Ehemals Königliche Hoftheater, 1909 bis 1912 von Max Littmann als Doppeltheater mit Opern- und Schauspielhaus erbaut. 1924 wurden die Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Erhalten blieb nach dem II. Weltkrieg nur das mit klassizistischen Säulen geschmückte Große Haus.
Die Bühne des Opernhauses wird von der Oper Stuttgart und dem Stuttgarter Ballett bespielt. 1982 bis 1984 wurden die Innenräume wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgeführt. Das Foyer des Ersten Rangs beherbergt Marmorbüsten von Dichtern und Komponisten, im Zuschauerraum bildet ein großes Deckengemälde den oberen Raumabschluss.
Die Oper Stuttgart zählt zu den bedeutendsten europäischen Opernhäusern und ist zugleich Teil des größten Mehrspartenhauses Europas.
Die Oper Stuttgart setzt bis heute immer wieder wichtige Impulse für das Musiktheater der Gegenwart und gilt als eines der führenden Häuser weltweit. Ganz bewusst wird in diesem Haus das Ensembletheater gepflegt.
Oper in drei Akten und zwölf Bildern
Libretto vom Komponisten nach dem gleichnamigen Drama von Georges Bernanos, basierend auf der Novelle Die Letzte am Schafott von Gertrud von Le Fort
„Kein Mensch stirbt für sich allein. Einer stirbt für die anderen. Vielleicht sterben manche anstelle von anderen. Wer weiß?“ (Sœur Constance in Dialogues des Carmélites) Kaum eine Oper stellt die Auseinandersetzung mit der eigenen Sterblichkeit so ins Zentrum wie Francis Poulencs 1957 uraufgeführte Oper über einen Karmelitinnenorden in den Wirren der Französischen Revolution. Die Geschichte entspinnt sich um die junge Blanche, die – seit ihrer Geburt von schweren Angstzuständen geplagt – Schutz in einem Kloster findet. Doch die Zeit der Geborgenheit endet jäh, als der Revolutionsausschuss das Kloster zerschlägt und der Gemeinschaft die Ausübung ihrer Riten verbietet. Die Schwestern schwören sich aufs Martyrium ein, einzig Blanche treibt die Todesangst in die Flucht. Schließlich gelingt es ihr, sich selbst zu überwinden: Als sie ihren Schwestern zum Schafott folgt, erlischt im Angesicht des Todes die Angst. Die für ihre feministischen Lesarten bekannte Regisseurin Ewelina Marciniak rückt in ihrer Inszenierung dieses Hybrids aus Thriller, Diskursoper und heiliger Messe die Dynamiken einer Frauengemeinschaft in den Fokus, die inmitten des Terrors um Kommunikation und Mitmenschlichkeit ringt. Und auch wenn das übersinnliche „Salve Regina“ der Karmelitinnen am Schafott keinen Zweifel daran lässt, dass diese Oper ein glühendes Glaubensbekenntnis des Katholiken Poulenc ist, stellt uns die Opferbereitschaft der Nonnen vor Fragen: Wo verlaufen die Grenzen zwischen Solidarität, Glauben und Fundamentalismus? Wie einsam stirbt es sich hingegen in unserer säkularisierten Welt der Gegenwart? Unter der Musikalischen Leitung von Cornelius Meister wird Poulencs wirkmächtige Musik zum Ereignis.
Musikalische Leitung: Cornelius Meister
Regie: Ewelina Marciniak
Bühne: Mirek Kaczmarek
Kostüme: Julia Kornacka
Choreografie: Ana Szopa
Licht: Aleksandr Prowaliński
Chor: Manuel Pujol
Dramaturgie: Carolin Müller-Dohle
in französischer Sprache mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache
Altersempfehlung: ab Klasse 10
45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
Termine
So 29.3.2026, 17:00 | Premiere
Mi 1.4.2026, 19:00
Mi 8.4.2026, 19:00und weitere Termine
So 12.4.2026, 15:00 | Familienvorstellung
Mi 15.4.2026, 19:00
Sa 18.4.2026, 19:00 | letzte Aufführung!
