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Aufführungen / Kulturveranstaltung Tafelhalle Nürnberg Nürnberg, Äußere Sulzbacher Str. 62
Aufführungen / Theater Studiobühne Bayreuth Bayreuth, Röntgenstr. 2
Aufführungen | Oper

Pel­léas und Mé­li­san­de (Pel­léas et Mé­li­san­de)

Staatstheater Nürnberg

Premiere: 8.6.2024 Die Stiefbrüder Golaud und Pelléas sind mit ihrer Zuneigung füreinander ein Lichtblick in der düsteren Familie des Königs Arkel, in der sich ansonsten alles um Krankheit und politische Intrigen dreht. Aber mit dem Auftauchen des Mädchens Mélisande an einer Quelle im Wald endet die Eintracht der Brüder. Golaud heiratet Mélisande, doch Pelléas gewinnt ihr Herz. Was andere Komponisten zu einem eruptiven Eifersuchtsdrama inspiriert hätte, wird in Debussys Komposition zu einer Tragödie der Innerlichkeit, einem Fluss der Liebe und des Todes, zu einem Geschehen, das Menschen außer sich bringt und sie Dinge tun lässt, die sie sich niemals hätten vorstellen können. Musikalische Leitung: Björn Huestege Regie: Jens-Daniel Herzog Bühne: Mathis Neidhardt Kostüme: Sibylle Gädeke Licht: Fabio Antoci Dramaturgie: Hans-Peter Frings, Georg Holzer Einstudierung Windsbacher Knabenchor: Andreas Fulda Choreografie: Ramses Sigl In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Aufführungen | Ballett

Ex­qui­si­te Corpse VI

Staatstheater Nürnberg

Premiere: 22.6.2024 Der sechste Jahrgang junger Choreograf*innen stellt sich vor: Die stets überraschenden Arbeiten der Compagnie-Mitglieder sind sowohl Ausdruck künstlerischer Recherche als auch persönlicher Entwicklung. Lustvoll wie das namengebende Papier-Faltspiel, mutig und vielfarbig sind die Ergebnisse, denen immer der Zauber des Anfangs innewohnt. In die choreografischen Talente aus den eigenen Reihen zu investieren, ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft im Tanz. Die Impulse der jungen Tänzerpersönlichkeiten, ihre Themen, ihre Anliegen zu choreografischen Vignetten werden zu lassen, verleihen dem Spielplan jedes Mal neu eine ganz besondere Note. Das Projekt „Exquisite Corpse“ entstand 2011 aus dem Wunsch heraus, den Tänzerinnen innerhalb der eigenen Compagnie eine Plattform zu bieten, auf der sie ihre ersten Schritte in der Welt der Choreografie machen können. Diese Reihe basiert auf Goyo Monteros Überzeugung, dass es für einen Ballettdirektor absolute Priorität hat, den Tänzerinnen die notwendigen Werkzeuge zur Verfügung zu stellen, um sich als vielseitige Künstlerinnen auszuprobieren. Zugleich wollte der Nürnberger Ballettdirektor eine Veranstaltung kreieren, die das Modell „Junger Choreografen-Abend“ transformiert und dynamisiert, um diesem den Charakter eines Gesamtkunstwerkes zu geben. Das titelgebende Spiel „Cadavre exquis“ definierte André Breton, der wichtigste Theoretiker der Surrealisten, als „Spiel mit gefaltetem Papier, in dem es darum geht, einen Satz oder eine Zeichnung durch mehrere Personen konstruieren zu lassen, ohne dass ein Mitspieler von der jeweils vorhergehenden Mitarbeit Kenntnis erlangen kann“. „Exquisite Corpse“ will das geniale Konzept des Surrealismus nicht nur reproduzieren, sondern auch Kommunikation und Parallelen der künstlerischen Arbeiten untereinander offenlegen. Die individuellen Tanzstücke der Ensemblemitglieder ergeben so ein größeres Ganzes, ohne dass die einzelnen Arbeiten ihre eigene Struktur und choreografische Handschrift verlieren. Nach den großen – in der letzten Ausgabe auch digitalen – Erfolgen der Vergangenheit ist dieses lustvolle choreografische Spiel, in dem die jungen Choreografinnen auch als Tänzer*innen mit den übrigen Mitgliedern der Compagnie auf der Schauspielhaus-Bühne stehen, erneut im Programm. Konzept & Choreografie: Ensemblemitglieder des Staatstheater Nürnberg Ballett
Aufführungen | Ballett

