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Staatstheater Kassel - Schauspielhaus / TiF

Das Staatstheater Kassel – Ein Theater mit Tradition

Das Staatstheater Kassel versteht sich mit seinen rund 500 festen Mitarbeitern als ein moderner Theaterbetrieb, der sich gleichermaßen der Tradition wie der Moderne verpflichtet fühlt. 30 Neuinszenierungen in den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater, dazu die Sinfonie-, Sonntags-, Kammer-, Familien-, Schüler- und Sonderkonzerte bilden Jahr für Jahr das große Angebot. Darüber hinaus sorgt ein umfangreiches theater- und konzertpädagogisches Programm für die Vermittlung an Kinder und Jugendliche.

Kontakt

Staatstheater Kassel - Schauspielhaus / TiF
Friedrichsplatz 15
D-34117 Kassel

Telefon: +49 (0)561-10 94 - 0
E-Mail: info@staatstheater-kassel.de

Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Staatstheater Kassel - Schauspielhaus / TiF

Schauspiel

König Lear

Eine Tragödie von William Shakespeare
in der Übersetzung und Bearbeitung von Thomas Melle

Premiere: 30.1.2026

„Welche von euch liebt mich am meisten?“, fragt König Lear seine drei Töchter Goneril, Regan und Cordelia, um sein Reich nach dem beschworenen Liebesbekenntnis gerecht unter ihnen aufzuteilen. Doch er verrechnet sich: Ausgerechnet seine liebste Tochter Cordelia weist den Liebeswettbewerb zurück und fordert stattdessen Ehrlichkeit. Lear – außer sich vor Wut – verbannt sie und teilt sein Land unter den anderen beiden Töchtern auf. Bedingung: Er und sein Gefolge werden Monat für Monat abwechselnd von einer der beiden verpflegt und untergebracht. Doch Goneril und Regan sind dieser Forderung schnell überdrüssig, wollen ihn loswerden und entmachten ihn bei der erstbesten Gelegenheit. Der einstmals große König, gänzlich auf die nackte menschliche Existenz reduziert, verfällt zunehmend dem Wahnsinn, von allen verlassen – außer seinem Hofnarren. Da kommt Meldung aus Frankreich, dass die verbannte Cordelia ein Heer aufgestellt hat, um ihn zu retten und gegen die eigenen Schwestern zu kämpfen. Eine beispiellose Gewaltspirale wird in Gang gesetzt. An ihrem Ende sind alle tot. Fast.



Wie sieht es heute aus, wenn ein Herrscher abtritt und sein Land oder seinen Besitz der nächsten Generation übergibt? Ändern sich damit Machtstrukturen? Thomas Melle bleibt in seiner Bearbeitung zwar nah an der Handlung des Originals, verschiebt jedoch wichtige Akzente hin zu einem zeitgemäßen Generationenkonflikt und katapultiert das Stück auch sprachlich ins Heute, in eine Welt im Umbruch. In dieser Welt kämpfen verfeindete Lager mit Hilfe von „alternativen Wahrheiten“, niemand diskutiert miteinander, stattdessen ringen alle hasserfüllt um Deutungshoheit. Doch was hält die Weltgemeinschaft noch zusammen, wenn sie von keiner gemeinsam geteilten Wahrheit mehr getragen wird?

In der Regie von Lars-Ole Walburg, bekannt in Kassel unter anderem als Regisseur von Singletreff (UA), Auf Wache (UA) und Der Funke Leben (UA), entwickelt sich Shakespeares grausame Tragödie zu einem düsteren Sinnbild für unsere moderne Gesellschaft, in der sich verschiedene Weltanschauungen und Realitäten ohne Kommunikationsbereitschaft unversöhnlich gegenüberstehen – und Machtgier die einzige Konstante bleibt.

Regie: Lars-Ole Walburg
Bühne: Maria-Alice Bahra
Kostüme: Maria Walter
Musik (auch Live): Martin Engelbach
Licht: Brigitta Hüttmann
Projektidee: Patricia Nickel-Dönicke
Dramaturgie: Alexander Olbrich

In Kooperation mit dem Fachgebiet Literaturwissenschaft Anglistik und Amerikanistik der Universität Kassel.

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Schauspiel

Welcome to the BATES MOTEL

Uraufführung: 6.2.2026

Kassel, 2006: Mit nur 41 Jahren verstirbt Markus Zimmer an Multiorganversagen. Freund:innen und Familie konnten ihn nicht vor seiner Sucht retten. Ein genialer Musiker, ein sensibler Mensch, bekannt für seinen Geschlechterklischees unterwandernden Stil, sein ausschweifendes Leben und seine Musik.

„Feels like I’m in heaven, oh I feel so fine. If you were only here my friend, you would have a real cool time.“

Markus Zimmer, genannt Zimbl, war der charismatische Frontmann der Punkband The Bates, die mit ihren eingängigen Melodien sowie rotzigen Coverversionen bekannter Poptitel die deutsche Musikszene der Neunziger Jahre und der Jahrtausendwende prägten - weit über Nordhessen hinaus.

„You forgot to kick some asses, you forgot to kick some asses…“

In einem Motel zwischen Eschwege und Phoenix: Seltsame Gäste weht es in einer Gewitternacht in das Bates Motel: einen Schlagzeuger, lädiert durch einen Autounfall, einen Priester mit einem geheimnisvollen Koffer, eine mysteriöse Geschäftsfrau auf der Flucht. Was wollen sie von dem schüchternen Rezeptionisten? Und wer ist die seltsame Frau mit dem Messer…? Alfred Hitchcocks Film Psycho war die Inspiration für den Namen der Band, die der junge Zimbl und seine Freunde Klube, Armin und Pogo - zu denen später noch Reb und Dully stießen – gründeten.