Eine Pop-Oper – oder ein Musical?, hyper und hybrid, based on a t̶r̶u̶e̶ fake story
Zwischen Club und Kammermusik, Emotion und Widerstand feiern wir die kosmischen Kräfte der Gemeinschaft: Devil ist ein Popstar, der alle verführen will. Aber er hat die Rechnung nicht mit echter Empathie gemacht …
Musikalische Leitung: Leo Schmidthals
Regie: Clara Pazzini
Bühne und Kostüme: Agathe MacQueen
Dauer: ca. 1 Std. 30 Min (Keine Pause)
Altersempfehlung: ab Klasse 7
Termine
Do 30.4.2026, 19:00 | Uraufführung
Di 5.5.2026, 19:00
Mi 6.5.2026, 19:00und weitere Termine
Do 7.5.2026, 19:00
Di 19.5.2026, 11:00 | Schulvorstellung
Do 21.5.2026, 11:00 | Schulvorstellung
So 24.5.2026, 19:00
Eine Mixtape-Oper entlang der ehemaligen Europastraße 5
von Sara Glojnarić
Uraufführung: 10.5.2026
Libretto von Tanja Šljivar (Recherche und Mitarbeit: Mina Milošević) auf der Basis von Interviews von Sara Glojnarić mit Sara Alterio, Ivana Andjelic, Marijan Bernardić, Davide Durante, Goran Jurić, Sezen Kaçar, Milenko Moćiljanin, Aleksandar Radojčić, Sophia Sadzakov, Sara Tomšić
Übersetzung von Mascha Dabić
Welche Klänge rufen in uns Heimatgefühle hervor? Mit welcher Musik verbinden wir die Orte, an denen wir unser Leben gelebt haben? Kann eine herausgekramte LP-Hülle, eine Kassettenbox, eine alternde CD auch über Länder und Generationen hinweg Erinnerungen zum Leben erwecken? Mit solchen Fragen im Gepäck startete die kroatische Komponistin Sara Glojnarić vor zwei Jahren ein „Soundarchiv der Zukunft“ als Materialsammlung für ihre Komposition. In persönlichen Gesprächen und Hörsessions mit Menschen, die sich im Stuttgarter Raum seit den 50er Jahren angesiedelt haben, legt sie seither längst vergessene Erinnerungen frei und entwirft ein generationsübergreifendes Songbook der Stadt: „Ich möchte dort ansetzen, wo die Geschichtsbücher aufhören – um die Geschichte in all ihrer Pracht, ihrem Humor und ihrer Realness mitzuerzählen. Aus dem Blickwinkel einer Insiderin, die dieses ganz besondere Gefühl eines emotionalen Spagats zwischen dem, was wir Heimat nennen, und dem, wo wir uns jetzt befinden, versteht.“ Im Team mit der bosnischen Schriftstellerin Tanja Šljivar und der Regisseurin Anika Rutkofsky verwebt Glojnarić diese Einwanderungsgeschichten voller Nostalgie und Träume, Tragödien und Komik, Rituale und Sprachenvielfalt zu einer poetisch-surrealen Mixtape-Oper. Gemeinsam nehmen sie uns mit auf eine Art Roadtrip entlang der ehemaligen Europastraße 5, die als nächtlich abgefahrene Transitroute eine Brücke zwischen den kulturellen Identitäten Deutschlands und Südosteuropas bildet und gleichzeitig die Sehnsucht nach Zugehörigkeit symbolisiert. Eine Oper über die zeitlos utopische Kraft der Musik als kulturelles Gedächtnis. Eine Oper über Stuttgart und aus Stuttgart heraus, komponiert für Staatsorchester und Ensemble der Staatsoper, darunter Goran Jurić und Diana Haller, deren persönliche musikalische Erinnerungen an den Weg nach Stuttgart als Flashbacks auf der Bühne erlebbar sein werden.
Musikalische Leitung: Peter Rundel
Regie: Anika Rutkofsky
Bühne: Christina Schmitt
Kostüme: Adrian Stapf
Video: Manuela Hartel
Licht: Volker von Schwanenflügel
Dramaturgie: Julia Schmitt
in bosnischer, kroatischer, serbischer, italienischer, türkischer und deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Altersempfehlung: ab Klasse 8
45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
Termine
So 10.5.2026, 18:00 | Uraufführung
Do 14.5.2026, 15:00
So 17.5.2026, 18:00und weitere Termine
So 24.5.2026, 18:00
Mo 1.6.2026, 19:30
Sa 6.6.2026, 19:00
Do 11.6.2026, 19:00
So 21.6.2026, 19:00 | letzte Aufführung!