Mail­lot/​León & Light­foot

Staatstheater Nürnberg

Musik von Igor Strawinsky und Max Richter Deutsche Erstaufführung LES NOCES (DE) von Jean-Christophe Maillot Les Noces (Die Bauernhochzeit, 1923) von Igor Strawinsky Uraufführung: 25. Dezember 2003, Les Ballets de Monte-Carlo, Grimaldi Forum Monaco (MCO) Choreografie: Jean-Christophe Maillot Einstudierung: Gaëtan Raffin, George Oliveira Bühne: Dominique Drillot Kostüme: Jean-Michel Lainé Lichtdesign: Dominique Drillot Technische Produktionsleitung: Julien Rebours STOP MOTION (DE) von Sol León & Paul Lightfoot Musik von Max Richter Uraufführung: 29. Januar 2014, Nederlands Dans Theater 1, Lucent Danstheater, Den Haag (NL) Choreografie: Sol León, Paul Lightfoot Einstudierung: Chloé Albaret, Jorge Nozal, Roger Van der Poel Bühne, Videodesign, Kostüme: Sol León, Paul Lightfoot Realisierung der Kostüme: Hermien Hollander Licht: Tom Bevoort Realisierung des Lichtdesigns: Jolanda de Kleine Mit zwei gefragten Werken von hochkarätigen Künstlerpersönlichkeiten der internationalen zeitgenössischen Tanzszene, präsentieren wir Jean-Christophe Maillot und das choreografische Duo Sol León & Paul Lightfoot zum ersten Mal in Nürnberg. Jean-Christophe Maillot widmet sich in „Les Noces“ Igor Strawinskys ikonischem Monumentalwerk um ein folkloristisches Hochzeitsritual. Das Choreografen-Duo Sol León und Paul Lightfoot, das den zweiten Teil des Doppelabends gestaltet, zeigt ihr von der Kritik hochgelobtes Ballett „Stop-Motion“ als Deutsche Erstaufführung. Erste choreografische Kostproben und ein einstimmendes Werkstattgespräch mit dem Kreativ-Team: Goyo Montero und die Verantwortlichen der geladenen Gastchoreografen erläutern im moderierten Gespräch wesentliche Aspekte der beiden Choreografien. Zudem zeigt unser Ensemble choreografische Ausschnitte.
Aufführungen

neue Veranstaltung

Staatstheater Nürnberg

Aufführungen | Operette

Die Fle­der­maus

Staatstheater Nürnberg

Libretto von Richard Genée nach der Komödie „Le Réveillon“ von Meilhac und Halévy Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist? Wenn es nur so einfach wäre! Dr. Falke kann nicht vergessen, welche Schmach ihm vor Jahren zugefügt wurde, und inszeniert genüsslich seine „Rache der Fledermaus“. Sie führt den Rentier Eisenstein statt ins Gefängnis auf den Ball des Prinzen Orlowsky, wo der Champagner regiert und die Gäste nicht nur ihr Gegenüber, sondern auch sich selbst betrügen. Johann Strauß entlarvt vergnügt die Wünsche und Träume des Bürgertums. Und da er dabei sehr humorvoll vorgeht und einen musikalischen Hit an den anderen reiht, fällt es nicht schwer, über sich selbst zu lachen. „Glücklich ist, wer vergisst“ – daran hat sich seit der Uraufführung nichts geändert. Musikalische Leitung: Sándor Károlyi Inszenierung: Marco Štorman Bühne, Kostüme: Márton Ágh Chorleitung: Tarmo Vaask Dramaturgie: Wiebke Hetmanek Licht: Christian van Loock In deutscher Sprache
Aufführungen | Gala

Die ganze Welt ist Him­mel­blau!