20 Jahre nach Zimbls Tod inszeniert und schreibt Regisseur Dominique Schnizer einen Theaterabend über Zimbl, mit Erinnerungen seiner Freund:innen und Wegbegleiter:innen und der unsterblichen Musik der Bates. Und auch der fiktive Namensgeber der Band hat einen Auftritt. Verbunden in ihrer Einsamkeit begegnen Norman Bates und Zimbl ihren inneren Dämonen. In einem Motel irgendwo zwischen Eschwege, Hessen und Phoenix, Arizona durchleben sie noch einmal die entscheidenden Momente ihrer eigenen komplizierten Geschichte.

„Feels like I’m in heaven“

In Kooperation mit Scheibenbeisser – Hessens großer und unabhängiger Schallplatten- und CD-Laden.

Musikalische Stückentwicklung von Dominique Schnizer

Regie: Dominique Schnizer
Bühne und Kostüme: Christin Treunert
Musik (auch Live): Augustin Zimmer
Projektidee: Patricia Nickel-Dönicke

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Tanz

SEASON 5: Let’s Talk About Blossom & Decay

Tanz-Uraufführung von Robozee

„Tanz ist die Mathematik der Bewegung zur Musik.“ (Robozee)

Mit Blossom & Decay widmet sich Robozee einem der grundlegendsten und doch tiefgründigsten Zyklen des Lebens – dem stetigen Wechsel von Wachstum und Verfall. Blossom & Decay zeigt den fragilen Kampf zwischen Individuum und Gemeinschaft, zwischen Kontrolle und Hingabe. Es thematisiert die paradoxe Schönheit des Lebens, die sich im Angesicht von Zerstörung und Verfall immer wieder neu entfaltet, nur um erneut in den Abgrund zu stürzen.

Robozee lässt in Blossom & Decay die pulsierenden Rhythmen des urbanen Tanzes auf das Spielzeitthema von TANZ_KASSEL stoßen, das japanische Konzept des Kaika (Ë“ü£). In einer Welt, die von Chaos, Zerstörung und sozialer Unruhe geprägt ist, wird der Moment der Blüte zu einem Symbol für die paradoxe Schönheit, die aus Dunkelheit und Vernichtung hervorgeht, um schließlich wieder in die Zerstörung zu führen.

Der Sound von Randomhype, alias Christian Düchtel, in Blossom & Decay ist mehr als nur ein klanglicher Hintergrund: Er wird zum Nährboden, auf dem sich der Tanz entfaltet. Elektronische, urbane und pulsierende Klänge verstärken den Zyklus von Wachstum und Verfall und machen ihn erlebbar. Diese musikalische Basis beeinflusst den Tanz und wird gleichzeitig von ihm geprägt, ähnlich wie die Umwelt das individuelle und kollektive Leben beeinflusst.

„Blossom & Decay lädt ein, die Vergänglichkeit des Lebens zu erkennen und zugleich den flüchtigen Moment von Schönheit und Aufblühen zu würdigen. Ich fordere das Publikum heraus, sich der Zerbrechlichkeit des Seins und der dualen Natur von Schönheit und Verfall bewusst zu werden. Dabei hinterfrage ich die Auswirkungen des Kapitalismus. Der Tanz wird so zu einer physischen Reflexion über das Werden und Vergehen im Kontext einer von kapitalistischen Interessen geprägten Welt.“ (Robozze)

Christian Zacharas alias Robozee ist eine prägende Figur der Tanz- und Improvisationsszene. Er ist eine feste Größe in der deutschen Hip-Hop- und Popping-Szene und trägt maßgeblich zur Weiterentwicklung dieser Kunstform bei.

Choreographie: Robozee
Bühne und Kostüme: Nuphar Barkol
Sounddesign: Randomhype
Licht: Stefanie Dühr
Video: Nuphar Barkol
Dramaturgie: Lars Gunnar Anderstam, Thorsten Teubl

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Familientheater

Rotkäppchen und Herr Wolff

JUST / Familienstück zur Weihnachtszeit von Sergej Gößner
für alle ab 6 Jahren

Im Märchenwald herrscht Panik! Die sieben Geißlein sind verschwunden, und plötzlich ist nichts mehr, wie es war. Schnell verbreiten sich Gerüchte, dass ihr Verschwinden mit der Ankunft des Wolfs zu erklären ist. Schließlich weiß doch jeder, dass die Fremden aus dem Dunkelwald von Grund auf hungrig und hinterhältig sind. Oder? Rotkäppchen äußert Zweifel: Sollte man den Wolf nicht erst einmal befragen, bevor man ihn verurteilt? Zufällig lernt sie den vermeintlichen Schuft auf dem Weg zur Großmutter kennen. Herr Wolff, so sein Name, benimmt sich zwar etwas seltsam, ist aber eigentlich ganz charmant. Und vor allem fühlt er sich ziemlich allein. Gemeinsam mit ihrer stricksüchtigen Großmutter überlegt sich Rotkäppchen einen Plan, wie man Herrn Wolff helfen und ihn vor dem schießwütigen Jäger schützen kann.

Antonie Zschoch studierte Regie an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. Am Staatstheater Braunschweig inszenierte sie Texte von Édouard Louis und Nathaniel Hawthorne. Sie arbeitet außerdem unter anderem am Theater Osnabrück und am Theater Lüneburg, wo sie sich 2024 mit Der fabelhafte Die von Sergej Gößner dem jungen Publikum vorstellte.

