe mich zurück zum Gesang ‚geklagt‘.“ Frei von Nostalgie zelebriert das Ensemble die Ausdrucksvielfalt der Stimme mit dem Wunsch, die Lücke zwischen Musik und Sängerin, aber auch zum Publikum ein wenig zu schließen.

Lament ist ko-produziert von Britten Pears Arts, Klangspuren Schwaz und MaerzMusik—Berliner Festspiele, zusammen mit dem Oxford House in Bethnal Green. Die Kompositionsaufträge für Soosan Lolavar und James Weeks wurden möglich durch die großzügige Unterstützung der Vaughan Williams Foundation.

circa 50 min

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© Peer Kugler
Konzert

Crippled Symmetries – A Journey

Fang-Yi Lin / Tine Surel Lange / AnA Maria Rodriguez / Zesses Seglias / Ensemble KNM Berlin

Ensemble KNM Berlin
Rebecca Lenton – Flöte
Theo Nabicht – Bass- und Kontrabassklarinette
Michael Weilacher – Schlagwerk
Seth Josel – E-Gitarre
Theodor Flindell – Violine
Kirstin Maria Pientka – Viola
Cosima Gerhardt – Violoncello
Jonathan Heilbron – Kontrabass


Fang-Yi Lin: GUA (2024)
für Schlagzeug solo nach zwei Gedichten von Hu Chang-sung (Oo Tiong-siong)
Auftragswerk des Ensemble KNM Berlin
Tine Surel Lange: Apotheosis (2023)
für Kontrabassklarinette, E-Gitarre, Cello, Kontrabass und Video
Auftragswerk von Frequenz_Festival und Heroines of Sound Festival, gefördert von Arts and Culture Norway, geschrieben für das Ensemble KNM Berlin
AnA Maria Rodriguez: Nomenclature of Colours (2024)
für Streichtrio, Elektronik, resonierende Gongs und Videoprojektionen
Auftragswerk von singuhr e. V.
Zesses Seglias: …a drop on my fingers, two lips as a fuzz, a sun on our heads (is the pattern) (2026)
Uraufführung
für Ensemble und optionale Lichtinstallation
Auftragswerk von Greek National Opera Alternative Stage und Ensemble KNM Berlin

Das Ensemble KNM Berlin begibt sich auf eine Reise, um Momente des Zyklischen und Rituellen in der zeitgenössischen Musik zu erkunden. In Werken von Fang-Yi Lin, Tine Surel Lange, AnA Maria Rodriguez und Zesses Seglias entdecken die Musiker*innen, wie Mythen und transzendente Erfahrungen sich mit individuellen Erinnerungen und Erlebnissen kreuzen.

GUA bedeutet im taiwanesischen Dialekt Hokkien nichts anderes als „Song“. Die Komposition von Fang-Yi Lin basiert auf zwei Gedichten von Hu Chang-sung (Oo Tiong-siong) und macht die unterdrückten Sprachen Taiwans sichtbar, die nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1990 aus dem öffentlichen Leben verdrängt wurden. Durch diese Situation war es für die Komponistin zunächst eine Herausforderung, in Hokkien verfasste Gedichte oder Romane in chinesischen Schriftzeichen zu lesen. Schließlich gelang ihr ein Verstehen durch lautes Lesen und Zuhören; eine Erfahrung, die sie in Gesang übersetzte. Für GUA verwendet Fang-Yi Lin westliche und traditionelle Perkussionsinstrumente sowie ein taiwanesisches Kinderlied – „wie eine kleine Insel, die die Kulturen und Sprachen vieler Communities trägt, die gezwungen wurden, sich zu verbergen.“

Die norwegische Komponistin und interdisziplinäre Künstlerin Tine Surel Lange führt eine intensive Auseinandersetzung mit der Beziehung von Mensch und Natur sowie den Mythen und Geschichten, die dieses komplexe Verhältnis hervorbringt. In Apotheosis verflechten sich die eindringlichen visuellen Eindrücke eines erhabenen arktischen Strandes mit dem Mythos von Odin, dem Allwissenheit und eine Position über allen Göttern zugeschrieben wird. Lange verbindet in ihren Untersuchungen eines „immer stärker werdenden Gott-Komplexes der Menschheit” visuelles Material und musikalische Bewegungen mit persönliche Erinnerungen und einer Suche nach Ewigkeit.