Staatstheater Nürnberg

„Die ganze Welt ist himmelblau“ – wenn sich Sängerinnen und Sänger des Opernensembles auf der großen Bühne des Staatstheaters versammeln und das Engagement des ältesten der Fördervereine der Nürnberger Oper, des Damenclubs, mit einer Gala feiern. Arien, Duette und Ensembles aus der ganzen Bandbreite des Genres, Lustiges und Trauriges, Sentimentales und Temperamentvolles steht dabei auf dem Programm, das Staatsintendant Jens-Daniel Herzog moderieren wird. Der titelgebende Song von Robert Stolz und andere Melodien aus Musical und Operette schließen den Abend ab – „und ringsum blüht Vergissmeinnicht“: Save the Date!
Aufführungen | Aufführung

Undine und Hans, Hans und Undine.
Ursprung und Zivilisation. Mensch und Natur.

Sommer im Park

Ein „musical-isches“ Märchen über die Liebe zwischen Undine, einem Mädchen aus dem Wasser, das auf wundersame Weise eins mit der Natur zu sein scheint, und Hans, einem abenteuerlustigen Menschen auf der Suche nach… Ja, wonach eigentlich? Was ist es, was Mensch und Natur zueinander zieht? Eine Liebe, die seit ewig besteht und doch zum Scheitern verurteilt ist? Undine, die bereit ist, sich selbst und ihre Welt ganz für Hans aufzugeben, und Hans, der die eitle Gesellschaft leid ist, die blind ist für die Schönheit der Natur, die sich nicht in deren falsche Wertesysteme eingliedern lässt. Die Geschichte einer Begegnung, zweier Welten, zweier Seelen, die einander verändern, so wie ein Stein, den man ins Wasser wirft, Wellen schlägt, die immer größere Kreise ziehen. Veranstalter: M.U.T. Musical und Theater Neumarkt e.V. www.mut-neumarkt.de Aufführungstermine: Premiere: 06.07.2024 weitere Aufführungen: 07.07.2024, 12.07.2024, 13.07.2024, 14.07.2024, 19.07.2024 und 20.07.2024 Ticketpreise: Vorverkauf: regulär 16,00 € und 10,00 € ermäßigt Abendkasse: regulär 18,00 € und 12,00 € ermäßigt
Aufführungen | Aufführung

Schellack-Revue: Alles Liebe, Schall & Rauch

Sommer im Park

Was ist so faszinierend an dieser Zeit, an dieser Musik aus den Goldenen Zwanzigern? Titel wie „Nur nicht aus Liebe weinen“, „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ oder „So oder so ist das Leben“ haben eben einen zeitlosen Wahrheitsgehalt. Originalgetreu arrangiert für eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit. Schluss mit der wilhelminischen Konvention, es herrschte allgemeine Aufbruchsstimmung und die Sehnsucht nach Wandel. Die Frauen gaben sich freizügiger, die Männer persiflierten ihre Rollen. Es galt in allen Bereichen die Fesseln zu sprengen, auch in den Bereichen der Kunst. In einer vergnüglich, sinnlich-nostalgischen Revue präsentieren die Sänger und Musiker des Schellack-Ensembles die berühmten Songs aus dem Berlin der 1920er und 1930er Jahre – der Zeit von Charleston, Glamour und tiefer Liebessehnsucht. Besetzung: Svenja Maike Fischer, Christina Mantel, Peter Wittmann, Beate Fischer, Philipp Mai, Mark Pusker, Stefan Radtke, Michaela Lüttringhaus, Mac Mielitz www.schellack-ensemble.de
Aufführungen | Aufführung

