culturall.kultur
Ausstellungen / Museum
Staatlische Museen zu Berlin
Berlin, Genthiner Straße 38
- Ausstellungseröffnung: Jerszy Seymour: Mutuogenesis
- Ausstellungseröffnung: Giulia Andreani: Sabotage
- Ausstellungseröffnung: Toyin Ojih Odutola. U22 – Adijatu Straße
- Ausstellungseröffnung: Zurück in Berlin
- Bosporus Beats
- Gebaute Gemeinschaft
- Avantgarde im Dialog
- Fashion x Craft: Echoes of Tomorrow
- Gallery Looks
- Schere–Stil–Papier. Lettegrafik x Johanna Beckmann
- Kulturforum JETZT!
- Möglichkeiten einer Insel
- Saâdane Afif: Five Preludes
- Tausend Pinsel, ein Stil! Das Haus Kano und Malerei als Familiengeschäft
- Das alles bin ich! Die Schenkung Christoph Müller III
- Alles unter dem Himmel. Harmonie in der Familie und im Staat
- An das wir uns festhalten
- Sich verwandt machen
- Hommage an Vittore Carpaccio
- Heimsuchung: 40 Jahre KGM am Kulturforum
- Annika Kahrs - OFF SCORE
- Die Pazzi-Verschwörung
- Max Ernst bis Dorothea Tanning. Netzwerke des Surrealismus
- Flucht
- Wen Zhengming & Co.
- Petrit Halilaj - An Opera Out of Time
- Grundstein Antike. Berlins erstes Museum
- Zeitreise ins alte Tiergartenviertel
- Die Ziguangge: Halle des Purpurglanzes
- Ausstellungseröffnung: Fokus Schinkel. Ein Blick auf Leben und Werk
- Ausstellungseröffnung: Haus Lemke - Die Möbel von Mies van der Rohe und Lilly Reich
- Berliner Skulpturenfund
- Geschichte(n) Tansanias
- Das Taufbecken von Siena
- Museum in Bewegung. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert
- Achtung: Design!
- Forum Hamburger Bahnhof
- Nationalgalerie. Eine Sammlung für das 21. Jahrhundert
- Unendliche Ausstellung
- Die Prinzessinnen sind zurück!
- Schlüssel zur christlichen Kunst
- Gerhard Richter. 100 Werke für Berlin
- Das Museum Berggruen zu Gast in der Sammlung Scharf-Gerstenberg
- Sammlungspräsentation: Die Kunst des 19. Jahrhunderts
- Schätze aus dem Rhein. Der Barbarenschatz von Neupotz
- Klartext. Zur Geschichte des Bode-Museums
- Online-Angebote der Staatlichen Museen zu Berlin
- Ideal und Form.
- SMB-digital
- Museumsshops der Staatlichen Museen Berlin
- Museum and the City: Der Blog der Staatlichen Museen zu Berlin
- Die Sammlungen. The Collections. Les Collections
- Zurück! Steinzeit. Bronzezeit. Eisenzeit
- Altes Ägypten
- Pergamonmuseum. Das Panorama
- Kulturkontakte. Leben in Europa
- alle Museen im Überblick
Ausstellungen / Museum
Haus der Kunst München
München, Prinzregentenstr. 1
- TUNE Installation. Beni Brachtel. ATTACK DECAY SUSTAIN
- Sandra Vásquez de la Horra. Soy Energía
- Cyprien Gaillard. Wassermusik
- Für Kinder. Kunstgeschichten seit 1968
- Gülbin Ünlü. Nostralgia
- Ausstellung der Ausstellungen
- Online-Shop: Ausstellungskataloge & Editionen
- Ausstellungen und Veranstaltungen im Haus der Kunst
Ausstellungen / Ausstellung
OK im OÖ Kulturquartier LINZ
Linz, OK-Platz 1
- Ausstellungseröffnung: Peter Fellner: GLUMPERT
- Ausstellungseröffnung: Carlos Motta: Pleas of Resistance
- Judith Fegerl: calorie
- We are here - we are queer!
- WANDALA - drama . dream . decolonized!
- 5 VOR 12 - Unerhörter Widerstand
- Livestream "OÖ Stories"
- Kulturvermittlung
- Ausstellungs- und Produktionshaus für zeitgenössische Kunst
Ausstellungen / Museum
Naturhistorisches Museum Bern
Bern, Bernastrasse 15
- Naturlabor - Ausstellung, Arena, Atelier
- Wunderkammer - Die Schausammlung
- Auf eigene Faust - Entdeckungsreise für Familien und Kinder
- 5 Sterne - Sensationeller Fossilienfund aus dem Jura
- Barry - Der legendäre Bernhardinerhund
- Riesenkristalle - der Schatz vom Planggenstock
- Schweizer Museum für Wild und Jagd
- Käfer & Co. - Die bunte Welt der wirbellosen Tiere
- Tiere der Schweiz - Auerhahn, Steinbock & Co.
- Tiere des Nordens - Walross, Grizzly & Co.
- Die grosse Knochenschau - Im Bauch des Wals
- Flossen-Füsse-Flügel - Der Werdegang der Wirbeltiere
- Picas Nest - Wald-Erlebnisraum für die ganze Familie
- Steine der Erde - Meteoriten, Diamanten & Co.
