Das Volkstheater Rostock – leidenschaftlich, bewegend, politisch, phantastisch, überraschend, komisch und nachdenklich: Im Großen Haus des Volkstheaters Rostock, im Ateliertheater sowie in der Kleinen Komödie Warnemünde gibt es Futter für Seele, Kopf und Sinne – in den Monaten Juni und Juli dann auch beim Volkstheatersommer in der Halle 207 auf der ehemaligen Neptunwerft. Die vier Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater und Konzert bilden ein Rückgrat des Kulturlebens der Universitäts- und Hansestadt.
Es besteht seit 1895 – in jenem Jahr wurde der repräsentative Bau des Stadttheaters eingeweiht, der 1942 in Flammen aufging. Seit 1943 ist das Ensemble mit allen vier Sparten in einem zum Theater umgewidmeten ehemaligen Vergnügungs- und Vereinshaus beheimatet. 1975 erhielt dieses durch Umbauten seine jetzige Gestalt.
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Volkstheater Rostock Doberaner Straße 134 D-18057Rostock
Tanztheater nach der Ballettmusik von Peter Tschaikowsky / Ab 10 Jahren
Schwanensee - mit der Vertonung dieser Geschichte hat Peter Tschaikowsky vor fast 150 Jahren die wohl berühmteste Ballettmusik der Welt geschaffen. Prinz Siegfried, müde von der lästigen Pflicht, eine Braut zu wählen, trifft bei der Jagd am Schwanensee im Mondschein auf Odette, die ihm zunächst in Gestalt eines Schwans erschienen war. Der böse Zauberer Rotbart hatte sie verwandelt - und er belauscht die beiden Frischverliebten. Was sie nicht wissen: Rotbart wird zum Ball im Schloss Odile mitbringen, die Odette bis aufs Haar gleicht. Mit ihr, allen als Schwarzer Schwan bekannt, wird er eine Menge Unruhe stiften … Wer ist nun wer? Und die Frage dahinter: Ist unser Glück abhängig von anderen?
Das Volkstheater wird den Klassiker für die ganze Familie auf die Bühne bringen - mit der Norddeutschen Philharmonie Rostock live im Orchestergraben! Die Tanzcompagnie nimmt die Geschichte neu auf - nicht mit den vielfachen Schwänen im Corps de Ballett der großen Häuser, sondern mit ausdrucksstarken Tanzsolist:innen, mit dem fesselnden Bühnen- und Kostümbild von Claudia Charlotte Burchard und virtuosen Choreografien.
Musikalische Leitung: Svetlomir Zlatkov
Inszenierung und Choreografie: Gonzalo Galguera
Choreografische Assistenz: Keith Chin
Bühne und Kostüme: Claudia Charlotte Burchard
Digital Video Artist: Nimesh Dilshan
Dramaturgie, Fassung und Libretto: Stephan Knies
Inspizienz: Sofi Voskamp
Ab 10 Jahren
Termine
So 11.1.2026, 15:00
Sa 31.1.2026, 19:30
Ort
Volkstheater Rostock
Großes Haus Doberaner Straße 134
D-18057 Rostock
Fritz ist ein Urviech und Flussfischer in dritter Generation. Doch seit einem Infarkt kann Fritz fast nichts mehr - weder fischen, sich bewegen, noch sprechen. Franz, sein Sohn und Friseur in der Stadt, plädiert für ein Heim. Doch Fritz will nicht weg von zu Hause. Die beste Lösung? Eine Pflegekraft aus dem Ausland! So kommt die junge Polina, die eigentlich von der großen weiten Welt träumt, zum alten, wortkargen Fritz, der nur Dialekt spricht. Die Kluft zwischen den beiden ist immens, nicht nur verbal. Zur Freude Fritzens versteht sich Polina auf vergessene Flussfisch-Gerichte. Polina hingegen flüchtet sich, um der ländlichen Einsamkeit zu entkommen, in Chats mit dem Busfahrer ihrer Pflege-Agentur.
Klug, witzig und einfühlsam zugleich jongliert Raphaela Bardutzky mit den extremen Gegensätzen unserer heutigen Lebenswelten.