Lizzy Aumeier und die Weißen Lilien:
Mein Nachbar Willi und ich

Sommer im Park

Eine musikalisch satirische Matinee und Hommage an den weltberühmten oberpfälzer Komponisten Christoph Willibald Gluck. Es scheint über Gluck schon alles gesagt worden zu sein, aber wenn sich fünf Frauen, allesamt Virtuosinnen auf ihren Instrumenten, dem Mann und musikalischen Philosophen, künstlerisch nähern, entsteht ein neues Bild von ihm. Oder wussten Sie, dass ein Asteroid nach Willibald Gluck benannt wurde? In seiner Musik geht es um Schicksalsschläge und urmenschliche Gefühle. Aber es gibt noch viele offene Fragen: Warum musste er sein Elternhaus heimlich verlassen, um Musiker zu werden? Warum hat er so spät in seinem Leben geheiratet? Was wurde im 18. Jahrhundert gegessen und wie stand es um die Hygiene? Was Sie an diesem Vormittag erwartet, ist hochvirtuose Musik, fünf hochmotivierte Musikerinnen und eine Hommage an die Oberpfalz. Besetzung: Alice Graf (Pianodirektion), Swetlana Klimowa (Violine), Irene von Fritsch (Cello), Gaby Athmann (Flöte), Lizzy Aumeier (Kontrabass); Texte und Regie als Willibald Gluck himself Andreas Stock www.lizzy-aumeier.de
Aufführungen | Theater

Der Legationsrat – Jean Paul und die Rollwenzelin von Eberhard Wagner frei nach Jean Paul

Residenztage Bayreuth

Studiobühne Bayreuth: Gordian Beck, Conny Trapper; Regie: Birgit Franz Frei nach Texten von Jean Paul (1763–1825) dreht sich das Stück um Gefühle und Gespräche zwischen den beiden ungleichen Partnern, wie sie vielleicht waren oder zumindest hätten sein können. Es erzählt vom »Immergrün der Gefühle« und von den schönen Seiten des Bieres, von einem todessehnsüchtigen Traum und vom abgrundtiefen Hass auf den Krieg. Die innige Beziehung des meistgelesenen Autors seiner Epoche zu dieser schlicht-gescheiten Frau aus dem Volke – ein Stück Bayreuther Geschichte. Dauer: 70 Minuten, ohne Pause Eintritt: 17,50 € / 12,– € (ermäßigt) Karten und weitere Informationen: www.studiobuehne-bayreuth.de Hinweis: Besucher mit Theaterkarte erhalten am 5. Mai freien Eintritt in das Gartenkunst-Museum Schloss und Park Fantaisie. Mitveranstalter: Studiobühne Bayreuth
Aufführungen | Oper

Madama But­ter­fly

Staatstheater Nürnberg

Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica In der Gunst des Publikums rangiert Puccinis „japanische Tragödie“ weit vorn, und auch dem Komponisten selbst lag das Schicksal seiner Madama Butterfly, die für die Dauer eines Urlaubsflirts von dem amerikanischen Marineoffizier Pinkerton gekauft und nach kurzer Zeit wieder verlassen wird, besonders am Herzen. Hinter der packenden Musik und dem schmelzenden Orchesterklang verbirgt sich nicht nur ein pittoreskes Japanbild aus fernen Zeiten, sondern auch ein Konflikt, der so lange aktuell bleiben wird, bis eine Cio-Cio-San mehr hat als nur die Wahl zwischen Prostitution und Selbstmord. Musikalische Leitung: Roland Böer Regie: Tina Lanik Bühne, Kostüme: Stefan Hageneier Chorleitung: Tarmo Vaask Dramaturgie: Wiebke Hetmanek Licht: Kai Luczak In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Aufführungen | Oper