- Tiere Afrikas
- Vom Sofa direkt in die Sammlung
- Ausstellung zu Erdwissenschaften mit den Fachgebieten Mineralogie und Paläontologie
Ausstellungen / Museum
Musei Vaticani
Città del Vaticano, Viale Vaticano
- Stanze di Raffaello

- Museo Pio Cristiano

- Museo Etnologico Anima Mundi

- Braccio Nuovo

- Cappella Niccolina
- Collezione d’Arte Contemporanea

- Galleria Lapidaria
- Lapidario Ebraico

- Museo Chiaramonti
- Museo Cristiano
- Museo Gregoriano Egizio

- Museo Gregoriano Etrusco

- Museo Gregoriano Profano

- Museo Pio Clementino

- Museo Profano

- Sala delle Nozze Aldobrandine

- Sala dell’Immacolata

- Ricche collezioni di arte, archeologia ed etno-antropologia create dai Pontefici nel corso dei secoli.
Ausstellungen
| Installation
Ausstellungen
| Ausstellung
Partitur
MaerzMusik
Partitur ist die erste internationale Ausstellung, die der dänischen Komponistin und Klangkünstlerin Else Marie Pade (1924 – 2016) gewidmet ist. Pade war eine Wegbereiterin der musique concrète und der europäischen elektronischen Musik. Über mehrere Jahrzehnte hinweg betrachtete Pade Klang als visuelles Medium von Intensitäten, Vielfalt und Dissonanz. Ihre Kompositionen führen die Zuhörer*innen durch Märchen, Stadtlandschaften und Albträume, mit Partituren, die die Notation, den Prozess und die kakophonischen Erzählräume des Lebens einfangen. Ausgehend von Pades wegweisenden musikalischen Arrangements und Papierarbeiten zeichnet Partitur die künstlerische Entwicklung der Komponistin ab den 1950er-Jahren nach. Die Ausstellung entfaltet sich als immersive Hörumgebung, die an die räumlichen Strukturen ihrer Partituren und die von ihr neu gedachte Sprache für elektronische Komposition angelehnt ist. Begleitet wird die Ausstellung von einem Live-Programm, das Pades Erbe aufgreift und weiterführt. Es präsentiert in Berlin ansässige Klangkünstler*innen sowie Beiträge zu Musik, Kollektivität und dem Erbe von Künstlerinnen in der elektronischen Musik. Sofie Krogh Christensen – Kuratorin Ermöglicht durch die New Carlsberg Foundation Mi–Mo 11:00–19:00 Di geschlossen Ticketverkauf ausschließlich vor Ort und bargeldlos.
Ausstellungen
| Installation
LongStringInstallation
MaerzMusik
Geöffnet während der Konzerte und des Library-Programms im Haus der Berliner Festspiele Zwischen den Bäumen im Garten des Festspielhauses spannen sich lange Saiten, das Publikum wandelt umher und ist eingeladen, sich zum vertiefenden Zuhören in eigens konstruierte akustische Kammern zu legen. Pelle Schillings LongStringInstallation eröffnet ungewöhnliche Lausch- und Sehperspektiven und begibt sich in einen klingenden Dialog mit Ellen Fullmans eindrucksvollem Long String Instrument. Die kinetischen Installationen des niederländischen Künstlers Pelle Schilling spüren der Poesie physikalischer Phänomene nach. In seinen immersiven Arbeiten inszeniert er feinfühlige Dialoge zwischen mechanischen Systemen, Klang und räumlicher Dynamik und lädt das Publikum zu Momenten purer sensorischer Erfahrung ein. Im Zentrum von Schillings künstlerischer Praxis steht ein tiefer Respekt in Bezug auf die Autonomie der Zuschauenden: Anstatt Interpretationen festzulegen, entwirft er Umgebungen, in denen Betrachter*innen und Kunstwerk in einen intimen Dialog treten können. Seine Installationen fungieren als Instrumente, mit denen er mit Naturkräften genauso wie mit mechanischen Bewegungen zu komponieren vermag – und zugleich Räume erschafft, durch die sich die Zuschauer*innen frei bewegen und durch eigene Erfahrungen, Entdeckungen und sensorische Begegnungen individuelle Bedeutungen erschließen können. In der LongStringInstallation treffen natürliche und künstlerische Kräfte in akustischen Kammern aufeinander: eine Feedbackschleife aus Elektromagneten und Sensoren, die durch ihre Verbindung mit den Saiten der Installation Basstöne erzeugen, und der Wind, der ihre Spannung kontinuierlich verändert. Auf diese Weise greift Schilling Ellen Fullmans tiefsinnige Reflektionen über Saiteninstrumente auf und überträgt ihre Entdeckungen in eine ortsspezifische Installation, in der Wind, Bäume und die Saiten aus Stahl zum klingenden Ensemble werden.