Zur Einstimmung auf den Theaterbesuch gibt es für Zuschauer:innen und Lehrkräfte die Möglichkeit, sich ein Vorbereitungsvideo mit Blick hinter die Kulissen, interaktiven Übungen und Informationen zum Stück anzuschauen.

Regie: Antonie Zschoch
Bühne: Nathalie Schatz
Kostüme: Isabell Heinke
Musik: Rasmus Zschoch
Licht: Oskar Bosman
Dramaturgie: Bernadette Binner
Theaterpädagogik & theaterpädagogische Vermittlung: Elisabeth Müller

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© Isabel Machado Rios
Schauspiel

Schamparadies

von Sina Ahlers

In einem Mietshaus am Kanal, außerhalb der Stadt, wohnen Mutter und Tochter. Die Mieten steigen und auch auf alle weiteren Krisen in ihrem Leben reagiert die Mutter handlungsunfähig und lethargisch. Da helfen auch die Vorwürfe und Bemühungen ihrer Tochter Vera nicht.

Getrieben von (vererbten) traumatischen Erinnerungen überquert Vera den Kanal. Auf der gegenüberliegenden Flussseite ist die Welt eine andere. Es riecht nach Körpern, es wuchert, es ist … Abseits. Hier sorgen zwei Furien, Tine und Mascha, dafür, dass die Scham einen festen Platz bekommt. Sie greifen gesellschaftliche Tabus an, schlagen, prügeln und bringen so die innersten Abgründe der Menschen zum Vorschein.

Eine unheimliche und schöne Utopie. Käme es nicht zu diesem brutalen Zwischenfall in Garten Eden, als Matthias sich plötzlich einmischt.

Sina Ahlers, Autorin des Erfolgsstücks Milch & Schuld (UA), erhielt für Schamparadies den Autor:innenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2020.

In diesem Text, der nun am Staatstheater Kassel zur Uraufführung kommt, mischt Sina Ahlers knallhart Realismus und Expressionismus, Bildhaftes mit ihrer eigenen Direktheit. Mal entlarvend humoristisch, mal schmerzhaft radikal, befragt sie Status und Körper. In einer ganz eigenen Formsprache legt sie den schmalen Grat zwischen Intimität und sexuellem Missbrauch offen und blickt so der Scham und ihren Ursprüngen ganz schamlos ins Gesicht

In der Regie von Olivia Müller-Elmau, Regisseurin auf der Suche nach den widersprüchlichen zwischenmenschlichen Beziehungen und Gefühlen, werden Trauma und Scham, die, teils über Generationen hinweg, fest in den Körpern sitzen und dort wuchern, sinnlich erfahrbar.

In Kooperation mit Mädchenhaus Kassel 1992 e.V.

Regie: Olivia Müller-Elmau
Bühne und Kostüme: Julius Böhm
Sounddesign: Jens Kilz
Projektidee: Patricia Nickel-Dönicke
Soufflage: Camilla Colonna

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© Sylwester Pawliczek
Schauspiel

Stück aus Holz

Eine Komödie von Felicia Zeller

Ein Besuch im Forstamt, vielleicht in Hessen, dem Bundesland mit eigenem Urwald: Ein Sturm hat im Wald gewütet und die sowieso über Jahrzehnte ausgebeutete Forstanlage noch weiter beschädigt. Doch auch von Menschen abgeladener Müll, die hohe Waldbrandgefahr und der Borkenkäfer machen den Förster:innen in diesem Holzstück zu schaffen. Zu allem Überfluss sind durch die Aufräumarbeiten auch noch die geregelten Arbeitszeiten im Forstamt in Gefahr. Die Bedrohungslage ist ernst in Felicia Zellers neuestem Stück, in dieser waldigen Komödie voller hölzerner Sätze.

Konfrontiert mit einer sich rasant verändernden Welt, in der Holz und Profit nah beieinander liegen, werden die Förster:innen und ihr Revierleiter vor die Frage gestellt, ob „Wald“ sich wirklich immer lohnen muss oder ob nicht doch das Nichtstun die Antwort sein könnte. Vielleicht kann die neu ernannte „Försterin für Umweltschutz und Nachhaltigkeit“ die Probleme beseitigen? Oder doch die Podcasterin Noa, die das Geschehen dokumentiert, einen Blick von außen behält und sogar den Borkenkäfer interviewt?

In Stück aus Holz (UA), einem Auftragswerk für das Staatstheater Kassel, stehen Baumreihen neben Satzreihen, finden sich Kahlflächen und verlieren sich abgesägte Sätze im Wald.

Die Autorin Felicia Zeller, bekannt für ihren scharfen Blick und bitterbösen Humor, schreibt Theatertexte und Prosa. Ihre Stücke wurden mehrfach zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Stück aus Holz (UA) ist ihre erste Arbeit für das Staatstheater Kassel, jedoch nicht ihre erste Zusammenarbeit mit der Regisseurin Marie Bues. Das Stück aus Holz wird der fünfte Text von Felicia Zeller sein, der in der Regie von Marie Bues auf die Bühne kommt. Bues ist bekannt für ihre experimentellen zeitgenössischen Theaterpraktiken und ihre enge Zusammenarbeit mit Autor:innen der Gegenwartsdramatik. Seit der Spielzeit 23/24 ist sie Mitglied des Leitungsteams am Schauspielhaus Wien.