Inszenierung: Annette Müller
Bühne und Kostüme: Oliver Kostecka
Dramaturgie: Sophia Lungwitz
Regieassistenz und Inspizienz: Martha Helms
Termin
Fr 16.1.2026, 20:00 | Premiere
Ort
Ateliertheater
Doberaner Straße 134/135
D-18057 Rostock
Dramma giocoso in zwei Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Er ist eine der großen Figuren der Weltliteratur: der Verführer Don Juan oder eben Don Giovanni. Sein packendstes Porträt schufen Wolfgang Amadeus Mozart und sein kongenialer Textdichter Lorenzo Da Ponte. Deren Oper ist unbestritten eines der wichtigsten Meisterwerke im Musiktheater. Mozart und Da Ponte gaben dem bestraften Wüstling (so der erste Titel auf Deutsch) seinen komischen wie (bisweilen) mutigen Diener Leporello zur Seite, Donna Anna, die ihre Liebe zu ihm nicht vergessen hat, und Donna Elvira, die zutiefst verletzt ist. Und was ist mit Zerlina, die mit Reich mir die Hand, mein Leben in eines der schönsten Ständchen im ganzen Opernrepertoire einstimmen wird? Wie nimmt ihr Noch-nicht-Bräutigam Masetto die Avancen auf? Und dann gibt es noch den Komturen, der nach seiner Ermordung als steinerner Gast wiederkehrt: der rachsüchtigste Vater der Musikgeschichte, so hat es jedenfalls Peter Shaffer Mozarts Konkurrenten Antonio Salieri in seinem Stück Amadeus in den Mund gelegt.
Die Inszenierung wird Hausregisseur Daniel Pfluger gestalten, der mit Amadeus, Hänsel und Gretel, Stolz und Vorurteil* (*oder so) sowie Cabaret mehrere Erfolgsproduktionen der letzten Jahre am Volkstheater Rostock verantwortet hat.
Musikalische Leitung: Svetlomir Zlatkov
Inszenierung: Daniel Pfluger
Bühne: Martin Fischer
Kostüme: Claudia Charlotte Burchard
Dramaturgie: Stephan Knies
Choreinstudierung: Csaba Grünfelder
Studienleitung: Hans-Christoph Borck
Musikalische Einstudierung: Danyil Ilkiv, Ralph Zedler
Regieassistenz: Marta Sofia Mautone
Soufflage: Ralph Zedler
Termine
Sa 17.1.2026, 19:30 | Premiere
Do 22.1.2026, 19:30
So 1.2.2026, 15:00und weitere Termine
Fr 6.3.2026, 19:30
Ort
Volkstheater Rostock
Großes Haus Doberaner Straße 134
D-18057 Rostock
Musikalische Zeitreisen / Folge 7
Geschichten, Lieder und Chansons
Ich will alles. - Hildegard Knef war vieles: Schauspielerin, Sängerin, Schriftstellerin und vor allem Überlebenskünstlerin.
Sie liebte das Leben, stritt mit ihm, und wenn sie fertig war, schrieb sie ein Lied darüber. Die musikalische Zeitreise So oder so ist das Leben, benannt nach einem ihrer ikonischen Songs, folgt ihr durch die Jahrzehnte: durch die Schauspielschule im Staub Berlins, durch das grelle Licht Hollywoods bis in die verrauchten Clubs, in denen sie sich selbst erfand. Dabei entsteht eine schillernde Hommage und ein bewegtes Bild einer Künstlerin, die sich nie mit wenig zufriedengab.
Cindy Weinhold, musikalische Leitung und Regie, nähert sich der Knef nicht nur mit Nostalgie, sondern auch mit großer Neugier. Sie hört hin, wo der Applaus ausblieb, aber auch in die heiteren Momente, in denen ihr das Leben mit einem Lächeln konterte und selbst dem Scheitern noch Charme abgewann. In den Chansons findet sie Spuren von Witz, Trotz und Zärtlichkeit. Und eine Knef am Anfang ihrer Karriere bis zu ihren letzten Jahren, vom Exzess und von Krankheit gezeichnet, begleitet von den schönsten Liedern ihrer Zeit.
