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© J.-Konrad-Schmidt
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Duisburger Philharmoniker

Die Duisburger Philharmoniker, die bereits mehrfach vom Bund als Exzellenzorchester ausgezeichnet wurden, zählen zu den vielseitigsten und innovativsten Institutionen der nordrhein-westfälischen Kulturlandschaft. Als kompetenter und leistungsstarker Klangkörper auf dem Konzertpodium wie im Orchestergraben der Deutschen Oper am Rhein genießen sie mit ihrem Intendanten Nils Szczepanski einen ausgezeichneten Ruf.

Im Mittelpunkt jeder Saison stehen die zwölf Philharmonischen Konzerte in der Philharmonie Mercatorhalle, in denen zentrale Werke der sinfonischen Tradition von Barock bis zur Moderne in Zusammenarbeit mit international renommierten Dirigent:innen aufgeführt werden. Ebenfalls in der Philharmonie Mercatorhalle finden die Kammerkonzerte, Piano-Extras sowie die Orgelkonzerte der Reihe „Toccata“ statt. Ergänzt werden diese durch die Kammerkonzert-Reihe „Profile“, in der sich die Duisburger Philharmoniker gemeinsam mit prominenten Gastmusiker*innen auf Spurensuche im Repertoire begeben.

Darüber hinaus warten die Duisburger Philharmoniker, die mit Cross-Over-Projekten, Open-Air-Konzerten und bundesweiten Gastspielen auf. Nicht zuletzt verstehen sie sich als innovatives, weltoffenes Orchester, das mit internationalen Tourneen, dem eigenen konzertpädagogischen Programm „klasse.klassik“, der Mitwirkung an großen Musikfestivals oder Aufführungen abseits gewohnter Spielorte neue Hörerschichten erschließt und nach neuen Präsentationsformen im Konzertbetrieb sucht. „Neue Wege“ gehen die Duisburger Philharmoniker dabei etwa mit den transkulturellen Programmen des „Eigenzeit“-Festivals „Musik von Jetzt“ oder dem „Marxloh Music Circus“.

Im Juli 2024 ist die eigene Mediathek der Duisburger Philharmoniker online gegangen – kostenlos und ohne Werbung unter mediathek.duisburger-philharmoniker.de. Auf der Plattform kann man einerseits das Repertoire der Duisburger Philharmoniker in mitreißenden Streams erleben, aber auch begleitende Interviews und erhellende Gespräche zu den Projekten anschauen. „Die Mediathek wird mehr sein als ein bloßes Archiv. Sie soll deutschlandweit wie international zum Laboratorium für hochkarätige klassische Musik in kreativen und transkulturellen Projekten, inspirierenden Programmen und neuen Medien-Musikformaten werden“, erklärt Intendant Nils Szczepanski.

Kontakt

Duisburger Philharmoniker
König-Heinrich-Platz
D-47051 Duisburg

Telefon: +49 (0)203/283 62-123
E-Mail: info@duisburger-philharmoniker.de

Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Duisburger Philharmoniker

© Jordan Koepke
Konzert

Vier Jahreszeiten

1. „Andere Reihe“-Konzert

Duisburger Philharmoniker
Henry Flory, Violine und Leitung
Stefan Blunier, Cembalo


Antonio Vivaldi: Die vier Jahreszeiten op. 8

Was ist eigentlich das bekannteste Stück der Klassik? Die Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Vielleicht das berühmte Ta-ta-ta-TAA aus Ludwig van Beethovens 5. Sinfonie? Wolfgang Amadeus Mozarts „Kleine Nachtmusik“ mit ihren Ohrwurm- Qualitäten? Oder doch der „Boléro“ von Maurice Ravel mit seinem hypnotischen Trommel-Beat? Anspruch auf den Thron könnte aber auch Antonio Vivaldi mit seinen „Vier Jahreszeiten“ erheben, einem der größten Hits der Musikgeschichte. In ihnen entfesselt Vivaldi, der selbst ein hervorragender Geiger war, seine ganze Violinvirtuosität, die schier unerschöpflich scheint im Erfinden von effektvollen Spielfiguren. Hinzu kommt die unfassbare Anzahl an tonmalerischen Effekten, mit denen der Komponist die Jahreszeiten in bunten Farben ausmalt. Jubelnd feiert die Sologeige den Frühling, dazu zwitschern die Vögel um die Wette, später dann entlädt sich die flirrende Sommerhitze in einem spektakulären Gewitter mit Donner und grellen Blitzen – um nur einige Highlights zu nennen. Den Solopart in diesem Evergreen übernimmt mit Henry Flory der Konzertmeister der Duisburger Philharmoniker, die – nach guter alter Barock-Tradition – hier ohne Dirigenten spielen.

Raus aus dem Konzertsaal, rein ins Duisburger Stadtleben: Mit der neuen Reihe, persönlich kuratiert vom neuen Generalmusikdirektor Stefan Blunier, möchten die Duisburger Philharmoniker noch enger mit ihrem Publikum in Kontakt treten: mal frech, mal derb, mal ausgelassen, mal nachdenklich – eben anders. Vier Veranstaltungen, verteilt über die Spielzeit, laden ein zu ganz besonderen Konzerterlebnissen: mal zum Genießen, mal zum Mitmachen. In lockeren Formaten von etwa einer Stunde Dauer, moderiert von der jeweiligen Leitung des Konzerts, durchstreift das Orchester ein weites Repertoire – von Klassik bis Crossover, von Jazz bis Kammerformation, von Zeitgenössischem bis hin zum populären Wunschkonzert. Und bei jeder Veranstaltung wartet eine kleine Überraschung auf das Publikum …

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© Wolfgang Schindler, Anja Renczikowski: klasse.klassik
Kinderkonzert

Hör mal ein Buch

nach Carlo Collod

Oktober:

Rocco Rescigno, Posaune
Anja Renczikowski, Konzept | Sprecherin


„Pinocchio“ (nach Carlo Collodi)

Das liebste Kinderbuch ist ein Schatz fürs Leben. Egal ob „Pippi Langstrumpf“, „Die Raupe Nimmersatt“, „Emil und die Detektive“, „Max und Moritz“ oder „Der Struwwelpeter“ – die Geschichten bleiben für immer in Erinnerung. Die eigenen Schätze aus Kindertagen bringen Musiker:innen der Duisburger Philharmoniker musikalisch in die Stadtbibliothek Duisburg. Neben gelesenen Auszügen aus den jeweiligen Lieblingsbüchern präsentieren sie dabei eine individuelle und liebevolle Vertonung der Geschichten. Eingeladen sind Jung und Alt, die gemeinsam Worten und Musik lauschen wollen, Neues kennenlernen oder Altbekanntes wiederentdecken möchten.

April:

Wolfgang Schindler, Violoncello
Anja Renczikowski, Konzept | Sprecherin


„Neues vom Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler

Das liebste Kinderbuch ist ein Schatz fürs Leben. Egal ob „Pippi Langstrumpf“, „Die Raupe Nimmersatt“, „Emil und die Detektive“, „Max und Moritz“ oder „Der Struwwelpeter“ – die Geschichten bleiben für immer in Erinnerung. Die eigenen Schätze aus Kindertagen bringen Musiker:innen der Duisburger Philharmoniker musikalisch in die Stadtbibliothek Duisburg. Neben gelesenen Auszügen aus den jeweiligen Lieblingsbüchern präsentieren sie dabei eine individuelle und liebevolle Vertonung der Geschichten. Eingeladen sind Jung und Alt, die gemeinsam Worten und Musik lauschen wollen, Neues kennenlernen oder Altbekanntes wiederentdecken möchten.

Mit einem vielfältigen und generationenübergreifenden Musikprogramm richtet sich klasse.klassik senior vor allem an ältere und jung gebliebene Musikfreund:innen. Neben den beliebten „Herzmusik“-Konzerten bereichern die Tandemprojekte „Hör mal Kunst“ und „Hör mal ein Buch“ in Kooperation mit dem Lehmbruck Museum und der Stadtbibliothek Duisburg das musikalische Angebot für Alt und Jung.

Die Veranstaltung ist barrierefrei

Dauer: 60 Minuten

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© Besim Mazhiqi
Wettbewerb

Neue Stimmen, Gütersloh

1. Gastspiel

Duisburger Philharmoniker
Vitali Alekseenok, Dirigent
Holger Noltze, Moderation


Konzert mit den Finalist:innen

Eine Zukunftsschmiede für die Opernstimmen von morgen: Den Anfang machte ein Gespräch zwischen Herbert von Karajan und Liz Mohn im Jahr 1985 – die Idee zu einem neuen Gesangswettbewerb zur Förderung von Opernstimmen war geboren. Mittlerweile hat sich der von der Liz Mohn Stiftung seit 1987 alle zwei Jahre ausgetragene Internationale Gesangswettbewerb „Neue Stimmen“ als einer der wichtigsten Preise seiner Art etabliert. Das zeigt allein schon die beeindruckende Liste von ehemaligen Preisträger: innen, zu denen unter anderem Vesselina Kasarova, Franco Fagioli, Marina Rebeka, René Pape und Elsa Dreisig gehören. Stimmkundige Scouts suchen in weltweiten Vorauswahlen die vielversprechendsten Talente für die Endrunde in Gütersloh aus. Sie präsentieren sich dort vor einer prominent besetzten Jury aus Opernmacher: innen großer internationaler Häuser, darunter Alexander Neef, Direktor der Opéra national de Paris, Sophie de Lint, Direktorin von De Nationale Opera in Amsterdam, Elisabeth Sobotka, Intendantin der Berliner Staatsoper und Evamaria Wieser, Casting-Direktorin der Salzburger Festspiele. Mit Michael Volle sitzt zudem ein renommierter Sänger und ehemaliger Preisträger der „Neuen Stimmen“ in der Jury. Die sinfonische Unterstützung kommt, wie in den letzten Jahren auch schon, von den Duisburger Philharmonikern. Wer nicht selbst nach Gütersloh reisen möchte, kann das Finalkonzert auch im Stream bequem von zu Hause aus verfolgen.

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© Marie Laforge
Konzert

2. Philharmonisches Konzert:
Lied der Nacht

Duisburger Philharmoniker
Stefan Blunier, Dirigent


Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 7 e-Moll

Endlich geht es los: Im 2. Philharmonischen Konzert gibt Stefan Blunier nun auch ganz offiziell seinen Einstand als neuer Generalmusikdirektor der Duisburger Philharmoniker. Und dafür hat er sich für Gustav Mahlers 7. Sinfonie entschieden, „ein komplett irrwitziges Stück“, wie er selbst sagt. „Außerdem ist der Schluss mit dieser merkwürdig offenen Akkordfolge wie eine Vision, also ein klares Statement, dass hier in Duisburg etwas Neues beginnt.“ Mahlers Siebte, komponiert inmitten idyllischer Natur am Wörthersee, ist ein rätselhaftes Werk, steckt voller extremer Kontraste und löst emotionale Schockwellen aus: Zwei Nachtmusiken entführen die Hörer:innen in geheimnisvolle Zwischenwelten, noch düsterer ist der schattenhafte dritte Satz, ein nächtlicher Totentanz. Aber am Ende triumphiert das Licht, strahlend hell und majestätisch.

Neu sind die Vor-, Zwischen- oder Nachspiele, die Stefan Blunier als kleine Überraschung in allen von ihm dirigierten Philharmonischen Konzerten für sein Publikum bereithält. Ein „kleines Amuse-Gueule“ nennt er das. „Das kann mal vor oder nach einer Sinfonie sein – oder auch mittendrin.“ Damit möchte er ein bisschen Spannung in die Programme bringen, „eine gewisse Lebendigkeit, wie in einem Krimi“. Und wie in jedem guten Krimi gibt es die Auflösung, was da gespielt wurde, erst am Schluss. Mitraten durchaus erwünscht!

Mehr Kultur wagen!
Unter dem Titel „Mehr Kultur wagen!“ finden in Duisburg Podiumsdiskussionen zur Bedeutung und Zukunft der Kultur statt. Am Donnerstag, den 15. Oktober, laden die Duisburger Philharmoniker mit Intendant Nils Szczepanski zu einem Gespräch um 16 Uhr im Foyer der Philharmonie Mercatorhalle ein. Gäste werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.
Der Eintritt ist frei.

Konzertführer live um 18:30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

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© Rüdiger Schestag
Kammerkonzert

1. Kammerkonzert:
Postkarten an Mozart

Kuss Quartett:
Jana Kuss, Violine
Oliver Wille, Violine
William Coleman, Viola
Mikayel Hakhnazaryan, Violoncello
Veronika Hagen, Viola


Enno Poppe: „Aufstrich“ (Uraufführung)
Manfred Trojahn: „Ein einsames Cello hallt durch die leere Saalflucht eines ländlichen, sommerlichen Chateau“
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett Nr. 3 C-Dur KV 515
Rebecca Saunders: „Kiss“ (Uraufführung)
Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett Nr. 4 g-Moll KV 516

Seit einiger Zeit beschäftigt sich das Kuss Quartett – im Konzert mit klangkräftiger Unterstützung durch Veronika Hagen, die sonst Viola im Hagen Quartett spielt – intensiv mit den sechs Streichquintetten von Wolfgang Amadeus Mozart. Allesamt sind sie Höhepunkte der Kammermusik, die Quintette Nr. 3 und Nr. 4 jedoch besonders funkelnde Juwelen in Mozarts Streichquintett-Schatz: Monumentale Ausmaße hat das bedeutende C-Dur-Quintett, während das in g-Moll mit seiner enormen Ausdruckstiefe und seiner tragischen Stimmung berührt. Die beiden epochalen Repertoire- Klassiker treten in einen lebendigen Austausch mit Miniaturen, die das Kuss Quartett bei verschiedenen zeitgenössischen Komponist:innen in Auftrag gegeben hat. In diesem Fall sind es Enno Poppe und Rebecca Saunders, die kleine „Postkarten an Mozart“ geschrieben haben, die im ersten Kammerkonzert der Saison uraufgeführt werden. Hinzu tritt noch der Düsseldorfer Komponist Manfred Trojahn, mit dem das Quartett schon länger eine fruchtbare künstlerische Partnerschaft verbindet. So ist das Konzert auch eine Fortführung der intensiven Auseinandersetzung der Duisburger Philharmoniker mit dem Werk eines der wichtigsten lebenden Komponisten.

Konzertführer live um 18:15 Uhr im Tagungs­raum 6 des Kongresszentrums im CityPalais

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© Marie Laforge
Kinderkonzert

Ansatz bis Zug

klasse.klassik mini

Blechbläserquintett der Duisburger Philharmoniker
Kathrin Bödeker, Konzept | Moderation


Ach du Schreck – das Flötentier ist verschwunden, und es herrscht große Aufregung bei den fünf Musiker:innen der Duisburger Philharmoniker. Mit ihren Instrumenten – zwei Trompeten, Horn, Posaune und Tuba – und mithilfe der eifrigen Detektivin Kathrin suchen sie zunächst nach dem Geheimnis der drei goldenen Schlüssel. Denn nur wenn sie dieses Geheimnis lüften, kann das Flötentier zurückkehren. Kleine und große Gäste sind eingeladen, dabei mitzuhelfen, das Rätsel zu lösen.

Die interaktive Konzertreihe klasse.klassik mini nimmt Kinder mit auf eine musikalische Entdeckungsreise. In unmittelbarer Nähe zu Streich-, Bläser- oder Blechbläserquintetten der Duisburger Philharmoniker lernt das junge Publikum die faszinierende Welt der unterschiedlichen Instrumentenfamilien des Orchesters kennen. Fester Bestandteil der Konzerte sind Mitmachaktionen, zu denen kleine und große Gäste herzlich eingeladen sind.

Altersempfehlung: ab 3 Jahren

Dauer: circa 45 Minuten

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Illustration: Heinrich Hasselmann
Kinderkonzert

Meisterwerke

Duisburger Philharmoniker
N.N., Dirigent
Kai Bettermann, Erzähler
Anja Renczikowski, Konzept


Maurice Ravel: „Ma mère l’oye“

„Die schlafende Schöne im Walde“ (Dornröschen) und „Der kleine Däumling“ sind Figuren aus Charles Perraults Märchensammlung, die Maurice Ravel in „Ma mère l’oye“ („Mutter Gans“) lebendig werden lässt. Komponiert hatte er das Werk für die Kinder eines befreundeten Ehepaars, die bereits früh Klavier spielen konnten. In der Orchesterfassung – gespielt von den Duisburger Philharmonikern – entwirft Ravel seinen ganz eigenen, wunderbaren Klangkosmos, voller Raffinesse und Liebe zum Detail. Schauspieler Kai Bettermann schlüpft erneut in die Rolle eines großen Komponisten und zeichnet lebendig und ausdrucksvoll die zauberhafte und besondere Welt von Ravels Musik nach.

Zum Abschluss der Reihe „Meisterwerke“ präsentiert klasse.klassik junior nach „Brahms“ und „Beethoven“ einen dritten großen Komponisten nach einer Idee von Anja Renczikowski auf der großen Bühne.

Junge Menschen spielerisch und kurzweilig an die großen Werke der klassischen Musik heranzuführen, das ist der Ansatz bei den Familien- und Schulkonzerten von klasse.klassik junior. Die Duisburger Philharmoniker präsentieren dabei gemeinsam mit den unterschiedlichsten Gästen Orchestermärchen, große Klassiker und moderne Geschichten im altersgerecht konzipierten Konzertformat.

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Dauer: circa 60 Minuten

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© Félix Vázquez
Kammerkonzert

2. Kammerkonzert:
Flamenco-Freiheit

José Quevedo „Bolita“, Flamenco-Gitarre
Pablo Martín Caminero, Kontrabass
Agustín Diassera, Perkussion


Flamenco, Improvisation und mehr

José Quevedo, Spitzname „Bolita“, ist einer der weltweit besten Flamenco-Gitarristen – und mittlerweile eine echte Duisburger „Größe“: Er war Gitarrist der Flamenco-Künstlerin Marina Heredia bei ihrer Residenz bei den Philharmonikern, stand beim „Marxloh Music Circus“ auf der Bühne und war musikalischer Partner der indischen Sängerin und Kuratorin des Festivals „Eigenzeit – Music Beyond Borders“, Kamalini Mukherji. Ähnlich wie sie ist auch José Quevedo ein musikalischer Grenzgänger, was er mit Projekten wie „Caótico“ eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat, in dem er die traditionellen Elemente des Flamenco mit dem zeitgenössischen Klang einer Big Band verband. Für seine Rückkehr nach Duisburg hat er nun eine Kammermusik- Version dieses spektakulären Projekts erstellt: In „Pasó“ erleben wir etwa die für den Flamenco so typische rasante Tempobeschleunigung, die in einem feurigen Abschluss gipfelt, das Instrumentalstück „Matalauva“ ist im Rhythmus einer Flamenco-Seguidilla komponiert, die traditionell Tanz, leidenschaftlichen Gesang und virtuoses Gitarrenspiel miteinander vereint, während sich „The Maids of Cádiz“ vor dem legendären Jazz-Trompeter Miles Davis verneigt. Mit dem Kontrabassisten Pablo Martín Caminero und dem Perkussionisten Agustín Diassera stehen ihm zwei kongeniale Begleiter zur Seite, die in den unterschiedlichsten Stilen zu Hause sind – von Klassik bis Jazz, von indischem Tabla- Spiel bis Flamenco.