Mathis der Maler

Staatstheater Nürnberg

Mathis ist ein erfolgreicher Künstler mit besten Verbindungen zu Politik und Wirtschaft. Aber alle öffentliche Anerkennung kann seine Selbstzweifel nicht zum Schweigen bringen. Was nützt Kunst? Was ist ihr Sinn? Was kann sie bewirken? Als der Aktivist Schwalb ihn auffordert, sich für eine bessere Gesellschaft zu engagieren, wirft sich Mathis in die Arme der Revolution. Doch in der Brutalität und Kunstverachtung der Aufständischen findet er sich nicht zurecht. Er begreift, dass der Künstler auf schwankendem Grund stehen muss, wenn er Kunst schaffen will. Denn jede vermeintliche Gewissheit lenkt vom Wesentlichen ab: dem Werk. Musikalische Leitung: Roland Böer Regie: Jens-Daniel Herzog Bühne: Mathis Neidhardt Kostüme: Sibylle Gädeke Chorleitung: Tarmo Vaask Dramaturgie: Georg Holzer Video: Rebecca Riedel Licht: Fabio Antoci In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Live aus dem Staatstheater Nürnberg auf BR-KLASSIK
Aufführungen | Schauspiel

Alice im Wun­der­land

Staatstheater Nürnberg

Musikalisches Schauspiel für Erwachsene nach Lewis Carroll Durch ein Loch in der Erde gerät Alice in eine wundersame Welt. Doch das weiße Kaninchen, der Märzhase, der verrückte Hutmacher, die Grinsekatze, die Herzkönigin – sie alle sind bei weitem nicht so niedlich, wie man denkt. Die Bewohner*innen des Wunderlands reagieren alles andere als freundlich auf Alice’ Anwesenheit und die Regeln und Gesetze dieser Welt sind einfach nicht zu durchschauen. Johanna Wehners Textpartitur und Regie sowie Vera Mohrs’ und Kostia Rapoports Musik saugen Alice und das Publikum zwischen zauberhaft sphärischen Klängen und bedrohlichen Rhythmen in ein System, das so zwingend wie unlogisch ist, und aus dem kein Entrinnen möglich scheint. Musikalische Leitung und Komposition: Kostia Rapoport, Vera Mohrs Regie: Ensemble mit Janning Kahnert, Paula Pohlus Text: Johanna Wehner Liedtexte: Vera Mohrs Bühne: Benjamin Schönecker Kostüme: Miriam Draxl Dramaturgie: Sabrina Bohl Licht-Design: Albert Geisel
Aufführungen | Schauspiel

Dieses Stück geht schief

Staatstheater Nürnberg

Der nächste große Theaterspaß von den Machern der „Komödie mit Banküberfall“: ein englisches Herrenhaus, ein ermordeter Patriarch, ein Detektiv und jede Menge Familienmitglieder, die alle ein Motiv haben. Die entscheidenden Zutaten für ein gelungenes Kriminalstück sind beisammen. Die örtliche Amateurtheatertruppe zeigt „Mord auf Schloss Haversham“ und die Premiere verspricht ein voller Erfolg zu werden. Doch dann geht alles schief, was schiefgehen kann: Requisiten fallen von der Decke, Text wird vergessen, es wird sich geprügelt, auf Finger getreten, Schnaps mit Terpentin verwechselt und Kolleg*innen werden in Standuhren versteckt. Das pure Chaos: hochvirtuos und gnadenlos komisch. Komödienmeister Christian Brey inszeniert das preisgekrönte Stück der Gruppe „Mischief Theatre“, das im Londoner Westend und am Broadway in New York seit Jahren für Beifallsstürme sorgt. Regie: Christian Brey Bühne, Kostüme: Anette Hachmann Dramaturgie: Brigitte Ostermann, Sabrina Bohl Musik: Thomas Esser Stuntkoordinator: René Lay
Aufführungen | Schauspiel

