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Staatsoper Unter den Linden

Wer in der ehemaligen »Königlichen Hofoper« einen Opernabend erlebt, kommt nicht nur in den Genuss einer Aufführung des traditionell vorzüglich besetzten und geleiteten Ensembles, sondern hat zugleich die Gelegenheit, eines der schönsten Opernhäuser der Welt zu besichtigen.

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Staatsoper Unter den Linden
Unter den Linden 7
D-10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30-20 35 4 240

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Oper

La Calisto

Dramma per musica in drei Akten und einem Prolog (1651)

Barocktage 2026

Premiere: 8.11.2026

Musik von Francesco Cavalli
Text von Giovanni Faustini

Ein Meisterwerk der venezianischen Barockoper, komponiert von einem ihrer maßgeblichen Protagonisten. Ziemlich genau in der Mitte des 17. Jahrhunderts kreiert und auf die Bühne gebracht, zeichnet sich Francesco Cavallis La Calisto durch einen musikalischen Reichtum und eine außergewöhnliche Konturschärfe der Figuren aus, zudem durch ein anspruchsvolles Libretto voller ernster wie komischer Situationen und Charaktere.

Vielschichtig, geradezu labyrinthisch sind die Handlungsstränge, überraschend die Szenenwechsel und Wendungen des Geschehens. Die mächtigste aller Leidenschaften, die Liebe, ist die treibende Kraft, der alle Handelnden in Irrungen und Wirrungen unterworfen sind, seien es nun Götter, Naturwesen oder Menschen. Regisseur Stefan Herheim wird dieses bunte Kaleidoskop der Worte und Klänge in Art einer „barocken Science Fiction“-Ästhetik in Szene setzen, in all der thematischen Vielfalt und Farbigkeit, die dieser Oper innewohnt, an deren Ende ein Sternenhimmel steht. Und Christina Pluhar wird mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata den musikalischen Zauber entfalten.

Musikalische Leitung: Christina Pluhar
Inszenierung: Stefan Herheim
Bühne: Silke Bauer
Kostüme: Yashi
Licht: Karl Wiedemann
Video: Roman Hagenbrock
Choreographie: Beate Vollack
Dramaturgie: Kai Weßler, Detlef Giese

Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal

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Oper

La Vestale

Tragédie lyrique in drei Akten (1807)

Musik von Gaspare Spontini
Text von Victor-Joseph Étienne de Jouy

Julia ist bereit, das ihr auferlegte Gesetz zu brechen und lässt ihren geliebten Licinius an den Ort, wo sie nachts ein Feuer bewachen muss. Die Vestalin, Priesterin der Göttin Vesta, widersetzt sich dem „heiligen Gesetz“ und dem Hohepriester als dessen Hüter. Julia folgt ihrer Liebe und damit der Natur des Menschen. Für die Oberste Vestalin hingegen ist die Liebe „ein barbarisches Monster“ und Feindin der Göttin Vesta, deren unaufhörlich brennende Flamme die keusch lebenden Vestalinnen zu schützen haben.

La Vestale bescherte Gaspare Spontini 1807 im napoleonischen Paris den bis dahin größten Erfolg. Von 1820 bis 1841 leitete er als Preußischer Generalmusikdirektor die Königliche Oper in Berlin. Mit ihren groß dimensionierten Szenen wurde La Vestale eine der erfolgreichsten Opern des 19. Jahrhunderts. Die komplexen Chorstimmen, instrumentalen Effekte und Ballettmusiken prägten Komponisten wie Richard Wagner und Hector Berlioz. In ihrer Inszenierung spürt Lydia Steier, die hier zuletzt Les Contes d’Hoffmann auf die Bühne brachte, den schonungslosen Mechanismen eines autokratischen Regimes nach.

Musikalische Leitung: Carlo Rizzi
Inszenierung: Lydia Steier
Bühne: Etienne Pluss
Kostüme: Katharina Schlipf
Licht: Valerio Tiberi
Video: Etienne Guiol
Einstudierung Chor: Dani Juris
Dramaturgie: Olaf A. Schmitt

Sprache: In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal

Dauer: ca. 3:20 h inklusive zweier Pausen

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© Monika Rittershaus
Oper

L’elisir d’amore

Melodramma giocoso in zwei Akten (1832)

Musik von Gaetano Donizetti
Text von Felice Romani

Liebestränke haben in der Literatur Hochkonjunktur: Man denke nur an die mittelalterliche Geschichte von Tristan und Isolde, die – mehr als 30 Jahre vor Wagners Musikdrama – auch Eingang in Donizettis Oper gefunden hat. Den etwas einfältigen Nemorino bringt diese Legende dazu, die Annäherung an die angebetete Adina ebenfalls mittels eines Zaubertranks etwas beschleunigen zu wollen, den ihm der Scharlatan Dulcamara feilbietet.