Ausstellungen
| Ausstellung
Félicien Rops
Kunsthaus Zürich
Sexualität, Erotik und Obsession stehen im Zentrum einer Kunst, die sich jeder moralischen Bevormundung verweigert. «Félicien Rops. Laboratorium der Lüste» zeigt ein Werk, das Konventionen sprengt, bürgerliche Doppelmoral offenlegt und bis heute provoziert. Die dämonisch-erotische Bildwelt von Félicien Rops gehört zu den radikalsten Positionen des Fin-de-Siècle. Seine Arbeiten opponierten bewusst gegen bürgerliche Moralvorstellungen und entlarvten deren Doppelmoral mit Ironie, Provokation und zeichnerischer Präzision. Als gefeierter Buchillustrator arbeitete Rops mit literarischen Grenzgängern wie Charles Baudelaire oder Stéphane Mallarmé zusammen, während er parallel ein privates Œuvre entwickelte, das den Blicken der Öffentlichkeit gezielt entzogen blieb. In Zeichnungen und Druckgrafiken bediente er sich der Geschlechterklischees seiner Epoche, trieb sie bis ins Extreme und stellte gesellschaftliche Normen infrage. In enger Zusammenarbeit mit der Königlichen Bibliothek Belgiens (KBR) zeigt die Ausstellung rund 70 Arbeiten aus internationalen Sammlungen, darunter zahlreiche Werke aus der KBR sowie Hauptwerke aus dem Musée Félicien Rops, dem Musée Marmottan Monet und dem Musée d’Orsay. Konzipiert und kuratiert wird die Ausstellung von Jonas Beyer (Kunsthaus Zürich) und Daan van Heesch (KBR). «Ich habe nur eine Qualität: ein vom Publikum verachtetes Ideal, und manche meiner Blätter sind nichts sonst als der Versuch, meinen Hintern auf das Gesichtsniveau des Publikums zu bringen.» Félicien Rops
Ausstellungen
| Ausstellung
Kerry James Marshall
Kunsthaus Zürich
Lassen Sie sich diesen Frühling/Sommer von den monumentalen Gemälden des US-amerikanischen Künstlers Kerry James Marshall bewegen. Seine kraftvollen Bilder erzählen vom Leben und von der Geschichte Schwarzer Amerikaner:innen und sind durchdrungen von Farbe, Schmerz, Hoffnung und Lebendigkeit. Der afro-amerikanische Künstler Kerry James Marshall (*1955 Birmingham, Alabama, lebt in Chicago) gilt als einer der bedeutendsten Maler der Gegenwart. Seine grossformatigen, vielschichtigen Werke stellen Schwarze Menschen konsequent in den Mittelpunkt. Seit den frühen 1980er-Jahren setzt sich seine Malerei mit der westlichen Tradition der Historienmalerei auseinander und hinterfragt deren Leerstellen und Ausschlussmechanismen. Kunsthistorische Referenzen verbinden sich mit Motiven aus Popkultur, politischer Geschichte, afro-amerikanischem Alltag und persönlichen Erinnerungen zu komplexen Bildräumen von hoher erzählerischer Dichte. Intensive Farbigkeit, technische Virtuosität und präzise Komposition prägen die Gemälde, in denen Fragen von Repräsentation, Macht, Zugehörigkeit und historischer Verantwortung ebenso verhandelt werden wie Freude, Präsenz und Hoffnung. Das Kunsthaus Zürich zeigt mit dieser Ausstellung die erste gross angelegte Überblicksschau des Künstlers im deutschsprachigen Raum mit zentralen Arbeiten aus verschiedenen Schaffensphasen sowie neuen Gemälden. Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Royal Academy of Arts, London, und dem Musée d’Art Moderne de Paris und wurde unter der Leitung von Mark Godfrey in Zusammenarbeit mit den beteiligten Institutionen realisiert, darunter Cathérine Hug für das Kunsthaus Zürich. Unterstützt von David Zwirner. «Ich versuche, die schwarzen Farben, die ich verwende, ebenso komplex zu machen wie jede andere Farbe auf der Palette.» — Kerry James Marshall (Bild: Kerry James Marshall, De Style, 1993, Los Angeles County Museum of Art, purchased with funds provided by Ruth and Jacob Bloom. © Kerry James Marshall. Foto by Jack Hems)
Ausstellungen
| Ausstellung
Seven Paintings – Seven Encounters: Highlights aus der Mudam Sammlung
Mudam Luxembourg
Seven Paintings – Seven Encounters lädt Besucher:innen dazu ein, Malerei durch eine Reihe einzigartiger Erfahrungen neu zu entdecken. Sieben Hauptwerke aus der Mudam Sammlung werden nacheinander – jeweils für einige Wochen – als Einzelpräsentationen im Ausstellungsraum gezeigt. Dieser Präsentationszyklus, der zum Großteil Werke umfasst, die bisher noch nie im Museum zu sehen waren, verwandelt die Galerie in einen Ort stiller Kontemplation und unmittelbarer Begegnung mit der Kunst. In diesem besonderen Rahmen scheinen Zeit und Raum neu definiert und eröffnen neue Möglichkeiten des Ausstellens, Betrachtens und Erlebens der Werke. Im Laufe des Zyklus werden sieben künstlerische Positionen sukzessive vorgestellt, jede mit einer ganz eigenen Resonanz auf die Geschichte der Malerei. Von Surrealismus bis abstraktem Expressionismus, von gesellschaftlichem Engagement bis zu formalen Experimenten macht Seven Paintings – Seven Encounters die Vielfalt malerischer Ausdrucksformen erlebbar. 10.02.: Berthe Lutgen 12.03.: Edi Hila 09.04.: Ambera Wellmann 07.05.: Masaya Chiba 04.06.: Monique Becker 02.07.: Anne Imhof 30.07.: Bernard Frize Kuratorinnen: Marie-Noëlle Farcy and Vanessa Lecomte