Ein Abend - mit den Schauspielerinnen Katrin Heller und Katharina Otte - der nicht nur erinnert, sondern lebendig macht, was von Hildegard Knef bleibt: ihre Stimme, ihr Mut, ihre unerschrockene Art, das Leben auszuhalten.
Musikalische Leitung und Inszenierung: Cindy Weinhold
Mitarbeit Bühne: Martin Kröher
Mitarbeit Kostüme: Sofi Pathos
Dramaturgie: Lara Fritz
Regieassistenz und Inspizienz: Sophie-Marie Tietje
Termin
Fr 30.1.2026, 20:00 | Premiere
Ort
Kleine Komödie Warnemünde
Rostocker Str. 8
D-18119 Rostock
Märchenspiel von Engelbert Humperdinck / Ab 6 Jahren
Libretto von Adelheid Wette / Nach den Brüdern Grimm
Adelheid Wette verfasste 1892 für eine Hausaufführung in der Familie ein Märchenspiel. Als sie ihren Bruder Engelbert Humperdinck fragte, ob er wohl ein paar Verse daraus mit Musik unterlegen wolle, ahnten beide nicht, dass daraus ein Welterfolg werden sollte. Kein Geringerer als Richard Strauss dirigierte die Uraufführung von Hänsel und Gretel, und der Abendsegen, Knusper, knusper knäuschen oder Brüderchen, komm tanz mit mir! sind zu Gassenhauern geworden. Die beiden Geschwister, Kinder des armen Besenbinders und seiner überforderten Frau, müssen Beeren suchen gehen, damit es überhaupt etwas zu Essen gibt. Angst haben sie vor der einbrechenden Nacht, doch das Sandmännchen und am nächsten Morgen das Taumännchen beschützen sie. Das Haus der Knusperhexe hingegen sieht erstmal ganz freundlich aus... Übrigens: Mit Suse, liebe Suse, was raschelt im Stroh und Ein Männlein steht im Walde hat Humperdinck auch zwei echte, schon vorher bestehende Kinderlieder in seine berühmte Oper aufgenommen!
Hausregisseur Daniel Pfluger bringt den Klassiker mit Fantasie und Detailfreude auf die Bühne des Volkstheaters - und stellt sich und uns die Frage, welche Rolle hier eigentlich der Wald spielt.
Inszenierung: Daniel Pfluger
Bühne: Flurin Borg Madsen
Kostüme: Claudia Charlotte Burchard
Dramaturgie: Stephan Knies
Studienleitung: Hans-Christoph Borck
Musikalische Einstudierung: Teodora Belu, Eduardo Browne Salinas, Ralph Zedler
Regieassistenz: Marta Sofia Mautone
Inspizienz: Sofi Voskamp
Deutsch mit deutschen Übertiteln
Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden, 10 Minuten, eine Pause
Ab 6 Jahren
Termin
So 4.1.2026, 15:00
Ort
Volkstheater Rostock
Großes Haus Doberaner Straße 134
D-18057 Rostock
Eine Mietskaserne dient Gerhart Hauptmann in seinem 1911 uraufgeführten Stück als Abbild der Gesellschaft: Auf dem Dachboden verwahrt der arbeitslose Theaterdirektor Harro Hassenreuter seinen Kostümfundus und geht heimlich amourösen Vergnügungen nach. Mitunter findet dort oben auch Schauspielunterricht statt, wobei heftigst darüber gestritten wird, ob die Kunst schön sein oder das echte Leben spiegeln sollte. Währenddessen träumt Hassenreuters Putzfrau Henriette John im Mittelgeschoss von einem ganz anderen Glück: Als sie von der ungewollten Schwangerschaft des Dienstmädchens Pauline Piperkarcka erfährt, bietet sie der verzweifelten jungen Frau an, ihr das Kind abzukaufen. Pauline bereut den Handel jedoch schnell und gibt Frau John als Pflegemutter an. Alarmiert flieht Frau John mit dem Kind. Währenddessen hält Pauline versehentlich das unterentwickelte Baby der Morphinistin Knobbe für ihr eigenes, das vor den Augen der streitenden Parteien stirbt. Und Frau Johns Ehemann Paul, der bisher als Maurerpolier in Altona malochte und seine Frau monatelang allein ließ, will sich von ihr trennen, als er die Wahrheit über seine plötzliche Vaterschaft erkennen muss. In die Enge getrieben sieht Frau John keinen Ausweg mehr.