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©
Kammerkonzert

2. Profile-Konzert:
Dialog unter Spannung

Trio Rhenia:
Ai-Ling Chang, Violine
Juan Guzmán Esteban, Horn
Wan-Yen Li, Klavier


Joseph Haydn: Klaviertrio Nr. 39 G-Dur Hob. XV:25
(Bearbeitung für Violine, Horn und Klavier)
Jonathan Leshnoff: Horntrio
Joseph Holbrooke: Horntrio op. 28

Die klassische Trio-Besetzung besteht eigentlich aus Geige, Cello und Klavier, ganz so wie Joseph Haydns Klaviertrio in G-Dur, das beliebteste unter seinen zahlreichen Trios. Diese enorme Popularität verdankt das Werk vor allem dem mitreißenden letzten Satz im „ungarischen Stil“. Sonst gern als Zugabe gespielt, steht es hier am Anfang des Programms, in dem zwei Originalkompositionen folgen: Wehmütige Versunkenheit und fröhliche Ausgelassenheit prägen die beiden Sätze des 2017 uraufgeführten Horn-Trios von Jonathan Leshnoff, das der amerikanische Komponist für David Cooper geschrieben hat, den Solohornisten des Dallas Symphony Orchestra. Am Programmende steht mit dem Horn-Trio von Joseph Holbrooke ein überaus charmantes Werk für diese eher seltene Besetzung, in dem der Komponist besonders die melodischen Fähigkeiten des Horns hervorhebt.

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© Ryan Parker
Konzert

3. Philharmonisches Konzert:
Mein Vaterland

Duisburger Philharmoniker
Ariane Matiakh, Dirigentin
Jacques Forestier, Violine


Anatoli Ljadow: „Kikimora“ op. 63
Antonín Dvořák: Konzert für Violine und Orchester a-Moll op. 53
Bedřich Smetana: „Mein Vaterland“ (Auszüge)

Bedřich Smetana ist der Vater der tschechischen Musik: Indem er den romantischen Tonfall der deutschsprachigen Komponist:innen mit dem Idiom böhmischer Volksmusik verband, schenkte er seinen Landsleuten eine spezifisch nationale Musiksprache. Eine exponierte Rolle im aufkeimenden tschechischen Nationalbewusstsein nahm – der Titel verrät es schon – die sinfonische Dichtung „Mein Vaterland“ ein. Mit dem zweiten Satz daraus, einem tonmalerischen Porträt der „Moldau“, gelang Smetana gleichzeitig ein absoluter Welthit. Der kompositorische Boden war also bestellt für den rund 20 Jahre jüngeren Antonín Dvořák, der ebenfalls eine Schlüsselrolle in der Musikkultur seiner tschechischen Heimat einnimmt. Und auch im Finale seines Violinkonzerts begegnen wir einem nationalen Tonfall, geprägt durch furiose böhmische Tanzrhythmen und Anklänge an slawische Volkslieder. Geschrieben hat er sein einziges Violinkonzert übrigens für Joseph Joachim, für den auch Dvořáks Freund und Förderer Johannes Brahms komponiert hat. Und hier schließt sich der Kreis, denn der Solist des 3. Philharmonischen Konzerts hat 2024 den geteilten 1. Preis beim Joseph Joachim-Violinwettbewerb in Hannover gewonnen. Als Konzertpartner des Wettbewerbs bieten die Duisburger Philharmoniker im Nachgang einer Finalistin oder einem Finalisten eine Bühne. Dieses Mal fiel die Wahl auf den jungen kanadischen Geiger Jacques Forestier.

Präsentiert wird das Konzert in Kooperation mit dem Orchester des Wandels: Mit einer Ausstellung im Foyer laden die Duisburger Philharmoniker vor und nach dem Konzert zu angeregten Gesprächen rund um die Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Lebensraum, in dem wir verwurzelt sind, ein.

Konzertführer live um 18:30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

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© Nicolas Hudak, Sony Music Entertainment / © Ryan Parker
Kinderkonzert

solo4teens: Jacques Forestier

Musikalisches Erlebnis

Jacques Forestier, Violine

Große Solist:innen zu Gast in Duisburger Schulen: Jacques Forestier

Ist es selbstverständlich, Musiker:in zu werden, wenn man aus einer musikalischen Familie stammt, und wie entscheidet man sich für das richtige Instrument? Davon berichten die beiden Shooting-Stars der Klassikszene, die Cellistin Anastasia Kobekina und der Geiger Jacques Forestier, in „solo4teens“. Sie bringen nicht nur ihre Musik mit in die Schulen, sondern erzählen auch von ihrem Leben als Musiker:in und stellen sich den Fragen der Schüler:innen. Warum liebt Anastasia ihr Cello? Warum kann es ihr aber auch mal auf die Nerven gehen? Wie reist es sich damit und warum ist sie bei ihren vielen Followern so beliebt? Wie hat sie ihr erstes Rockkonzert erlebt und warum hat Bryce Dessner von „The National“ für sie ein Stück geschrieben? Insider-Wissen und interessante Geschichten aus seinem Musik­erleben wird auch der im kanadischen Edmonton geborene Geiger Jacques Forestier preisgeben. Wie fühlen sich etwa die letzten Sekunden vor dem großen Auftritt auf der Bühne an, warum sind Wettbewerbe so wichtig, welche Musik hört er, wenn er sich nicht mit klassischer Musik beschäftigt, und was unternimmt er auf den vielen Reisen rund um die Welt – neben Proben und Konzerten?

Mit dem noch jungen Programm klasse.klassik 4teens richten sich die Duisburger Philharmoniker konkret an weiterführende Schulen in Duisburg. Ob bei saz-, solo-, art- oder phil4teens: Schüler:innen begrüßen vor Ort in ihrer Schule den Community Music Artist mit einem Ensemble, Solist:innen aus den Philharmonischen Konzerten, den oder die Artist in Residence oder ein Streichquartett der Duisburger Philharmoniker – exklusiv und auf Augenhöhe – zu einem besonderen musikalischen Erlebnis.

Altersempfehlung: ab 5. Klasse

Dauer: circa 45 Minuten

Kostenfrei!

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© Zoltan Leskovar
Kammerkonzert

1. Winterkonzert:
Barockkonzert im Lichterschein

Stephan Dreizehnter, Flöte
Tonio Schibel, Violine
Friedemann Pardall, Violoncello
Wolfgang Kostujak, Cembalo


Solo- und Triosonaten von Händel, J. S. Bach, C. P. E. Bach, Locatelli und Vivaldi

Barockmusik und festliche Beleuchtung: Bei der wohl besinnlichsten musikalischen Begegnung im Jahresprogramm der Duisburger Philharmoniker kommt – passend zum ersten Adventswochenende – zum ersten Mal Weihnachtsstimmung auf. Im Lichterglanz schimmert dabei die große musikgeschichtliche Epoche zwischen 1700 und 1750, in der Komponisten wie Johann Sebastian Bach und sein Sohn Carl Philipp Emanuel sowie Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi und Pietro Locatelli die Instrumentalmusik zur ersten großen Blüte führten. Nicht lange vor ihrer Zeit hatte sich die Sonate herausgebildet, in Form der einstimmigen Solo- und der für zwei Stimmen und eine Continuo-Gruppe besetzten Triosonate. Deutsche und italienische Meisterwerke aus dieser besonderen Gattung haben die Mitglieder der Duisburger Philharmoniker für dieses erste Winterkonzert der Saison herausgesucht.

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© Leander Gabriel Liebe
Konzert

Emmanuel Rechenberg: KOnzertMEDitation 2

Emmanuel Rechenberg, Bewegungsimprovisation
Michael Gees, Kuration / Moderation / Klavier


Improvisation

Emmanuel Rechenberg ist in seinem Metier in gleicher Weise unterwegs wie ich in der Klassik: mehr dem Geist der Eurythmie verpflichtet als der Tradition ihrer Überlieferung. Wir wollen uns diesmal ausschließlich mit situativer Komposition beschäftigen und laden dazu ein, an Entwicklungsgeschichten teilzunehmen – im Raum zwischen „noch nie“ und „nie wieder“, nämlich im „Jetzt!“, und zwischen zweien, die viele Jahre gemeinsam geübt haben, mit dem Unerhörten und dem Unsichtbaren zu spielen, bis es in Erscheinung tritt.

KOMED ist ein Format zur gemeinschaftlichen Spontanerfindung zeitgenössischer Musik. Im Text, im Geräusch, im Moment erlauschen wir Töne, legen sie unter die Lupe der Aufmerksamkeit (Meditation) und bilden Zusammenhänge.

Wir verpflichten uns, für die Dauer etwa einer Stunde etwas miteinander anzufangen, in Beziehung zu bleiben und uns führen zu lassen von der als gemeinsam erkannten Idee. Jedes akustische Ereignis gilt und trägt zum Ganzen bei. Jederzeit darf das Unerwartete eintreten und uns zur Integration herausfordern. Im Idealfall, also gar nicht mal so selten, entdecken wir Musik, auf die niemand von uns allein gekommen wäre. Anwesende erleben sich selbst und einander zunehmend als Mitwirkende: Ohne sie und ihr intentionales Hören wäre nichts erklungen. Denn wer wollte die Gegenwart bezeugen, wenn nicht die, die dabei sind?

„Meet the Artists“ im Anschluss an jedes Konzert.

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© klasse.klassik
Konzert

Hör mal Kunst

Veranstaltungen für Menschen mit demenzieller Veränderung und Kinder im Vorschulalter

Nestor Daniel Alvarez Gonzales, Flöte
Sybille Kastner, Kunstvermittlerin


Eine Entdeckungsreise für Jung und Alt

Gemeinsam lauschen Jung und Alt der Musik und gehen im Anschluss auf Entdeckungsreise. Wie klingen die Instrumente, wie erzeugen sie ihre Töne und wie fühlt sich das an? Wie klingen die „Kniende“ von Wilhelm Lehmbruck oder die Skulpturen von Jean Tinguely? Über Musik und bildende Kunst werden gleichzeitig sinnliche Eindrücke, positive Gefühle und Erinnerungen angesprochen. Mit von der Partie sind Mitglieder der Duisburger Philharmoniker sowie Sybille Kastner von der Kunstvermittlung Lehmbruck Museum Duisburg.

Mit einem vielfältigen und generationenübergreifenden Musikprogramm richtet sich klasse.klassik senior vor allem an ältere und jung gebliebene Musikfreund:innen. Neben den beliebten „Herzmusik“-Konzerten bereichern die Tandemprojekte „Hör mal Kunst“ und „Hör mal ein Buch“ in Kooperation mit dem Lehmbruck Museum und der Stadtbibliothek Duisburg das musikalische Angebot für Alt und Jung.

Die Veranstaltung ist barrierefrei

Dauer: 60 Minuten

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© Marie Laforge
Familienkonzert

Astrein – Instrumente und ihre Bäume

Ein Musikwald erklingt!

Ensemble der Duisburger Philharmoniker und Gäste
Kadra Dreizehnter, Cembalo
Preisträger:innen Sologesang Wettbewerb Jugend musiziert
Imke Alers, Konzept / Musikalische Leitung
Anke Becker, Konzept / Musikalische Leitung


Große und alte Bäume im Wald wie Ahorn, Fichte und Kiefer bergen ein spannendes Geheimnis: Aus ihrem Holz – wie auch aus dem von Bäumen aus fernen Ländern – werden Musikinstrumente gebaut. Die Duisburger Philharmoniker erzählen in diesem Konzert von ihren „Instrumentenbäumen“, lassen mit ihren Instrumenten Musik erklingen und erklären, wie wichtig es ist, die Bäume und die Natur zu schützen, damit der Wald als Lebensraum für Tiere und Pflanzen erhalten bleibt. Nach dem Konzert, an dem erneut Preisträger:innen Sologesang aus dem Wettbewerb Jugend musiziert teilnehmen, stellen Instrumentenbauer: innen ihr besonderes Handwerk vor und laden alle Gäste zu kleinen Mitmachaktionen ein.

Mit klasse.klassik goes green rücken die Duisburger Philharmoniker in Kooperation mit der Initiative Orchester des Wandels und der Naturwerkstatt – Verein für Umweltbildung e. V. bei Naturrallyes und Familien- und Schulkonzerten musikalisch und interaktiv die Themen Nachhaltigkeit, Klima- und Umweltschutz in den Fokus.

Altersempfehlung: ab 6 Jahren

Dauer: circa 60 Minuten

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© Marie Laforge
Konzert

2. Winterkonzert:
Weihnachten mit Musik und Wort

Mitglieder der Duisburger Philharmoniker
Achim Conrad, Rezitation


Pjotr I. Tschaikowsky: Nussknacker-Suite op. 71a (Bearbeitung von Isabel Mundry und Brice Pauset)
E. T. A. Hoffman: Auszüge aus der Erzählung „Nussknacker und Mausekönig“

Für viele eine undenkbare Vorstellung: Weihnachten ohne die bezaubernde Musik von Pjotr I. Tschaikowskys „Nussknacker“. Zwar griff der Komponist für sein 1892 uraufgeführtes Ballett auf einen Text von Alexandre Dumas père zurück, doch basiert dieser auf einer Vorlage von E. T. A. Hoffmann, der seine Erzählung „Nussknacker und Mausekönig“ 1816 erstmals in Berlin veröffentlichte. Beim Weihnachtskonzert der Duisburger Philharmoniker gehen der musikalische und der literarische Klassiker nun Hand in Hand: eine knisternd-atmosphärische Einstimmung auf diese festlichste Zeit des Jahres – und gleichzeitig die Hommage an einen großen deutschsprachigen Schriftsteller (und Komponisten!), dessen 250. Geburtstag im Januar 2026 gefeiert wurde.

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© Jewgeni Roppel
Konzert

4. Philharmonisches Konzert:
Ich fühle Luft von anderem Planeten

Duisburger Philharmoniker
Stefan Blunier, Dirigent
Asya Fateyeva, Saxophon - Artist in Residence
Vokalensemble LauschWerk, Damenchor


John Williams: Titelthema aus „Star Wars“
György Ligeti: „Clocks and Clouds“ für Frauenchor und Orchester
Enrico Chapela: Konzert für Saxophon und Orchester
(Uraufführung, Kompositionsauftrag der Duisburger Philharmoniker)
Gustav Holst: „Die Planeten“ op. 32

Mit einer strahlenden Fanfare der Blechbläser beginnt das Titelthema zum Science-Fiction-Klassiker „Star Wars“. Mit der Musik dazu gelang dem mehrfachen Oscar-Preisträger John Williams eins der berühmtesten Stücke der Filmmusik überhaupt: ein Ohrwurm als Aufbruch in fremde Galaxien, in denen Luke Skywalker gegen seinen dunklen Widersacher Darth Vader kämpft. Später macht das Konzertprogramm Rast auf verschiedenen Planeten unseres Sonnensystems, darunter Venus „die Bringerin des Friedens“, Neptun „der Mystiker“ oder Uranus „der Magier“ – wie Gustav Holst die Sätze seiner Orchestersuite „Die Planeten“ unter anderem benennt. Eine besonders schöne Melodie ist ihm für Jupiter eingefallen, den „Bringer der Fröhlichkeit“. Und die ist in der Klassik ähnlich populär wie das „Star Wars“-Thema unter Filmliebhaber:innen. In neue, bisher ungehörte Welten entführt uns außerdem die Uraufführung eines Saxophonkonzerts, das Enrico Chapela im Auftrag der Duisburger Philharmoniker für Asya Fateyeva geschrieben hat. Die in der Ukraine geborene Saxophonistin, die in dieser Spielzeit Artist in Residence ist, mag an dem mexikanischen Komponisten vor allem dessen Musiksprache, „so experimentell, ausdrucksvoll und nicht gezähmt“. Finanziert wird der Kompositionsauftrag durch das Land NRW im Rahmen der „Neue Wege“-Förderung für das Projekt „Musik-Achsen-Zeiten“ der Duisburger Philharmoniker.

Konzertführer live um 18:30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

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© Marie Laforge
Konzert

Herzmusik:
Lieblingsstücke von Asya Fateyeva

Ensemble der Duisburger Philharmoniker und Gäste
Asya Fateyeva, Saxophon / Artist in Residence
Anja Renczikowski, Konzept / Moderation
Michael Gees, Klavierbegleitung


Konzerterlebnisse für Senior:innen sowie für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und ihre Begleiter:innen

Lieblingsstücke von Asya Fateyeva

Musik berührt die Seele, und ganz gleich, ob es eine kognitive oder eine körperliche Einschränkung gibt: gemeinsam Musik zu genießen ist fast immer möglich. Bei einer demenziellen Veränderung kann Musik eine wichtige Schlüsselfunktion einnehmen und findet einen Zugang, wo Sprache es nicht mehr vermag. Sie kann Erinnerungen wachrufen und spricht die Emotionen aller Menschen gleichermaßen an. Mit der „Herzmusik“ gibt es eine entspannte Stunde für Betroffene, Angehörige, Betreuende und die ganze Familie. Die Konzerte finden im barrierefreien Foyer der Philharmonie Mercatorhalle statt und eignen sich besonders für Musikliebhaber:innen, die Hilfestellung benötigen, aber auch für jene, die einfach am Nachmittag ein Konzert genießen möchten.

Mit einem vielfältigen und generationenübergreifenden Musikprogramm richtet sich klasse.klassik senior vor allem an ältere und jung gebliebene Musikfreund:innen. Neben den beliebten „Herzmusik“-Konzerten bereichern die Tandemprojekte „Hör mal Kunst“ und „Hör mal ein Buch“ in Kooperation mit dem Lehmbruck Museum und der Stadtbibliothek Duisburg das musikalische Angebot für Alt und Jung.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei

Dauer: circa 60 Minuten

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© Sandra Hastenteufel
Konzert

Neujahrskonzert 2027

Duisburger Philharmoniker
Alessandro de Marchi, Dirigent / Conductor in Residence


Filmmusikklassiker von Henry Mancini, Nino Rota und Ennio Morricone

Filme leben nicht nur von ihren Darsteller:innen, sondern auch von ihrer Musik. Katzengleich schleicht sich etwa das Tenorsaxophon durch das mysteriös-verführerische Thema aus „Der rosarote Panther“. Die Musik zu diesem Film über den tollpatschigen Inspektor Clouseau brachte Henry Mancini eine von insgesamt 18 Oscar-Nominierungen ein. Vier Mal konnte er ihn gewinnen, unter anderem für den Soundtrack zu „Frühstück bei Tiffany“ mit der bezaubernden Audrey Hepburn in der Hauptrolle – für „Moon River “ heimste er dann auch gleich noch einen zweiten Oscar ein: für den besten Song. Nicht weniger ikonisch ist die Musik, die Nino Rota für den Mafia-Film „Der Pate II“ komponierte, mit Robert De Niro in der Rolle des jungen Mafiabosses Vito Corleone. Der gewann ebenso einen Oscar wie der italienische Komponist, der mit seinen über 150 Filmmusiken den italienischen Film im 20. Jahrhundert maßgeblich mitgeprägt hat. Komplettiert wird die italienische Filmkomponisten-Trias durch Ennio Morricone, der es auf zwei Oscars gebracht hat und durch die Musik zu den Italo-Western „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Für eine Handvoll Dollar “ unsterblich wurde.

Wie in den Vorjahren veranstalten die Duisburger Philharmoniker das Neujahrskonzert zusammen mit der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e. V. Die Erlöse der Neujahrskonzerte kommen der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e. V. zugute.