Ausstellungen
| Ausstellung
Igshaan Adams:
Igshaan Adams:
Between Then and Now
Mudam Luxembourg
Igshaan Adams (1982, Kapstadt, Südafrika) erschafft vielschichtige Kompositionen, die die Grenzen zwischen Textilkunst, Skulptur und Performance verschwimmen lassen. Dank der handgeflochtenen Körbe, die seine Familie in seiner Kindheit sammelte, interessierte sich Adams schon früh für das Weben. Da er sich aber zunächst als Maler verstand, entwickelte sich seine künstlerische Praxis über einen zutiefst intuitiven Zugang zum Stoff: „Ich bin einer Web-ausbildung ganz bewusst aus dem Weg gegangen, um nicht zu genau Bescheid zu wissen, damit ich eben ausgehend von diesem Nichtwissen arbeiten kann.“ Durch Adams’ stets kollaborative Praxis fließen persönliche Erinnerungen, Spiritualität und gemeinsame Geschichten in seine Arbeiten ein, und aus den allzu leicht übersehenen Dingen und Materialien des alltäglichen Lebens in Kapstadt erwachsen eindrucksvolle Reflexionen über Identität, Wert und Zugehörigkeit. Die Ausstellung Igshaan Adams: Between Then and Now versteht sich als dicht umwobener Zeitstrahl der Arbeit des Künstlers, durchwirkt von den Spuren der Geschichte und den Echos seiner Vergangenheit. Aufgewachsen in Bonteheuwel, einer von der Segregation der Zeit der Apartheid geprägten Township, musste sich Adams schon früh innerhalb der Spannungen einer zutiefst gespaltenen Gesellschaft zurechtfinden – es war ein Großwerden am Schnittpunkt verschiedener Identitäten, die miteinander in Konflikt standen. Seine Praxis, die immer wieder die spirituellen Dimensionen der Heilung und der Transformation erforscht, steht noch heute unter dem Einfluss dieser Erfahrungen. Die Ausstellung beginnt mit einer raumgreifenden Installation aus Textilproben, die die Besucher:innen dazu einlädt, das Material zu berühren und auf diesem Wege in Adams’ Atelierumgebung einzutauchen. Dessen charakteristische Wandteppiche und „Wolken“-Skulpturen werden hier zusammen mit seinen Tanzabdrücken präsentiert, die erstmals in Form einer groß angelegten Installation zu sehen sind – gemeinsam bilden die Werke eine stille Choreographie, in der Bewegung zu einer Sprache der Befreiung wird. Biografie Die Praxis von Igshaan Adams (1982, Kapstadt) vereint Performance, Weberei, Skulptur und Installation. Geboren in Bonteheuwel, einem Vorort von Kapstadt in Südafrika, greift Adams auf seinen Hintergrund zurück, um ethnische, sexuelle und religiöse Grenzen herauszufordern. Diese intersektionale Topografie bleibt in seinem gesamten Werk sichtbar und dient als Palimpsest, auf dem Spuren persönlicher Geschichten eingeschrieben und neu eingeschrieben werden. Adams nähert sich Materialität durch seine eigene Subjektivität. Häufig werden kulturelle und religiöse Referenzen mit Materialien verbunden, die sein Leben seit jeher begleiten. Sein Interesse an Materialität bewegt sich zwischen einem intuitiven Umgang mit unterschiedlichen Substanzen und einer formalen Untersuchung darüber, wie verschiedene Materialien in unterschiedlichen Kontexten agieren und wie sie sich verwandeln oder weiterentwickeln. Adams hat international zahlreiche Einzelausstellungen präsentiert, darunter im ARoS Aarhus Art Museum, Aarhus (2025); The Hepworth Wakefield, Wakefield (2024); The Institute of Contemporary Art Boston, Boston (2024); Thomas Dane Gallery, London (2023); The Art Institute of Chicago, Chicago (2022); Kunsthalle Zürich, Zürich (2022); Hayward Gallery, London (2021); und The Iziko South African National Gallery, Kapstadt (2018). Er hat an zahlreichen Gruppenausstellungen und Biennalen teilgenommen, darunter der Bukhara Biennale, Usbekistan (2025); Space of Togetherness, NEON, National Theatre of Greece Drama School, Athen (2024); das Barbican Centre, London (2024); die 35. Biennale von São Paulo (2023); die Islamische Kunstbiennale, Dschidda (2023); die 59. Internationale Kunstausstellung der Biennale di Venezia (2022); die 23. Triennale di Milano (2021); das Kunsthaus Baselland, Basel (2021); sowie das Pérez Art Museum Miami (2020), unter