Doch ähnlich wie bei Tristan und Isolde führt die Einnahme nicht zum eigentlich anvisierten Ziel. Denn als Nemorino betrunken auf Adina trifft – die berauschende Wirkung des Tranks ist nämlich auf seine hohen Prozente zurückzuführen –, wendet sich diese verärgert ab und beschließt kurzerhand, den schneidigen Soldaten Belcore zu ehelichen. Da braucht es eine zweite Flasche „Liebestrank“ und ausgiebige Hilfe von Gevatter Zufall, damit Nemorino und Adina doch noch zueinanderfinden und am Ende die ganze Dorfgemeinschaft von der Wirkung des Elixiers restlos überzeugt ist. Mit der köstlichen Naivität der Figuren nehmen Donizetti und sein Librettist Felice Romani auf liebevoll-zärtliche Weise Aber- und Leichtgläubigkeit auf die Schippe. Die Musik, die innerhalb von nur drei Wochen entstanden sein soll, gesteht den Protagonisten aber auch berührende, intime Momente zu, nicht nur in der berühmten Arie „Una furtiva lagrima“. Der unerschöpfliche Melodienreichtum macht L’elisir d’amore zu einem von Donizettis beliebtesten Bühnenwerken, das nun nach längerer Pause auf den Staatsopernspielplan zurückkehrt.

Musikalische Leitung: Giuseppe Mentuccia
Inszenierung: Percy Adlon
Bühne: Frank Philipp Schlößmann
Kostüme: Kathi Maurer
Licht: Franz Peter David
Einstudierung Chor: Gerhard Polifka

Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Dauer: ca. 2:30 h inklusive einer Pause nach dem 1. Akt

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Oper

Le nozze di Figaro

Opera buffa in vier Akten (1786)

Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Text von Lorenzo Da Ponte nach Pierre Augustin Caron de Beaumarchais

Unser Figaro macht Ferien: In einer Villa am Meer, in der Sommerfrische, kochen die Emotionen hoch, werden alte Rechnungen beglichen und Intrigen gesponnen. Am Ende dieses „tollen Tages“ jedoch steht das Verzeihen: Wieder einmal hat die Liebe gesiegt und lässt alle zufrieden zurück: Graf und Gräfin, Figaro und Susanna, Bartolo und Marcellina – und selbst Cherubino, der zuvor alles durcheinander gewirbelt hat.

Mozarts besonderes Interesse galt dem Musiktheater, der Opera seria wie der Opera buffa. Die Trilogie der „Da-Ponte-Opern“, in den mittleren und späten 1780er Jahren auf Libretti des italienischen Theaterdichters geschrieben, hat nicht umsonst Berühmtheit erlangt. Dabei ist der Figaro, schon zu Lebzeiten ein Erfolgsstück, zum Musterbeispiel einer "musikalischen Komödie" geworden, von Vielen bewundert, von Regisseuren, Dirigenten, Sängerinnen und Sängern und nicht zuletzt dem Publikum zu einem ihrer Favoriten erhoben. Kaum einem Komponisten ist es so wie Mozart gelungen, feine und feinste seelische Regungen seiner Figuren in der Musik offenbar werden zu lassen, ganz unmittelbar, hochgradig prägnant und eindrucksvoll. Jürgen Flimms Inszenierung erweckt Mozarts komödiantisches Meisterwerk zum Leben, indem sie den Figuren Raum gibt, im entspannten Ambiente, auf dem Lande nahe beim Meer, ihre Gefühlswelten zu eröffnen, ihre Wünsche und Neigungen zu artikulieren sowie Konflikte zu schärfen und wieder zu lösen.

Musikalische Leitung: Marc Minkowski
Inszenierung: Jürgen Flimm
Mitarbeit Regie: Gudrun Hartmann
Szenische Einstudierung, Spielleitung: Marcin Łakomicki
Bühne: Magdalena Gut
Kostüme: Ursula Kudrna
Licht: Olaf Freese

Dauer: ca. 3:25 h inklusive einer Pause nach dem 2. Akt

Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

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© Admill Kuyler
Ballett

Giselle

Liebe, Verrat und die Sehnsucht nach Vergebung prägen eines der bewegendsten Werke des Romantischen Balletts. Giselle, ou les Wilis wurde am 28. Juni 1841 an der Pariser Oper uraufgeführt und gilt als Höhepunkt jener Epoche, in der Tanz zur Verkörperung des Übernatürlichen wurde.

Im Mittelpunkt steht ein junges Bauernmädchen, das das Tanzen liebt und sich in den adligen Albrecht verliebt. Als Giselle erfährt, dass Albrecht einer anderen versprochen ist, zerbricht ihre Welt. Sie verliert den Verstand und stirbt an gebrochenem Herzen. Doch ihre Geschichte endet nicht mit dem Tod.