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© André Symann
Kammerkonzert

3. Winterkonzert:
Neujahrskonzert mit dem Salonorchester

Mitglieder der Duisburger Philharmoniker
und Gäste
Tonio Schibel, Leitung / Moderation / Violine


Werke von Johann Strauß (Sohn), Josef Strauß, Tschaikowsky, von Weber, von Suppè und Grieg

Wie das alte Jahr endet, so beginnt beim Neujahrskonzert des Salonorchesters der Duisburger Philharmoniker auch das neue: mit einem Feuerwerk! Zwei schmissige Ouvertüren – die zu Carl Maria von Webers romantischer Oper „Euryanthe“ und zu Franz von Suppès Erfolgsoperette „Dichter und Bauer“ – bilden den Auftakt der jeweiligen Konzerthälfte. Doch auch Walzer aus der Wiener Strauß-Dynastie dürfen beim Eintritt ins neue Jahr nicht fehlen. Zu deren größten Vertretern gehört Josef Strauß, dessen Walzer „Aquarellen“ neben dem „Schatzwalzer“ seines berühmten Bruders Johann erklingt. Reiselust in den Süden schürt das Ende der ersten Konzerthälfte mit Pjotr I. Tschaikowskys „Capriccio Italien“, während der Ausklang der zweiten mit Edvard Griegs „Peer Gynt Suite Nr. 1“ ins Land der Fjorde und Trolle, nach Norwegen, entführt.

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© Marios Dadoudis
Konzert

5. Philharmonisches Konzert:
Viva Vivaldi

Duisburger Philharmoniker
Alessandro De Marchi, Dirigent - Conductor in Residence
Valerio Losito, Viola d’amore
Joachim Held, Laute


Werke von Antonio Vivaldi

Mit den „Vier Jahreszeiten“ hat Antonio Vivaldi sich unsterblich gemacht – und wurde lange Zeit fast ausschließlich darauf reduziert. Dabei hat der Komponist, der selbst ein fantastischer Geiger war, Maßstäbe in Sachen Solokonzert gesetzt, an denen sich später selbst Mozart noch orientieren sollte. Erst nach und nach wurden Umfang und Bedeutung von Vivaldis Schaffen wirklich erkannt: Von rund 800 Werken wissen wir heute, von denen die Solokonzerte mit etwa 500 den größten Anteil ausmachen. Alessandro De Marchi, Conductor in Residence der Duisburger Philharmoniker, beschäftigt sich schon länger intensiv mit den Kompositionen des italienischen Barockmeisters, hat etwa bei der epochalen Vivaldi-Edition des Labels Naïve mitgewirkt. Er bewundert an ihm besonders die „große Fantasie und den freien Umgang mit den Regeln“. „Natürlich kannte Vivaldi die Grundlagen der Komposition, aber er hat immer für die Ohren des Publikums komponiert.“ Quicklebendig und wie aus dem Augenblick heraus klingt diese Musik daher oft. Und: Vivaldi war äußerst experimentierfreudig und hat für die verschiedensten Instrumente geschrieben, zum Beispiel für die fast in Vergessenheit geratene Viola d’amore mit ihrem silbrig- sehnsuchtsvollen Klang. Passend dazu liefern die Duisburger Philharmoniker unter der kundigen Anleitung des Vivaldi-Fans und -Experten Alessandro De Marchi einen historisch informierten Barock-Sound.

Konzertführer live um 18:30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

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© Marie Laforge
Kinderkonzert

A-Saite bis Zupfen

klasse.klassik mini

Streichquintett der Duisburger Philharmoniker
Kathrin Bödeker, Konzept / Moderation


Eine Entdeckungsreise rund um die vier Streichinstrumente Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass

Leinen los! Mit fünf Bögen und 20 Saiten an Bord begibt sich ein Streichquintett der Duisburger Philharmoniker auf große Fahrt. Für die fünf Musiker:innen mit ihren zwei Geigen, mit Bratsche, Cello und Kontrabass geht es mitten hinein ins Piratenabenteuer. An der Seite ihrer mutigen Steuerfrau Kathrin und dem Kapitän Flötentier trotzen sie musikalischen Stürmen, erleben so manches klangvolle Abenteuer und feiern zum Schluss ein richtiges Piratenfest. Gut, dass kleine und große Gäste während des Konzerts mithelfen, den Kurs zu halten.

Die interaktive Konzertreihe klasse.klassik mini nimmt Kinder mit auf eine musikalische Entdeckungsreise. In unmittelbarer Nähe zu Streich-, Bläser- oder Blechbläserquintetten der Duisburger Philharmoniker lernt das junge Publikum die faszinierende Welt der unterschiedlichen Instrumentenfamilien des Orchesters kennen. Fester Bestandteil der Konzerte sind Mitmachaktionen, zu denen kleine und große Gäste herzlich eingeladen sind.

Altersempfehlung: ab 3 Jahren

Dauer: circa 45 Minuten

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© Johnny Johnson
Kammerkonzert

3. Kammerkonzert:
Hymnen an die Nacht

Markus Becker, Klavier
Devid Striesow, Rezitation


Lyrik und Prosa der Nacht von Novalis und Heine bis Strindberg und Kaléko im Dialog mit Bachs „Goldberg-Variationen“ sowie Improvisationen am Klavier

Die Nacht in all ihren Facetten, ob feierlich, mysteriös, gespenstisch oder albtraumhaft, hat zahlreiche Komponist:innen zu außergewöhnlichen Werken inspiriert, von Wolfgang Amadeus Mozarts „Kleiner Nachtmusik“ bis hin zu Arnold Schönbergs „Verklärter Nacht“. Aber auch die Vertreter:innen der anderen Künste sind zahlreich dem Zauber und der Magie der Nacht verfallen. In ihrem Duo-Abend lassen Pianist Markus Becker und Schauspieler Devid Striesow, der unter anderem im oscarprämierten Netflix-Film „Im Westen nichts Neues“ zu sehen war, ausgewählte Texte in den Dialog mit Musik treten. Auf der einen Seite stehen die romantische Traumwelt von Heine und Novalis, die Großstadtlyrik von Mascha Kaléko, Strindbergs Paranoia, Kafkas Schlaflosigkeit, Becketts surreale Monologe oder Freuds Traumdeutung, die ein Bild der Nacht als Raum für Fantasien, Albträume und Sehnsüchte schaffen: eine Gegenwelt zum Tagesgeschäft und als Projektion von Angst, Glück, Tod und Liebe. Auf der anderen Seite: Johann Sebastian Bachs epochale „Goldberg-Variationen“, die er – so zumindest erzählt es die Legende – zur Aufheiterung für die langen Nächte des an Schlaflosigkeit leidenden Grafen Keyserlingk geschrieben hat. Ein geradezu mystisches Werk, das bis heute noch nicht all seine Geheimnisse preisgegeben hat.

Konzertführer live um 18:15 Uhr im Tagungs­raum 6 des Kongresszentrums im CityPalais

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© André Symann
Konzert

Klang und Performance im Dialog mit Bild und Raum

Mitglieder der Duisburger Philharmoniker und Gäste
Ludger Engels, Kurator und Regie


Klang im Raum

Bereits in der fünften Spielzeit laden die Duisburger Philharmoniker und Ludger Engels zu ihrer Reihe mit Konzert-Performances ins Museum Küppersmühle: ein klingend-performatives Wechselspiel mit den in der ständigen Sammlung, aber auch in den Sonderausstellungen gezeigten Exponaten in Duisburgs renommiertem Museum für moderne Kunst. Den Beginn macht die noch bis zum 1. November gezeigte Schau „Invisible“ des spanischen Bildhauers Jaume Plensa. An den insgesamt drei Terminen dieser Reihe werden die Duisburger Philharmoniker zusammen mit ihren Gästen aus Musik, Schauspiel und Tanz neue Erlebnisebenen schaffen, die auf den Themen und Inhalten der ausgestellten Werke basieren.

Im Zentrum steht dabei die Erfahrung des Klangs, aber auch, ganz unmittelbar, des eigenen Körpers im Raum. In den inszenierten Konzerten wird durch Bewegung das Verhältnis zu den Kunstwerken immer neu hinterfragt. Die Musiker:innen durchwandern in den Konzert-Performances die Räume des Museums. Die Besucher:innen sind eingeladen, sich der Bewegung und der Erkundung neuer Positionen anzuschließen. Auf diese Weise wird die individuelle Begegnung mit dem Kunstwerk in jedem Raum neu ausgelotet – ein Zusammenspiel von visuellen und akustischen Sinneseindrücken, von bildender Kunst und Performance, das eine ganz neue Ebene des Erlebens und der Teilnahme schafft und Dialoge eröffnet.

Ermöglicht durch Frau Diana Küppers.

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© André Symann
Kammerkonzert

Klarinettenquartette

Christoph Schneider, Klarinette
Philipp Epstein, Klarinette und Bassklarinette
Ramona Katzenberger, Klarinette und Es-Klarinette
Andreas Reinhard, Bassklarinette und Bassetthorn


Werke von Ferenc, Horovitz, Avni, Händel, Templeton, Piazzolla und Queen

Klarinettenquintett mal anders: Statt der berühmten Repertoireklassiker von Wolfgang Amadeus Mozart, Johannes Brahms und Carl Maria von Weber haben die Musiker:innen für dieses Konzert eine wirklich besondere Werkmischung zusammengestellt. In „Bach Goes to Town“ von Alec Templeton trifft eine barocke Fuge auf den Jazz und beginnt verschmitzt zu swingen. Virtuose Höchstschwierigkeiten im Stile des „Teufelsgeigers“ Paganini halten die Variationen von Joseph Horovitz parat. Argentinisches Feuer und Leidenschaft gibt es in den drei Tänzen der Tangolegende Astor Piazzolla. Und auch die legendäre „Bohemian Rhapsody“ der Band Queen mit ihrer skurrilen Mischung aus Klavierballade, Opernszene und Hardrock wird im „Gesang“ der fünf Klarinetten neu interpretiert.

Das Museum öffnet eine halbe Stunde vor Konzertbeginn.

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© Marie Laforge
Kinderkonzert

phil4teens: Musikalisches Erlebnis

Schulveranstaltung

Streichquartett der Duisburger Philharmoniker
Annette Keuchel / Wolfgang Schindler, Konzept / Moderation


450 Jahre Musikgeschichte in 45 Minuten

Schüler:innen 450 Jahre Musikgeschichte in 45 Minuten bildhaft und musikalisch nahezubringen – ist das überhaupt möglich? Ein Streichquartett nimmt die Herausforderung an – mit einer moderierten und interaktiven musikalischen Zeitreise von den frühen Anfängen der Musik bis hin zu Ed Sheeran. Fragen wie „Wann entstand das erste Orchester?“ oder „Was hat der Eurovision Song Contest (ESC) mit Klassik zu tun?“ – bis hin zur Frage nach der UEFA-Champions-League-Hymne – werden von den Musiker:innen beantwortet und natürlich sofort auch musikalisch belegt. Schüler:innen dürfen also auf ein abwechslungsreiches musikalisches Event gespannt sein. Und wer mutig ist, darf auch gern ein klasse.klassik Streichinstrument ausprobieren – vielleicht sogar auf der Bühne, mit den Orchestermusikern!

Mit dem noch jungen Programm klasse.klassik 4teens richten sich die Duisburger Philharmoniker konkret an weiterführende Schulen in Duisburg. Ob bei saz-, solo-, art- oder phil4teens: Schüler:innen begrüßen vor Ort in ihrer Schule den Community Music Artist mit einem Ensemble, Solist:innen aus den Philharmonischen Konzerten, den oder die Artist in Residence oder ein Streichquartett der Duisburger Philharmoniker – exklusiv und auf Augenhöhe – zu einem besonderen musikalischen Erlebnis.

Altersempfehlung: ab 5. Klasse

Dauer: circa 45 Minuten

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Konzert

Einsame Winterreise

2. Gastspiel

Duisburger Philharmoniker
Johannes Witt, Dirigent
Thomas Blondelle, Tenor


Hans Zender: Schuberts „Winterreise“ – eine komponierte Interpretation für Tenor und kleines Orchester

Als Schubert seinen Freunden einen „Zyklus schauerlicher Lieder“ ankündigte, ließ die düstere Stimmung dieser Lieder die Freunde ratlos zurück – nur der später so populär gewordene Lindenbaum gefiel. Schuberts „Winterreise“ führt uns mit gefrorenen Tränen und lockenden Irrlichtern in die eisige Welt der Einsamkeit. Hans Zenders „komponierte Interpretation“ ist weit mehr als eine Orchestrierung: Dem Komponisten geht es in seiner Version nicht um mythische Verklärung – vielmehr gibt sie dem Original seine verstörende Radikalität zurück. Dabei greift er auf Schuberts originale Tenorlage zurück und lässt die Singstimme über weite Strecken unverändert. Der Klaviersatz verteilt sich auf Holz- und Blechbläser, Schlagwerk, Harfe und Streichquintett, aber auch auf die „Folkloreinstrumente“ Gitarre, Akkordeon und Mundharmonika. Mit seinem Zugang macht er bewusst, dass die „Interpretation“ des Musikstücks einen Doppelsinn trägt: Nicht nur Darbietung, sondern auch Mitgestaltung wird von den Interpretierenden verlangt. Wir hören das Werk mit den Ohren des späten 20. Jahrhunderts. Und die haben den Expressionismus und die analytische Klangfarbenmelodie ebenso wie die Emanzipation des Geräuschhaften erfahren, kennen das Ausloten von dynamischen Extremen ebenso wie Spieltechniken, die darauf abzielen, auch denaturierte, schmerz- und schattenhafte Töne herauszuschleudern.

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© Sarah Wijzenbeek
Konzert

Winterreise

2. „Andere Reihe“-Konzert

Duisburger Philharmoniker
Johannes Witt, Dirigent
Thomas Bondelle, Tenor


Hans Zender: Schuberts „Winterreise“ – eine komponierte Interpretation für Tenor und kleines Orchester

Einsamkeit ist ein drängendes Problem unserer Gesellschaft. Längst betrifft es nicht mehr vor allem ältere Menschen, sondern zunehmend auch die junge Generation. Wohin Einsamkeit führen kann, erleben wir bei dem einsamen Wanderer aus Schuberts berühmtem Liederzyklus „Winterreise“. Die ist eigentlich keine Reise, sondern ein Selbsterfahrungstrip in die Isolation des eigenen Ich. In 24 Episoden werden die Zuhörenden Zeugen der zunehmenden Entfremdung eines Menschen von seiner Heimat und der Gesellschaft. Am Ende wartet nur noch der Tod in dieser winterkargen, kalt-klirrenden Landschaft. Aber wie klingt Einsamkeit heute in der Musik? Und was kann Schuberts „Winterreise“ uns modernen Menschen noch erzählen? Denn „zu sehr haben sich unsere Hörgewohnheiten und unsere Ohren verändert, zu sehr ist unser Bewusstsein geprägt von Musik, die nach Schubert geschrieben wurde“, sagt Hans Zender über seine Motivation für eine Neufassung der „Winterreise“. Darin grollen todesahnende Gongschläge, lassen Windmaschinen dem Publikum den beißenden Wind um die Ohren pfeifen, knirscht und klirrt der frostige Schnee im Schlagwerk. Dazu schreit der Winterreisende seine ganze Verzweiflung auch mal mit dem Megafon heraus. Die existenzielle Wucht von Schuberts Schreckensszenario wird so auf eindrückliche Weise wieder erlebbar.

Raus aus dem Konzertsaal, rein ins Duisburger Stadtleben: Mit der neuen Reihe, persönlich kuratiert vom neuen Generalmusikdirektor Stefan Blunier, möchten die Duisburger Philharmoniker noch enger mit ihrem Publikum in Kontakt treten: mal frech, mal derb, mal ausgelassen, mal nachdenklich – eben anders. Vier Veranstaltungen, verteilt über die Spielzeit, laden ein zu ganz besonderen Konzerterlebnissen: mal zum Genießen, mal zum Mitmachen. In lockeren Formaten von etwa einer Stunde Dauer, moderiert von der jeweiligen Leitung des Konzerts, durchstreift das Orchester ein weites Repertoire – von Klassik bis Crossover, von Jazz bis Kammerformation, von Zeitgenössischem bis hin zum populären Wunschkonzert. Und bei jeder Veranstaltung wartet eine kleine Überraschung auf das Publikum …

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© Marie Laforge
Wettbewerb

Philharmonic Slam V

Ensembles der Duisburger Philharmoniker und Gäste
Ken Yamamoto, Moderator


Licht aus, Mikro an, Manege frei! Auch in dieser Saison hallt die Mercatorhalle wider von kunstvoller Wortakrobatik, erfreuen lyrische Stegreif-Finessen die Ohren einer fachkundigen Zuhörerschaft – denn der Philharmonic Slam geht in seine (jubiläumsverdächtige) fünfte Runde: eine feste Duisburger Institution, die neben einer treuen Fangemeinde immer mehr Menschen auch von außerhalb anzieht. Kein Wunder, bei diesem Konzept: Hier treten die zungenfertigsten Talente unter den deutschsprachigen Poetry-Slammer:innen in einen sinnlichen Dialog mit Meisterwerken der klassischen Musik, beigesteuert von den Duisburger Philharmonikern, die diesmal in kammermusikalischer Besetzung auftreten. In Zusammenarbeit mit „Kampf der Künste“, Deutschlands größtem Poetry-Slam-Veranstalter, und ermöglicht durch die Unterstützung seitens der Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e. V., entspinnt sich aus dem Zusammenwirken von Musik und Lyrik ein spannender Wettstreit mit Worten, aber auch mit darstellerischer Überzeugungskraft. Wer ihn gewinnt, entscheidet am Ende des Abends das Publikum mit seinem Applaus.

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© Leander Gabriel Liebe
Konzert

Bürger der Stadt: KOnzertMEDitation 3

Michael Gees, Kuration / Moderation / Klavier

Improvisation

KOnzertMEDitation einmal anders: Sie machen – nein, mehr noch: Sie sind das Programm! Sie bringen ein Lied mit. Oder einen Text oder eine Geschichte. Oder Ihre Stimme, Ihr Instrument, Ihren Chor, Ihre Projektidee … oder vielleicht auch einfach nur Ihre Bereitschaft, sich einzulassen auf das Unvorhersehbare. Ich werde jedenfalls da sein und Sie, euch, dich am Klavier begleiten, falls gewünscht, und/oder zum Zusammenwirken anstiften!

KOMED ist ein Format zur gemeinschaftlichen Spontanerfindung zeitgenössischer Musik. Im Text, im Geräusch, im Moment erlauschen wir Töne, legen sie unter die Lupe der Aufmerksamkeit (Meditation) und bilden Zusammenhänge.

Wir verpflichten uns, für die Dauer etwa einer Stunde etwas miteinander anzufangen, in Beziehung zu bleiben und uns führen zu lassen von der als gemeinsam erkannten Idee. Jedes akustische Ereignis gilt und trägt zum Ganzen bei. Jederzeit darf das Unerwartete eintreten und uns zur Integration herausfordern. Im Idealfall, also gar nicht mal so selten, entdecken wir Musik, auf die niemand von uns allein gekommen wäre. Anwesende erleben sich selbst und einander zunehmend als Mitwirkende: Ohne sie und ihr intentionales Hören wäre nichts erklungen. Denn wer wollte die Gegenwart bezeugen, wenn nicht die, die dabei sind?