Die Hand der eigenen Tochter als Preis bei einem Gesangswettbewerb – das muss man sich mal vorstellen! Ein stärkeres Zeichen für den Glauben an die Systemrelevanz von Kunst kann man kaum setzen. Und tatsächlich ist Goldschmied Veit Pogner, der seine Tochter Eva zum Preis auslobt, nur einer unter vielen Meistern aus Nürnberg, für die ihre Kunst mehr ist als wohlklingende Nebenbeschäftigung: nicht weniger nämlich als eine gemeinschaftsbildende und gesellschaftsverbessernde Kraft. Einer Gruppe von Utopisten begegnet man also in den Meistersingern, denen es nicht um Herkunft geht und auch nicht ums Geld, sondern um Innovation und Zukunft. Wie Eva selbst zu dem Ganzen steht, ist, wie so oft, zweitrangig. Dabei wüsste sie schon, von wem sie sich ersingen lassen würde und von wem lieber nicht. Wagner konzipierte Die Meistersinger zunächst als komische Oper, und so endet alles vordergründig freudig: Zum Schluss gewinnt Evas Crush Stolzing Wettbewerb und Braut – ausgerechnet ein verarmter Junker. Nicht nur hinsichtlich der Herkunft des Schwiegersohnes kommt die Zukunft aus der Vergangenheit, sondern auch mit Blick auf das Ende der Utopie: Das Ganze gipfelt darin, dass der Meistersinger Hans Sachs, der den Junker Stolzing zum Sieg mentorierte, zum Kunstkönig gekrönt wird: „Heil Sachs!“ und Ehre der heil’gen deutschen Kunst. Das Monströse lugt in Wagners Werken ja oft durch kleinste Klinzen. Elisabeth Stöppler und Cornelius Meister erzählen mit den Meistersingern auch ein Stück deutscher Geschichte und Mentalität zwischen Aufbruch und Restauration und stellen in diesem Deutschen Sommernachtstraum (Elisabeth Stöppler) das Verhältnis der Generationen in den Mittelpunkt sowie die Frage, warum das, was war, vielleicht auch das ist, was wird.
Musikalische Leitung: Cornelius Meister
Regie: Elisabeth Stöppler
Bühne: Valentin Köhler
Kostüme: Gesine Völlm
Licht: Elana Siberski
Chor: Manuel Pujol
Dramaturgie: Ingo Gerlach
in deutscher Sprache mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache
Altersempfehlung: ab Klasse 10
Dauer:
1. Aufzug: ca. 1 Std. 25 Min.
Pause: ca. 45 Min.
2. Aufzug: ca. 1 Std.
Pause: ca. 35 Min.
3. Aufzug: 2 Std.
45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
Termine
So 15.2.2026, 16:00
So 1.3.2026, 16:00
So 8.3.2026, 16:00und weitere Termine
Sa 14.3.2026, 16:00
So 22.3.2026, 16:00 | letzte Aufführung!