vielen anderen. Seine Arbeiten befinden sich in den Sammlungen des Solomon R. Guggenheim Museum, New York; Speed Art Museum, Louisville; Tate, London; The Hepworth Wakefield; Art Gallery of New South Wales, Sydney; ARoS Aarhus Kunstmuseum; Moderna Museet, Stockholm; Stedelijk Museum, Amsterdam; Art Institute of Chicago; Baltimore Museum of Art; The Block Museum of Art, Northwestern University, Evanston; Inhotim Museum, Brumadinho, Brasilien; Iziko South African National Gallery, Kapstadt; Minneapolis Institute of Art; Standard Bank Collection, Johannesburg; sowie der University of Cape Town. Im Jahr 2018 erhielt er den Standard Bank Young Artist Award für Bildende Kunst. Igshaan Adams lebt und arbeitet in Kapstadt. Kuratorinnen: Florence Ostende, assistiert von Anaël Daoud
Ausstellungen
| Ausstellung
Andrea Mancini & Every Island
Mudam Luxembourg
Ursprünglich für den luxemburgischen Pavillon auf der 60. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia (2024) konzipiert, ist die Installation "A Comparative Dialogue Act" das Ergebnis einer beispiellosen Zusammenarbeit zwischen dem luxemburgischen Künstler und Musiker Andrea Mancini (1989) und dem multidisziplinären Kollektiv Every Island, das 2021 in Brüssel gegründet wurde. An der Schnittstelle von bildender Kunst, Performance und Musik konzipiert das Werk den Ausstellungsort als Ort der Produktion und des gemeinsamen Experimentierens mit anderen Künstler:innen und erweitert so den Begriff des kollektiven Kunstwerks. Hier verschmelzen Klang und Raum: Die räumlichen Elemente – Boden und Wände – werden zu Klanginstrumenten, die nach und nach ein eindringliches und kollektives Erlebnis schaffen. Der Titel der Ausstellung fasst den experimentellen Charakter des Projektszusammen: eine Erkundung verschiedener Klang- und Musiksprachen, die das Potenzial von Klang als Werkzeug der Verhandlung, Intervention und Kontamination aufzeigt. Während der Ausstellung wird die Installation durch eine Reihe von kurzen Performances ergänzt. Bei der Reaktivierung des luxemburgischen Pavillons werden wir mit lokalen Kulturschaffenden zusammenarbeiten. Der Pavillon ist ein Instrument, das sich ständig weiterentwickelt. Bei der Reaktivierung des luxemburgischen Pavillons werden wir mit lokalen Kulturschaffenden zusammenarbeiten. Der Pavillon ist ein Instrument, das sich ständig weiterentwickelt. Artistes en résidence au Mudam : Cucina Povera - Performance d’ouverture : 25 septembre 2025, 20:30 - Répétition : 26 septembre 2025 - Performance : 27 septembre 2025, 16:30 bela - Répétition : 6-7 novembre 2025 - Performances : 8-9 novembre 2025, 16:30 Thomas Lea Clarke - Répétition : 15-16 janvier 2026 - Performances : 17-18 janvier 2026, 16:30 Artistes en résidence à la Biennale di Venezia 2024: Bella Báguena, Célin Jiang, Selin Davasse and Stina Fors Biografien Andrea Mancini (1989, Luxemburg) ist in verschiedenen künstlerischen Bereichen tätig und erkundet als Künstler und Musiker in seinen Performances, Installationen und Videoinstallationen die Beziehung zwischen Raum, Individuum und Ton. Seine Werke wurden in der Kulturfabrik in Esch/Alzette (2024 und 2023), in den Rotondes in Luxemburg (2023), im Casino Luxembourg – Forum d’art contemporain (2022 und 2021) sowie in der Cité internationale des arts in Paris (2021) gezeigt. Unter dem Künstlernamen Cleveland ist er DJ, produziert elektronische Musik und hat mehrere EPs beim Amsterdamer Label Kalahari Oyster Cult herausgebracht. Zudem hat er ein eigenes Label, Suzi. Andrea Mancini lebt und arbeitet in Brüssel. Das Kollektiv Every Island wurde 2021 gegründet und setzt sich heute aus Alessandro Cugola, Caterina Malavolti, Damir Draganić, Juliane Seehawer, Martina Genovesi und Astrid Lykke Nielsen zusammen. Every Island untersucht die Bedeutung von Performativität in der Architektur und erschafft vergängliche Installationen. Die Werke des Kollektivs wurden in verschiedenen Institutionen und bei Festivals gezeigt, unter anderem beim Horst Arts and Music in Vilvoorde (2024), im Bozar in Brüssel (2023), im MAD in Brüssel (2023), im Mudam Luxembourg – Musée d’Art Moderne Grand-Duc Jean (2022), im Kunstencentrum Viernulvier in Gand (2022), beim Santarcangelo Festival in Rimini (2022) sowie auf dem Mont des Arts in Brüssel (2021). Every Island ist in Brüssel ansässig. Aktuell ist die Ausstellung A Comparative Dialogue Act von Andrea Mancini und Every Island im luxemburgischen Pavillon der 60. Biennale in Venedig zu sehen bis zum 24. November 2024.