Die argentinische Komponistin AnA Maria Rodriguez entwickelt in Nomenclature of Colours nuancenreiche klangfarbliche Assoziationen. Ausgehend von Forschungen des Geologen Abraham Gottlob Werner und Illustrationen des schottischen Pflanzenmalers Patrick Syme überträgt sie die 110 Abstufungen von Farbtönen, die Werner in der belebten und unbelebten Natur beobachtete, in eine Klangperformance. Das Publikum ist zur Erkundung feinster klanglicher und visueller Verschiebungen eingeladen, während das intensive Hören der spektralen Klänge und die fein abgestimmten Lichtspiele einen ritualhaften Raum entstehen lassen.

Der griechische Komponist Zesses Seglias befasst sich in ...a drop on my fingers, two lips as a fuzz, a sun on our heads (is the pattern) mit Klangeindrücken am Rande des menschlichen Fassungsvermögens, „so wie die Sonne jenseits des Universums liegt und über unseren Köpfen der Klang verlischt.” Im Zentrum seiner Komposition steht ein harmonisch komplexer und resonierender Klang. Wie in feinen, engen Kreisen werden die spektralen Elemente dieses Klangs erkundet, wodurch die zirkuläre Struktur des Stücks entsteht. Die Zeit scheint zuweilen stillzustehen, dann öffnen sich metaphorische Fenster, durch die die Lichter der Erinnerung wehen und ihre Spuren hinterlassen.

Crippled Symmetries ist ein Projekt des Ensemble KNM Berlin in Kooperation mit dem Busan International Contemporary Music Festival, dem Fachbereich Musikwissenschaft der Freien Universität Berlin, dem Frequenz_Festival Kiel, dem Goethe-Institut Lima, der Alternativen Bühne der Griechischen Nationaloper, dem Kultur Büro Elisabeth, MaerzMusik / Berliner Festspiele und Studio Acht Taipei.

Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes. Gefördert von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Mit freundlicher Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.

circa 1 h 30 min

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© Stephen Harvey
Konzert

Cybernetic Entanglements

Viola Yip / Ken Ueno

Viola Yip – Komposition, Performance
Ken Ueno – Komposition, Performance


Viola Yip / Ken Ueno: Cybernetic Entanglements (2026)
Uraufführung
Auftragswerk von MaerzMusik und des Center for New Music and Audio Technologies (CNMAT), University of California, Berkeley, USA

Cybernetic Entanglements ist ein neues Werk, in dessen Fokus ein neuartiges, tragbares Musikinstrument steht, das Ken Ueno und Viola Yip gemeinsam spielen. Das Instrument ist weder Kostüm noch Prothese, sondern bildet eine operative Komponente in einem kybernetischen System, in dem die Körper der Interpret*innen als Teil der Maschine selbst fungieren. Anstatt Technologie als bloße Erweiterung des Körpers zu betrachten, postuliert das Werk eine dynamischere und durchlässigere Beziehung, in der Körper und Maschine sich kontinuierlich gegenseitig hervorbringen.

Mittels Echtzeit-Sensorik, Zuhören und Interaktion erzeugt das System eine Klangwelt, die von Mikrogesten, Haltungsänderungen und verkörpertem Timing geprägt ist. Diese Interaktionen artikulieren nichtlineare und relationale Klangprozesse und zeigen auf, wie Handlungsfähigkeit nicht aus einem einzelnen menschlichen oder technischen Element entsteht, sondern aus ihrer verflochtenen Koexistenz. Das Instrument wird zu einem Ort der Aushandlung zwischen Absicht und Automatisierung, Kontrolle und Kontingenz, Intimität und Interferenz.