Inszenierung, Komposition und Video: Max Lindemann
Bühne und Kostüme: Katja Pech
Dramaturgie: Sophia Lungwitz
Regieassistenz: Martha Fandrich
Inspizienz: Sofi Voskamp
Soufflage: Viola Kowski
Termin
Sa 3.1.2026, 19:30
Ort
Volkstheater Rostock
Großes Haus Doberaner Straße 134
D-18057 Rostock
Komödie von Isobel McArthur / Nach Jane Austen, Deutsch von Silke Pfeiffer
Es ist kompliziert. Mrs. Bennet hat fünf Töchter, die sie dringend an den Mann bringen muss. Wie es das patriarchale Erbrecht vorsieht, muss sich zumindest eine der Töchter einen standesgemäßen Junggesellen angeln, um das Erbe der Familie zu sichern. Als der außergewöhnlich liebenswürdige und zudem außerordentlich vermögende Charles Bingley in die Nachbarschaft zieht, scheint das Glück zum Greifen nah. Auf dem Stadtball heißt es dann: Unterhalten! Tanzen! Singen! Während es zwischen Jane und Bingley zu funken beginnt, gerät die stolze Elizabeth mit dem schnöseligen Mr. Darcy aneinander. Auf dem Weg zum Happy End sind natürlich noch zahlreiche Missverständnisse auszuräumen, verletzte Eitelkeiten zu verarzten und emotionale Verwicklungen zu entwirren.
In Isobel McArthurs gefeierter Neufassung von Jane Austens Romanklassiker Stolz und Vorurteil ergreifen fünf Dienstmädchen endlich das Wort und erzählen modern, temporeich und witzig eine Geschichte über ökonomische Abhängigkeiten und weibliche Selbstbestimmung. Hier trifft Jane Austen auf Popkultur, und wenn die Gefühle überhandnehmen, wird zum Mikrofon gegriffen und gesungen.
Inszenierung: Daniel Pfluger
Bühne: Katarina Ravlic
Kostüme: Florian Buder
Musikalische Leitung: Cindy Weinhold
Dramaturgie: Arne Bloch
Regiesassistenz: Jasmin Hawlicek
Inspizienz: Babette Bartz
Soufflage: Viola Kowski
Aufführungsdauer: ca. 2 Stunden und 35 Minuten, eine Pause
Termine
Fr 16.1.2026, 19:30
Fr 23.1.2026, 19:30
Ort
Volkstheater Rostock
Großes Haus Doberaner Straße 134
D-18057 Rostock
Bewertungen & Berichte Stolz und Vorurteil* (*oder so)
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Volkstheater Rostock
Das Volkstheater Rostock – leidenschaftlich, bewegend, politisch, phantastisch, überraschend, komisch und nachdenklich: Im Großen Haus des Volkstheaters Rostock, im Ateliertheater sowie in der Kleinen Komödie Warnemünde gibt es Futter für Seele, Kopf und Sinne – in den Monaten Juni und Juli dann auch beim Volkstheatersommer in der Halle 207 auf der ehemaligen Neptunwerft. Die vier Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater und Konzert bilden ein Rückgrat des Kulturlebens der Universitäts- und Hansestadt.
Es besteht seit 1895 – in jenem Jahr wurde der repräsentative Bau des Stadttheaters eingeweiht, der 1942 in Flammen aufging. Seit 1943 ist das Ensemble mit allen vier Sparten in einem zum Theater umgewidmeten ehemaligen Vergnügungs- und Vereinshaus beheimatet. 1975 erhielt dieses durch Umbauten seine jetzige Gestalt.
Kontakt
Volkstheater Rostock
Doberaner Straße 134
D-18057 Rostock