Ausstellungen
| Ausstellung
Peter Fellner: GLUMPERT
OK Linz
In GLUMPERT verknüpft der österreichische Designer Peter Fellner nachhaltige Materialstrategien mit einer bewussten, queeren Symbolik. Aus gebrauchten Alltagsgegenständen wie Stickbildern, Häkeldeckchen, Tüchern und Regenschirmen schafft er Kleidungsstücke, deren Spuren sichtbar bleiben und eine erzählerische, identitätsstiftende Narration tragen. Schon im Materialfindungs- und Schnittprozess wird eine Grenze zwischen Funktion und Bedeutung verschoben: Gewöhnliche Objekte erhalten neue Wertschätzung, nehmen eine neue Form an und erschaffen neue Wirklichkeiten. Die Symbolik der Schnecke durchzieht die Kollektion als Sinnbild von Fluidität – ein queeres Vorbild aus der Natur. Fellner nutzt dieses Symbol auch, um einen Safe Space zu verorten und zugleich den Modemarkt zu entschleunigen: Eine Zero-Waste Schnitttechnik entsteht, die Identität performativ sichtbar macht und den Blick auf heteronormative Dresscodes verschiebt. Kleidung wird hier nicht nur getragen, sondern gezeigt, diskutiert und verhandelt. Die Nachhaltigkeitsstrategie „repurpose“ (kann mit „Umnutzung“ übersetzt werden) fokussiert gebrauchte Materialien und steht somit für ökologische Verantwortung und eine politische Botschaft: Gegenstände, Menschen und Lebewesen, die als „ungeachtet“ gelten, finden neue Wertschätzung. Fellners Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle von Design, Körperpolitik und queerer Ästhetik: ein Hybrid aus Kunst und Mode, die Gegenwartskritik sichtbar macht und Raum für Vielfalt eröffnet. Kuratorin: Sandra Kratochwill Diese Ausstellung kann kostenfrei besucht werden. Öffnungszeiten Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Eröffnung 06.03.26, 18:00, mit Anmeldung Führungen: Tandem-Führung mit Vertreter:innen der HOSI* Sa, 14.03.26, 16:30 Kombi-Führung mit „Carlos Motta. Pleas of Resistance“ Sa, 28.03.26, 14:00 Sa, 25.04.26, 14:00 Kombi-Führung mit „Carlos Motta. Pleas of Resistance“ in Gebärdensprache* Sa, 11.04.26, 14:00 Tandem-Führung mit Vertreter:innen der HOSI* mit „Carlos Motta. Pleas of Resistance“ Sa, 11.04.26, 16:30 Familienführung: Kurz & Kunst (30 Min.) Di, 31.03.26, 11:00 und 15:00 Mi, 01.04.26, 11:00 und 15:00 Do, 02.04.26, 11:00 und 15:00 Eintritt frei mit der OÖ Familienkarte * Anmeldung bis jeweils 2 Tage vor Termin unter kulturvermittlung@ooelkg.at oder +43 732 7720 522 22
Ausstellungen
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Carlos Motta: Pleas of Resistance
OK Linz
Politik der Sichtbarkeit Carlos Motta (*1978, Kolumbien) ist ein multidisziplinärer Künstler, der in seinen Arbeiten soziale Strukturen und politische Kämpfe sexueller, geschlechtlicher und ethnischer Minderheiten untersucht. Durch Akte der Selbstrepräsentation hinterfragt er normative Diskurse und eröffnet Einblicke in bislang wenig beachtete Lebensrealitäten. Mit einem zugleich historischen und künstlerischen Blick erforscht Motta die Erfahrungen postkolonialer Subjekte und Gesellschaften. Sein Werk umfasst Video, Installationen, Skulptur, Zeichnung, webbasierte Projekte, Performance und Symposien. Zeit sammeln, Praxis teilen Pleas of Resistance markiert die erste große europäische Museumsausstellung, die Motta in seiner künstlerischen Entwicklung umfassend erlebbar macht. Sie vereint mehr als fünfundzwanzig Jahre künstlerischer Praxis und bringt frühe fotografische Selbstporträts mit jüngeren Videoperformances und Installationen in vier miteinander verflochtenen Kapiteln zusammen. Diese widmen sich vorspanischer Homoerotik, der Politik der Fürsorge als Raum queerer Befreiung, Akten der Selbstbestimmung jenseits des Menschlichen sowie dem Erzählen verschwiegener Geschichten als Praxis des Teilens, des gegenseitigen Nährens und des Widerstands. Geschichte & Gegen-Geschichte Mottas gesamtes Werk ist getragen von einem entschiedenen Engagement für Minderheitengemeinschaften dissidenter Identitäten und deren Kampf gegen Auslöschung und epistemische Gewalt. Häufig in künstlerischen Kooperationen agierend, entfaltet er das transformative Potenzial von Fiktion und performativen Umschreibungen der Geschichte und unterwandert dabei konsequent offizielle Narrative – in einer Praxis, die stets blasphemisch, körperlich und politisch zugleich ist. Kuratiert von Agustín Pérez Rubio und Susanne Watzenboeck Eine Ausstellung des MACBA – Museu d’Art Contemporani de Barcelona, realisiert in Zusammenarbeit mit dem OK Linz. Öffnungszeiten: Di-So, Fei 10:00 – 18:00 Eröffnung: Fr, 27.03.26 19:00, mit Anmeldung Führungen: Kombi-Führung mit „Peter Fellner. GLUMPERT“ Sa, 28.03.26, 14:00 Sa, 25.04.26, 14:00 Kombi-Führung mit „Peter Fellner. GLUMPERT“ in Gebärdensprache* Sa, 11.04.26, 14:00 Tandem-Führung mit Vertreter:innen der HOSI* mit „Peter Fellner. GLUMPERT“ Sa, 11.04.26, 16:30 * Anmeldung bis jeweils 2 Tage vor Termin unter kulturvermittlung@ooelkg.at oder +43 732 7720 522 22
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Giulia Andreani: Sabotage
Staatliche Museen zu Berlin