Cybernetic Entanglements stellt die Einzigartigkeit des Körpers der individuellen Performer auf der Bühne in den Vordergrund und setzt sich damit auseinander, wie diese von ihren jeweils unterschiedlichen Hintergründen, Genderzuschreibungen und Lebenswegen geprägt werden. Der Unterschied ist kein symbolischer, sondern materiell wirksam: Er beeinflusst, wie Wahrnehmung stattfindet, Signale übertragen werden und sich Klang in der Zeit entfaltet. Auf diese Weise definiert das Werk den Akt der Verkörperung als aktive kompositorische Kraft neu. Das Stück ist demnach im Rahmen der wie von Yuk Hui definierten, sogenannten Technodiversität situiert und artikuliert eine Kosmotechnik der Verkörperung: Der Kreislauf selbst fungiert als situierte Kosmologie der Beziehung, der Differenz und des Werdens. Er schlägt eine alternative Vision des zeitgenössischen Musizierens vor, in der Technologie Unterschiede nicht auslöscht, sondern die Komplexität von Beziehungen verstärkt und neue Formen der klanglichen, körperlichen und kulturellen Wechselbeziehung kultiviert.

circa 1 h

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© Mitya Lyalin
Konzert

Music for Commons Sensed++

Jan St. Werner / Dirk Rothbrust / Erwan Keravec / Nicholas Morrish / Wolfgang Mitterer

Jan St. Werner – Elektronik
Erwan Keravec – Dudelsack
Dirk Rothbrust – Perkussion


Dirk Rothbrust / Jan St. Werner:
central spark in the dark (2018)
für Schlagzeug und Elektronik
Kompositionsauftrag des WDR
Martial Partial (2026)
für Schlagzeug und Elektronik
Uraufführung
Erwan Keravec / Jan St. Werner: Sine Field (2026)
für Dudelsack und Elektronik
Uraufführung
Nicholas Morrish: Midwinter (2026)
für Dudelsack und mehrkanalige Elektronik
Uraufführung
Wolfgang Mitterer: Attacca (2026)
für Dudelsack
Uraufführung

Das kooperative und mehrteilige Konzertprojekt Music for Commons Sensed ++ spürt der Kraft der Musik nach, Gemeinsamkeit zu ermöglichen und erlebbar zu machen. Die Musiker*innen, die über Länder- und Genregrenzen hinweg in verschiedenen Konstellationen aufeinandertreffen, begegnen einem Publikum, das in unerwartete Hörerfahrungen und ein verändertes Raumerleben eintauchen kann. Die Konzerte rücken Musik als komponierten Klang in den Fokus: Echos, Artefakte, Störungen und das Unerwartete werden zu tragenden Elementen, während Melodie und Rhythmus in den Hintergrund treten. Hören wird zu einem aktiven, sich wandelnden gemeinsamen Akt des Entschlüsselns, in dem Bedeutungen nicht vorgegeben sind, sondern fortwährend zwischen Ohr und Welt neu verhandelt werden.

Mit central spark in the dark und Martial Partial , ihrem neuen Stück für Schlagzeug und Elektronik, treiben die Musiker Dirk Rothbrust und Jan St. Werner ihre kreativen und performativen Energien an die Grenzen. central spark in the dark erkundet und dynamisiert die Beziehungen zwischen Elektronik und Akustik, zwischen Klang aus Lautsprechern und Perkussionsinstrumenten, zwischen den Reflexionen im Raum und dem Klangbild im Kopf der Zuhörenden. Die mehrkanalige Mischung erlaubt den kompositorischen Elementen eine erweiterte Räumlichkeit, in der jeder Funke das Zentrum eines klanglichen Universums sein könnte.

Martial Partial intensiviert diese Klangsprache und bewegt sich an den Rändern von Organisation, Chaos und Spielbarkeit. Rhythmische Strukturen verdichten sich, fragmentieren und brechen auf, während klangliche Identitäten zerfallen. Das Stück erforscht jene flüchtigen, oft übersehenen Mikrosekunden, in denen ein Klang erstmals hörbar wird, bevor er eindeutig benannt werden kann. Diese Anfänge werden vergrößert, seziert und in explosiven, mikroskopisch bearbeiteten Klängen in den Aufführungsraum geschleudert. Das Ergebnis ist eine sich ständig verändernde Klangarchitektur, die räumliche Reflexionen und Wahrnehmungsstörungen hervorruft und den Raum selbst als lebendiges Instrument aktiviert.

Sine Field untersucht die Interaktion zweier sehr unterschiedlicher Klangquellen: Dudelsack und Elektronik. Das Frequenzspektrum von Erwan Keravecs Dudelsack wird von einem Strom elektronischer Klänge von Jan St. Werner gespiegelt und erweitert. Das elektronische Signal evoziert otoakustische Emissionen – subtile akustische Reaktionen, die im Innenohr durch intensive und präzise gestimmte Frequenzen ausgelöst werden.