Der Kon­tra­bass

Staatstheater Nürnberg

Kraftquell, zentrale Größe des Orchesters, unangefochtene Krönung der Musikgeschichte: Der Kontrabassist in Patrick Süskinds Komödie überhöht sein Instrument in gnadenloser Eitelkeit. Mit zunehmendem Pegel kippt allerdings das Verhältnis des Namenlosen zum „Dreckskasten“ radikal, dem er Misserfolge seines Liebeslebens zur Last legt. Ein virtuoses Suhlen in der Hassliebe eines Künstlers zu seinem Instrument, ein Psychogramm eines einsamen Instrumentalisten. Regie: Sascha Tuxhorn, Amrei Scheer Kostüme: Judith Hahn Dramaturgie: Eva Bode
Aufführungen | Oper

Der Trou­ba­dour

Staatstheater Nürnberg

Libretto von Salvadore Cammarano und Leone Emmanuele Bardare Die adelige Leonora hat sich in den unbekannten Ritter Manrico verliebt, ihn aber nach Ausbruch des Bürgerkriegs aus den Augen verloren. Als Graf Luna erscheint, um Leonora seine Liebe zu gestehen, hält ihn der Gesang des Troubadours Manrico zurück. Graf Luna ist von Leonora besessen. Er will sie um jeden Preis, auch wenn sie seine Liebe nicht erwidert. Er erkennt, dass Manrico nicht nur sein Rivale in der Liebe ist, sondern auch noch sein Gegner im Krieg: Es kommt zum Kampf. Leonora hält Manrico für tot und geht ins Kloster. Von dort wird sie jedoch von ihm entführt. Aus Hass auf Manrico verurteilt Luna dessen Ziehmutter Azucena zum Feuertod. Manrico wird bei dem Versuch, Azucena zu retten, ebenfalls gefangen. Um das Leben ihres verurteilten Geliebten zu retten, bietet sich Leonora dem Grafen Luna im Tausch für Manricos Freilassung an. Blinde Liebe und rasender Hass sind die Monster, die in Verdis „Troubadour“ die Welt verfinstern. Musikalische Leitung: Jan Croonenbroeck Regie: Peter Konwitschny Bühne/Kostüme: Okarina Peter, Timo Dentler Puppen: Barbara Weinhold, Günter Weinhold Licht: Kai Luczak Chorleitung: Tarmo Vaask Dramaturgie: Georg Holzer In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Wal­len­stein

Staatstheater Nürnberg

Nach „Don Karlos“ beschäftigt sich Jan Philipp Gloger erneut mit einem der großen Dramen Friedrich Schillers: Nach 65 Jahren ist „Wallenstein“ erstmals wieder am Staatstheater zu sehen. Zum Zeitpunkt der Handlung herrscht seit 16 Jahren Krieg. Marodierend ziehen die Soldaten durch die Lande. Am Frieden hat kaum jemand ein Interesse, zu gut lässt sich am Krieg verdienen. In dieser Situation steht Wallenstein vor der Entscheidung: Soll er zum eigenen Vorteil mit seinem Heer zum Feind überlaufen? Er fragt die Sterne, während seine Offiziere intrigieren. Darunter auch sein engster Vertrauter, dessen Sohn Wallensteins Tochter liebt. Die Wallensteintrilogie ist Politthriller und Familiendrama in Einem. Schiller, der den Mächtigen stets misstraute, zeichnet eine Situation, in der Krieg, Ökonomie und Liebe fatal ineinander verquickt sind und hehre Ideale hinter Realpolitik und Eigeninteressen zurückstehen. Und so bekommt das heroische Bild eines Feldherrn, der seine Spuren auch in der Region um Nürnberg hinterlassen hat, Risse. Regie: Jan Philipp Gloger Bühne: Franziska Bornkamm Kostüme: Annelies Vanlaere Dramaturgie: Brigitte Ostermann, Eva Bode Musik: ostia Rapoport
Aufführungen | Oper