Regie: Marie Bues
Choreographie: Mason Manning
Bühne und Kostüme: Indra Nauck
Sounddesign: Lila-Zoé Krauß
Licht: Oskar Bosman
Dramaturgie: Ulf Frötzschner

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Kindertheater

Wall/Flower

Tanz-Uraufführung von Anne Suurendonk
JUST / für alle ab 14 Jahren

Like Flowers through Walls.
Alles bebt, die Wände wackeln. Erschütterungen, Erdstößen gleich.
Risse in der Fassade.

Das Erwachsenwerden, die sogenannte Pubertät, ist geprägt von Veränderungen, Herausforderungen und Erwartungen. „Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt“; das emotionale Auf und Ab in der Pubertät ist sprichwörtlich. Neue Entwicklungen und Verknüpfungen im Gehirn führen zu spontanen Ideen und Impulsen, zu Gefühlsausbrüchen und zu Neuorientierung. Dabei können sich bereits vorhandene Charaktereigenschaften weiterentwickeln oder ganz neue Persönlichkeiten entstehen.

In Wall/Flower erkundet die niederländische Choreografin Anne Suurendonk mit Tänzer:innen von TANZ_KASSEL die Spannungen zwischen dem Intro- und Extrovertiert-Sein. Zwei scheinbar gegensätzliche Kräfte, die als Kategorisierungsvarianten menschlicher Verhaltensweisen dienen. Die Tänzer:innen verkörpern den Konflikt zwischen der ruhigen Anziehungskraft der Selbstreflexion und dem Drang, sich mit der Welt zu verbinden. Eine tänzerische Erkundung des „Aufblühens“ in einer Welt, die sich ständig verändert und ständige Veränderung erfordert.

Anne Suurendonk studierte Tanz an der Amsterdam School of Arts und arbeitete anschließend als freiberufliche Choreografin. Von 2020 bis 2024 war sie Hauschoreografin am Danstheater AYA, wo sie auch für junges Publikum arbeitete. In ihrer Arbeit geht es um Emotionen und darum, wie man der inneren Welt eine Form geben kann. Im Zentrum steht ihre rhythmische, dynamische Bewegungssprache, angetrieben von elektronischer, zeitgenössischer Musik.

Zur Einstimmung auf den Theaterbesuch gibt es für Schulklassen die Möglichkeit, mit der Tanzpädagogin Ilana Reynolds durch Physical introductions und Physical traces den Vorstellungsbesuch vor- und nachzubereiten. Für detaillierte Informationen wenden Sie sich bitte an ilana.reynolds@staatstheater-kassel.de

Choreographie: Anne Suurendonk
Bühne und Kostüme: Anna-Maria Peter
Sounddesign (bis Premiere): Tom van Wee
Licht: Stefanie Dühr
Dramaturgie: Carlotta Rogge, Lars Gunnar Anderstam
Produktionsleitung: Barbara Frazier

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Schauspiel

Triage

Schauspiel von Maya Arad Yasur

Deutsch von Matthias Naumann

Das Schauspiel legt erneut einen Fokus auf zeitgenössische israelische Dramatik und zeigt in einer deutschsprachigen Erstaufführung Triage, das neue Stück
der israelischen Autorin Maya Arad Yasur. Sie ist dem deutschen Theaterpublikum bereits durch Werke wie Gott wartet an der Haltestelle und Amsterdam bekannt. In Triage widmet Arad Yasur sich nun dem komplexen Thema der medizinischen Prioritätensetzung unter den Bedingungen knapper Ressourcen in einem Katastrophenfall.

Prof. Robinson, die Leiterin einer Intensivstation, steht vor der schwierigen Aufgabe, über die Verteilung lebenswichtiger Ressourcen, insbesondere Beatmungsgeräte, zu entscheiden. Dabei werden ihre eigenen professionellen Entscheidungen durch die persönlichen Krisen in ihrer Familie – dem Kampf ihres Mannes mit Parkinson, der ihre ganze Aufmerksamkeit und emotionale Kraft fordert – beeinträchtigt, was ihre Situation noch verzweifelter macht. Dr. Aydin ringt ebenfalls mit den Grundsätzen der medizinischen Ethik, während zugleich seine Frau ein Kind zur Welt bringt. Diese Figuren verdeutlichen die inneren Konflikte und moralischen Dilemmata, mit denen medizinisches Personal in Extremsituationen konfrontiert wird: Vor dem Hintergrund einer weitreichenden Brandkatastrophe und der daraus resultierende Überlastung der Krankenhäuser wird eine kaum zu ertragende Atmosphäre geschaffen, die Ärzte und Pflegekräfte zu schnellen, oft herzzerreißenden Entscheidungen über Leben und Tod zwingt.

Triage beleuchtet die rohe Realität derjenigen, die mit den Schattenseiten ihrer Berufung konfrontiert werden, wo jede Entscheidung das Potenzial hat, sowohl zu retten als auch zu zerstören: Wer von zwei Brüdern soll das letzte Beatmungsgerät erhalten? Was tun, wenn man seinem eigenen Mann nicht helfen kann?

Josua Rösing wird mit Triage seine zweite Inszenierung eines israelischen Textes machen. Bereits 2023 hatte Die Friedensstifterin von Avishai Milstein Premiere und ist seit dem zum Reclaim Kunstfreiheit Festival nach Berlin, zum Open The Doors Festival nach Kattowice und zu den Hessischen Theatertagen nach Gießen eingeladen worden.