Giulia Andreani eröffnet das Jubiläumsprogramm des Hamburger Bahnhof mit Gemälden, die Brüche in offiziellen Geschichtsschreibungen sichtbar machen. Andreanis künstlerische Praxis des „Malens mit Fotografien“ lebt vom Spannungsfeld zwischen autoritären Figuren und vergessenen Gestalten der Vergangenheit. Ausgangspunkt der figurativen, monochromen Gemälde, deren Paynesgrau an historische Fotografien erinnert, sind Familienalben oder Archive. Sie enthüllen Geschichten, thematisieren kollektives Vergessen und öffnen neue Bedeutungsschichten für die Gegenwart. Andreanis Jubiläumsbeitrag rahmt historische Sammlungen durch zeitgenössische Perspektiven neu: Die Ausstellungsarchitektur verweist auf Sigmar Polkes Ausstellung „Drei Lügen der Malerei“ im Hamburger Bahnhof von 1997 und ihre Gemälde werden gemeinsam mit Werken der Antikensammlung, des Kunstgewerbemuseums, des Museums Europäischer Kulturen und des Kupferstichkabinetts gezeigt. Andreani (geboren 1985 in Mestre, Italien) studierte Malerei an der Accademia di Belle Arti in Venedig und Kunstgeschichte der Gegenwart an der Sorbonne Paris. 2018 war Andreani Stipendiatin der Villa Medici, der Französischen Akademie in Rom. 2022 stand sie auf der Shortlist für den Prix Marcel Duchamp. Ihre Arbeiten sind vertreten in Sammlungen u. a. Centre Pompidou (Frankreich), Musée National de l'Histoire de l’Immigration (Frankreich), Fondazione Sandretto Re Rebaudengo (Italien), MASI (Schweiz) und MASP (Brasilien). Die Ausstellung im Hamburger Bahnhof ist Andreanis erste institutionelle Einzelausstellung in Deutschland. Begleitend zur Ausstellung erscheint eine Ausgabe der Katalogreihe des Hamburger Bahnhofs, herausgegeben von Silvana Editoriale Milano. Die Ausstellung wird kuratiert von Sam Bardaouil und Till Fellrath, Direktoren Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart und Emily Finkelstein, Assistenzkuratorin Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart. Die Ausstellung ist Teil des Jubiläumsprogramms 30 Jahre Hamburger Bahnhof. 2026 feiert der Hamburger Bahnhof sein 30-jähriges Bestehen mit einem Programm, das den Bogen von der Geschichte des Ortes bis in die Zukunft spannt: Acht Sonderausstellungen, eine neue Sammlungspräsentation sowie Performances und Konzerte tragen das Museum weit in den Stadtraum hinaus. Höhepunkt ist das Jubiläumswochenende vom 13. bis 15. November, an dem eine internationale Konferenz zur Zukunft zeitgenössischer Sammlungsmuseen stattfindet und das Haus für 30 Stunden durchgehend geöffnet ist. Die Ausstellung wird unterstützt von den Hamburger Bahnhof International Companions e. V. Eine Sonderausstellung der Nationalgalerie der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: Giulia Andreani, L'improduttiva, Detail, 2023 © Giulia Andreani / VG Bild-Kunst, Bonn 2025, courtesy of Galerie Max Hetzler & Collezione Maramotti / Foto: Charles Duprat)
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Rico Reframed
Staatliche Museen zu Berlin
In unmittelbarer Nachbarschaft zu der großen Retrospektive „Rico Puhlmann. Fashion Photography 50s–90s“ im Museum für Fotografie präsentieren fünfzehn Fotografie-Studierende des Lette Vereins Berlin neue fotografische und filmische Arbeiten, die sich auf vielfältige Weise mit dem Werk des Modefotografen auseinandersetzen. Während Puhlmann über vier Jahrzehnte das Modebild prägte und eine eigenständige Bildsprache zwischen Eleganz, Klarheit und Inszenierung entwickelte, greifen die beteiligten Künstler*innen zentrale Elemente seines Œuvres auf und variieren sie in gegenwärtigen Fragestellungen. Präsenz und Haltung sind zentral für Puhlmanns Fotografien: Seine ikonischen Modeaufnahmen sind oft von der fotografisch klar gesetzten Figur im Stadtraum geprägt, wodurch Körperlichkeit, Pose und Kleidung zu skulpturalen Erscheinungen verdichtet werden. Dieses Zusammenspiel von Mode, Körper, Raum und Blick bildet den Ausgangspunkt vieler Arbeiten der jungen Fotograf*innen. Zugleich eröffnet die Ausstellung neue Lesarten: Wie lässt sich Puhlmanns Verständnis von Stil, Identität und Fotografie heute lesen, in einer Zeit, in der Diversität, Sichtbarkeit und Repräsentation neu verhandelt werden? Puhlmanns Modebilder hinterfragt und neu interpretiert Die Modestrecken der Studierenden greifen in ihrer Auseinandersetzung mit Puhlmanns Arbeiten sowohl ästhetische als auch gesellschaftliche Aspekte auf und formulieren eigenständige zeitgenössische Antworten. Einige Positionen knüpfen an seine elegante, ruhige Bildsprache an und übertragen sie in heutige urbane Räume, in natürliches Licht und in ein reduziertes visuelles Vokabular. Andere untersuchen, wie Körper, Kleidung und architektonische Hintergründe sich in dialogische Räume verwandeln, in denen Pose und Präsenz neu gelesen werden können. Aber auch der Zeitgeist und die gesellschaftlichen Normen der 1950er bis 1990er Jahre, die sich über Puhlmanns Modebilder vermitteln, wurden befragt. Themen wie Sichtbarkeit, Selbstbehauptung, queere Lebensrealitäten, das Aufbrechen normativer Schönheits- und