Don Gio­van­ni

Staatstheater Nürnberg

Libretto von Lorenzo Da Ponte Don Giovanni ist ein Lügner, Mörder, Frauenverschlinger. Er unterwirft sich keinen moralischen Geboten oder Verboten. Aber er ist nicht berechnend und kalt. Er meint, was er sagt, auch wenn er es schnell wieder vergisst. Es ist anstrengend für ihn, ständig zu lügen, aber wenn er sich binden würde, wäre er nicht mehr er selbst. Der Tod ist dabei von Anfang an sein Begleiter. Er weiß, was er tut, und dass er dafür bezahlen muss. Das macht ihn nur noch hemmungsloser, aus der verbleibenden Zeit den maximalen Genuss herauszuholen. Mozarts „Don Giovanni“ ist die Geschichte eines Asozialen, mit dem die Gesellschaft fertig werden muss. Und die einer Figur, die uns seit Jahrhunderten fasziniert. Team Musikalische Leitung: Roland Böer Inszenierung: Vera Nemirova Bühne: Jens Kilian Kostüme: Marie-Luise Strandt Chorleitung: Tarmo Vaask Dramaturgie: Georg Holzer Lichtdesign: Ingo Bracke In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Aufführungen | Schauspiel

Orbit - Ge­schich­te einer Band

Staatstheater Nürnberg

In einer Recherche zur Lokalgeschichte stieß Hausautor Philipp Löhle auf die fränkische Band „Orbit“, die sich in den 70er Jahren gründete und bis Mitte der 80er Jahre bestand. Die Geschichte dieser wenig erfolgreichen und trotzdem völlig zu Unrecht vergessenen Musikformation spielte sich hauptsächlich in Probenkellern in und um Nürnberg ab. Hier schrieben sie auf ihre ganz eigene Weise ein kleines Stück Musikgeschichte, mit Songs, die mitreißend sind und ihrer Zeit weit voraus. Das Rechercheprojekt begibt sich auf die Spuren der Band und ihrer skurril anmutenden Geschichte. Dabei durchstreift es nicht nur die persönlichen Biografien der Musikerinnen, sondern auch zwei Jahrzehnte wechselhafter Historie der Bundesrepublik, die sich in der Musik der lokalen Künstlerinnen spiegelt und macht eine Zeit lebendig, in der die Live-Musik für das Lebensgefühl einer ganzen Generation steht. Ein Stück Show nach einer wahren Begebenheit, mit einer Live-Band aus Ensemblemitgliedern und in der Regie von Komödienspezialist Christian Brey. Regie: Christian Brey Musikalische Leitung: Thomas Esser Bühne, Kostüme: Anette Hachmann Dramaturgie: Sabrina Bohl Video: Karolina Serafin Licht-Design: Paul Grilj Tontechnische Konzeption, musikalische Mitarbeit: Justus Pfankuch
Aufführungen | Schauspiel

Jeeps

Staatstheater Nürnberg

Kinder vermögender Eltern sind seit Geburt vermögend – und das, ohne einen Finger dafür zu krümmen. Als „rechtmäßige Nachkommen“ erben sie Reichtümer. Einfach so. Nora Abdel-Maksoud nennt das die „Eierstocklotterie“ und entwirft in ihrem skurril-komischen Stück „Jeeps“ ein alternatives Prinzip der Umverteilung: die Erbschaftslotterie. Ob Inhaberinnen erfolgreicher Familienkeksimperien oder Hartz-IV-Empfängerinnen, deren Pfandflaschenerlös von den staatlichen Zuwendungen abgezogen wird: Alle beantragen bei den Jobcenter-Sachbearbeitern Gabor und Armin ein Los, neiden, drängeln, wüten. Die Situation eskaliert: Mit gezückten Waffen fordern die zwei „Entrechteten“ Maude und Silke ein, was ihnen angeblich zusteht. „Jeeps“ richtet mit scharfzüngigem Humor den Blick auf strukturelle Klassenunterschiede. Regie: Martina Gredler Bühne: Sophie Lux Kostüme: Moana Stemberger Dramaturgie: Konstantin Küspert Musik: Vera Mohrs

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