Nicolas Morrishs Komposition Midwinter für Dudelsack und mehrkanalige Elektronik untersucht rauhe sowie nicht-lineare Feedbackelemente und entwickelt aus ihnen klangliche Texturen, die hybride elektronisch-akustische Klangphänomene entstehen lassen. Midwinter betrachtet die alte künstlerische Praxis des Dudelsacks aus der Perspektive aktueller elektronischer Technologie und Ästhetik. Soziale Aspekte des Instrumentalspiels, das verschiedene Blastechniken unterschiedlicher Kulturen verbindet, spinnen sich wie Fäden durch die facettenreiche Komposition.

Erwan Keravec präsentiert überdies Wolfgang Mitterers Attacca . Mitterers Werke, in denen er eine Sprache zwischen extremer Spannung und Komplexität entwickelt, oszillieren zwischen Komposition und offener Form. Charakteristisch ist die Kombination kontrastierender Elemente, auch aus verschiedenen Musiksprachen, sowie die stete Suche nach unvorhersehbaren musikalischen Momenten.

Die beiden Konzerte Music for Commons Sensed++ und Music for Commons Sensed: No Nation Left But the Imagination basieren auf dem von Jan St. Werner entwickelten Konzept Music for Commons Sensed.
© Jan St. Werner

circa 1 h 30 min

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© Christopher Bühler
Neue Musik

Éndropía

Vanessa Porter / Samir Odeh-Tamimi

Vanessa Porter – Schlagzeug
Andrei Cucu – Elektronik, Videoprojektion


Samir Odeh-Tamimi: Éndropía (2026)
für Schlagzeug solo, Elektronik und Videoprojektionen auf drei nebeneinander, hinter der Schlagzeuger*in aufgestellten Leinwänden

Entropie wird in der Physik und Thermodynamik häufig als ein Maß für die Unordnung bezeichnet. Da Unordnung jedoch kein definierter physikalischer Begriff ist, lässt sich Entropie auch als ein wohldefiniertes objektives Maß für die Menge an Information begreifen, die benötigt würde, um von einem beobachtbaren Makrozustand auf den tatsächlich vorliegenden Mikrozustand des Systems schließen zu können.

Die Schlagzeugerin Vanessa Porter präsentiert Samir Odeh-Tamimis visuelle und akustische polyrhythmische Komposition Éndropía , die nach der Entropie, nach Vermischungen von unterschiedlichen Ereignissen und Systemen in live-elektronischen Klangräumen fragt. Rhythmen werden dabei zu Teilen eines geschlossenen Systems, die sich prozesshaft mischen, verdichten und entmischen.

circa 50 min

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© Lukas Pürmayr
Neue Musik

Music for Commons Sensed: No Nation Left But the Imagination

Jan St. Werner / Louis Chude-Sokei

Jan St. Werner – Live-Elektronik
Louis Chude-Sokei – Stimme, Live-Elektronik


Jan St. Werner / Louis Chude-Sokei: No Nation Left But the Imagination (2026)
Uraufführung

Louis Chude-Sokei und Jan St. Werner untersuchen in ihrem fortlaufenden Projekt Grenzen, die durch die Mikrokosmen alltäglicher Situationen verlaufen. Hier treffen sowohl widerstreitende als auch miteinander harmonierende Geschichten aufeinander, die in einer Welt, die zunehmend von Überwachung und Apathie geprägt ist, Räume für ein gegenseitiges Zuhören eröffnen. In der Performance entwickeln die beiden Musiker einen radikalen Audio-Essay aus komponierten und improvisierten Teilen, in dem sich elektronische Musik und sprachliche Virtuosität begegnen.

In ihrer Konzertperformance befragen Jan St. Werner und Louis Chude-Sokei soziale Grenzen, Schwellen und getrennte Wirklichkeiten; sie loten dabei Themen wie Race, Migration und Raum musikalisch aus. Werner manipuliert die Stimme von Chude-Sokei in Echtzeit mit elektronischen Werkzeugen und projiziert die bearbeiteten Sprachfragmente über Lautsprecher. Die Musiker lauschen in diesem Prozess nicht nur den Stimmen und Geschichten des jeweils anderen, sondern beschäftigen sich auch mit der Art und Weise, wie sie selbst zuhören. Ihre Konzertperformance wird damit zur „öffentlichen Manifestationen eines Dialogs, der sich durch eine kontinuierliche Erforschung von Klang, Raum und dem gemeinsamem Zuhören auszeichnet,“ wie Louis Chude-Sokei bemerkt.

