Das Staatstheater Kassel - Ein Theater mit Tradition
Das Staatstheater Kassel versteht sich mit seinen rund 500 festen Mitarbeitern als ein moderner Theaterbetrieb, der sich gleichermaßen der Tradition wie der Moderne verpflichtet fühlt. 30 Neuinszenierungen in den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater, dazu die Sinfonie-, Sonntags-, Kammer-, Familien-, Schüler- und Sonderkonzerte bilden Jahr für Jahr das große Angebot. Darüber hinaus sorgt ein umfangreiches theater- und konzertpädagogisches Programm für die Vermittlung an Kinder und Jugendliche.
Ab Oktober 2025 steht das INTERIM auf dem Gelände der ehemaligen Jägerkaserne als Ausweichspielstätte während der Bauarbeiten am Opernhaus zur Verfügung - derzeit wird von mindestens fünf Jahren Bauzeit ausgegangen.
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Staatstheater Kassel - INTERIM Ludwig-Mond Str. 35D D-34121 Kassel
Der Champagner ist an allem schuld: Bevor der arrogante Eisenstein seine verordnete Haftstrafe antritt, lässt er es sich noch auf einem Fest des Prinzen Orlofsky gut gehen. Währenddessen empfängt seine Gattin Rosalinde zuhause ihren Liebhaber Alfred, bis der unglücklicherweise statt Eisenstein ins Gefängnis abgeführt wird. In der wohl berühmtesten Operette schwingt sich das dekadente Wiener Leben auf zum doppel- bödigen Tanz mit sektgetränkten Verwechslungsspielen, maskierten Seitensprüngen und bürgerlicher Scheinheiligkeit.
Regisseur Philipp Moschitz reiht dieses Spektakel ein in die beliebte Tradition der rauschenden Theaterbälle in Kassel und lässt das Publikum selbst Zeuge und Komplize der „Rache der Fledermaus“ sein: Mittendrin statt nur dabei wird ausgelassen gegessen, sich betrunken und das eine Bein im Walzertakt geschwungen, während das andere schon im Gefängnis steht. Temporeich und voller feinem Humor kommen alle zum Zug, vom gelangweilten Kammermädchen bis zum beschwipsten Gerichtsdiener.
Glücklich ist, wer vergisst, in welcher allzu vertrauten Dissonanz all die Leichtigkeit mit dem Wiener Zeitgeist steckt: beschämende Niederlage gegen die Preußen im Nacken, brodelnde Balkankrise und ein Börsencrash, der den hedonistischen Spekulanten ihre Feierlaune verdirbt.
Angeheizt durch die wirbelnden Ohrwürmer des Walzerkönigs Johann Strauss verheddert sich die Ballgesellschaft im süßen Strudel ungeahnter Konsequenzen. Unter der musikalischen Leitung von Kiril Stankow entspinnt sich ein kulinarisches Feuerwerk musikalischer Verlockungen, die das sinnlich-sündige Vergnügen komplettieren.
Musikalische Leitung: Kiril Stankow
Musikalische Assistenz und Nachdirigat: Viktor Jugović
Regie: Philipp Moschitz
Bühne und Video: Ayşe Gülsüm Özel
Kostüme: Claudio Pohle
Choreographie: Sven Niemeyer
Licht: Holger Tschersich
Dramaturgie: Felix Linsmeier
Chorleitung: Marco Zeiser Celesti
Termine
Sa 31.1.2026, 19:00 | Premiere
So 15.2.2026, 19:00
Fr 20.2.2026, 19:00
Tanz-Doppelabend
von Hofesh Shechter und Eyal Dadon
Hofesh Shechter zählt zu den herausragendsten und gefragtesten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Tanzszene. Er ist bekannt für seine eindrucksvollen Choreografien in einer einzigartigen Bewegungssprache, geprägt von hoher Physikalität und Körperlichkeit, mit eigenen Musikkompositionen in epischer Sprengkraft. tHE bAD ist eine abstrakte Choreografie, die darauf abzielt, gängige Muster und Strukturen zu durchbrechen, Anarchie zu leben und zu zelebrieren, aber auch zu hinterfragen. Das Stück feiert die Freiheit und die reine Bewegung, erforscht Rhythmus und choreografische Struktur(en) und untersucht im soghaft-vibrierenden Sound-Mix die Verbindung zwischen Musik und Bewegung, die Verbindung zwischen Leben und Tod.