Bewertungen & Berichte Die Meistersinger von Nürnberg
Oper
Die Zauberflöte
von Wolfgang Amadeus Mozart
Große Oper in zwei Aufzügen
Libretto von Emmanuel Schikaneder
Eine Geschichte des Erwachsenwerdens und der Liebe: Tamino soll im Auftrag der Königin der Nacht deren Tochter Pamina, die von Sarastro festgehalten wird, retten. Unfreiwillig wird der Vogelfänger Papageno mit auf Taminos Reise geschickt, auf der sich die Zuordnungen von Gut und Böse, Weisheit und Unvernunft immer wieder neu zurechtrücken. Nach zahlreichen Prüfungen finden Tamino und Pamina ihren Platz in der Welt – als Erwachsene und als Liebende. Wir zeigen die legendäre Zauberflöte der Komischen Oper Berlin, die Regisseur Barrie Kosky mit dem Theater-Videokunst-Kollektiv „1927“ in einer staunen machenden Video-Animationswelt für die ganze Familie inszeniert hat, nun erstmals auch in Stuttgart in der ursprünglichen Version nach der reduzierten Corona-Fassung von 2021
Musikalische Leitung: José Luis Gutiérrez
Regie: Suzanne Andrade, Barrie Kosky
Bühne und Kostüme: Esther Bialas
Licht: Diego Leetz
Animation: Paul Barritt
Chor: Bernhard Moncado
in deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer:
I. Akt: ca.1 h 5 min
Pause: 20-25 min
II. Akt: 1h 10 min
45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
Termine
Mo 16.2.2026, 19:00
Sa 21.2.2026, 19:00
Di 16.6.2026, 19:00und weitere Termine
Do 18.6.2026, 19:00
Sa 20.6.2026, 19:00
So 28.6.2026, 14:00
So 28.6.2026, 19:00 | letzte Aufführung!
Opéra comique in vier Akten
Libretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée
„Et si je t’aime, prends garde à toi – wenn ich dich liebe, gib acht“, singt Carmen in ihrer weltberühmten Habanera. Die Liebe ist ihr ein Spiel oder zumindest ein rebellischer Vogel. Lebendig, vielleicht launisch, aber sie macht Spaß. Die Liebe von Don José wiederum ist wirklich gefährlich – kein Spiel, sondern todernst. Wenn ich dich liebe, nimm dich in Acht: kein Flirt, eine Drohung. Sebastian Nüblings Inszenierung zeigt Carmen fern aller Spanienklischees als packende Reise in das Unterbewusstsein eines Mörders. Mit Publikumsliebling Atalla Ayan als Don José und dem Carmen-Debüt von Ida Ränzlöv.
Musikalische Leitung: Roberto Kalb
Regie: Sebastian Nübling
Bühne und Kostüme: Muriel Gerstner
Licht: Gérard Cleven
Video: Gabriele Vöhringer
Dramaturgie: Xavier Zuber
Chor und Kinderchor: Bernhard Moncado
in französischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Altersempfehlung: ab Klasse 9
Die Einführung findet 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer I. Rang statt.
Termine
Do 19.2.2026, 19:00
So 22.2.2026, 19:00
Fr 27.2.2026, 19:00und weitere Termine
Sa 7.3.2026, 19:00
Di 10.3.2026, 19:00
Fr 13.3.2026, 19:00 | letzte Aufführung!
Die Erfolgsinszenierung von Jossi Wieler und Sergio Morabito, die in die tieferen Schichten der vermeintlich so oberflächlichen Figuren eintaucht, kehrt zurück: Die Geschichte der schlafwandelnden und zu Unrecht des Betrugs bezichtigten Amina wird von einem Belcanto-Traum-Ensemble um Helene Schneiderman und Catriona Smith sowie Charles Sy und Claudia Muschio zum Leben erweckt.
Musikalische Leitung: Vlad Iftinca
Regie: Jossi Wieler, Sergio Morabito
Bühne und Kostüme: Anna Viebrock
Licht: Reinhard Traub
Chor: Bernhard Moncado
Dramaturgie: Sergio Morabito, Angela Beuerle
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Altersempfehlung: ab Klasse 8
45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
Termine
Di 17.2.2026, 19:00 | Wiederaufnahme
Fr 20.2.2026, 19:00
Sa 28.2.2026, 19:00und weitere Termine
Mo 9.3.2026, 19:00
Do 12.3.2026, 19:00
Mo 6.4.2026, 18:00
Do 9.4.2026, 19:30 | letzte Aufführung!
Revue-Operette in sieben Bildern von Rudolph Schanzer und Ernst Welisch
In einer Fassung der Staatsoper Stuttgart mit einem Text von Judith Schalansky
„Was aus dem Graben schmalzt und schmettert hat Show- und Unterhaltungsqualitäten“, befand die Badische Zeitung anlässlich der Premiere im Dezember 2024. Und auch Bühne und Kostüme schmettern und schmalzen, wenn auch nicht ganz ungebrochen – gewissermaßen mit leicht ironischer Opulenz. Casanova ist der Titel der Revue-Operette, die 1928 vom „Revue-König“ Erik Charell am Großen Schauspielhaus Berlin mit Musik von Johann Strauss und Ralph Benatzky uraufgeführt wurde. Titel-Held ist Casanova eher weniger. Dafür übernimmt Barberina in zweifacher Gestalt die Show und führt durch einen Abend, in dem es um viel mehr geht als „nur“ um Casanova: nämlich auch um weibliches Begehren, um das Spiel mit Identitäten, mit Bildern von Männlichkeit, Weiblichkeit und dem Dazwischen.