No Nation Left But the Imagination ist Teil des kooperativen Projekts Music for Commons Sensed , in dem Musiker*innen über Länder- und Genregrenzen hinweg aufeinandertreffen und mit dem Publikum in unerwartete Hörerfahrungen und ein verändertes Raumerleben eintauchen.

Die beiden Konzerte Music for Commons Sensed++ und Music for Commons Sensed: No Nation Left But the Imagination basieren auf dem von Jan St. Werner entwickelten Konzept Music for Commons Sensed.
© Jan St. Werner

Louis Chude-Sokei ist im März 2026 Fellow im Bereich Künste und Medien des Berliner Künstlerprogramms des DAAD.

circa 45 min

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Neue Musik

Noise Is a Queer Space

Luxa M. Schüttler & Friends

Luxa M. Schüttler
Jennifer Torrence


In Noise Is a Queer Space entwirft Luxa M. Schüttler einen installativen Parcours und eine soziale Spielumgebung, in der Klang aus queeren Perspektiven erforscht wird. Ein Set von Snare Drums eröffnet vielfältige, heterogene Klangfelder, in denen popkulturelle Reminiszenzen aufscheinen.

In der Fluidität und Vorläufigkeit dieses Settings werden die Grenzen zwischen Komposition, Installation und freiem Spiel unterlaufen. Am Ende entsteht eine Art akustisches Gruppen-Selfie: queer, solidarisch, persönlich, hedonistisch.

circa 50 min

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© Berliner Festspiele, Foto: Fabian Schellhorn
Konzert

I AM ALL EARS

Wojtek Blecharz / Joyce B. Koh / Jessie Cox & weitere

Das erneut von Wojtek Blecharz ko-kuratierte Finale des Festivals beschäftigt sich mit dem Zusammenspiel von Architektur, Raum, Bewegung und Klang. Im Haus der Berliner Festspiele fragt dieses neue Kapitel von I AM ALL EARS, wie wir normative Formen der Präsentation und Rezeption von Musik ins Wanken bringen können. Die Performativität des sterilen Raums rückt dabei als Anti-Konzert-These in den Blickpunkt. Das Theater öffnet sich über seine formale Bühne hinaus zu Backstage-Gängen, Treppenhäusern und Räumen, die von den Akteur*innen belebt werden, die das Festival ermöglichen. Das Gebäude selbst wird zu einem hörenden Körper.

Es gibt viele Möglichkeiten, die Konzertinstallation zum Abschluss des Festials zu erleben, sich in Bewegung versetzen und aus der traditionellen Zuschauer*innenrolle befreien zu lassen. I AM ALL EARS eröffnet den Raum für Klangskulpturen, Live-Musik, eine multidirektionale Hörsession, eine Reihe von Ohr-Ouvertüren, ganzheitliche Klangerlebnisse und eine kollektive somatische Hörpraxis.

Mit:
Ray Lee, Jessie Cox, Joyce B. Koh, Ángeles Rojas, Solistenensemble Kaleidoskop, WhatWhy Art Ensemble, Pauline Oliveros, Else Marie Pade, Ashley Fure, Aleksandra Słyż, Wojtek Blecharz, Isabel Lewis, Lou Drago, Dambi Kim

Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds
Mit freundlicher Unterstützung durch das Polnische Institut Berlin

verschiedene Einlasszeiten; weitere Zeiten folgen

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Ausstellung

Partitur

Else Marie Pade

Partitur ist die erste internationale Ausstellung, die der dänischen Komponistin und Klangkünstlerin Else Marie Pade (1924 – 2016) gewidmet ist. Pade war eine Wegbereiterin der musique concrète und der europäischen elektronischen Musik. Über mehrere Jahrzehnte hinweg betrachtete Pade Klang als visuelles Medium von Intensitäten, Vielfalt und Dissonanz. Ihre Kompositionen führen die Zuhörer*innen durch Märchen, Stadtlandschaften und Albträume, mit Partituren, die die Notation, den Prozess und die kakophonischen Erzählräume des Lebens einfangen.