Eyal Dadon untersucht in Shuv das zyklische Verhältnis von Leben und Tod. Der Titel Shuv, was im Hebräischen „wieder“ bedeutet, verweist auf das fortwährende Kommen und Gehen von Leben und Tod. Für Dadon ist der Tod nicht nur das Ende, sondern ein ständiger Begleiter des Lebens, der im Werk in den fließenden Übergängen zwischen musikalischen und tänzerischen Schichten sichtbar wird. Die Bewegungen der Tänzer:innen sind von einem ständigen „Wiederbeginnen“ geprägt, als ob der Tod immer nur der Vorbote eines neuen Anfangs ist. Das Zusammenspiel des Sounddesigners Gil Yaacov Nemet und die Einbeziehung von digitalen und traditionellen Klängen aus beduinischen Kulturen sowie der Verbindung mit John Adams Shaker Loops, verleihen der Choreografie eine einzigartige Dimension, die den Tod als ständige Präsenz in einem endlosen Zyklus von Geburt, Leben und Verfall begreift: eine tiefe Auseinandersetzung mit den ständigen Übergängen im Leben und der Vergänglichkeit.
Choreographie: Eyal Dadon
Licht: Holger Tschersich
Dramaturgie: Lars Gunnar Anderstam, Thorsten Teubl
Termine
Fr 23.1.2026, 19:00
So 1.2.2026, 19:00
Sa 14.2.2026, 19:00
Zu den weltberühmten Klängen von Verdis Triumphmarsch setzt sich Kassels neues Opernschiff in Bewegung auf seine Fahrt durch den Ozean des Weltmarkts und die Untiefen seiner globalen Krisen. Was als sinnliche Kreuzfahrt unseres theatralen Bühnen-Tankers in Kassels neuem INTERIM startet, wird bald zur Messlatte für ein zukünftiges Musiktheater des Erlebnisses. Und kaum sind wir in See gestochen, schon unken die einen, das Boot sei voll, während die anderen eine neue Verteidigungsfähigkeit einfordern, um den bisherigen Wohlstand an Deck zu erhalten.
Trotz seiner mehr als 200-köpfigen Besatzung aus Chor, Extrachor und Statisterie, Staatsorchester, Bühnenorchester und den berühmten sechs Fern-Trompeten sowie dem internationalen Cast aus hervorragenden Solist:innen kommt dieses musikalische Schiff der Träume schon bei der Jungfernfahrt mit Giuseppe Verdis Aida in gehörige Schieflage. Denn bald zeigt sich, dass Verdis rauschende Liebesgeschichte in erster Linie eine Parabel auf den europäischen Imperialismus ist – gerade in den beliebten Chorszenen mit ihren beißenden musikalischen Seitenhieben gegen das kriegslüsterne preußische Militär und seinen Kadavergehorsam. Dieses imperialistische Streben nach einem Platz an der Sonne weckt Erinnerungen an das im Uraufführungsjahr 1871 durch Preußen gewaltsam gegründete Deutsche Reich, das in den Mauern der 1910 gebauten Kasseler Jägerkaserne steckt. Auf deren ehemaligen Exerzierplatz wird das neue INTERIM des ehemals preußischen, jetzt hessischen Staatstheaters Kassel mit Verdis Monumentalwerk im Herbst 2025 eröffnet.
Hier gehen Kassels neuer Generalmusikdirektor Ainārs Rubiķis und Intendant Florian Lutz zusammen an Bord und erarbeiten ihre erste gemeinsame Produktion. Operngenuss und partizipative Überraschungen sind natürlich all inclusive. An diesem Ort wird im Geiste Verdis aus der Liebe zwischen der Sklavendienste leistenden Aida und dem Heerführer Radamès ein humanistisches Plädoyer gegen Volk und Nation, Religion und Militarismus, das deutlich macht, dass es kein richtiges Leben im Falschen gibt.
Die Produktion Aida wird durch die Fördergesellschaft Staatstheater Kassel e.V. unterstützt.