Regie: Josua Rösing
Bühne und Kostüme: Michael Lindner
Musik: Alexandra Holtsch
Dramaturgie: Elias Lepper
Video: Jens Bluhm

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Werkstatt/Workshop

Mittendrin statt nur dabei

Mittendrin … im Bühnenbild

Beim nächsten Mittendrin-Workshop am 16. und 17. Januar gibt Vincent Großer, Bühnenbildner und Ausstattungsassistent am Staatstheater, Einblicke in den Beruf des:der Bühnenbildner:in. Gemeinsam werden wir eigenen Idee für einen Bühnenraum entwickeln- von den technischen Grundlagen bis hin zum Modellbau. Außerdem gibt es im Rahmen einer Exkursion spannende Einblicke hinter die Kulissen und in die Bühnentechnik des Schauspielhauses.

Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich!

Die Workshopreihe „Mittendrin statt nur dabei“ richtet sich an theateraffine und kulturinteressierte Menschen, die gern mehr über die Arbeit am Theater erfahren möchten. Künstler:innen des Staatstheaters zeigen, was es heißt, sich tagtäglich mit Darstellender Kunst zu beschäftigen. Sie geben Einblicke in ihren Arbeitsalltag, vermitteln die Basics ihres Berufsfeldes und geben die Möglichkeit, sich selbst auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Anmeldung unter plus@staatstheater-kassel.de

Preise pro Termin:
Die Teilnahmegebühr beträgt 95 Euro, für Pädagog:innen 55 Euro und ermäßigt 35 Euro. Die Teilnehmer:innenzahl ist begrenzt auf 12 Menschen. Eine verbindliche Anmeldung ist ab sofort per Mail an: plus@staatstheater-kassel.de möglich. Eine Absage ist bis zwei Tage vor Workshopbeginn kostenlos, ansonsten wird eine Gebühr von 35 Euro fällig.

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Schauspiel

Great Balls of Fire! - Die Jerry Lee Lewis Story

Eine musikalische One-Man-Show von und mit Justin Hibbeler

Die lodernden Geschichten von Sünde und Erlösung kommen aus Radio und Bibel: sie schlagen Funken in gebietender Predigt und lockendem Pop. Ein verlorener Sohn, Jerry Lee Lewis, stürmt aus der tiefsten Provinz ins nationale Rampenlicht, heiratet heimlich seine 13-jährige Cousine, die nur eine seiner insgesamt sieben Frauen sein wird, und wird verdammt. Jahre später beobachtet ein Nachtwächter von Graceland – dem Anwesen von Elvis Presley –, wie sich ein 76er Lincoln Continental schnarrend durch den Kies der Zufahrt gräbt und nach einer letzten Beschleunigung das Tor rammt. Der Fahrer ruft mit einer Stimme ebenso schallenden Chroms: „I want to see Elvis! Just tell him, the killer’s here.“

Justin Hibbeler spielt, singt und erzählt die Story von Jerry Lee Lewis, die auch die Geschichte des Rock ’n’ Roll selbst ist und davon, wie Lewis Schwarze und weiße Musik zusammengebracht hat. Entlang der hämmernden und schmachtenden Songs geht dieser Abend auf eine Reise durch trübe Swimmingpools, schwitzige Tanzsäle und die britische Klatschpresse. Das Ende ist nah, die Hölle heiß.

Great Balls of Fire! – Die Jerry Lee Lewis Story, von unserem neuen Ensemblemitglied Justin Hibbeler, ist eine Übernahme des Landestheater Tübingen. Dort hatte es 2023 Premiere. Wir haben die
Produktion nun nach Kassel geholt, wo sie wechselnd im Theaterstübchen und im TiF zu sehen sein wird.

Regie: Justin Hibbeler
Mitarbeit Regie: Olivia Müller-Elmau
Bühne und Kostüme: Sibylle Pfeiffer
Dramaturgie: Carlotta Huys
Dramaturgie Wiederaufnahme: Alexander Olbrich

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Schauspiel

Milch & Schuld

Schauspiel von Sina Ahlers

Wir müssen über Mutterschaft und unbezahlte Care Arbeit von Frauen reden! Wie sieht die Arbeit des Körpers vor, während und nach der Geburt aus? Abgesehen von den biologischen Veränderungen und Rentenlücken, die entstehen, ist eine Schwangerschaft eine der größten Herausforderungen und auch Wunder, die der weibliche Körper leistet. Ist diese Art von Arbeit eigentlich monetär zu bezahlen?

In der Uraufführung Milch & Schuld der Autorin Sina Ahlers, einem Auftragswerk des Schauspiels, geht es um Leihmutterschaft, eines der Tabuthemen unserer Gesellschaft.

Zartie hat wenig Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Sie stellt einem Paar, das biologisch keine Kinder bekommen kann, ihren Körper, ihren Geist und ihre Hormone zur Verfügung, um ein Kind für sie auszutragen. Und sie soll dafür bezahlt werden. Während der Pränataldiagnostik wird jedoch eine Entdeckung gemacht, die der „Kundin“ nicht zusagen wird, und die Zahlungs- bzw. Vertragspflicht aushebelt. Doch wer ist diese „Kundin“ überhaupt, die sich so sehnlich ein Kind wünscht? Auch sie fühlt sich ungenügend, fehlerhaft. Wie entscheidet sich Zartie, soll sie das Kind behalten? Ohne Mittel, allein, ohne Unterstützung?

Wie gehen wir damit um, wenn ein Kind nicht der „Norm“ entspricht, als ungenügend betrachtet wird, wie eine Taube mit einem Bein? Sie kann stehen, fliegen, alles, aber mit eben „nur“ einem Bein.