Ausgehend von Pades wegweisenden musikalischen Arrangements und Papierarbeiten zeichnet Partitur die künstlerische Entwicklung der Komponistin ab den 1950er-Jahren nach. Die Ausstellung entfaltet sich als immersive Hörumgebung, die an die räumlichen Strukturen ihrer Partituren und die von ihr neu gedachte Sprache für elektronische Komposition angelehnt ist. Begleitet wird die Ausstellung von einem Live-Programm, das Pades Erbe aufgreift und weiterführt. Es präsentiert in Berlin ansässige Klangkünstler*innen sowie Beiträge zu Musik, Kollektivität und dem Erbe von Künstlerinnen in der elektronischen Musik.

Sofie Krogh Christensen – Kuratorin

Ermöglicht durch die New Carlsberg Foundation

Mi–Mo 11:00–19:00
Di geschlossen

Ticketverkauf ausschließlich vor Ort und bargeldlos.

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Melancholia 2025, © Fabian Schellhorn
1

MaerzMusik

Berliner Festspiele

20. bis 29.3.2026

Konzerte, Performances, Installationen, Diskursformate



MaerzMusik 2026 findet vom 20. bis 29. März statt – im Haus der Berliner Festspiele, in der Akademie der Künste, im Radialsystem, im silent green, im SAVVY Contemporary, in der Universität der Künste Berlin, in der St. Elisabeth-Kirche sowie in der Parochialkirche.



Mit: Ensemble Dedalus, Ensemble KNM Berlin, JACK Quartet, Klangforum Wien, Querklang, AnA Maria Rodriguez, Bernhard Lang, Carola Bauckholt, Catherine Lamb, Ellen Fullman, Éliane Radigue, Florentin Ginot, Gerhard Stäbler, Juliet Fraser, Laure M. Hiendl, Lin Fang-Yi, Lou Kilger, Luxa M. Schüttler, Okkyung Lee, Pascale Criton, Tine Surel Lange, Wojtek Blecharz, Zesses Seglias und vielen anderen

MaerzMusik bewerten:

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Bewertungen & Berichte MaerzMusik