„Meet the Artists“ im Anschluss an jedes Konzert.

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© Philipp Fölting
Kammerkonzert

„Ein musikalischer Spaß“

Henry Flory,Violine
Mercè Escanellas Mora, Violine
Friedemann Hecker, Viola
Alexander Dimitrov, Violoncello
Magdalena Ernst, Horn
Mercedes Gutiérrez Domínguez, Horn


Antonín Dvořák: Streichquartett Nr. 12 F-Dur op. 96 – „Amerikanisches Quartett“
Wolfgang Amadeus Mozart: Divertimento für Streicher und zwei Hörner F-Dur KV 522 – „Ein musikalischer Spaß“
Ludwig van Beethoven: Sextett für zwei Hörner und Streichquartett Es-Dur op. 81b
York Bowen: Hornquintett c-Moll op. 85 – „Phantasy Quintet“
Trygve Madsen: „Eine kleine Jagdmusik“

Ludwig van Beethoven ist nicht gerade für seinen Humor bekannt, aber im Es-Dur- Sextett zeigt er sich einmal von seiner heiteren Seite – mit gelöster Unterhaltungsmusik. Im Gegensatz dazu war der etwas jüngere Wolfgang Amadeus Mozart für jeden Scherz zu haben. Mit geradezu diebischer Freude nimmt er in seinem „Musikalischen Spaß“ mit allerhand absichtlichen „Fehlern“ nicht nur weniger begabte Komponisten, sondern gleich auch überhebliche Streicher und betrunkene Hornisten aufs Korn. Drumherum gruppieren die Musiker:innen die humoristisch-virtuose „Jagdmusik“ des ebenfalls zu Späßen aufgelegten Trygve Madsen, Antonín Dvořáks „Amerikanisches Quartett“ mit seinen groovenden Rhythmen, eingängigen Melodien und stimmungsvollen Naturlauten sowie das aufgewühlte „Phantasy Quintet“ von York Bowen mit seiner dunkel-magischen Klangwelt.

Das Museum öffnet eine halbe Stunde vor Konzertbeginn.

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© Julia Okon
Konzert

BEAT #10

Repercussion:
Simon Bernstein, Schlagzeug
Veith Kloeters, Schlagzeug
Rafael Sars, Schlagzeug
VJ SAW, Visuals


Grenzgänge zwischen musikalischen und visuellen Landschaften und vielem mehr

Was kann ein Konzert heute sein? Im Rahmen seiner Duisburger Sensationserfolgsreihe BEAT hat das Schlagzeugtrio Repercussion gemeinsam mit seinen Gästen bis heute eine Vielzahl faszinierender Antworten darauf gefunden: Grenzgänge zwischen musikalischen und visuellen Landschaften, zwischen „E“ und „U“, akustischen und digitalen Sounds, Bewegung, Uraufführung und Improvisation. Auch wenn sie in dieser Saison ein rundes Jubiläum feiern, sehen Simon Bernstein, Veith Kloeters und Rafael Sars von Repercussion keinen Anlass zur Nostalgie. Vielmehr führt die zehnte Ausgabe von BEAT all das zusammen, was in den letzten Jahren zwischen Künstler: innen und Publikum, zwischen klassischer Konzertform und Cluberlebnis, zwischen Hören und Erleben gewachsen ist. Gemeinsam mit ihrem alten Bekannten VJ SAW hat Repercussion dafür eine immersive Show entwickelt, in der Musik und Visuals komplett miteinander verschmelzen – in einer völlig neuartigen Form des Zusammenspiels, das allen Beteiligten vor und auf der Bühne die Möglichkeit gibt, nicht nur in die Musik, sondern auch in den Raum einzutauchen: ein gemeinsames Erlebnis voller Überraschungen, das alle mitnimmt und alles andere vergessen lässt.

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© Valeriia Bartfeld
Konzert

2. Toccata:
Einladung zum Tanz

Alexandra Bartfeld, Orgel

Werke von Praetorius, Pachelbel, Franck, Paradis, Boëllmann, Robin, Duruflé und Saint-Saëns

Aller guten Dinge sind drei: Eigentlich hätte Alexandra Bartfeld bereits 2022 und 2023 am Tisch der Eule-Orgel Platz nehmen sollen, doch musste sie diese Auftritte leider krankheitsbedingt absagen. Nun kommt sie für die lange geplante Toccata endlich nach Duisburg – mit einem Programm, in dem sie die Tasten und Pedale der Königin der Instrumente zum Tanzen bringt. Vor allem die höfische Barockmusik in Frankreich huldigte dem Tanz, sozusagen dem Ursprung der Musik, in den unterschiedlichsten Formen. Aber auch über den Barock und die Grenzen Frankreichs hinaus ließen Tonschöpfer:innen sich von den mitreißenden Rhythmen und der urwüchsigen Kraft des Tanzes inspirieren. Am Übergang von der Renaissance zum Barock schrieb der deutsche Komponist und Organist Michael Praetorius etwa seine beschwingte Bourrée, die ihren Ursprung in einem schnellen französischen Volkstanz hat. Von der blinden Pianistin und Komponistin Maria Theresia Paradis spielt Alexandra Bartfeld eine Sicilienne, deren sanft punktierter Rhythmus dem Charakter eines Wiegenlieds entspricht. Johann Pachelbel steuert eine Chaconne zum Programm bei, die sich aus einem frivolen spanischen Tanz des 16. Jahrhunderts entwickelt hat. Den Schlusspunkt setzt der für die glorreiche französische Orgeltradition stehende Camille Saint-Saëns mit seinem makabren Totentanz.

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© Marie Laforge
Werkstatt/Workshop

Klimawerkstatt #6

Saitenklang und Nadelspiel

Mitglieder der Duisburger Philharmoniker

Wenn es um Klimaschutz geht, sind auch die Stimmen der Kunst und der Kultur gefragt. Mit der Klimawerkstatt haben die Musiker:innen der Duisburger Philharmoniker als Mitglieder der Initiative Orchester des Wandels e. V. ein Format geschaffen, das pro Spielzeit ein selbst organisiertes und ehrenamtlich kuratiertes Programm mit Musik und Informationen rund um Klimawandel und Nachhaltigkeit bietet. Bei dieser Gelegenheit teilen die Musiker:innen die Bühne mit engagierten Vertreter:innen regionaler sowie internationaler Projekte, die konstruktive Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel und für den Naturschutz vorstellen. Die mittlerweile sechste Klimawerkstatt beschäftigt sich mit dem Thema „Nachhaltige Kleidung und Slow Fashion“ und richtet den Blick auf Initiativen, die mit klimaneutraler und fairer Produktion sowie unter der Devise „Selber machen und erhalten statt wegwerfen“ auch kreative Alternativen zum „Fast Fashion“-Trend unserer Tage aufzeigen. Zu ihm gehört neben der Verschmutzung und dem Verbrauch riesiger Wassermengen, der Freisetzung giftiger Chemikalien und schädlicher Mikrofasern sowie einem gigantischen CO2-Ausstoß durch die Modeindustrie ein jährlich um rund 120 Millionen Tonnen anwachsender Müllberg: teils auch ungetragene Textilien, deren Rückstände immer mehr Lebensräume im globalen Süden bedrohen.

Während Ensembles der Duisburger Philharmoniker Werke von Georg Philipp Telemann, Johann Sebastian Bach und Anton Rubinstein präsentieren, kann sich das Publikum klanglich in die Aufführung einbringen: Besucher:innen sind herzlich eingeladen, ihr Strick- oder Häkelzeug mitzubringen und sich Masche für Masche von den musikalischen Klängen in Schwingung versetzen zu lassen – denn effektiver Klimaschutz ist auch eine Sache des gemeinsamen Rhythmus.

Wie immer laden die Duisburger Philharmoniker ihr Publikum ein, sich bereits ab 18:00 Uhr an den Infoständen der beteiligten Initiativen mit deren Engagement sowie Ideen und Lösungsansätzen auseinanderzusetzen. Bei einem Glas Wein ergeben sich spannende Gespräche über die Kraft der Musik – und die Notwendigkeit von Kreativität, Transformation und Wandel.

Die mittlerweile sechste Klimawerkstatt beschäftigt sich mit dem Thema „Nachhaltige Kleidung und Slow Fashion“.

Im Rahmen der Mitgliedschaft in der Initiative Orchester des Wandels e. V.

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© André Symann
Kammerkonzert

3. Profile-Konzert:
Quintett-Variationen

Mikhail Zhuravlev, Oboe
Christoph Schneider, Klarinette
Teruko Habu, Violine
Johanna Klose, Violine
Mathias Feger, Viola
Anja Schröder, Violoncello
Francesco Savignano, Kontrabass


Darius Milhaud: „Les rêves de Jacob“ für Oboe, Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass op. 294
Sergej Prokofjew: Quintett für Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Kontrabass op. 39
Antonín Dvořák: Streichquintett G-Dur op. 77

Jakobs Traum von der Himmelsleiter und der nächtliche Kampf mit dem Engel zählen zu den schönsten Geschichten des Alten Testaments. Künstler:innen unterschiedlichster Genres haben sich davon zu großen Werken inspirieren lassen, etwa der Maler Marc Chagall oder der Komponist Arnold Schönberg mit dem Oratorium „Die Jakobsleiter“. Etwas später als Schönberg hat der Franzose Darius Milhaud sie 1949 als „choreographische Suite“ für eine amerikanische Tanzgruppe in Töne gefasst. Auch Sergej Prokofjews Quintett op. 39 entstand ursprünglich für ein Ballett aus dem Zirkusmilieu. Reine Kammermusik ist dagegen das G-Dur-Quintett von Antonín Dvořák, in dem der junge Komponist noch ganz im Bann seiner Idole Johannes Brahms und Richard Wagner steht.

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© Elias.Photography
Konzert

6. Philharmonisches Konzert:
Pastoral und poetisch

Duisburger Philharmoniker
Stefan Blunier, Dirigent
Louis Lortie, Klavier


Robert Schumann: Ouvertüre zur Oper „Genoveva“ op. 81
Frédéric Chopin: Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll op. 21
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Mit Ludwig van Beethoven kennt sich Stefan Blunier bestens aus: Von 2008 bis 2016 war er Chefdirigent des Beethoven Orchesters in Bonn, der Geburtsstadt des Komponisten. Da gehörten die Werke des Wiener Klassikers zur musikalischen DNA. „Beethoven musste ich in Bonn fast inflationär dirigieren“, erinnert er sich an diese Zeit, die nun eine Weile zurückliegt. „Deshalb freue ich mich jetzt, das mal wieder zu machen.“ Für seine Rückkehr zum engen Vertrauten Beethoven hat er sich mit der Vierten eine Sinfonie ausgesucht, die immer ein wenig im Schatten der heroischen Schwesterwerke steht. Sie hat zwar nicht die revolutionäre Sprengkraft der „Eroica“, zeigt Beethoven jedoch von seiner klassischen Seite – mit einer betont transparenten Instrumentierung. Aber die Kraft und die Energie des sinfonischen Titanen pulsen auch durch diese Komposition. Ein virtuoses Feuerwerk entfacht zuvor das 2. Klavierkonzert von Frédéric Chopin. In dem verbindet er meisterhaft pianistische Brillanz mit empfindsamer Poesie. Und für die ist Louis Lortie, poetischer Tastenzauberer und einer der großen Chopin- Interpreten unserer Zeit, der ideale Solist. Denn ähnlich wie Stefan Blunier bei Beethoven, hat sich der frankokanadische Pianist über mehrere Jahre intensiv mit dem polnischen Klaviertitanen auseinandergesetzt – im Rahmen seiner achtteiligen Chopin-Edition.

Ermöglicht durch die Beartis Stiftung BrinskelleFeldmann

Konzertführer live um 18:30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

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© v.l.n.r. Christoph Streuli: Stefan Höderath · Özgür Aydin: Ralph Bergel · Timothy Park: Privat
Kammerkonzert

4. Kammerkonzert:
„Genial durch und durch“

Olon Trio:
Christoph Streuli, Violine
Timothy Park, Violoncello
Özgür Aydin, Klavier


Joseph Haydn: Klaviertrio Nr. 45 Es-Dur Hob. XV:29
Ludwig van Beethoven: Klaviertrio c-Moll op. 1 Nr. 3
Franz Schubert: Triosatz Es-Dur D 897 „Notturno“
Johannes Brahms: Klaviertrio Nr. 3 c-Moll op. 101

Eigentlich gehörte das Klaviertrio in die intime Sphäre der Hausmusik, doch in seinen letzten Beiträgen, zu denen auch das Trio Nr. 45 in Es-Dur gehört, versammelte Joseph Haydn den ganzen originellen Erfindungsreichtum und die Meisterschaft des erfahrenen Komponisten – und machte aus der Gattung Konzertmusik für ein größeres Publikum. Etwa zeitgleich hat Ludwig van Beethoven seine ersten drei Klaviertrios komponiert und mit der Opuszahl 1 versehen. Am bedeutungsvollsten daraus ist das spannungsvolle Trio in c-Moll, das in seiner Dramatik hörbar über die Vorbilder Haydn und Mozart hinausgeht. Im Fall von Johannes Brahms handelt es sich dann wieder, wie schon bei Haydn, um ein Spätwerk des reifen Komponisten. Und das fand in Clara Schumann einen ersten glühenden Fan, denn die schrieb über das „wunderbar ergreifende Trio“ in ihrem Tagebuch: „Genial durch und durch in der Leidenschaft, der Kraft der Gedanken, der Anmut, der Poesie.“ Als Reiseführer durch diese Triogeschichte von der Klassik zur Romantik fungiert das Olon Trio, das in neuer Besetzung die erfolgreiche Ensemble-Geschichte des Feininger Trios fortführt. Das hat in der Ursprungsbesetzung in Duisburg 2023 bereits die Trio-Miniaturen „Apollon“ von Konstantia Gourzi, damals Composer in Residence und Kuratorin des Eigenzeit-Festivals, uraufgeführt. Der neue Name des Trios leitet sich vom griechischen ólon ab: das Wort bezeichnet eine Einheit, deren Teile so zusammenwirken, dass das Ganze vollendet und in sich geschlossen ist.

Konzertführer live um 18:15 Uhr im Tagungs­raum 6 des Kongresszentrums im CityPalais

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© J. Konrad Schmidt
Konzert

„Sospensione e slancio“

3. Gastspiel I

Duisburger Philharmoniker
Stefan Blunier, Dirigent


Robert Schumann: „Genoveva“-Ouvertüre op. 81
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Bereits 2019 waren die Duisburger Philharmoniker für ein umjubeltes Konzert zu Gast im Mailänder „Conservatorio Giuseppe Verdi“, der größten Musikhochschule Italiens, wo so berühmte Musiker:innen wie Barbara Frittoli, Claudio Abbado und Riccardo Muti ihre musikalische Ausbildung genossen. Der italienische Maestro Fabrizio Ventura dirigierte damals das Konzert in der Sala Verdi, dem erstklassigen Konzertsaal des Konservatoriums. In der Spielzeit 2026/2027 kehren die Philharmoniker nun nach Mailand zurück, auf Einladung der italienischen Kolleg:innen, die sich dafür ein ganz besonderes Programm gewünscht haben: den Tagore-Liederzyklus „Home and the Infinite“, den Kamalini Mukherji, Kuratorin des Eigenzeit-Festivals 2026, eigens für die Duisburger Philharmoniker aus den Liedern und der Lyrik des Nobelpreisträgers Rabindranath Tagore entworfen hat. In diesem außergewöhnlichen Projekt werden das reiche musikalische Erbe Indiens sowie die Musik und die Poesie Tagores zu einem einzigartigen Liederzyklus verschmolzen. Vor dieser transkulturellen Konzerterfahrung präsentiert sich das Orchester am Nachmittag bereits von seiner klassischen Seite: mit Robert Schumanns Ouvertüre zu „Genoveva“ und Ludwig van Beethovens 4. Sinfonie. Ein kleiner philharmonischer Gruß, basierend auf dem 6. Philharmonischen Konzert, vor dem Tagore-Event am Abend.

Infos und Karten finden Sie über soconcerti.it

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© Anindya Saha
Konzert

„Home and the Infinite“

3. Gastspiel II

Duisburger Philharmoniker
Stefan Blunier, Dirigent
Kamalini Mukherji, Gesang
Bickram Ghosh, Tabla / Khol-Tabla / Knjeera
Swarnendu Mandal, Sarod
Abhisek Mallick, Sitar


Kamalini Mukherji / Bickram Ghosh: „Home and the Infinite“ – ein Tagore-Liederzyklus für Stimme und Orchester nach Lyrik und Musik von Rabindranath Tagore
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 4 B-Dur op. 60

Auch im zweiten Konzert des Mailand-Gastspiels sind die Duisburger Philharmoniker unter ihrem Generalmusikdirektor Stefan Blunier mit der 4. Sinfonie des Klassikers Ludwig van Beethoven zu hören. Davor steht mit „Home and the Infinite“ ein ganz besonderes Projekt auf dem Programm, das im Juli 2026 seine Uraufführung beim „Marxloh Music Schwelgernpark Opern Air“ erlebte: Zum ersten Mal wurden die Musik und die Poesie des bengalischen Philosophen, Dichters und Nobelpreisträgers Rabindranath Tagore zu einem groß angelegten Liederzyklus für ein westeuropäisches Orchester verwoben, angereichert mit ausgewählten indischen Instrumenten und Klangtexturen. Das Projekt, das von den Duisburger Philharmonikern in Auftrag gegeben und vom Land NRW gefördert wurde, hat die renommierte Rabindra-Sangeet-Sängerin Kamalini Mukherji konzipiert. Musikalisch zeichnet sich „Home and the Infinite“ durch die unverwechselbare Klangwelt des gefeierten Komponisten und Tabla- Meisters Bickram Ghosh aus, der westliche Sinfonik und indische Tradition in einem nahtlosen künstlerischen Dialog miteinander verbindet; von ihm stammen die Arrangements und das Orchesterdesign der Lieder. Dieses transkulturelle Projekt trägt Tagores Poesie und Musik von der Uraufführung in Duisburg weiter in andere europäische Städte und bekräftigt die zeitlose Idee, dass Musik – ebenso wie Poesie – Grenzen, Sprachbarrieren und geschichtliche Differenzen überwinden kann.