Sina Ahlers hinterfragt in ihrem Stück Existentielles. Gibt es sie, die „natürliche“, bedingungslose Mutterliebe, die Arbeit des weiblichen Körpers, den „Mutterinstinkt“ und wo stehen wir tatsächlich, wenn es um konservative Rollenbilder geht? Wo ist, sie, die vermeintlich „moralisch“ richtige Seite? Und welche Rolle spielt in dem Ganzen diese merkwürdige Bahnhofstaube?

Regisseurin Sarah Franke hat mit den Troerinnen: 2nd Season bereits bewiesen, dass sie sich den großen feministischen Themen mit einer körperlich, sprachlichen und bildlichen Kraft hingibt. Sie schaut auf alle (Nicht-)Mütter, auf alle Normen, Tabus, Kämpfe und die Schönheit dazwischen. All das findet sie in Ahlers Text.

Regie: Sarah Franke
Choreographie: Gili Goverman
Bühne und Kostüme: Ann-Christine Müller
Musik: Sven Michelson
Licht: Stefanie Dühr
Dramaturgie: Patricia Nickel-Dönicke

Altersempfehlung ab 16 Jahren

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Schauspiel

vor die hunde

ein Auftragswerk von Nora Mansmann
in einer Bearbeitung von Sarah Franke

"vor die hunde (UA)" ist eine szenische Collage von Wanderbewegungen aus Deutschland nach Brasilien seit dem 16. Jahrhundert. Im Mittelpunkt steht das deutsch-brasilianische Paar Marlene und Rosa. Um sie herum werden Schlaglichter auf verschiedene Zeitepochen geworfen. Menschen, die aus verschiedensten Gründen ihre Heimat verlassen haben, die sich (gewaltvoll) ein neues Zuhause geschaffen haben oder sich eben nie ganz heimisch fühlen konnten.

Vor knapp 500 Jahren hat sich Hans Staden aus Nordhessen auf den Weg gemacht und ist auf der Suche nach einem besseren Leben gleich zweimal zufällig in Brasilien gelandet. Danach schreibt er das erste deutschsprachige Buch über Südamerika: eine aus heutiger Sicht reißerische Schilderung von Begegnungen mit der indigenen Bevölkerung. In seiner Heimat fast vergessen, ist er in Brasilien bis heute eine bekannte Figur.

Die aus Kassel stammende Autorin Nora Mansmann verwebt die Erfahrungen von Staden mit denen, die Rosa und Marlene heute machen und die Andere in den 500 Jahren dazwischen gemacht haben. Eine vielschichtige Erzählung über Kolonialismus, Rassismus und die Verflechtung europäischer und südamerikanischer Geschichte. Immer wieder machen Menschen sich auf den Weg von Deutschland nach Brasilien. Emilie - die Frau des Kolonisten, die mit ihrem Mann nach Brasilien muss. Maria Kahle, die Nazipropagandistin, die zufällig dort war, als der erste Weltkrieg ausbrach. Stefan Zweig, der in Brasilien den Sehnsuchtsort gefunden hat, der das zerstörte Europa für ihn nicht mehr sein konnte. Und Rita, die Auswanderin - auch auf der Suche nach dem besseren Leben mit „Samba, Sonne, Lebensfreude.“

Eine Konfrontation mit Geistern der Vergangenheit und der Gegenwart: Stimmen aus der Kolonialgeschichte mischen sich ein, Hunde und Geister widersprechen einander. Die drohende Apokalypse ist als ständige Krise in den Lebensrealitäten der Figuren spürbar. Ein Scharfstellen auf einen Punkt in der Geschichte auf das Jetzt und doch die Gewissheit, das kann nicht das Ende sein, es wird weitergehen. Machen wir etwas anders?

vor die hunde (UA) ist die erste Arbeit für das Staatstheater Kassel der Autorin und Theatermacherin Nora Mansmann. Andere Arbeiten waren bereits zu sehen am Theater Osnabrück, am Maxim Gorki Theater Berlin und am Düsseldorfer Schauspielhaus. Nach Die Troerinnen: 2nd Season (UA) und Milch & Schuld (UA) ist dies Sarah Frankes dritte Regiearbeit am Staatstheater Kassel.

Regie: Sarah Franke
Choreographie: Gili Goverman
Autorin: Nora Mansmann
Kostüme: Isabell Heinke
Bühne: Ann-Christine Müller
Musik: Felix Thewanger
Projektidee: Patricia Nickel-Dönicke
Dramaturgie: Laura Kohlmaier

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Schauspiel

Faust Gretchen

Eine theatrale Videoinstallation von Bert Zander - gemeinsam mit Kasseler Bürger:innen nach Johann Wolfgang von Goethe

„Meine Ruh ist hin“ – einer der Sätze, die bleiben, wenn man sich den Zitatenschatz aus Goethes Faust vergegenwärtigt. Ein Zitat, das das Dilemma Margaretes, genannt Gretchen, widerspiegelt. Der wohlsituierte Gelehrte Dr. Heinrich Faust hingegen ist in der Sinnkrise, verjüngt durch den Bund mit Mephisto drängt es ihn immer weiter zu weltbewegenden Abenteuern und ganz nebenbei zieht ihn das „Ewig Weibliche“ an. Heinrich ist hin- und hergerissen und sucht den Lärm der Welt. Und Gretchen?

Goethe hat den realen Fall der Kindsmörderin Susanna Margaretha Brandt (1771) in Frankfurt verfolgt, parallel entstand sein Urfaust , der die althergebrachte Faust-Geschichte nunmehr um die Gretchentragödie ergänzt. Angesiedelt zwischen sozialer Situation und tragischer Liebesgeschichte erzählt sie das reale, fatale und ausweglose Schicksal einer jungen Frau jener Zeit. Nicht nur Faust und sein Begehren, sondern die gewaltigen Umstände der Zeit bringen Gretchen zu Fall. Frauen wie Gretchen waren meist unausgebildet, unwissend, abhängig und bedroht von Armut und Elend.