Ereignisse / Festspiele Salzburger Festspiele 17.7. bis 30.8.2026
Ereignisse / Festspiele Salzburger Pfingstfestspiele 22. bis 25.5.2026
Ereignisse / Festival Tanzplattform Deutschland 2026 11.3. bis 15.3.2026
Ereignisse / Festival OsterTanzTage
Hannover
28.3. bis 6.4.2026
Ereignisse / Festival Klavier-Festival Ruhr 7.5. bis 21.7.2026
Ereignisse / Festival Mülheimer Theatertage 16.5. bis 6.6.2026
Ereignisse / Festival Internationales Musikfest Hamburg 1.5. bis 3.6.2026
Ereignisse / Festival Hohenloher Kultursommer 6.6. bis 27.9.2026
Ereignisse / Festival Lessingtage Hamburg 31.1. bis 15.2.2026
Ereignisse / Festspiele Händel-Festspiele Halle 5. bis 14.6.2026
Ereignisse / Festival Lucerne Festival Luzern, Hirschmattstr. 13
Ereignisse / Tanz Tanztheater Wuppertal Pina Bausch Opernhaus Wuppertal
Ereignisse / Festival Choriner Musiksommer 20.6. bis 30.8.2026
Ereignisse / Festival Brahms-Festival Lübeck 2. bis 10.5.2026
Ereignisse / Festival Theatertreffen Berlin 1. bis 17.5.2026
Ereignisse / Festival Gstaad Menuhin Festival 16.7. bis 5.9.2026
Ereignisse / Festival Jazztage Dresden Saisonkonzerte
Ereignisse / Festival Maerzmusik Berlin 20. bis 29.3.2026
Ereignisse / Musical Chormusical
Judith
Mitsingen beim Chormusical
Ereignisse / Musical Chormusical
7 Worte vom Kreuz
Mitsingen beim Chormusical
Ereignisse / Musical Chormusical
Bethlehem
Mitsingen beim Chormusical
Ereignisse / Festival ECLAT Festival Neue Musik Stuttgart 4. bis 8.2.2026
Ereignisse / Festspiele Bad Hersfelder Festspiele 26.6. bis 16.8.2026
Ereignisse / Festival Kammermusikfestival vielsaitig Füssen 2. bis 9.9.2026
Ereignisse / Ausstellung Nordart im Kunstwerk Carlshütte 6.6. bis 4.10.2026
Ereignisse / Konzert Psalm Graz 29.3. bis 6.4.2026
Ereignisse / Festival Kreuzgangspiele Feuchtwangen 9.5. bis 16.8.2026
Ereignisse / Festival Gandersheimer Domfestspiele 14.6. bis 16.8.2026
Ereignisse / Festival Wiener Kabarettfestival 25.7. bis 1.8.2026
Ereignisse / Festival Salzkammergut Festwochen Gmunden Region Gmunden
Ereignisse / Festspiele Opernfestspiele Heidenheim
Ereignisse / Festival a cappella Leipzig 1. bis 9.5.2026
Ereignisse / Kulturveranstaltung Heimatverein Köln
Ereignisse / Festival Kasseler Musiktage
Ereignisse / Festspiele Bregenzer Festspiele
Ereignisse / Festival Harzburger Musiktage Internationale Festspiele
Ereignisse / Festspiele Wiener Festwochen 15.5. bis 21.6.2026
Ereignisse / Festival Festival Kammermusik Bodensee
Ereignisse / Festival Nymphenburger Sommer München
Ereignisse / Festival Deutsches Mozartfest Augsburg
Ereignisse / Ausstellung La Biennale di Venezia
Ereignisse / Festival JOINT ADVENTURES
München
Ereignisse / Festival Swiss Chamber Music Festival
Ereignisse / Festival THEATERNATUR Festival
Ereignisse / Festival Usedomer Musikfestival
Ereignisse / Festival Brahms Festival
Literatur+Sprache / Kulturveranstaltung Literaturhaus Salzburg Salzburg, Strubergasse 23
Aufführungen / Oper Opernhaus Zürich Zürich, Sechseläutenplatz 1
Konzerte / Konzert Philharmonie Luxembourg Luxembourg, 1, Place de l'Europe
Aufführungen / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Literatur+Sprache / Museum Robert Walser-Zentrum Bern Bern, Marktgasse 45
Aufführungen / Theater Theater Münster Münster, Neubrückenstraße 63
Konzerte / Konzert Duisburger Philharmoniker Duisburg, König-Heinrich-Platz
Aufführungen / Oper Semperoper Dresden Dresden, Theaterplatz 2
Konzerte / Konzert Gutshauskonzerte
VHS Glinder KuB
Konzerte / Festival cresc... Biennale für aktuelle Musik 4. bis 15.2.2026
Aufführungen / Theater Theater im Palais Berlin
Aufführungen / Theater Uckermärkische Bühnen Schwedt
Literatur+Sprache / Lesung Literaturhaus Zürich
Literatur+Sprache / Museum Strauhof Zürich
Aufführungen / Kabarett Die Wühlmäuse Berlin
Ereignisse / Festival Dresdner Musikfestspiele
Ereignisse / Kulturveranstaltung Domforum Köln
Ereignisse / Festival Rheingau Musikfestival
Ereignisse / Festival Schleswig-Holstein Musik Festival
Ereignisse / Festspiele Festspiele Mecklenburg-Vorpommern
Ereignisse / Festival Oberstdorfer Musiksommer
Ereignisse / Festival Kultursommer Nordhessen