Musikalische Leitung: Keren Kagarlitsky
Regie: Marco Štorman
Bühne: Demian Wohler
Kostüme: Yassu Yabara
Choreografie: Cassie Augusta Jørgensen
(Live-)Bühnenmusik & Komposition: Maartje Theussink
Licht: Friedrich Schmidt
Dramaturgie: Ingo Gerlach
Chor: Bernhard Moncado
in deutscher Sprache mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache
Dauer: ca. 2 Std. (keine Pause)
Altersempfehlung: ab Klasse 9
45 Minuten vor Vorstellungsbeginn findet eine Einführung im Foyer I. Rang statt.
Termine
Do 2.4.2026, 19:00 | Wiederaufnahme
Sa 11.4.2026, 19:00
Fr 17.4.2026, 19:00und weitere Termine
Mi 13.5.2026, 19:30
Mo 25.5.2026, 18:00
Mi 3.6.2026, 19:30
Di 9.6.2026, 19:00
Fr 12.6.2026, 19:30
Komische Oper in zwei Akten
Libretto von Jacopo Ferretti
„Ich halte nichts vom Recht auf Arbeit; ich halte es lieber für das größte Recht des Menschen, nichts zu tun“, sagte Rossini. Davon ist Angelina, sein Aschenputtel, weit entfernt – in der Familie ihres bankrotten Stiefvaters verrichtet sie Sklavenarbeit. Wie ein Prinz, für den das Bankkonto und ein Heer von Dienern arbeiten, sie aus dieser prekären Lage herausholt, ist als Märchen von Charles Perrault bis Disney weltbekannt. Rossini erzählt die Geschichte von der Überlebenskraft ehrlicher Gefühle ohne die bekannten Wunderelemente, ein großes Wunder gibt es aber doch: Liebe auf den ersten Blick. Nicht auf dem Ball, sondern wenn der Prinz als Diener die möglichen Bräute vorab inspiziert. Drumherum der Irrsinn verstiegener Aufstiegsträume und schrecklicher Abstiegsszenarien, der Rossinis Figuren genauso vor sich her treibt wie die wahnwitzige Energie seiner Musik. In der Titelpartie des Aschenputtels debütiert die junge Mezzosopranistin Itzeli del Rosario, die ab dieser Saison Mitglied des Stuttgarter Ensembles ist.
Musikalische Leitung: Levente Török
Regie: Andrea Moses
Bühne: Susanne Gschwender
Kostüme: Werner Pick
Licht: Reinhard Traub
Dramaturgie: Thomas Wieck, Moritz Lobeck
Chor: Bernhard Moncado
in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Dauer:
1. Teil: ca.1 h 40 min
Pause: ca. 30 min
2. Teil: ca. 1 h 5 min
Altersempfehlung: ab Klasse 8
Die Einführung findet 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Foyer I. Rang statt.
Bei allen Familienvorstellungen im Opernhaus bieten wir 45 Minuten vor Beginn eine Einführung für die ganze Familie im Foyer I. Rang an, bei der Sie nicht nur Wissenswertes zur Produktion und ihrer Inszenierung erfahren, sondern auch selbst aktiv werden können.
Termine
Mo 13.4.2026, 19:00 | Wiederaufnahme
So 19.4.2026, 19:00 | Familienvorstellung
Mi 22.4.2026, 19:00und weitere Termine
Mo 4.5.2026, 19:00
Sa 9.5.2026, 19:00
Di 12.5.2026, 19:00
Mi 20.5.2026, 19:00
Fr 22.5.2026, 19:00 | letzte Aufführung!