Musikalische Leitung: Ainārs Rubiķis
Musikalische Assistenz und Nachdirigat: Kiril Stankow
Regie: Florian Lutz
Bühne: Sebastian Hannak
Kostüme: Mechthild Feuerstein
Video: Konrad Kästner
Dramaturgie: Kornelius Paede
Chorleitung: Marco Zeiser Celesti
Termine
So 8.2.2026, 16:00
So 22.2.2026, 19:00
Sa 7.3.2026, 18:00
Glitzerstaub und Champagnerrausch: Das INTERIM verwandelt sich in die schillerndste Neujahrsparty der Stadt. Die Gala zum Neuen Jahr serviert sämtliche Köstlichkeiten, die das Theaterherz begehrt, und zündet ein musikalisches wie kulinarisches Feuerwerk, mit dem die besten Vorsätze in Erfüllung gehen.
TANZ_KASSEL lässt die Korken knallen, Staatsorchester und Opernensemble den Champagner flöten. Ganz ohne Böllerei wird also feinstes Entertainment zum Anstoßen geboten, bei dem Jung und Alt auf ihre Kosten kommen. Als Herzstück des schäumenden Fests soll das Beste aus der Erfolgsoperette Die Fledermaus nicht nur auf das neue Jahr einstimmen, sondern auch einzigartige Einblicke auf die fulminante Premiere geben. Denn egal, wie es um die Welt im Jahreswechsel steht: Glücklich ist, wer vergisst, was doch nicht zu ändern ist!
Musikalische Leitung: Kiril Stankow
Moderation: Philipp Moschitz, Felix Linsmeier
Kostüme: Claudio Pohle
Karten für die Gala-Vorstellungen am 31. Dezember sind ab sofort erhältlich – an der Theaterkasse am Friedrichsplatz oder telefonisch unter 0561 1094-222. Reservierungen sind ausschließlich telefonisch oder direkt an der Theaterkasse möglich.
Alle Informationen zu den Vorstellungen am 31. Dezember 2025 finden Sie unten.
Termine
Fr 2.1.2026, 18:00 | Ticket
So 4.1.2026, 18:00 | Ticket
Mit ikonischen Tanz-Kreationen von TANZ_KASSEL, die in den letzten zwei Jahren gemeinsam mit prägenden israelischen Choreographen wie Hofesh Shechter, Eyal Dadon, Yossi Berg und Oded Graf entwickelt wurden, zeigt das Festival eine große Bandbreite schillernder und atemberaubender Bewegungsformen in Kassel und dokumentiert die künstlerische Relevanz und ästhetische Vielfalt der bedeutenden zeitgenössischen Tanztradition aus Israel. Hinzu kommen Kreationen von Roni Chadash, Michael Getman und Klil Ela Rotshtain sowie die Nachwuchsplattform 1|2|3 des Suzanne Dellal Centre for Dance and Theatre, Tel Aviv. Gemeinsam zeichnen diese Arbeiten ein choreografisches Bild davon, wie Körper auf Veränderung reagieren, wie Bewegung Erinnerung speichert und wie künstlerische Handschriften kulturelle Zugehörigkeit ausdrücken können – ohne auf plakative Aussagen reduziert zu werden.
Inmitten aktueller politischer Spannungen bietet das Festival Raum für differenzierte künstlerische Stimmen – jenseits nationaler oder politischer Zuschreibungen. Es versteht Tanz als Medium des Erinnerns, des Dialoges und des Widerstands, das gerade in krisenhaften Zeiten neue Perspektiven eröffnet. Künstlerische Ausdrucksformen spiegeln nicht automatisch politische Positionen wider. Die Choreograf:innen und Tänzer:innen, die an EMBODIED_DISSENT teilnehmen, unterstützen nicht notwendigerweise die Politik ihrer Regierung. Vielmehr vertreten sie ein breites Spektrum an Standpunkten – darunter auch kritische und widerständige.
Gerade in Krisenzeiten ist es entscheidend, unterschiedlichen und teils kontroversen künstlerischen Stimmen Gehör zu verschaffen. Kunst spiegelt den gesellschaftlichen Puls wider: Strömungen, Spannungen und Fragen, die in der Öffentlichkeit präsent sind. Sie darf nicht durch politische Vorgaben eingeschränkt oder durch Boykotte unterdrückt werden. Unterschiedliche künstlerische Perspektiven sind unverzichtbar – als Raum für Reflexion, Kritik und neue Sichtweisen. EMBODIED_DISSENT versteht sich als Plattform für genau solche Stimmen – zur Auseinandersetzung, zur Erfahrung und zum Austausch.