Infos und Karten finden Sie über soconcerti.it

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© Aiga Rēdmane
Konzert

7. Philharmonisches Konzert:
Brahms im Dialog

Duisburger Philharmoniker
Aivis Greters, Dirigent
Asya Fateyeva, Saxophon - Artist in Residence
Philharmonischer, Chor Duisburg
Marcus Strümpe, Chorleitung


Johannes Brahms: Nänie
Avner Dorman: Fantasie für Altsaxophon in Es-Dur und Orchester
(Uraufführung)
Johannes Brahms: Klarinettensonate Nr. 2 Es-Dur op. 120 (in der Bearbeitung von Stephan Koncz)
Pēteris Vasks: Musica Serena für Streichorchester
Rihards Dubra: Silence, Love and Light
Johannes Brahms: Schicksalslied op. 54

1840 hat der Belgier Adolphe Sax das Saxophon erfunden, ein paar Jahre später ließ er es in Paris patentieren. Brahms hätte also schon für Saxophon schreiben können – hat er aber nicht. Wie das geklungen haben könnte, zeigt Asya Fateyeva, die als Artist in Residence eine ganze Spielzeit lang die klangliche Vielseitigkeit des Saxophons demonstrieren wird. In der Bearbeitung von Stephan Koncz, einem der Cellisten der Berliner Philharmoniker, präsentiert sie eine der beiden Klarinettensonaten, die Brahms am Ende seines Lebens für den Virtuosen Richard Mühlfeld geschrieben hat: eine Art kammermusikalisches Herbstgold des gereiften Tonschöpfers, den wir in diesem Konzert auch als versierten Chorkomponisten erleben werden. Vor der Klarinettensonate bringt Asya Fateyeva ein Auftragswerk der Duisburger Philharmoniker zur Uraufführung – und erweitert so gleich auch das Repertoire für ihr musikgeschichtlich noch recht „junges“ Instrument. Seine Fantasie in Es-Dur – der Tonart, in der auch die 2. Klarinettensonate steht – versteht der israelische Komponist Avner Dorman dabei als Kommentar zu Brahms. In der zweiten Konzerthälfte hat der lettische Dirigent Aivis Greters dann noch Werke seiner Landsleute Pēteris Vasks und Rihards Dubra aufs Programm gesetzt – als Ausdruck der überaus reichen Musiktradition seiner baltischen Heimat.

Konzertführer live um 18:30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

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© André Symann
Kinderkonzert

art4teens:
Fateyeva

Schulveranstaltung

Asya Fateyeva, Saxophon - Artist in Residence

„Es darf hässlich, es darf provokant sein, wenn es darum geht, die verschiedenen Emotionen in der Musik darzustellen“, so das Motto der Saxophonistin Asya Fateyeva. Warum sie sich gerade dieses beliebte und doch auch außergewöhnliche Instrument ausgesucht hat, verrät sie als Artist in Residence der Duisburger Philharmoniker bei „art4teens“, wo sie nicht nur ihre Musik vorstellen wird, sondern sich auch den Fragen der Schüler:innen einer Duisburger Schule stellt. Die meisten kennen das Instrument von seiner jazzigen und poppigen Seite, und doch hat es sich einen Platz in der Klassik erobert. Warum es so wunderbar passt, obwohl es in keinem klassischen Orchester zu finden ist, was das mit seinem Erfinder Adolphe Sax zu tun hat und wie Musiker:innen neues Repertoire entdecken, davon erzählt Asya Fateyeva in der besonderen Begegnung bei „art4teens“.

Mit dem noch jungen Programm klasse.klassik 4teens richten sich die Duisburger Philharmoniker konkret an weiterführende Schulen in Duisburg. Ob bei saz-, solo-, art- oder phil4teens: Schüler:innen begrüßen vor Ort in ihrer Schule den Community Music Artist mit einem Ensemble, Solist:innen aus den Philharmonischen Konzerten, den oder die Artist in Residence oder ein Streichquartett der Duisburger Philharmoniker – exklusiv und auf Augenhöhe – zu einem besonderen musikalischen Erlebnis.

Ermöglicht durch die Gesellschaft der Freunde der Duisburger Philharmoniker e. V.

Altersempfehlung: ab 7. Klasse

Dauer: circa 45 Minuten

Kostenfrei!

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© Marie Laforge
Konzert

Herzmusik:
Klänge der Erinnerung

Ensemble der Duisburger Philharmoniker und Gäste
Anja Renczikowski, Konzept | Moderation


Konzerterlebnisse für Senior:innen sowie für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und ihre Begleiter:innen

Klänge der Erinnerung

Musik berührt die Seele, und ganz gleich, ob es eine kognitive oder eine körperliche Einschränkung gibt: gemeinsam Musik zu genießen ist fast immer möglich. Bei einer demenziellen Veränderung kann Musik eine wichtige Schlüsselfunktion einnehmen und findet einen Zugang, wo Sprache es nicht mehr vermag. Sie kann Erinnerungen wachrufen und spricht die Emotionen aller Menschen gleichermaßen an. Mit der „Herzmusik“ gibt es eine entspannte Stunde für Betroffene, Angehörige, Betreuende und die ganze Familie. Die Konzerte finden im barrierefreien Foyer der Philharmonie Mercatorhalle statt und eignen sich besonders für Musikliebhaber:innen, die Hilfestellung benötigen, aber auch für jene, die einfach am Nachmittag ein Konzert genießen möchten.

Mit einem vielfältigen und generationenübergreifenden Musikprogramm richtet sich klasse.klassik senior vor allem an ältere und jung gebliebene Musikfreund:innen. Neben den beliebten „Herzmusik“-Konzerten bereichern die Tandemprojekte „Hör mal Kunst“ und „Hör mal ein Buch“ in Kooperation mit dem Lehmbruck Museum und der Stadtbibliothek Duisburg das musikalische Angebot für Alt und Jung.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei

Dauer: circa 60 Minuten

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© Victoria Nazarova
Kammerkonzert

5. Kammerkonzert:
Unspoken

Mahan Mirarab, Gitarre & bundlose Gitarre
Chris Jennings, Kontrabass
OMEN Quartet:
Sarvin Hazin, Violine
Dalina Ugarte, Violine
Michalina Matias, Viola
Namdar Majidi, Violoncello


Eigenkompositionen von Mahan Mirarab und klassische iranische Werke für Gitarre solo, Gitarre und Kontrabass sowie Gitarre, Streichquartett und Kontrabass

In den letzten Spielzeiten haben die Duisburger Philharmoniker ihr Angebot an transkulturellen Konzertformaten stetig ausgebaut, als Spiegel der Kulturvielfalt und Diversität der Stadt. Bereits mehrfach mit dabei war Mahan Mirarab, Gitarrist und Komponist mit iranischen Wurzeln. Unter anderem hat er die Arrangements für das einzigartige Projekt „Female Voice of Iran“ der Musikethnologin und Kuratorin Yalda Yazdani in der Spielzeit 2022/2023 erstellt, und für das Eigenzeit-Festival 2026 hat er für den gemeinsamen Auftritt von Kamalini Mukherji und Artist in Residence Avi Avital mehrere Lieder von Rabindranath Tagore bearbeitet. Bei seiner Rückkehr nach Duisburg präsentiert er mit „Unspoken“ ein ganz persönliches Projekt, das sich sowohl mit eigenen Verlusten als auch den politischen Verhältnissen in seinem Geburtsland auseinandersetzt. „A Way to Mourn“ etwa ist eine direkte Reaktion auf den Tod seiner Großmutter, die Musik des Programms ist aber auch eine Reflexion über den gewaltsamen Tod von Jina Mahsa Amini, der zu einer massiven Protestwelle im Iran geführt hat. Nach diesem eher intimen Set solo an der Gitarre oder im Duo mit Kontrabass folgt noch ein zweites, mit einer um das OMEN Quartet erweiterten Besetzung, in dem sich Musiker:innen aus dem Iran, Polen und Venezuela zusammengefunden haben.

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© Uwe Arens
Konzert

3. Toccata:
Große Orgelmeister

Christian Schmitt, Orgel

Knut Nystedt: Le verbe éternel op. 133
Maximilian Schnaus: signals (from remote territories)
Etüde für Pedal solo
Jehan Alain: Première fantaisie
Leoš Janáček: Orgel-Solo aus der „Glagolitischen Messe“
Olivier Messiaen: Dieu est simple aus „Méditations sur le Mystère de la Sainte Trinité“
César Franck: Grande pièce symphonique
op. 17 FWV 29

Der Echo-Preisträger Christian Schmitt spielt regelmäßig an den großen Konzertorgeln rund um den Globus: in der Berliner Philharmonie, der Tonhalle Zürich, wo er die neue Orgel eingeweiht hat, in der Elbphilharmonie Hamburg, der Suntory Hall in Tokio oder der Walt Disney Concert Hall in Los Angeles. Und auch an der mächtigen Eule-Orgel in Duisburg hat er bereits mehrfach sein Können gezeigt. Seine – wie so oft bei ihm – spannende Programmzusammenstellung vereint Werke von Komponisten, die allesamt selbst auch versierte Organisten waren. Dazu zählt der Norweger Knut Nystedt, der überwiegend für „sein“ Instrument und Chor komponiert hat. Oder Maximilian Schnaus, der sein „signals (from remote territories)“ eigens für Maximilian Schmitt geschrieben hat: ein Werk, das mit den Grenzen des Instruments und der auditiven Wahrnehmung spielt – und die virtuosen Fähigkeiten der Füße des Interpreten fordert. Tragisch ist die Lebensgeschichte von Jehan Alain, einem der bedeutendsten Organisten der Moderne, der mit Ende 20 im Zweiten Weltkrieg gefallen ist. Aufhellung bringt das Orgelsolo aus der „Glagolitischen Messe“ von Leoš Janáček, der damit, wie er selbst sagte, eine „fröhliche Messe“ schreiben wollte, traurige gäbe es schließlich schon genug. Den Schlusspunkt setzen dann zwei Großmeister der glorreichen französischen Orgelschule: Olivier Messiaen und César Franck.

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© Dejan Sarić
Kammerkonzert

Zweite Chance

Florian Geldsetzer, Violine
Nadine Sahebdel-Feger, Violine
Mathias Feger, Viola
Anja Schröder, Violoncello
Francesco Savignano, Kontrabass
Hyun-hwa Park, Klavier


Ralph Vaughan Williams: Klavierquintett c-Moll
Frank Bridge: Klavierquintett d-Moll

Der Kontrabass ist in der Kammermusik ein eher seltener Gast, von Ausnahmen wie Franz Schuberts berühmtem „Forellenquintett“ einmal abgesehen. Umso schöner, dass Ursula Vaughan Williams das Quintett ihres Mannes Ralph schließlich doch zur Aufführung freigegeben hat. Denn der hatte es eigentlich zurückgezogen, weil er an der Qualität zweifelte. Unverständlicherweise, bei diesem melodisch einfallsreichen und romantisch schwelgenden Werk. Auch das leidenschaftliche Quintett von Vaughan Williams’ englischem Komponistenkollegen Frank Bridge mit seinem exorbitanten Klavierpart verschwand nach nur wenigen Aufführungen in der Schublade. Aus der holte der Tonschöpfer und Kompositionslehrer von Benjamin Britten es glücklicherweise aber wieder hervor, um den ungezügelten Ausdruck des Jugendwerks etwas zu zähmen.

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© Toni Gu: TEAM 7 · Philipp Chernomor: David Ausserhofer · Ben Stümke: Sandra Borchers
Kinderkonzert

Folkwang Junior

3. „Andere Reihe“-Konzert

Duisburger Philharmoniker
Stefan Blunier, Dirigent
Toni Gu, Klavier
Philipp Chernomor, Violine
Ben Stümke, Trompete


Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Nr. 12 A-Dur KV 414
Felix Mendelssohn Bartholdy: Violinkonzert e-Moll op. 64
Johann Nepomuk Hummel: Trompetenkonzert E-Dur

Die Duisburger Philharmoniker gehören seit einigen Jahren schon zum Bundesförderprogramm „Exzellente Orchesterlandschaft Deutschland“. Musikalische Exzellenz findet sich aber auch in der unmittelbaren Nachbarschaft, zum Beispiel an der Folkwang Universität der Künste, einer der besten Kaderschmieden der deutschen Hochschullandschaft. Hier werden die Stars von morgen ausgebildet, die schon als Jungstudierende auf einem unglaublichen Niveau unterwegs sind. „folkwang junior“ heißt das Programm, das sich, unter der Schirmherrschaft des Duisburger Weltklassegeigers Frank Peter Zimmermann, der Frühförderung besonders begabter Kinder und Jugendlicher widmet. Die Duisburger Philharmoniker bieten in dieser Spielzeit drei dieser Talente eine große Bühne: Toni Gu, Jahrgang 2015, spielt eins der brillanten Klavierkonzerte von Wolfgang Amadeus Mozart, die das Salzburger Genie damals für sich selbst geschrieben hat. Philipp Chernomor, 2010 geboren, zeigt seine erstaunlichen Fähigkeiten im poetisch-virtuosen Violinkonzert, das Felix Mendelssohn Bartholdy im zarten Alter von 13 Jahren komponierte. Zum Abschluss spielt der 2011 in Aachen geborene Ben Stümke das Trompetenkonzert von Johann Nepomuk Hummel, eins der beliebtesten Konzerte für dieses Instrument.

Raus aus dem Konzertsaal, rein ins Duisburger Stadtleben: Mit der neuen Reihe, persönlich kuratiert vom neuen Generalmusikdirektor Stefan Blunier, möchten die Duisburger Philharmoniker noch enger mit ihrem Publikum in Kontakt treten: mal frech, mal derb, mal ausgelassen, mal nachdenklich – eben anders. Vier Veranstaltungen, verteilt über die Spielzeit, laden ein zu ganz besonderen Konzerterlebnissen: mal zum Genießen, mal zum Mitmachen. In lockeren Formaten von etwa einer Stunde Dauer, moderiert von der jeweiligen Leitung des Konzerts, durchstreift das Orchester ein weites Repertoire – von Klassik bis Crossover, von Jazz bis Kammerformation, von Zeitgenössischem bis hin zum populären Wunschkonzert. Und bei jeder Veranstaltung wartet eine kleine Überraschung auf das Publikum …

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© Syavash Rastani, Koray Berat Sari, Wolfgang Schindler, Peter Bonk · Foto: Privat
Kinderkonzert

saz4teens:
Sari, Rastani, Bonk, Schindler

Schulveranstaltung

Koray Berat Sari, Community Music Artist | Bağlama
Syavash Rastani, Persische Percussion
Peter Bonk, Violine
Wolfgang Schindler, Violoncello


Musikalische Erlebnisse mit Saz-, Streich- und Perkussions­instrumenten

Koray Berat Sari, mehrfach ausgezeichneter Bağlama-Spieler, jammt mit Jugendensembles, spielt in Theater- und Konzertproduktionen und ist seit mehreren Jahren als Community Music Artist in verschiedenen Konzertformaten der Duisburger Philharmoniker mit an Bord. Bei seinen Besuchen in weiterführenden Schulen hat er unterschiedliche Saz-Instrumente im Gepäck – neben der Bağlama die Oud, aber auch eine Duduk oder Daf. Gemeinsam mit zwei Orchestermusikern, die sich virtuos mit Geige und Cello auf das musikalische Projekt einlassen, und einem weiteren Gastmusiker, der die persische Percussion meisterhaft beherrscht, bildet er ein besonderes musikalisches Quartett. Für die Schüler:innen gilt: sich auf Neues einlassen und bei der Body-Percussion direkt mitmachen!

Mit dem noch jungen Programm klasse.klassik 4teens richten sich die Duisburger Philharmoniker konkret an weiterführende Schulen in Duisburg. Ob bei saz-, solo-, art- oder phil4teens: Schüler:innen begrüßen vor Ort in ihrer Schule den Community Music Artist mit einem Ensemble, Solist:innen aus den Philharmonischen Konzerten, den oder die Artist in Residence oder ein Streichquartett der Duisburger Philharmoniker – exklusiv und auf Augenhöhe – zu einem besonderen musikalischen Erlebnis.

Altersempfehlung: ab 5. Klasse

Dauer: circa 45 Minuten

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© Marie Laforge
Familienkonzert

Atmen bis Zugabe

klasse.klassik mini

Bläserquintett der Duisburger Philharmoniker
Imke Alers, Konzept
Kathrin Bödeker, Konzept / Moderation


Eine Entdeckungsreise rund um Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn

Manege frei und Applaus für Flöte, Oboe, Klarinette, Horn und Fagott im musikalischen Zirkuszelt! Fünf Musiker:innen der Duisburger Philharmoniker zaubern – angekündigt von Zirkusdirektorin Kathrin – mit ihren Blasinstrumenten atemberaubende Töne und wunderbare Melodien für ihr junges Publikum: Jedes der Instrumente kann besondere Kunststücke. Kleine und große Gäste erleben im Konzert so manche zauberhafte Überraschung. Auch das Flötentier ist dabei – möchte es einmal Zirkusdirektor werden?

Die interaktive Konzertreihe klasse.klassik mini nimmt Kinder mit auf eine musikalische Entdeckungsreise. In unmittelbarer Nähe zu Streich-, Bläser- oder Blechbläserquintetten der Duisburger Philharmoniker lernt das junge Publikum die faszinierende Welt der unterschiedlichen Instrumentenfamilien des Orchesters kennen. Fester Bestandteil der Konzerte sind Mitmachaktionen, zu denen kleine und große Gäste herzlich eingeladen sind.

Altersempfehlung: ab 3 Jahren

Dauer: circa 45 Minuten

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© Leander Gabriel Liebe
Konzert

KOnzertMEDitation 4:
George Warren

George Warren, Synthesizer
Michael Gees, Kuration / Moderation / Klavier


Improvisation

Dass Organisten improvisieren, ist nichts Besonderes. Dass sie über den gottesdienstlichen Bedarf hinaus Kunstwerke des Augenblicks daraus entstehen lassen können, schon eher. George Warren kann es, besser denn je. Und einmal mehr ist es verblüffend, dass wir klanglich noch immer dieselbe Sprache sprechen, worauf es bei parallel gespielten Tasteninstrumenten durchaus ankommt. Als hätten wir – unserem beträchtlichen Altersunterschied zum Trotz – beim himmlischen Geburtsvorbereitungskurs unter dem gleichen Baum der Erkenntnis gesessen …

KOMED ist ein Format zur gemeinschaftlichen Spontanerfindung zeitgenössischer Musik. Im Text, im Geräusch, im Moment erlauschen wir Töne, legen sie unter die Lupe der Aufmerksamkeit (Meditation) und bilden Zusammenhänge.

Wir verpflichten uns, für die Dauer etwa einer Stunde etwas miteinander anzufangen, in Beziehung zu bleiben und uns führen zu lassen von der als gemeinsam erkannten Idee. Jedes akustische Ereignis gilt und trägt zum Ganzen bei. Jederzeit darf das Unerwartete eintreten und uns zur Integration herausfordern. Im Idealfall, also gar nicht mal so selten, entdecken wir Musik, auf die niemand von uns allein gekommen wäre. Anwesende erleben sich selbst und einander zunehmend als Mitwirkende: Ohne sie und ihr intentionales Hören wäre nichts erklungen. Denn wer wollte die Gegenwart bezeugen, wenn nicht die, die dabei sind?

„Meet the Artists“ im Anschluss an jedes Konzert.