Relaxed Concert für Eltern und ihre Kinder ab 0 Jahren
Einschlafen in der Oper? Jawohl. Ein entspanntes Ambient-Techno-Konzert nicht nur für Kleinkinder, sondern auch für Eltern, die mal eine Pause brauchen.
Während des einstündigen Konzerts habt ihr die Möglichkeit, auf Kissen und in Höhlen auszuruhen, herumzukrabbeln, einfach nur zu sein. Wir bieten euch natürlich auch Raum zum Stillen, Füttern und Wickeln. Für eine entspannte Atmosphäre: packt eure Hausschuhe ein!
Raumgestaltung: Keith Bernard Stonum, Florian Kiehl
pay what you want!
Termin
So 8.3.2026, 11:00
Ort
Oper Stuttgart
Foyer Nord Oberer Schloßgarten 3
D-70173 Stuttgart
Wie klingt Musik von Zuhause? Anknüpfend an die Uraufführung von Sara Glojnarićs Oper Station Paradiso gehen die Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart dieser Frage bei der Langen Nacht in Kooperation mit dem Landesmuseum Württemberg, dem Haus der Geschichte Baden-Württemberg und dem Württembergischen Kunstverein Stuttgart auf vielfältige Weise nach.
Mit unterschiedlichen Ensembles erklingen in den Ausstellungen der Museen Werke von u. a. Caroline Shaw, Bohuslav Martinů und Leonard Bernstein. Musik aus Rumänien und Gesänge aus Georgien treffen auf Klänge aus Lateinamerika und den USA. Bei einer interaktiven Uraufführung von Mert Moralı, ehemaliger Stipendiat der Akademie Schloss Solitude, werden die Bewegungen des Publikums zu Musik.
Zum Abschluss dieser Reise durch die verschiedenen musikalischen Welten legt DJ AfroPunk chillige Beats im Württembergischen Kunstverein auf.
PROGRAMM
17.45 Uhr: Aus der Ferne, Landesmuseum Württemberg
20 Uhr: Wurzeln, Haus der Geschichte Baden-Württemberg
21 Uhr: Snackpause
22 Uhr: Bewegt!, Württembergischer Kunstverein Stuttgart
Musiker*innen des Staatsorchesters Stuttgart
Termin
Do 30.4.2026, 17:45
Ort
Oper Stuttgart
Oberer Schloßgarten 3
D-70173 Stuttgart
Diverse Veranstaltungsorte
Bewertungen & Berichte Die lange Nacht der Musik von Zuhause
Verkauf
Kostümverkauf
Im theatereigenen Fundusladen stehen Kostüme, Stoffe und Accessoires zum Verkauf. Das Angebot verändert sich über das Jahr, je nachdem, was der Fundus entbehren kann.
Eintritt frei
Anfahrt: U12, Bus 56, Haltestelle Bottroper Straße
Termine
Sa 7.3.2026, 10:00
Sa 11.4.2026, 10:00
Sa 9.5.2026, 10:00
Ort
Zentrallager der Staatstheater Stuttgart
Zuckerfabrik 19
D-70376 Stuttgart Bad Cannstatt
Ehemals Königliche Hoftheater, 1909 bis 1912 von Max Littmann als Doppeltheater mit Opern- und Schauspielhaus erbaut. 1924 wurden die Gebäude unter Denkmalschutz gestellt. Erhalten blieb nach dem II. Weltkrieg nur das mit klassizistischen Säulen geschmückte Große Haus.
Die Bühne des Opernhauses wird von der Oper Stuttgart und dem Stuttgarter Ballett bespielt. 1982 bis 1984 wurden die Innenräume wieder in den ursprünglichen Zustand zurückgeführt. Das Foyer des Ersten Rangs beherbergt Marmorbüsten von Dichtern und Komponisten, im Zuschauerraum bildet ein großes Deckengemälde den oberen Raumabschluss.
Die Oper Stuttgart zählt zu den bedeutendsten europäischen Opernhäusern und ist zugleich Teil des größten Mehrspartenhauses Europas.
Die Oper Stuttgart setzt bis heute immer wieder wichtige Impulse für das Musiktheater der Gegenwart und gilt als eines der führenden Häuser weltweit. Ganz bewusst wird in diesem Haus das Ensembletheater gepflegt.