Zugleich ist EMBODIED_DISSENT eine Einladung, sich mit Bewegung auseinanderzusetzen, die berührt – nicht nur durch Lautstärke, sondern auch durch Nuancen. Nicht nur durch inhaltliche Behauptungen, sondern auch durch die schiere Präsenz im Raum. Ein Anlass für alle, die Tanz als Ort des Dialogs, der Aufmerksamkeit und der gemeinsamen menschlichen Erfahrung verstehen möchten. Tanz als Übergangsraum für Reflexion und Gespräch – in dem verschiedene Perspektiven nebeneinander bestehen dürfen und können.
Musical nach dem gleichnamigen Paramount-Film (Drehbuch Mike White)
Musik von Andrew Lloyd Webber
Buch von Julian Fellowes
Gesangstexte von Glenn Slater | Deutsch von Timothy Roller
Basierend auf dem gleichnamigen Erfolgsfilm mit Jack Black folgt das mitreißende Rockmusical von Andrew Lloyd Webber dem gescheiterten Sänger Dewey Finn, der kurz vor einem Contest aus seiner Band geschmissen wurde. Um wenigstens die Miete bezahlen zu können, gibt Dewey sich als Aushilfslehrer aus und landet, ohne tatsächlich etwas von Mathe oder anderen Schulfächern zu verstehen, an einer Eliteschule. Wovon er aber eine Menge versteht, ist Musik! Als Hausaufgabe gibt er seinen Schüler:innen auf, Musik von Bands wie AC/DC, Led Zeppelin und Black Sabbath zu hören – die darauf, zum Ärger der Schulleiterin, zum Soundtrack des Schulalltags werden.
Die zu Beginn noch skeptischen Jugendlichen lassen sich bald von Deweys Begeisterung für Rockmusik anstecken und brechen aus ihrer braven Erziehung aus. Um aber beim Battle of Bands als richtige Rockband bestehen zu können, müssen die Schüler:innen alles geben.
Das Team um Regisseurin Marlene Pawlak, das zuletzt mit Emil und die Detektive das Kasseler Publikum begeisterte, setzt mit viel Humor Webbers Musical in die Raumbühne ANTIPOLIS. Die Kinder und Jugendlichen des CANTAMUS-Chores bevölkern als Schulgemeinschaft die Bühne und erkunden die transformative Kraft der Musik.
Zur Einstimmung auf den Theaterbesuch gibt es für Zuschauer:innen und Lehrkräfte die Möglichkeit, sich ein Einführungsvideo mit Blick hinter die Kulissen, interaktiven Übungen und Informationen zur Stückentwicklung anzuschauen. Ab April 2025 unter School of Rock auf www.staatstheater-kassel.de oder auf Nachfrage an theaterpaedagogik@staatstheater-kassel.de
Musikalische Leitung: Peter Schedding
Regie: Marlene Pawlak
Bühne: Wolf Gutjahr
Kostüme: Anna Rudolph
Licht: Holger Tschersich
Dramaturgie: Teresa Martin
CANTAMUS-Chor: Fiona Luisa, Peter Schedding
Video-Regie: Victoria Koberstein
Choreografie: Nele Neugebauer
Termine
Fr 13.2.2026, 11:00 | Wiederaufnahme
Sa 21.2.2026, 19:00
So 8.3.2026, 16:00und weitere Termine
Das Staatstheater Kassel - Ein Theater mit Tradition
Das Staatstheater Kassel versteht sich mit seinen rund 500 festen Mitarbeitern als ein moderner Theaterbetrieb, der sich gleichermaßen der Tradition wie der Moderne verpflichtet fühlt. 30 Neuinszenierungen in den Sparten Musiktheater, Schauspiel, Tanztheater, Kinder- und Jugendtheater, dazu die Sinfonie-, Sonntags-, Kammer-, Familien-, Schüler- und Sonderkonzerte bilden Jahr für Jahr das große Angebot. Darüber hinaus sorgt ein umfangreiches theater- und konzertpädagogisches Programm für die Vermittlung an Kinder und Jugendliche.
Ab Oktober 2025 steht das INTERIM auf dem Gelände der ehemaligen Jägerkaserne als Ausweichspielstätte während der Bauarbeiten am Opernhaus zur Verfügung - derzeit wird von mindestens fünf Jahren Bauzeit ausgegangen.
Anschrift:
STAATSTHEATER KASSEL
Friedrichsplatz 15
D-34117 Kassel