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© Petra Benovsky
Kammerkonzert

6. Kammerkonzert:
Unter Freunden

Alissa Margulis, Violine
Katalin Kokas, Violine
Anar Bramo, Violine
Myeongbin Han, Violine
Emanuel Vots, Viola
Răzvan Popovici, Viola
Per Nyström, Violoncello
Benedict Klöckner, Violoncello
Diana Kettler, Klavier
Studierende der Folkwang Universität der Künste


Gustav Mahler: Klavierquartettsatz a-Moll
Ludwig van Beethoven:
Violinsonate Nr. 9 A-Dur op. 47 – „Kreutzer-Sonate“
George Enescu:
Konzertstück für Viola und Klavier
Streichoktett C-Dur op. 7

Alissa Margulis, erfolgreiche Geigerin und Professorin an der Folkwang Universität der Künste, pflegt eine überaus enge Beziehung zu den Duisburger Philharmonikern: Sie spielte bereits als Solistin mit dem Orchester, war Co-Kuratorin des Eigenzeit- Festivals und im Kammermusiktrio mit ihren Geschwistern zu erleben. Für ihr neues Kammermusikprojekt hat sie sich einen illustren Reigen befreundeter Musiker:innen eingeladen, die ebenso wie sie selbst ihr Wissen auch an den musikalischen Nachwuchs weitergeben: Der Opus- Klassik-Preisträger Benedict Klöckner ist zum Beispiel Professor an der École Normale de Musique de Paris, der aus Bukarest stammende Bratscher Răzvan Popovici ist Professor am Königlichen Konservatorium in Antwerpen, und die ungarische Geigerin Katalin Kokas ist Professorin an der Liszt Ferenc Musikakademie in Budapest. In den unterschiedlichsten Besetzungen präsentieren sie erlesene Kammermusik, darunter einen Quartettsatz von Gustav Mahler, das einzige erhaltene kammermusikalische Werk des Sinfonikers, und das monumentale Streichoktett von George Enescu. Dazu spielt Alissa Margulis – unterstützt von Folkwang-Studierenden – die mit allerhand technischen Schwierigkeiten gespickte „Kreutzer-Sonate“ von Ludwig van Beethoven, allerdings nicht im Original, sondern in der Streicherfassung von Carl Hinde.

Dieses Konzert ist auch buchbar mit der Familienkarte

Konzertführer live um 18:15 Uhr im Tagungs­raum 6 des Kongresszentrums im CityPalais

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© Peter Rigaud
Konzert

8. Philharmonisches Konzert:
Bruckner-Zyklus

Eine musikalische Naturrallye / Für Familien mit Kindern, Kleingruppen mit Kindern

Duisburger Philharmoniker
Stefan Blunier, Dirigent
Martin Helmchen, Klavier


Wolfgang Amadeus Mozart: Klavierkonzert Nr. 17 G-Dur KV 453
Anton Bruckner: Sinfonie d-Moll – „Nullte“

Bereits in der vergangenen Spielzeit hat Stefan Blunier die 7. Sinfonie von Anton Bruckner dirigiert, eine Art heimlicher Startschuss für einen Bruckner-Zyklus der Duisburger Philharmoniker. Die zweite Etappe gilt nun der frühen Sinfonie d-Moll, die unter dem Namen „Nullte“ bekannt wurde. Denn der oft unsichere Bruckner hat eine große Null auf die Partitur geschrieben – neben weiteren Randnotizen wie „ungiltig“, „verworfen“ und sogar „ganz nichtig“. Dabei blitzt das Genie Bruckners bereits in diesem frühen sinfonischen Gehversuch durch: Gewaltige Steigerungen, massiver Einsatz der Blechbläser, weitgespannte Melodiebögen im langsamen Satz und ein Scherzo, wie es auch in einer der späteren Sinfonien stehen könnte, weisen auf den reifen Spätstil voraus. Ein spannender Blick also in die Komponistenwerkstatt des noch experimentierenden Sinfonikers. Als dramaturgischer roter Faden wird jede Bruckner-Sinfonie im Zyklus mit dem Werk eines anderen österreichischen Tonschöpfers verbunden. In diesem Fall von Wolfang Amadeus Mozart, aus dem, im Gegensatz zum zögerlichen Bruckner, die Ideen nur so heraussprudelten. Mozart gilt außerdem als Schöpfer der Gattung Klavierkonzert – und das technisch anspruchsvolle Konzert Nr. 17 G-Dur ist eins der ersten Werke, mit denen er die neue klassische Gattung etablierte. Mozart-versierter Solist ist der in Duisburg wohlbekannte Martin Helmchen, der bereits mehrere Klavierkonzerte des Salzburger Meisters aufgenommen hat.

Konzertführer live um 18:30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

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© Marie Laforge
Familienkonzert

Ein musikalischer Regenbogen

klasse.klassik mini-mi - Familienkonzert für Kinder bis 2 Jahre

Ensemble der Duisburger Philharmoniker
Anke Becker, Konzept


Musik vom Frühbarock bis zur Romantik in kindgerechten Arrangements

Schon die Allerkleinsten reagieren auf den Zauber der Musik. Mit den Klängen ihrer Instrumente beflügeln die Duisburger Philharmoniker die Fantasie ihres jüngsten Publikums. Die Erwachsenen erleben in diesem Familienkonzert unmittelbar, wie das Spiel von Harfe, Geige, Flöte und Marimbafon Kinderaugen zum Leuchten bringt – der kindgerecht gestaltete Krabbelbereich bietet zudem viel Raum zum Spielen und für Bewegung und lädt auch die Großen ein, ganz nah dabei zu sein.

In sanfte Regenbogenfarben getaucht, laden die Duisburger Philharmoniker bei den klasse.klassik mini-mi Familienkonzerten bereits ihre jüngsten Zuhörer:innen dazu ein, mit allen Sinnen die erstaunliche Welt der Musik zu entdecken. Im eigens für diese Konzerte liebevoll gestalteten Opernfoyer präsentieren sie in kindgerechten Arrangements Musik vom Frühbarock bis zur Romantik. Nach dem Konzert dürfen die Kleinsten den Instrumenten noch ganz nah kommen – ausprobieren inklusive.

Altersempfehlung: bis 2 Jahre

Dauer circa 30 Minuten

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© studio-orchester duisburg
Konzert

Vom großen Gefühl zum schelmischen Lächeln

Ein Konzert zwischen Leidenschaft und feiner Ironie

studio-orchester duisburg
Melchior Kupke, Leitung
Moë Dierstein, Violine


Vom großen Gefühl zum schelmischen Lächeln

Pjotr I. Tschaikowsky: Polonaise aus „Eugen Onegin“
Konzert für Violine und Orchester op. 35
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 9 Es-Dur op. 70

Große Gefühle sind das ureigene Gebiet des Erzromantikers Pjotr I. Tschaikowsky. Sie toben nicht nur in den Herzen von Tatjana und Eugen, den beiden Hauptfiguren seiner berühmten Puschkin- Oper „Eugen Onegin“, sondern auch im 1878 entstandenen Violinkonzert – einem der großen Meisterwerke seiner Gattung. Hier treten Leidenschaft, Melancholie und Lebensfreude in einen aufwühlenden Wettstreit. Ähnliches hatte der offizielle sowjetische Musikbetrieb auch von Dmitri Schostakowitschs 9. Sinfonie erwartet, die 1945, kurz nach dem Sieg über Nazi-Deutschland, uraufgeführt wurde. Mit schelmischer Ironie und mitunter beißendem Witz drehte der Komponist seinem Publikum jedoch eine lange Nase: ein prickelndes, kompaktes, rasantes Werk, das seine Wirkung nicht verfehlt und um jegliches Pathos einen weiten Bogen macht.

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© André Symann
Kammerkonzert

4. Profile-Konzert:
„Schläft ein Lied in allen Dingen“

Stephan Dreizehnter, Flöte
Anja Schröder, Violoncello
Dirk Wedmann, Klavier
Rupert J. Seidl, Rezitation


Felix Mendelssohn Bartholdy: Lieder ohne Worte (Auswahl)
Klaviertrio d-Moll op. 49

Knapp 50 „Lieder ohne Worte“ hat Felix Mendelssohn Bartholdy komponiert, verteilt auf acht Bücher, und hat damit eine romantisch-lyrische Form erfunden, die schon damals schnell ungeheuer beliebt wurde. Voller Poetik erzählen diese kostbaren Miniaturen, die im Original meist für Klavier entstanden sind, Kurzgeschichten ohne Worte. Im Konzert trifft die Poesie der Klangjuwelen Mendelssohn Bartholdys dabei auf die Lyrik von Dichter:innen wie Annette von Droste-Hülshoff, Joseph von Eichendorff, Karoline von Günderrode und Heinrich Heine, deren liedhafte Verse wie Gesang ohne Töne anmuten. So wird der Film- und Theaterschauspieler Rupert J. Seidl beim Rezitieren zum Sänger – und die Musiker:innen erzählen eloquent Geschichten. Einem „Lied ohne Worte“ und einem „Elfenreigen“ begegnen wir außerdem im Klaviertrio d-Moll, das hier in einer vom Komponisten selbst angefertigten Fassung mit Flöte statt Violine erklingt.

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© Simon Pauly
Konzert

Rekordverdächtig

4. „Andere Reihe“-Konzert

Duisburger Philharmoniker
Stefan Blunier, Dirigent


Joseph Haydn: Sinfonie Nr. 12 E-Dur Hob. I:12
Darius Milhaud:
Kammersinfonie Nr. 1 op. 43 – „Le Printemps“
Kammersinfonie Nr. 4 op. 74 – „Dixtuor“
Carl Philipp Emanuel Bach: Sinfonie G-Dur Wq 182 Nr. 1
Igor Strawinsky: Symphonies d’instruments à vent
(Revidierte Fassung von 1947)
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 1 Es-Dur KV 16

Sechs Sinfonien in unter einer Stunde, das klingt rekordverdächtig. Sozusagen im ICE-Tempo geht es zum Abschluss der neuen Reihe durch die Geschichte dieser Königsgattung der Instrumentalmusik, vom empfindsamen Stil der Frühklassik bis tief ins 20. Jahrhundert hinein. Frühe Sinfonien von Joseph Haydn und Wolfgang Amadeus Mozart rahmen das Programm – und damit die beiden Komponisten, die die Sinfonie zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt haben. Apropos Rekord: Auf die unglaubliche Anzahl von über 100 Sinfonien hat Haydn es in seinem produktiven Schaffen gebracht. Als sozusagen sinfonischer Wegbereiter ist Carl Philipp Emanuel Bach, Sohn des berühmten Johann Sebastian, vertreten, in dessen Sinfonie zur reinen Streicherbesetzung nach alter barocker Tradition noch ein Cembalo tritt. Moderne Töne mischt der Franzose Darius Milhaud ins sinfonische Erfolgsrezept, in dessen Kammersinfonie „Der Frühling“ brasilianische Rhythmen und Einflüsse des Jazz zu hören sind. Mit nicht mal vier Minuten Dauer hat er damit eine Sinfonie im Hosentaschenformat komponiert. Mit nur einem Satz, anstelle der sonst üblichen vier, kommt Igor Strawinsky in seiner „Symphonies d’instruments à vent“ aus, deren reine Bläserbesetzung für expressionistische Töne sorgt. Und so wie die Werke des Programms aus unterschiedlichen Epochen stammen, so erklingen sie an auch unterschiedlichen Orten der Salvatorkirche, als sinfonisches Spiel mit Zeit und Raum.

Raus aus dem Konzertsaal, rein ins Duisburger Stadtleben: Mit der neuen Reihe, persönlich kuratiert vom neuen Generalmusikdirektor Stefan Blunier, möchten die Duisburger Philharmoniker noch enger mit ihrem Publikum in Kontakt treten: mal frech, mal derb, mal ausgelassen, mal nachdenklich – eben anders. Vier Veranstaltungen, verteilt über die Spielzeit, laden ein zu ganz besonderen Konzerterlebnissen: mal zum Genießen, mal zum Mitmachen. In lockeren Formaten von etwa einer Stunde Dauer, moderiert von der jeweiligen Leitung des Konzerts, durchstreift das Orchester ein weites Repertoire – von Klassik bis Crossover, von Jazz bis Kammerformation, von Zeitgenössischem bis hin zum populären Wunschkonzert. Und bei jeder Veranstaltung wartet eine kleine Überraschung auf das Publikum …

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© Sven Arnstein
Konzert

9. Philharmonisches Konzert:
The World’s Wife

Duisburger Philharmoniker
Baldur Brönnimann, Dirigent
Claire Booth, Sopran


Grażyna Bacewicz: Konzert für Streichorchester
Brett Dean: „The World’s Wife“
(Deutsche Erstaufführung)
Robert Schumann: Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

Knapp 15 Jahre lang spielte Brett Dean Bratsche bei den Berliner Philharmonikern, verließ dann das Spitzenorchester 1999, um sich mehr aufs Komponieren zu konzentrieren – und das mit Erfolg: Vor einigen Jahren schrieb er ein Cellokonzert für Alban Gerhardt, ehemals Artist in Residence der Duisburger Philharmoniker, und im Frühjahr 2026 feierte seine neue Oper „Of One Blood“ ihre Uraufführung an der Bayerischen Staatsoper in München. Noch neuer ist der Lieder-Zyklus „The World’s Wife“, den die Duisburger Philharmoniker als deutsche Erstaufführung präsentieren, nach der Uraufführung bei den BBC Proms. Die Texte dazu stammen von der zeitgenössischen Dichterin Carol Ann Duffy, darunter der titelgebende Gedichtband „The World’s Wife“. Darin gibt die schottische Lyrikerin den Frauen eine Stimme, die in der Geschichte, der Mythologie, der Literatur meist ein Schattendasein fristen mussten, oft die (manchmal auch fiktiven) Ehefrauen „berühmter“ Männer. So werden etwa Mrs. Darwin oder Mrs. Icarus von Dean mit großer stilistischer Bandbreite – vom Kunstlied über opernhafte Elemente bis hin zu bissigem Kabarett – zum Leben erweckt. Den Vokalpart übernimmt dabei Claire Booth, die auch die Uraufführung gestaltet hat. Eingerahmt wird „The World’s Wife“ vom neoklassizistischen Konzert für Streicher der polnischen Komponistin Grażyna Bacewicz und Robert Schumanns 2. Sinfonie, die von düsteren Seelentönen bis zum energisch auftrumpfenden Finale führt.

Konzertführer live um 18:30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

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© André Symann
Konzert

Kai Schumacher & Friends Vol. 10

Kai Schumacher, Klavier
Alain Roche, Klavier
Kat Frankie, Gesang
Mark Bérubé, Gesang
Till Lingenberg, Percussion
Didier Métrailler, Percussion
Alberto Malo, Percussion
Philharmonischer Chor Duisburg
Gonzague Monney, Musikalische Leitung


Alain Roche: „REQUIEM FOR A DEAD SUN“

Wie Menschen haben Himmelskörper ihren Lebenszyklus, auch der Stern im Zentrum unseres Planetensystems. Ihn nimmt Alain Roche in seinem „REQUIEM FOR A DEAD SUN“ in den Blick: eine Hommage an die lebensspendende Existenz unserer Sonne und ihr unausweichliches Schicksal, eines Tages zu verglühen. Gemeinsam mit dem schweizerischen Komponisten, einem diversen, international besetzten Ensemble und dem Philharmonischen Chor Duisburg präsentiert Kai Schumacher in der zehnten Folge von Kai Schumacher & Friends die deutsche Erstaufführung der atmosphärischen Komposition, geschrieben auf einen Text von elie zoé. Wie immer in seiner Kultreihe nimmt der Duisburger Pianist sein Publikum dabei mit auf eine Reise, die stilistische, aber auch technische Grenzen auf scheinbar magische Weise überwindet. Alain Roches „REQUIEM FOR A DEAD SUN“ bietet den idealen experimentellen Rahmen dafür: eine Partitur an der Schnittstelle zwischen klassischer Tradition, progressiven Strukturen und Minimal Music, die – ohne auf synthetische Technologien zurückzugreifen – Klangwelten aus vielschichtigen und immersiven Texturen erzeugt. Wie geschaffen für den begeisterten Klangtüftler und -forscher Kai Schumacher.

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© v.l.n.r. Asya Fateyeva: Jewgeni Roppel, Zuzana Ferjenčíková: Christoph Frommen
Konzert

4. Toccata:
Die große Freiheit

Asya Fateyeva, Saxophon - Artist in Residence
Zuzana Ferjenčíková, Orgel


Arcangelo Corelli: Violinsonate op. 5 Nr. 12 – „La Follia“
(Bearbeitet für Saxophon: Asya Fateyeva)
Claude Debussy: Rapsodie pour orchestre et saxophone
(Transkription für Orgel und Saxophon: Zuzana Ferjenčíková)
Jean Guillou: „Fête“ op. 55 für Klarinette und Orgel
(Bearbeitet für Saxophon: Asya Fateyeva)
Franz Liszt: Ungarische Rhapsodie Nr. 5 „Héroïde-élégiaque“
(Transkription für Saxophon und Orgel: Zuzana Ferjenčíková)
Zuzana Ferjenčíková: „Les Trois Musiciens“ – Rapsodie pour saxophone et orgue d’après le tableau de Henri Hayden op. 34 (Uraufführung)

„Die Idee des Programms ist die der freien Rhapsodie und der improvisierten Fantasie“, sagt Organistin Zuzana Ferjenčíková über ihr gemeinsames Konzert mit Asya Fateyeva, die dabei als Artist in Residence eine weitere Facette ihres künstlerischen Schaffens zeigt. Die Freiheit im Umgang mit dem Notentext und die ausgeprägte Lust an der Improvisation gehören zu den Markenzeichen der Saxophonistin – und beides findet sich exemplarisch im persönlich kuratierten Programm der beiden Künstlerinnen. Mit viel Fingerspitzengefühl adaptiert Asya Fateyeva Werke für Saxophon, die eigentlich für andere Instrumente entstanden sind. Jean Guillou, der bei klangvollen Namen wie Marcel Dupré, Maurice Duruflé und Olivier Messiaen studiert hat, schrieb sein hochvirtuoses Konzertstück „Fête“ im Original etwa für Klarinette und Orgel, während Arcangelo Corelli seine nicht minder virtuose Sonate „La Follia“ für Geige komponierte. Neben den Transkriptionen zweier großer Rhapsodien von Claude Debussy und Franz Liszt steuert Zuzana Ferjenčíková noch ein eigenes Werk bei, das sie für Asya Fateyeva geschrieben hat. Der Titel „Les Trois Musiciens“ verweist dabei auf ein Gemälde des avantgardistischen Malers Henri Hayden, auf dem eine Jazzband zu sehen ist. Auch damit kennt sich das Saxophon ja bestens aus.

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© Dara Dyckerhoff: Fabian Kucper Malin Büttner: Annette Etges
Kinderkonzert

Rettet den Zauberwald!

Eine musikalische Geschichte von Freundschaft, Zusammenhalt und Mut

Duisburger Philharmoniker
Kerou Liu, Dirigentin
Dara Dyckerhoff, Erzählerin
Malin Büttner, Konzept


Orchesterwerke von Mendelssohn Bartholdy, Ravel, Saint-Saëns, Bizet, Elgar und anderen

Der Zauberwald ist in Gefahr, und nur mit Freundschaft, Zusammenhalt und Mut kann ihm geholfen werden! Wir begegnen der kleinen Fee Naya, sprechenden Tieren und einem Glühwürmchen mit ganz besonderer Leuchtkraft, die sich gemeinsam auf eine abenteuerliche Suche begeben, um ihn zu retten. Bekannte Orchesterwerke von unter anderem Mendelssohn Bartholdy, Ravel, Saint-Saëns, Bizet und Elgar lassen den verzauberten Wald und die Geschichte lebendig werden – mal klingt es zart und geheimnisvoll wie Feenstaub, mal wild und gefährlich wie ein reißender Fluss. Mit der lebendigen und spannenden Erzählung von Dara Dykerhoff und der Musik, gespielt von den Duisburger Philharmonikern unter der Leitung von Kerou Liu, geht es rein ins Abenteuer. Ein Konzert zum Staunen, Lachen, Mitmachen und Mitfiebern.

2025 brachte Malin Büttner zusammen mit Kerou Liu und Dara Dykerhoff bereits ihr Familienstück „Piratenalarm“ für klasse.klassik junior auf die Bühne der Duisburger Philharmoniker.