Ereignisse / Festival Ekhof-Festival
Ereignisse / Festival Schumann-Fest Zwickau
Ereignisse / Festival Internationales Jazzfestival Bern Bern
Ereignisse / Festival Bachwoche Ansbach
Ereignisse / Festival Heidelberger Frühling
Ereignisse / Festival Festival Rümlingen
Ereignisse / Festival Internationale Schillertage Mannheim
Ereignisse / Festival Intern. Fredener Musiktage
Ereignisse / Meisterkurs Sommermusik im oberen Nagoldtal
Ereignisse / Konzert Gottfried-Silbermann-Gesellschaft Freiberg
Ereignisse / Festival Internationale Musikfestspiele Saar
Ereignisse / Festival Güldener Herbst Thüringen
Ereignisse / Festival KAMUNA - Karlsruher Museumsnacht
Ereignisse / Festival Young Euro Classic Berlin
Ereignisse / Festival VIATHEA Görlitz
Ereignisse / Festival Museumsnacht Bern Bern
Ereignisse / Festival Bachwochen Thun
Ereignisse / Festival Jazz Fest Wien
Ereignisse / Festival Heinrich Schütz Musikfest
Ereignisse / Festival Lausitzer Musiksommer Bautzen
Ereignisse / Festival Würzburger Bachtage
Ereignisse / Tanz euro-scene Leipzig
Ereignisse / Festival Donaufestwochen auf Schloss Greinburg
Ereignisse / Festival Innsbrucker Festwochen der Alten Musik
Ereignisse / Festspiele Musikfestspiele Potsdam Sanssoucci
Ereignisse / Konzert Händelfestspiele Halle
Ereignisse / Festival KLASSIK OPEN AIR im Luitpoldhain
Ereignisse / Festival Int. Messiaen-Tage
Görlitz/Zgorzelec
Ereignisse / Festival Altmühlsee Festspiele Muhr am See
Ereignisse / Festival Schwetzinger SWR Festspiele
Ereignisse / Festival Klangspuren Schwaz Tirol
Ereignisse / Festival Appenzeller Bachtage
Ereignisse / Tanz Tanztheater Erfurt
Ereignisse / Kulturveranstaltung Fürstlicher Marstall Wernigerode
Ereignisse / Festival Internationales Musikfest am Tegernsee
Ereignisse / Kulturveranstaltung CREATIVO
Ereignisse / Festspiele Passionsspiele Erl
Ereignisse / Festival Bayreuther Osterfestival
Ereignisse / Festival Mittelsächsischer Kultursommer
Ereignisse / Festival KunstFestSpiele Herrenhausen Hannover
Ereignisse / Festival Ars Electronica Festival Linz
Ereignisse / Festival Fumetto Comic-Festival Luzern
Ereignisse / Festival Wien Modern
Ereignisse / Festival intersonanzen
Fest der Neuen Musik
Ereignisse / Festspiele Darmstädter Residenzfestspiele
Ereignisse / Festival Ruhrfestspiele Recklinghausen
Ereignisse / Festival Morgenland Festival Osnabrück
Ereignisse / Festival Raritäten der Klaviermusik
Ereignisse / Festspiele Eutiner Festspiele
Ereignisse / Festival Moritzburg Festival
Ereignisse / Festival Klassikfestival AMMERSEErenade
Ereignisse / Festival Schrammel.Klang. Festival
Ereignisse / Festival Zwischentöne Engelberg Kammermusikfestival
Ereignisse / Kulturveranstaltung Kultur in Neustadt in Holstein
Ereignisse / Wettbewerb Neue Stimmen
Ereignisse / Festspiele Heidelberger Schlossfestspiele
Ereignisse / Festival Passionstheater Oberammergau
Ereignisse / Festspiele Internationale Händel-Festspiele Göttingen
Ereignisse / Festival Musikfestival Bern
Ereignisse / Festival Ost-West Musikfest Niederösterreich Meisterkonzerte und Meisterkurs
Ereignisse / Festival Zürcher Theater Spektakel
Ereignisse / Festival Theater im Park Wien
Ereignisse / Festival Globe Wien
Marx Halle
Ereignisse / Festspiele Passionsspiele St. Margarethen
Ereignisse / Festival Frankfurt LAB
Ereignisse / Festival Lausitz-Festival
Ereignisse / Festival Musiktheatertage Wien
Ereignisse / Festival Schwetzinger Mozartfest
Ereignisse / Festival Int. Gitarren-Festival Iserlohn
Ereignisse / Festival Festival Begegnungen
Ereignisse / Festival Heinrich Schütz Musikfest Magdeburg
Ereignisse / Tanz Tanzfestival Saar
Ereignisse / Festival Sommer im Park
Neumarkt i.d.OPf.
Ereignisse / Festival Kleist-Festtage
Ereignisse / Film Allianz Cinema
Ereignisse / Festival ProvinzLärm
Ereignisse / Konzert Neuschwanstein Konzerte
Ereignisse / Festival Ariowitsch-Haus Leipzig
Ereignisse / Festival Museumsnacht Basel Basel und Umland
Ereignisse / Festspiele Schlossfestspiele Schwerin
Ereignisse / Konzert Brunnenhofkonzerte Residenz München
Ereignisse / Festival Musikfest Bremen

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