Körperbilder sowie der Umgang mit Alter und Diversität waren dabei zentral. Die aktuellen Arbeiten setzen auf Vielfalt, Direktheit und eine bewusste Öffnung gegenüber unterschiedlichen Körpern, Identitäten und Lebensentwürfen und schaffen so neue Blickwinkel auf ein traditionsreiches Genre. Es sind Modefotografien entstanden, die Vintage-Stücke mit heutiger Mode verbinden oder Entwürfe junger Designer*innen zeigen. Hier treffen moderne auf postmoderne Silhouetten, durchscheinende Stoffe auf robustes Leder, knallige Farben auf klassisches Schwarzweiß. Die Grenzen zwischen Dokumentation und Inszenierung, zwischen urbanem Realraum und stilisiertem Bildraum werden dabei bewusst offengehalten. Auch filmische Positionen führen Puhlmanns Interesse an Bewegung und Körperlichkeit sowie dem Spiel zwischen Kontrolle und situativer Offenheit weiter und übertragen es in die Dynamik des heutigen Stadtraums. So entsteht ein vielstimmiges Panorama, das nicht nur Puhlmanns Bildwelten reflektiert, sondern zugleich fragt, wie Modefotografie heute funktionieren kann: als Raum der Repräsentation, als ästhetische Praxis, als soziale und politische Aussage? Die Ausstellung lädt dazu ein, zeitgenössische Ästhetiken in Beziehung zu einem historischen Werk zu setzen und zu entdecken, wie sich Haltung, Körper und Mode über Generationen hinweg neu inszenieren, verschieben und verhandeln. Beteiligte Künstler*innen: Anita Schulte-Bunert, Elise Witt, Enno Grams, Inna Tonn, Isaac Waldvogel, Lara Marie Schless, Layla Behme, Lilith Kirsch, Marcus Arthur, Moe Otto, Max Philippi, Melissa M. Schwarzinger, Niels Lucke, Phuong Anh Nguyen Le, Tabea Jablonski, Vroni Belm Die Ausstellung wird kuratiert von Katja Böhlau und Ina Schoof. Eine Sonderausstellung der Kunstbibliothek – Staatliche Museen zu Berlin in Kooperation mit dem Lette Verein Berlin (Bild: Untitled, Detail, 2025 © Tabea Jablonski)
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Gallery Looks
Staatliche Museen zu Berlin
Im Spannungsfeld zwischen Kunst und Couture beleuchtet die Ausstellung „Gallery Looks“ die Begegnung der Alten Meister mit der Mode der Gegenwart – in Entwurf, Fotografie, Film und Haute Couture. Sie vereint unterschiedliche künstlerische Ansätze und zeigt, wie sich Stoffe, Schnitte, Farben und Geschichten in den verschiedenen Medien spiegeln und zu lebendigen Erzählungen verweben. Shooting zwischen Stil und Stoff Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Berliner Salons im Februar 2025 präsentierten 55 Designer*innen in der Gemäldegalerie aktuelles deutsches Modedesign zwischen Werken der Alten Meister. Unmittelbar vor der Eröffnung setzte der Fotograf Ralph Mecke ausgewählte Entwürfe in den Sälen der Gemäldegalerie in Szene, die von Modellen präsentiert wurden. Begleitend dazu schuf Florian Azar ein atmosphärisches Video, das das Shooting in poetische, bewegte Bilder übersetzt. Film und Fotografien werden in der Ausstellung gezeigt und verdeutlichen eindrucksvoll die enge Verbindung von Mode und Kunst. Kunst trifft Couture Im Sommer 2025 diente die Gemäldegalerie Jonathan Anderson, dem neuen Kreativdirektor von DIOR, als Inspirationsquelle für seine Summer Show 2026: Für seine Präsentation vor dem Hôtel des Invalides ließ er eine Kulisse errichten, die den Sälen der Gemäldegalerie detailgetreu nachempfunden war – eine Hommage an einen Ort, den er als einen der schönsten Museumsräume der Welt beschreibt. Zwei originale Gemälde von Jean Siméon Chardin (1699–1779) ergänzten das Setting. In der Ausstellung „Gallery Looks“ sind neben einem der Berliner Gemälde von Chardin auch Videoaufnahmen der Show zu sehen, die das Zusammenspiel historischer und zeitgenössischer Elemente in Andersons Entwürfen auf eindrucksvolle Weise sichtbar machen. Malerei und Mode – Spiegel der Zeit Neben Filmen und Fotografien präsentiert die Ausstellung auch Entwürfe ausgewählter Designer*innen im Dialog mit hochkarätigen Gemälden. Diese Begegnung offenbart überraschende Parallelen in der Auseinandersetzung mit Aspekten wie Ausdruck, Schönheit, Identität und gesellschaftlichen Rollen. Für die Ausstellung entwickelten die Designer*innen Anne Bernecker, Plaid-à-Porter / Estelle Adeline Trasoglu, Karen Jessen und Alexander Gigl neue Arbeiten oder stellten Entwürfe zur Verfügung, die mit den gezeigten Gemälden interagieren. Auf diese Weise werden die engen Verbindungen zwischen künstlerischer Tradition und aktuellem Design sichtbar. Mode wird zum Medium der Wiederaneignung und Transformation, kunsthistorische Motive werden in die Gegenwart überführt und dabei neue Perspektiven eröffnet. Die Ausstellung wird kuratiert von Katja Kleinert. Modekonzept: Christiane Arp Eine Sonderausstellung der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin (Bild: „Gallery Looks. Modeinszenierungen in der Gemäldegalerie“: Fotoshooting anlässlich des BERLINER SALONS in der Gemäldegalerie 2025, Entwurf Alexander Gigl, mit Gemälde von Anton van Dyck Foto: Ralph Mecke)
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