Junge Menschen spielerisch und kurzweilig an die großen Werke der klassischen Musik heranzuführen, das ist der Ansatz bei den Familien- und Schulkonzerten von klasse.klassik junior. Die Duisburger Philharmoniker präsentieren dabei gemeinsam mit den unterschiedlichsten Gästen Orchestermärchen, große Klassiker und moderne Geschichten im altersgerecht konzipierten Konzertformat.

Altersempfehlung: ab 5/6 Jahren

Dauer: circa 50 Minuten

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© Co Merz
Kammerkonzert

7. Kammerkonzert:
Bewegte Leben

Leonkoro Quartett:
Jonathan Schwarz, Violine
Emiri Kakiuchi, Violine
Mayu Konoe, Viola
Lukas Schwarz, Violoncello


Henriëtte Bosmans: Streichquartett
Dmitri Schostakowitsch: Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110
Franz Schubert: Streichquartett Nr. 13 a-Moll op. 29 D 804 – „Rosamunde“

Henriëtte Bosmans führte ein bewegtes Leben: Die niederländische Komponistin und Pianistin hatte es nicht nur als Frau in einer von Männern dominierten Musikwelt schwer, sondern litt im Nationalsozialismus als Künstlerin jüdischer Abstammung, die außerdem eine Beziehung zur lesbischen Cellistin Frieda Belinfante unterhielt, auch unter doppelter Verfolgung. Und etwas von diesen dramatischen Lebensumständen klingt in ihrem Streichquintett mit: Eindringlich und voller ungewöhnlicher Harmonien ist der Kopfsatz, eine klagende Geigenmelodie eröffnet den zentralen zweiten Satz, während das Finale vor allem von treibenden Rhythmen geprägt ist. Und auch Dmitri Schostakowitsch kannte sich mit Verfolgung aus – als Künstler im totalitären Russland unter Stalin. In seinen Werken hat er sich dagegen aufgelehnt, vor allem in der weniger öffentlichen Kammermusik. Sein erschütterndes 8. Streichquartett versah er etwa mit der Widmung „Im Gedenken an die Opfer des Faschismus und des Krieges“ – und komponierte es gleichzeitig als Requiem auf sich selbst. Versöhnlicher zeigt sich zum Abschluss Franz Schubert im melodienseligen „Rosamunde-Quartett“, aber auch hier klingen Wehmut und Melancholie durch die Musik hindurch.

Konzertführer live um 18:15 Uhr im Tagungs­raum 6 des Kongresszentrums im CityPalais

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Illustration IGA: IGA 2027
Konzert

Operettenkonzert:
Die ganze Welt ist himmelblau

Geblümtes Operettenkonzert zur Internationalen Gartenausstellung (IGA)

Duisburger Philharmoniker
Ensemblemitglieder der Deutschen Oper am Rhein


Ein bunter Strauß an Opernarien und Operettenmelodien

Blühende Melodien und duftende Klangfarben erwarten Sie bei diesem besonderen Operettenkonzert anlässlich der Internationalen Gartenausstellung 2027 im Ruhrgebiet. Zwischen Blumenbeeten, Wasserflächen und sommerlichem Grün entfaltet sich eine musikalische Reise durch die Welt der Operette, in der Rosen, Veilchen, Nachtigallen und schimmernde Gärten seit jeher die Herzen leidenschaftlicher schlagen lassen. Mitglieder des Opernensembles und die Duisburger Philharmoniker spielen groß auf und bieten schwungvollen Walzern, schmachtenden Liebesliedern und schmelzendem Operettensound open air die große Bühne. So entsteht ein atmosphärisches Konzert, das den Glanz der Operette hörbar macht und die farbenreiche Kulisse des RheinParks in Musik verwandelt.

In der IGA-Eintrittskarte enthalten.

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9 Marie Laforge
Konzert

10. Philharmonisches Konzert:
Nordisch umrahmte Romantik

Duisburger Philharmoniker
Stefan Blunier, Dirigent
Magdalena Ernst, Horn


Edvard Grieg: Sinfonie c-Moll
Richard Strauss: Hornkonzert Nr. 1 Es-Dur op. 11
Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 3 C-Dur op. 52

Große Namen, überraschende Seiten: Richard Strauss kennen wir vor allem als Opernkomponisten oder als Schöpfer von Orchesterhits wie „Also sprach Zarathustra“. Dass der romantische Klangmagier auch zwei Hornkonzerte geschrieben hat, ist dagegen viel weniger bekannt. Sein 1. Hornkonzert, ein virtuoses Jugendwerk des gerade einmal 18-Jährigen, hat außerdem einen persönlichen Background: Geschrieben hat er es für seinen Vater Franz Strauss, damals Solohornist im Münchner Hoforchester. Solistin im Konzert ist Magdalena Ernst, seit 2017 Solohornistin bei den Duisburger Philharmonikern. Strauss’ norwegischer Komponistenkollege Edvard Grieg hat sich mit der „Morgenstimmung“ aus „Peer Gynt“ unsterblich gemacht, die Sinfonie c-Moll, sein einziger Beitrag zur Gattung, ist hingegen kaum bekannt. Der Komponist selbst notierte auf dem Deckblatt: „Darf niemals aufgeführt werden“ – und verhinderte somit eine Aufführung des Werks. Ein Stigma, von dem sich die Sinfonie bis heute nicht erholt hat – trotz frischer Ideen und faszinierender Klangfarben. Zeit also, das zu ändern! Und auch im Fall von Jean Sibelius überstrahlen Werke wie das Violinkonzert oder die patriotische Tondichtung „Finlandia“ seine 3. Sinfonie. In der löst sich der Komponist von dem romantischen Ideal der beiden ersten Sinfonien und lässt bereits den nordisch-herben Tonfall der späteren Werke aufblitzen.

Ermöglicht durch Gabriele und Dr. Karl-Ulrich Köhler

Konzertführer live um 18:30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

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© Marie Laforge
Kammerkonzert

Herzmusik:
Glanzstücke der Kammermusik

Ensemble der Duisburger Philharmoniker und Gäste
Anja Renczikowski, Konzept | Moderation


Konzerterlebnisse für Senior:innen sowie für Menschen mit besonderen Bedürfnissen und ihre Begleiter:innen

Glanzstücke der Kammermusik

Musik berührt die Seele, und ganz gleich, ob es eine kognitive oder eine körperliche Einschränkung gibt: gemeinsam Musik zu genießen ist fast immer möglich. Bei einer demenziellen Veränderung kann Musik eine wichtige Schlüsselfunktion einnehmen und findet einen Zugang, wo Sprache es nicht mehr vermag. Sie kann Erinnerungen wachrufen und spricht die Emotionen aller Menschen gleichermaßen an. Mit der „Herzmusik“ gibt es eine entspannte Stunde für Betroffene, Angehörige, Betreuende und die ganze Familie. Die Konzerte finden im barrierefreien Foyer der Philharmonie Mercatorhalle statt und eignen sich besonders für Musikliebhaber:innen, die Hilfestellung benötigen, aber auch für jene, die einfach am Nachmittag ein Konzert genießen möchten.

Mit einem vielfältigen und generationenübergreifenden Musikprogramm richtet sich klasse.klassik senior vor allem an ältere und jung gebliebene Musikfreund:innen. Neben den beliebten „Herzmusik“-Konzerten bereichern die Tandemprojekte „Hör mal Kunst“ und „Hör mal ein Buch“ in Kooperation mit dem Lehmbruck Museum und der Stadtbibliothek Duisburg das musikalische Angebot für Alt und Jung.

Der Veranstaltungsort ist barrierefrei

Dauer: circa 60 Minuten

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© André Symann
Kammerkonzert

5. Profile-Konzert

Eryu Feng, Violine
Wolfgang Schindler, Violoncello
Chikako Miyado, Klavier


Franz Schubert: Klaviertrio B-Dur op. 99 D 898
Antonín Dvořák: Klaviertrio f-Moll op. 65

Franz Schuberts beliebtes B-Dur-Trio nimmt vor allem mit einer weich fließenden Melodik für sich ein. Das fiel schon Schuberts Komponistenkollegen Robert Schumann auf, der das Werk in einer berühmten Rezension als „anmutig, vertrauend, jungfräulich“ beschrieben hat. Nicht instrumentale Virtuosität steht hier im Vordergrund, sondern ein ganz spezifischer, fein austarierter kammermusikalischer Tonfall. Ganz anders präsentiert sich Antonín Dvořák in seinem Klaviertrio f-Moll, das in seiner depressiven Stimmung und dem fast aggressiven Aufbegehren die schöpferische Umbruchphase zum Ausdruck bringt, die den Komponisten damals beschäftigte. Das Ergebnis: ein Werk von epischer Größe und Tiefe des Ausdrucks.

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© André Symann
Kammerkonzert

2. Serenadenkonzert

Martin Roos, Alphorn
Waltraud Prinz, Alphorn
Katja Heinrich, Sprecherin


Werke von Klaus Hinrich Stahmer, Georg Haider und anderen
Texte von Jean-Jacques Rousseau, Nan Shepherd und anderen

Im weichen, erdverbundenen Klang des Alphorns scheint die Natur selbst mitzuschwingen. Wenn er ertönt, weckt er in uns die Sehnsucht nach Bergen, Wiesen und reiner Luft. Wird es gelingen, den „Bergwind“ in Klaus Hinrich Stahmers gleichnamiger Komposition für Alphorn und Zuspielung auch durch den Kreuzgang der Abtei Hamborn wehen zu lassen? Verwandeln sich Jean-Jacques Rousseaus „Träumereien eines einsamen Spaziergängers“ im Spiegel dieser Klänge zum eigenen Empfinden? Verbinden sich die „Marginalien“ für zwei Alphörner von Georg Haider mit den poetischen Betrachtungen der schottischen Dichterin Nan Shepherd?

Mit meditativen wie progressiven, gleichzeitig vertrauten wie überraschenden Klängen treten an diesem musikalisch-literarischen Abend zwei Alphörner in einen Dialog mit Texten rund um Themen wie Abgeschiedenheit, Natur, Nachklang und Stille.

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© Pacho Flores
Konzert

Blumen-Walzer und Trompeten-Zauber

Feuriges Serenadenkonzert zur Internationalen Gartenausstellung (IGA)

Duisburger Philharmoniker
Stefan Blunier, Dirigent
Pacho Flores, Trompete | Flügelhorn


Werke von J. Strauß (Sohn), Bizet, Sarasate, Ponchielli, Tschaikowsky, Copland, Márquez

„Wie wollen wir morgen leben?“ – Auf die Leitfrage der Internationalen Gartenausstellung (IGA) 2027, zwischen April und Oktober in Duisburg und seinen Nachbarstädten zu erleben, sind viele Antworten möglich. Eine geben die Duisburger Philharmoniker bei ihrem frühsommerlichen Open-Air-Besuch auf dem IGA-Gelände im RheinPark: „Mit Musik!“ Die stammt von beliebten Komponisten und rankt sich, passend zur Gelegenheit, vielfach um prachtvolle Gartenerzeugnisse: von Johann Strauß’ „Bouquet-Quadrille“ und dem „Schneeglöckchen-Walzer“ bis hin zum „Blumen-Walzer“ aus Tschaikowskys „Nussknacker“. Neben den floralen Programmaspekten bringt Generalmusikdirektor Stefan Blunier vom Dirigentenpult aus auch Werke von Bizet, Sarasate, Ponchielli, Copland und Márquez zum Blühen. Prominent unterstützt werden er und das Orchester von einem Gast mit „blumigem“ Namen und unwiderstehlichem Charisma: dem venezolanischen Trompeter Pacho Flores, der bereits in der Saison 2024/2025 als Artist in Residence die Herzen des Duisburger-Philharmoniker-Publikums erobert hat.

In der IGA-Eintrittskarte enthalten.

Zugang zum Konzert über die normale IGA-Eintrittskarte. Nähere Informationen finden Sie unter diesem Link: www.iga2027.ruhr.

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© Milan Mosna
Kammerkonzert

Beethoven-Zyklus Teil I

Streichquartett-Zyklus anlässlich des 200. Todestags von Ludwig van Beethoven

Bennewitz Quartett:
Jakub Fišer, Violine
Štěpán Ježek, Violine
Jiří Pinkas, Viola
Štěpán Doležal, Violoncello


Ludwig van Beethoven:
Streichquartett A-Dur op. 18 Nr. 5
Streichquartett a-Moll op. 132

Die Zusammenarbeit von Kempen Klassik und den Duisburger Philharmonikern geht in die zweite Runde: Nach dem Schostakowitsch- Zyklus im Jahr 2021 widmet sich die gemeinsame Konzertreihe 2027 anlässlich des 200. Todestags von Ludwig van Beethoven dem Komponisten, der die Gattung Streichquartett wie kaum ein anderer geprägt hat. Über sechs Konzerte hinweg wird dabei das gesamte Streichquartettschaffen Beethovens zu hören sein. Drei hochkarätige Ensembles spielen je ein Konzert in der historischen Paterskirche in Kempen und, jeweils am darauffolgenden Abend, im Museum Küppersmühle in Duisburg. Den Auftakt macht das Bennewitz Quartett im Sommer 2027. In der Spielzeit 2027/2028 werden dann das Aris Quartett und das Mandelring Quartett den Zyklus vervollständigen.

2027 ist (wieder einmal) Beethoven- Jahr: Zum 200. Mal jährt sich dann der Todestag des großen Meisters, der zu beinahe allen Gattungen der Musik Großes und Allergrößtes beigetragen hat. Als Gesamtzyklus stechen neben den Sinfonien, Klaviersonaten und Liedern vor allem die 16 Streichquartette hervor, die Beethoven zwischen 1798 und 1826 komponierte und die bis heute zu den größten Kammermusik-Offenbarungen überhaupt gehören. Zum Beethovenjahr haben die Duisburger Philharmoniker drei Spitzenquartette dazu eingeladen, diese Streichquartette aufzuführen. Den Auftakt der in Kooperation mit Kempen Klassik durchgeführten Reihe macht am 24. Juni das Bennewitz Quartett mit einem Programm, in dem das frühe Streichquartett A-Dur op. 18 Nr. 5 auf das vorletzte, 1825 entstandene a-Moll-Quartett op. 132 trifft; zwei Werke, die eine gemeinsame Handschrift tragen und in ihrer Unterschiedlichkeit die gewaltige Entwicklung des Komponisten klingend vor Augen führen. Neben den vier Gästen aus Prag, die vor ihrem Auftritt im Museum Küppersmühle mit einem anderen Beethoven- Programm bereits in Kempen zu hören sein werden, sind bei späteren Veranstaltungen auch das Aris Quartett sowie das Mandelring Quartett an diesem Projekt beteiligt.

Einlass 15 Minuten vor Beginn

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v.l.n.r. Kamalini Mukherji: J. Konrad Schmidt · Koray Berat Sari: J. Konrad Schmidt · Marina Heredia: André Symann 2. Zeile Yalda Yazdani: J. Konrad Schmidt · Lin Chen: Romanus Fuhrmann · Olvido Ruiz: Susanne Diesner
Festival

Silk-Road:
7. „Eigenzeit – Musik von Jetzt“-Festival

Kamalini Mukherji
Koray Berat Sari
Marina Heredia
Yalda Yazdani
Lin Chen
Olvido Ruiz und Ensembles


Das Festival „Eigenzeit – Musik von Jetzt“ befindet sich seit seinen Anfängen auf Erkundungstour: an den Schnittstellen zwischen den vielfältigen Formen der Musik, zwischen Vertrautem und Unbekanntem, zwischen europäischer Tradition und den musikalischen Überlieferungen aus anderen Regionen der Welt. Während in der Vergangenheit Spitzenmusiker:innen unterschiedlicher Disziplinen wie der Komponist Hauke Berheide, der Perkussionist Johannes Fischer oder die Geigerin Alissa Margulis das Programm und die eingeladenen Künstler:innen ausgewählt haben, präsentiert sich das Festival in seiner siebten Ausgabe als eine Art „Best-of“: mit Höhepunkten aus dem reichhaltigen künstlerischen Erfahrungsschatz der letzten Jahre. Als „Silk Road“-Festival bewegt sich die Veranstaltung dabei entlang einer nicht nur musikalisch, sondern auch historisch bedeutsamen Route. Zu Wasser und zu Land führte sie einst vom heutigen Xi’an in China bis nach Zentral- und Kleinasien sowie ans Mittelmeer, aber auch von Indien bis nach Afrika, und sie reicht heute – in Zeiten vollständiger wirtschaftlicher und kultureller Vernetzung – noch sehr viel weiter. Auf unserer musikalischen Route begegnen sich sechs Ensembles und Solokünstler:innen aus unterschiedlichen Ländern, die in enger Beziehung zu den Duisburger Philharmonikern stehen. Zu ihnen gehört die aus dem indischen Bundesstaat Westbengalen stammende Rabindra-Sangeet-Sängerin und Kuratorin Kamalini Mukherji, die im Jahr 2026 mit großem Erfolg das Eigenzeit-Festival künstlerisch konzipiert und geleitet hat. Mit dabei ist auch Koray Berat Sari, der nicht nur an der Bağlama, an der Gitarre sowie als Komponist, sondern auch als Community Music Artist bei zahlreichen Konzerten und Projekten der Duisburger Philharmoniker mitgewirkt hat. Während er und sein Ensemble Einblicke in die Musik der Türkei und der umliegenden Länder vermitteln, steht mit Marina Heredia eine der bedeutendsten Flamenco-Sängerinnen der Gegenwart auf der Eigenzeit-Bühne. Gemeinsam mit der Musikethnologin und Kuratorin Yalda Yazdani sowie dem Gitarristen und Komponisten Mahan Mirarab präsentiert das Inner Unity Ensemble persische Musik, während das Fünf-Elemente-Ensemble mit der in Deutschland lebenden Perkussionistin Lin Chen kulturelle Brücken in die faszinierende Klangwelt Chinas baut. Bis nach Kuba führt die Duisburger Seidenstraße schließlich durch den Auftritt der Sängerin Olvido Ruiz und ihrer Band, die kubanische Rhythmen und Melodien auf die Bühne der Internationalen Gartenausstellung 2027 bringen werden.

Auf unserer musikalischen Route begegnen sich sechs Ensembles und Solokünstler:innen aus unterschiedlichen Ländern, die in enger Beziehung zu den Duisburger Philharmonikern stehen.

In der IGA-Eintrittskarte enthalten.

Zugang zum Konzert über die normale IGA-Eintrittskarte. Nähere Informationen finden Sie unter diesem Link: www.iga2027.ruhr.