Welche Spuren hinterlässt Fausts Vorwärtsdrängen im Leben Gretchens, die in bürgerlichen, aber doch ärmlichen Verhältnissen lebt? Welche Chance hatte sie im Leben und wäre ein sozialer Aufstieg überhaupt möglich gewesen? Eine junge Frau zwischen Begehren, Selbstbehauptung und sozialem Zwang auf der einen Seite und Bürger:innen auf der anderen Seite, die Gretchens Geschichte zu kennen glauben und sie aus ihrer Perspektive nacherzählen. Für Ihre Rolle als Gretchen war Emilia Reichenbach 2022 für den Gustav Rühle Preis nominiert.

„Es ist Zeit, dass wir uns auf den Weg machen Gretchen 2021 ihre Würde zurückzugeben“, so Bert Zander, Regisseur und Videokünstler. Seine bisherigen Arbeiten an der Schnittstelle zwischen Videokunst und Theater waren u. a. an der Volksbühne Berlin, am Thalia Theater Hamburg und am Burgtheater Wien zu sehen. 2020 realisierte er für 3sat / ZDF Camus’ Die Pest als theatrale Miniserie.

Eine Kooperation mit der Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e. V.

Regie: Bert Zander
Bühne & Kostüme: Lene Schwind
Schnitt: Fabián Barba Hallal
Dramaturgie: Katja Prussas
Mitarbeit Regie: Natascha Zander
Regieassistenz: Lina Gasenzer
Theaterpädagogische Vermittlung: Sabine Koller, Elisabeth Müller

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Tanz

SEASON 3 - Let’s Talk About Sacre

TANZREIHE IM TIF

Letzter Frühling | Last Spring | אביב אחרון (UA)

Hinter Letzter Frühling verbirgt sich Le Sacre du Printemps von Igor Strawinsky, vielleicht das Schlüsselwerk der Musik- und Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts überhaupt. Strawinskys Frühlingsopfer war bereits bei seiner Uraufführung am 29. Mai 1913 in Paris ein Skandal. Claude Debussy bezeichnete das Werk aufgrund seiner gewaltigen musikalischen Klangdimensionen als „Massacre du Printemps“. Dahinter steckte ein Totalangriff des Komponisten und des Uraufführungschoreografen Vaslav Nijinski auf althergebrachte Sehgewohnheiten, auf die Ästhetik des klassischen Balletts und auf die perfiden Strukturen von Macht und Hierarchie im Theater. Beide stießen damit eine Türe auf zu etwas vollkommen Neuem, zu unserer Gegenwart. Strawinsky sollte Recht behalten: Paris hat seine schlechte Laune bei der Uraufführung schnell vergessen –
Le Sacre du Printemps gehört heute zu den meist gespielten Tanzstücken überhaupt.

Die beiden israelischen Choreografen Yossi Berg und Oded Graf tauchen in Letzter Frühling | Last Spring | אביב אחרון hinab in die Seele des Werks und legen es in seiner Verwundbarkeit offen. Ein Abenteuer beginnt. An diesem Abend wird Strawinskys Sacre zweimal zu erleben sein, einmal in einer Besetzung mit vier Tänzerinnen und einmal mit vier Tänzern. „Leidenschaft und Begehren, Eros und Thanatos, die Dynamik von Männlichkeit und Weiblichkeit treffen aufeinander – in einem Körper.“ Yossi Berg und Oded Graf

Yossi Berg und Oded Graf werfen Fragen auf, wie sich Geschlecht und menschliches Sein durch Bewegung, Formensprache, Dynamik und Ästhetisierung positionieren und verändern. Das Werk Le Sacre du Printemps entstand als monumentale Ikone am Vorabend des Ersten Weltkriegs – jetzt untersuchen die beiden Choreografen erneut die Fragen von Ethos, Opferbereitschaft und Nation im Kontext weiblicher und männlicher Energie. Ein Endzeitspektakel voller widersprüchlicher Bilder des kollektiven Gedächtnisses, welches von fanatischer Leidenschaft und stürmischer Sexualität bis hin zu Mitgefühl und poetischer Zärtlichkeit reicht.

Tanz-Uraufführung von Yossi Berg und Oded Graf (Israel)
Choreografie und Inszenierung: Yossi Berg, Oded Graf
Bühne und Kostüme: Sibylle Pfeiffer
Dramaturgie: Lars Gunnar Anderstam, Thorsten Teubl
Proben- und Trainungsleitung: Tse-Wei Wu

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Tanz

1|2|3 - Plattform für neue Choreograf:innen

Gastspiel im Rahmen von EMBODIED DISSENT - TANZ Festival

Die „1|2|3-Plattform für aufstrebende Choreografen” des Suzanne Dellal Centre ist ein jährliches Choreografie-Entwicklungsprogramm für neue israelische Choreografen.

Die Plattform dient als Inkubator für die nächste Generation israelischer Choreografen und fördert neue Stimmen, die die facettenreiche israelische Landschaft und Identität widerspiegeln. Sie begleitet die Teilnehmer auf ihrer künstlerischen Reise und bietet ihnen die notwendige Zeit und den Raum, um choreografische Techniken zu entwickeln, ihre künstlerische Stimme zu verfeinern und ihre kreativen Neigungen zu erkunden. Darüber hinaus bietet die Plattform pädagogische und berufliche Ressourcen. Die Teilnehmer nehmen an Meisterkursen teil und werden intensiv von internationalen und lokalen Choreografen sowie Künstlern aus verschiedenen Disziplinen wie Musik, Architektur, Kino und bildender Kunst betreut. Sie fördert die Zusammenarbeit und den Austausch und schafft ein unterstützendes Umfeld für das Lernen und die Entwicklung neuer Perspektiven innerhalb der lokalen Tanzszene.