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© Dario Pichini / Archiv Palazzo Ricci
Kammerkonzert

6. Profile-Konzert:
Die Blechbläser in Montepulciano

Thomas Hammerschmidt, Trompete
Carl Anderson, Trompete
Juan Guzmán Esteban, Horn
Rocco Rescigno, Posaune
Franz Langlois, Tuba
N.N., Klavier


Werke von Jacques Castérède, Théo Charlier, Bernhard Krol, Boris Blacher, Gabriel Fauré und Victor Ewald

Jedes Jahr zieht es eine kleine Gruppe der Duisburger Philharmoniker in den sonnigen Süden, genauer gesagt ins malerische Montepulciano in der Nähe von Siena. In dieser italienischen Bilderbuchkulisse studieren die Musiker:innen an der dortigen Musikakademie ausgewählte Stücke ein, die sie später dem heimischen Publikum in Duisburg präsentieren. Dieses Mal machen sich die Blechbläser:innen des Orchesters auf den Weg, um in konzentrierter Atmosphäre gemeinsam an ihren Interpretationen zu feilen – beschienen von der mediterranen Sonne. In der Sonatine von Jacques Castérède finden sich Trompete und Posaune zum Duett ein, im Capriccio von Bernhard Krol zeigt die Posaune ihre solistischen Fertigkeiten, während es in der Élégie von Gabriel Fauré noch eine Etage tiefer geht: mit der Tuba samt Klavierbegleitung. Zum Abschluss gibt es mit einem Quintett von Victor Ewald die volle Brass-Dröhnung.

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© Simon Pauly
Konzert

11. Philharmonisches Konzert:
Bildgewaltig

Duisburger Philharmoniker
Stefan Blunier, Dirigent


Sergej Rachmaninow: Die Toteninsel op. 29
Max Reger: Vier Tondichtungen nach Arnold Böcklin op. 128
Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung
(Orchestriert von Leopold Stokowski)

„Ich mag es, wenn Programme eine übergeordnete Idee haben“, verrät Stefan Blunier im Gespräch zur neuen Spielzeit. Und genau die gibt es im 11. Philharmonischen Konzert, mit Bezügen auf unterschiedlichen Ebenen: drei Werke dreier Komponisten, die sich ganz konkret auf verschiedene Bilder beziehen. Das düstere Landschaftsgemälde „Die Toteninsel“ des symbolistischen Malers Arnold Böcklin hat Sergej Rachmaninow zu seiner sinfonischen Dichtung mit dem gleichen Namen inspiriert. Trauer und Schmerz liegen über diesem Abschied vom Leben, in dem der Komponist mehrfach das „Dies irae“-Motiv der gregorianischen Totenmesse zitiert. Auch Rachmaninows Zeitgenosse Max Reger – beide wurden im selben Jahr geboren – nimmt in seinen vier Tondichtungen Bezug auf Böcklins „Toteninsel“, aber auch auf das ausschweifende „Bacchanale“, den geigenden Eremiten in „Der Einsiedler“ und „Das Spiel der Najaden“ in den Wellen, das Reger mit einer virtuosen Instrumentierung in klingende Bilder übersetzt. Einem rumpelnden Ochsenkarren, einem kecken Ballett schlüpfender Küken und dem wilden Ritt der Hexe Baba Jaga begegnen wir danach in den „Bildern einer Ausstellung“ von Modest Mussorgsky. In seiner prachtvollen Orchestrierung des im Original für Klavier geschriebenen Zyklus rahmt der durchaus eigenwillige Leopold Stokowski die Bilder neu: eine spannende Alternative zu der populären Fassung von Maurice Ravel.

Konzertführer live um 18:30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

11. Philharmonisches Konzert: Bildgewaltig bewerten:

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v.l.n.r. Irakli Kakhidze: Studio Harcourt · Polina Pastirchak: Giancarlo Pradelli
Konzert

Unsterbliche Melodien: Nijmegen

4. Gastspiel

Duisburger Philharmoniker
Stefan Blunier, Dirigent
Polina Pastirchak, Sopran
Irakli Kakhidze, Tenor


Arien und Melodien aus Opern und Operetten von Bizet, Verdi, Puccini und anderen

Den perfekten Soundtrack für einen beschwingten Nachmittag liefern die Duisburger Philharmoniker bei ihrem Gastspiel bei unseren niederländischen Nachbarn in Nijmegen. Den Anfang machen Auszüge aus dem Opern-Hit „Carmen“ von Georges Bizet, dem für seine musikalische Telenovela samt Latin Lover, listigen Intrigen und einem Mord aus Eifersucht die unsterblichen Melodien nur so aus der Feder geflossen sind, darunter das berühmte „Lied des Toreros“ oder die „Seguidilla“ – einschließlich feuriger Rhythmen und Kastagnetten-Geklapper. Nicht weniger unsterblich sind die Melodien, die Giuseppe Verdi seinen Opernfiguren auf den Leib geschneidert hat, zum Beispiel die große Szene der Violetta aus „La traviata“, die am Ende ein wahres Feuerwerk an Spitzentönen abflammt, gekrönt von einem spektakulär hohen Es ganz am Ende. Während es Calàfs berühmtes „Nessun dorma“ von Giacomo Puccini als Fan-Hymne sogar bis in die Fußballstadien geschafft hat. Ganz große Zarzuela- Emotionen entfacht die Arie „No puede ser“ von Pablo Sorozábal, die schon von den drei Tenören bei ihrem legendären Konzert in den Caracalla-Thermen geschmettert wurde. Das deutsche Gegenstück zur spanischen Zarzuela ist die Operette, im Programm mit Emmerich Kálmáns schmissiger Arie der Csárdásfürstin vertreten. Abkühlung von dieser glutvollen Sommerhitze kommt dann von Johann Strauß (Sohn) und dessen „Schneeglöckchen-Walzer“.

Infos und Karten finden Sie über stadsschouwburgendevereeniging.nl.

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© Daniel Senzek
Chor

Kinderchor am Rhein

Sommerkonzert

Kinderchor am Rhein
Ensemble der Duisburger Philharmoniker
Sabina López Miguez, Musikalische Leitung


Kinder und Jugendliche musizieren gemeinsam mit den Duisburger Philharmonikern

Mit 63 jungen Sänger:innen wirkt der Kinderchor am Rhein in zahlreichen Opernproduktionen auf den großen Bühnen im Opernhaus Düsseldorf und im Theater Duisburg mit – in der Spielzeit 2026/2027 ist der Kinderchor in den Opern „La Bohème“ von Giacomo Puccini und „Carmen“ von Georges Bizet sowie als vielstimmiges Pinocchio-Kollektiv in der gleichnamigen Familienoper „Pinocchio“ von Marius Schötz und Marthe Meinhold zu erleben. Die jüngsten Stimmen der Deutschen Oper am Rhein und ein Ensemble der Duisburger Philharmoniker feiern zudem musikalisch den Sommer. Mit Liedern aus aller Welt, geistlichen Werken und Melodien aus der Pop-Musik gestaltet der Kinderchor am Rhein ein Sonntagskonzert für die ganze Familie.

Mitsingen!
Neue Mitglieder sind im Kinderchor am Rhein jederzeit willkommen! Kinder ab sechs Jahren werden im Vorchor behutsam an das gemeinsame Singen herangeführt, während die „Großen“ ab zehn Jahren im Hauptchor neben Stimmbildung auch ein szenisches Training erhalten. Unser Jugendchor lädt alle jungen Erwachsenen ab 16 Jahren zum Singen ein.

Altersempfehlung: ab 6 Jahren

Dauer: circa 50 Minuten

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© Kaupo Kikkas
Kammerkonzert

9. Kammerkonzert:
Akkordeon & Streichquartett

Ksenija Sidorova, Akkordeon
Goldmund Quartett:
Florian Schötz, Violine
Pinchas Adt, Violine
Christoph Vandory, Viola
Raphael Paratore, Violoncello


Werke von Mozart, Beethoven, Akhunov, Angelis, Roffi, Piazzolla

Ksenija Sidorova ist eine Botschafterin ihres Instruments, hat in den letzten Jahren enorm viel für die Popularität des Akkordeons in der Klassik getan – mit Charisma, Leidenschaft und ihrem phänomenalen Spiel. In der Londoner Royal Albert Hall stand sie bereits mit dem britischen Popstar Sting auf der Bühne, und der Bariton Thomas Hampson, einer der größten Liedsänger unserer Zeit, wählte sie als Partnerin für eine ganz besondere Version von Schuberts „Winterreise“. Für ihr Kammerkonzert, das gleichzeitig ihr Debüt in Duisburg markiert, verbindet sie die Klangwelt des Akkordeons mit der eines klassischen Streichquartetts. Und mit zwei Wiener Klassikern beginnt sie dann auch ihr Programm: mit Wolfgang Amadeus Mozarts erst schwermütigem, dann ausgelassenem Adagio und Rondo in c-Moll, das er ursprünglich für die exotische Glasharmonika komponierte, und Ludwig van Beethovens wegweisendem, vor Energie berstendem Streichquartett Nr. 1 in F-Dur op. 18. In der zweiten Konzerthälfte tauchen die Musiker:innen ein in die leidenschaftliche Welt des Tango Nuevo – mit den „Five Tango Sensations“ von Astor Piazzolla und einer Fantasie von Frank Angelis über das Thema von Piazzollas wehmütigem Tango-Walzer „Chiquilin de Bachin“, im Original ein berührend trauriger Gesang über einen armen Jungen in einem Café in Buenos Aires.

Konzertführer live um 18:15 Uhr im Tagungs­raum 6 des Kongresszentrums im CityPalais

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© Nicolas Hudak
Konzert

12. Philharmonisches Konzert:
Vermächtnisse

Duisburger Philharmoniker
Domingo Hindoyan, Dirigent
Anastasia Kobekina, Violoncello


Courtney Bryan: Neues Werk
(Deutsche Erstaufführung)
Edward Elgar: Cellokonzert e-Moll op. 85
Béla Bartók: Konzert für Orchester

Die russische Cellistin Anastasia Kobekina beherrscht alle virtuosen Kunststücke auf ihrem Instrument aus dem Effeff. Fast noch mehr beeindruckt sie allerdings durch noble Phrasierungskunst und subtile Farbnuancen. Ideale Voraussetzungen also für das Cellokonzert von Edward Elgar, das so gar nicht dem üblichen Gestus eines Virtuosenkonzerts entspricht. Als der englische Komponist an seinem letzten großen Orchesterwerk arbeitete, tobte der Erste Weltkrieg, Freunde starben – und dann wird auch noch seine Frau Alice schwer krank. Und so entsteht ein Werk voller Tragik und Abschiedsstimmung, mit dem Cello als klingendem Doppelgänger seiner selbst. Vor diesem bewegenden Solokonzert pflegen die Duisburger Philharmoniker ihr traditionell starkes Engagement in der zeitgenössischen Musik: mit der deutschen Erstaufführung eines neuen Werks der Komponistin Courtney Bryan. Die stammt aus New Orleans und verbindet in ihrer Klangsprache Einflüsse der verschiedensten Genres miteinander, darunter Jazz, Gospel und Spiritual. Inspiriert ist das Stück, nach eigener Aussage, vom Leben von Rebecca Cox Jackson, einer visionären afroamerikanischen Leitfigur, die im Philadelphia des 19. Jahrhunderts eine christliche Gemeinschaft mit überwiegend schwarzen Frauen gründete. Am Ende des Programms steht Béla Bartók, und auch der war ein Visionär. Das Konzert für Orchester ist nicht nur sein beliebtestes Werk, sondern auch – ähnlich wie bei Elgar zuvor – sein letztes vollendetes Orchesterwerk.

Konzertführer live um 18:30 Uhr in der Philharmonie Mercatorhalle

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© Nicolas Hudak – Sony Music Entertainment
Kinderkonzert

solo4teens: Anastasia Kobekina

Schulveranstaltung

Anastasia Kobekina, Violoncello

Ist es selbstverständlich, Musiker:in zu werden, wenn man aus einer musikalischen Familie stammt, und wie entscheidet man sich für das richtige Instrument? Davon berichten die beiden Shooting-Stars der Klassikszene, die Cellistin Anastasia Kobekina und der Geiger Jacques Forestier, in „solo4teens“. Sie bringen nicht nur ihre Musik mit in die Schulen, sondern erzählen auch von ihrem Leben als Musiker:in und stellen sich den Fragen der Schüler:innen. Warum liebt Anastasia ihr Cello? Warum kann es ihr aber auch mal auf die Nerven gehen? Wie reist es sich damit und warum ist sie bei ihren vielen Followern so beliebt? Wie hat sie ihr erstes Rockkonzert erlebt und warum hat Bryce Dessner von „The National“ für sie ein Stück geschrieben? Insider-Wissen und interessante Geschichten aus seinem Musik­erleben wird auch der im kanadischen Edmonton geborene Geiger Jacques Forestier preisgeben. Wie fühlen sich etwa die letzten Sekunden vor dem großen Auftritt auf der Bühne an, warum sind Wettbewerbe so wichtig, welche Musik hört er, wenn er sich nicht mit klassischer Musik beschäftigt, und was unternimmt er auf den vielen Reisen rund um die Welt – neben Proben und Konzerten?

Mit dem noch jungen Programm klasse.klassik 4teens richten sich die Duisburger Philharmoniker konkret an weiterführende Schulen in Duisburg. Ob bei saz-, solo-, art- oder phil4teens: Schüler:innen begrüßen vor Ort in ihrer Schule den Community Music Artist mit einem Ensemble, Solist:innen aus den Philharmonischen Konzerten, den oder die Artist in Residence oder ein Streichquartett der Duisburger Philharmoniker – exklusiv und auf Augenhöhe – zu einem besonderen musikalischen Erlebnis.

Altersempfehlung: ab 5. Klasse

Dauer: circa 45 Minuten

Kostenfrei!

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Online

Mediathek der Duisburger Philharmoniker

Im Juli 2024 ist die eigene Mediathek der Duisburger Philharmoniker online gegangen – kostenlos und ohne Werbung unter mediathek.duisburger-philharmoniker.de. Auf der neuen Plattform kann man einerseits das Repertoire der Duisburger Philharmoniker in mitreißenden Streams erleben, aber auch begleitende Interviews und erhellende Gespräche zu den Projekten anschauen. „Die Mediathek wird mehr sein als ein bloßes Archiv. Sie soll deutschlandweit wie international zum Laboratorium für hochkarätige klassische Musik in kreativen und transkulturellen Projekten, inspirierenden Programmen und neuen Medien-Musikformaten werden“, erklärt Intendant Nils Szczepanski.

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Online-Shop

CD-Einspielungen der Duisburger Philharmoniker

„ … klangliche und interpretatorische Höchstleistungen …“

Herausragende Konzertereignisse: Spontaneität und Natürlichkeit einer Live-Aufführung, in audio­philer Tontechnik mitgeschnitten

Spontaneität und Natürlichkeit einer Live-Aufführung, in audiophiler Tontechnik mitgeschnitten – dieser Philosophie folgen die Duisburger Philharmoniker und das High-End-Label ACOUSENCE mit ihren CD-, DVD- und LP-Veröffentlichungen im Rahmen der Reihe LIVING CONCERT SERIES.

Herausragende Konzertereignisse aus der Philharmonie Mercatorhalle werden von den ACOUSENCE-Spezialisten mit ausgefeilter Aufnahmetechnik eingefangen; kleinste Nuancen im Klangbild sorgen dabei für eine besondere atmosphärische Wirkung.

Schon nach der ersten Veröffentlichung der Serie mit Mozarts „Haffner“-Sinfonie und der Sinfonie Nr. 15 von Dmitri Schostakowitsch feierte die Fachwelt die glückliche Verbindung von musikalischer und klangtechnischer Meisterschaft. Mittlerweile sind weitere Veröffentlichungen hinzugekommen – auf CD, als hoch auflösendes FLAC-Format auf DVD und teilweise auch auf 180 Gramm schweren Vinyl-Schallplatten, deren Klangqualität High-End-Freunde ins Schwärmen geraten lässt.

Alle CD-Einspielungen der Duisburger Philharmoniker sind auch in der Musikbibliothek der Zentralbibliothek Duisburg auszuleihen.

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© J.-Konrad-Schmidt
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Duisburger Philharmoniker

Die Duisburger Philharmoniker, die bereits mehrfach vom Bund als Exzellenzorchester ausgezeichnet wurden, zählen zu den vielseitigsten und innovativsten Institutionen der nordrhein-westfälischen Kulturlandschaft. Als kompetenter und leistungsstarker Klangkörper auf dem Konzertpodium wie im Orchestergraben der Deutschen Oper am Rhein genießen sie mit ihrem Intendanten Nils Szczepanski einen ausgezeichneten Ruf.



Im Mittelpunkt jeder Saison stehen die zwölf Philharmonischen Konzerte in der Philharmonie Mercatorhalle, in denen zentrale Werke der sinfonischen Tradition von Barock bis zur Moderne in Zusammenarbeit mit international renommierten Dirigent:innen aufgeführt werden. Ebenfalls in der Philharmonie Mercatorhalle finden die Kammerkonzerte, Piano-Extras sowie die Orgelkonzerte der Reihe „Toccata“ statt. Ergänzt werden diese durch die Kammerkonzert-Reihe „Profile“, in der sich die Duisburger Philharmoniker gemeinsam mit prominenten Gastmusiker*innen auf Spurensuche im Repertoire begeben.



Darüber hinaus warten die Duisburger Philharmoniker, die mit Cross-Over-Projekten, Open-Air-Konzerten und bundesweiten Gastspielen auf. Nicht zuletzt verstehen sie sich als innovatives, weltoffenes Orchester, das mit internationalen Tourneen, dem eigenen konzertpädagogischen Programm „klasse.klassik“, der Mitwirkung an großen Musikfestivals oder Aufführungen abseits gewohnter Spielorte neue Hörerschichten erschließt und nach neuen Präsentationsformen im Konzertbetrieb sucht. „Neue Wege“ gehen die Duisburger Philharmoniker dabei etwa mit den transkulturellen Programmen des „Eigenzeit“-Festivals „Musik von Jetzt“ oder dem „Marxloh Music Circus“.



Im Juli 2024 ist die eigene Mediathek der Duisburger Philharmoniker online gegangen – kostenlos und ohne Werbung unter mediathek.duisburger-philharmoniker.de. Auf der Plattform kann man einerseits das Repertoire der Duisburger Philharmoniker in mitreißenden Streams erleben, aber auch begleitende Interviews und erhellende Gespräche zu den Projekten anschauen. „Die Mediathek wird mehr sein als ein bloßes Archiv. Sie soll deutschlandweit wie international zum Laboratorium für hochkarätige klassische Musik in kreativen und transkulturellen Projekten, inspirierenden Programmen und neuen Medien-Musikformaten werden“, erklärt Intendant Nils Szczepanski.

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Konzerte / Konzert Duisburger Philharmoniker Duisburg, König-Heinrich-Platz
Konzerte / Konzert MDR Klassik Konzerte
Konzerte / Konzert Düsseldorfer Symphoniker Düsseldorf, Ehrenhof 1
Konzerte / Konzert Essener Philharmoniker Essen, Opernplatz 10
Konzerte / Konzert Heidelberger Sinfoniker
Konzerte / Klassik Konzertbüro Schoneberg
Konzerte / Konzert das junge orchester NRW Krefeld, Brahmsstr. 79
Konzerte / Konzert Dortmunder Philharmoniker Dortmund, Theaterkarree 1 -3
Konzerte / Konzert Konzerthaus Dortmund Dortmund, Brückstraße 21
Konzerte / Konzert Pro Arte Konzert GmbH
Fr 9.10.2026, 19:00 Uhr
Konzerte / Konzert Philharmonie A. Krupp Saal
Fr 9.10.2026, 19:00 Uhr
Konzerte / Konzert Lichtburg Essen
Di 13.10.2026, 20:00 Uhr
Konzerte / Konzert Lichtburg Essen
Di 13.10.2026, 20:00 Uhr
Konzerte / Konzert Heimathafen Christengemeinde Duisburg Duisburg, Landwehrstr. 55

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