Die Plattform umfasst drei Stufen, die jeweils in einer öffentlichen Aufführung gipfeln, und den ausgewählten herausragenden Künstlern werden berufliche Möglichkeiten geboten. Zu den zahlreichen beruflichen Möglichkeiten gehören internationale Residenzprogramme, die Teilnahme an Austauschinitiativen, Möglichkeiten zur Gestaltung von Tanzschulen und jungen Kompanien, kostenloser Zugang zu professionellen Tanzkursen und vieles mehr.

Das 1I2I3-Programm wurde mit Unterstützung des Lotterierats für Kultur ins Leben gerufen.

im Rahmen von EMBODIED DISSENT

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Schauspiel

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Gastspiel im Rahmen von EMBODIED DISSENT - TANZ Festival

Zwei Stücke von Roni Chadash, Klil Ela Rotshtain und Michael Getman

Roni Chadash: Victims & Images – Vol. 2 und Klil Ela Rotshtain: I could also be a black swan, verbinden zwei Perspektiven auf Körper und Identität. Während Victims & Images – Vol. 2 untersucht, wie Körperbilder, Wahrnehmung und stereotype Vorstellungen unsere Identität prägen, richtet Rotshtains Arbeit den Blick nach innen: auf die vielen Persönlichkeitsanteile, die in unseren inneren Gesprächen Gestalt annehmen und sichtbar werden wollen. Gemeinsam entsteht ein Raum, in dem äußere Images und innere Figuren aufeinandertreffen – und unser körperliches Sein neu erfahrbar machen.

Victims & Images – Vol. 2: Choreografie: Roni Chadash | Dramaturgie: Yael Biegon-Citron | Musik: Noa Ayali | Tänzer:innen: Romi Lahav and Shira Ben Uriel

I could also be a black swan: Choreografie, Sound und Tanz: Klil Ela Rotshtain

Study for String von Michael Getman

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Tanz

Masterclass zeitgenössischer Tanz

im Rahmen von EMBODIED DISSENT - TANZ Festival

Die israelischen Choreograf:innen Hila Nachshonov und Rotem Viner Tchaikovsky, deren Arbeiten im Nachwuchsprogramm 1|2|3 des renommierten Suzanne Dellal Centre während des Festivals präsentiert werden, geben eine gemeinsame Masterclass im zeitgenössischen Tanz. Der Workshop umfasst ein gemeinsames Aufwärmtraining sowie die Vermittlung von Bewegungsmaterial und choreografischem Repertoire aus ihren aktuellen Stücken. Die Teilnehmenden erhalten einen direkten Einblick in die künstlerische Praxis und Arbeitsweise der beiden Choreograf:innen. Die Masterclass findet in englischer Sprache statt. Für den Workshop wird eine Gebühr von 10 Euro erhoben.

Bewerbung erforderlich unter: thorsten.teubl@staatstheater-kassel.de

in Zusammenarbeit mit der AG Kassel der Deutsch-Israelischen Gesellschaft und in Kooperation mit dem Suzanne Dellal Centre for Dance and Theatre (Tel Aviv) und der Stadt Kassel, mit Förderung von SparkassenVersicherung und Hübner-Gruppe

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10

Staatstheater Kassel - Schauspielhaus / TiF

Das Staatstheater Kassel – Ein Theater mit Tradition



Das Staatstheater Kassel versteht sich mit seinen rund 500 festen Mitarbeitern als ein moderner Theaterbetrieb, der sich gleichermaßen der Tradition wie der Moderne verpflichtet fühlt. 30 Neuinszenierungen in den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater, dazu die Sinfonie-, Sonntags-, Kammer-, Familien-, Schüler- und Sonderkonzerte bilden Jahr für Jahr das große Angebot. Darüber hinaus sorgt ein umfangreiches theater- und konzertpädagogisches Programm für die Vermittlung an Kinder und Jugendliche.

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Bewertungen & Berichte Staatstheater Kassel - Schauspielhaus / TiF

Aufführungen / Oper Staatstheater Kassel Interim Kassel, Ludwig-Mond Str. 35D
Aufführungen / Theater Staatstheater Kassel Schauspielhaus Kassel, Friedrichsplatz 15
Aufführungen / Show OnTour Musicals
Dinner- & Konzertshow
verschiedene Orte
Ereignisse / Musical Chormusical
7 Worte vom Kreuz
Mitsingen beim Chormusical
Ereignisse / Festspiele Bad Hersfelder Festspiele 26.6. bis 16.8.2026
Ausstellungen / Museum GRIMMWELT Kassel Kassel, Weinbergstraße 21
Aufführungen / Theater Hessisches Landestheater Marburg Marburg, Am Schwanhof 68-72
Aufführungen / Theater BAC Theater Bad Arolsen Bad Arolsen, Amselweg 50
Aufführungen / Theater tic - Theater im Centrum Kassel, Akazienweg 24
Aufführungen / Komödie Komödie Kassel Kassel, Friedrich‐Ebert‐Straße 39
Aufführungen / Kulturveranstaltung Kulturhaus Dock 4 Kassel, Untere Karlsstraße 4
Aufführungen / Kindertheater Junges Theater Göttingen Göttingen, Bürgerstraße 15

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