Als eine der Wilis, geisterhafte Bräute, die vor ihrer Hochzeit starben, wird sie Teil einer nächtlichen Gemeinschaft, die Männer zwingt, bis zum Tode zu tanzen. Im zweiten Akt, jener «weißen» Sphäre des Romantischen Balletts, begegnet Giselle Albrecht wieder. Ihre Bewegung wird zur Sprache des Mitgefühls und hebt die Grenze zwischen Leben und Tod auf.

Giselle gilt als Inbegriff des Romantischen Balletts und zugleich als Wendepunkt in der Tanzgeschichte. Die Vorstellung des ‹schwebenden Körpers› prägte das Ideal des Spitzentanzes und machte die Tänzerin zur Symbolfigur des Unerreichbaren.

In dieser Tradition steht die Inszenierung von Patrice Bart, die auf der Originalchoreographie von Jean Coralli und Jules Perrot beruht. Seit der Premiere im Jahr 2000 an der Staatsoper Unter den Linden berührt Patrice Barts Giselle mit ihrer Mischung aus klassischer Schönheit und zeitloser Intensität.

Choreographie und Inszenierung: Patrice Bart
Bühne und Kostüme: Peter Farmer
Licht: Franz Peter David
Dramaturgie: Christiane Theobald
Choreographische Assistenz: Claude de Vulpian
Einstudierung: Raffaella Renzi
Bühnenbildassistenz: Gerd Neubert
Musikalische Leitung: Robert Reimer
Staatskapelle Berlin

Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung

Empfohlen ab 7 Jahren

Dauer: 2h 20m inkl. einer Pause

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© Gianmarco Bresadola
Oper

Madama Butterfly

Tragedia giapponese in drei Akten (1904)

Musik von ​Giacomo Puccini
Text von ​Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach David Belasco

Lieutenant Pinkerton hat sich in Geisha Cio-Cio-San, genannt Madame Butterfly, verliebt und will sie nach japanischer Sitte heiraten, ohne damit eine dauerhafte Verbindung eingehen zu wollen. Butterfly liebt Pinkerton jedoch wirklich und bekommt ein Kind von ihm. Vergeblich wartet sie jahrelang auf die Rückkehr des Lieutenants. Als Pinkerton dann mit seiner neuen amerikanischen Ehefrau zurückkommt, um das Kind abzuholen, erdolcht sich Butterfly.

»Madama Butterfly« geht auf eine Novelle zurück, die angeblich eine wahre Begebenheit schildert. Seit um die Mitte des 19. Jahrhunderts die amerikanische Flotte die Öffnung der japanischen Häfen erzwungen hatte, begann auch umgekehrt der Einfluss der japanischen Kultur im Westen. Bald spielten Opern und Operetten in diesem neu zu entdeckenden Land, das trotz seines rapiden technologischen Fortschritts durch die Bewahrung seiner eigenen Kultur eine ganz andere Moderne versprach. Die Exotik des Milieus brachte Giacomo Puccini zu weit mehr als einer bloß kolonialistischen Anverwandlung ferner Musik: Er studierte Quellen zur Musik Japans, baute originale Melodien ein und ließ sich zu einer raffinierten Instrumentation und besonderen Klangfarben inspirieren. Sie machen die »japanische Tragödie« zu einer der berührendsten Opern der Geschichte. Eike Gramss’ Inszenierung zeigt behutsam das Aufeinandertreffen zweier Kulturen in einer schillernden japanischen Welt.

Musikalische Leitung: Giuseppe Mentuccia
Inszenierung: Eike Gramss
Bühne, Kostüme: Peter Sykora
Einstudierung Chor: Gerhard Polifka

Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Dauer: ca. 2:50 h inklusive einer Pause nach dem ersten Akt

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Oper

Tosca

Melodramma in drei Akten (1900)

Musik von Giacomo Puccini
Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Victorien Sardou

Als der revolutionär gesinnte Maler Mario Cavaradossi heimlich einem politisch Verfolgten zur Flucht zu verhelfen versucht, glaubt seine Geliebte, die berühmte Sängerin Floria Tosca, er betrüge sie mit einer anderen Frau. Der skrupellose Polizeichef Scarpia nutzt ihre Eifersucht, um Cavaradossi zu überführen und verlangt anschließend im Gegenzug für die Freilassung des Geliebten eine Nacht mit Tosca.

Mit einer stringenten Dramaturgie und ausgeprägtem Realismus schuf Puccini eines seiner schroffsten und dramatischsten Werke – einen Meilenstein der Operngeschichte. Vor dem Hintergrund des Konflikts zwischen Napoleons Revolutionsheer und den habsburgisch-päpstlichen Truppen im Jahr 1800, der den Protagonisten der Oper zum Verhängnis wird, entführt Puccini den Zuhörer akustisch ins Zentrum Roms: in die Kirche Sant’Andrea della Valle, den Palazzo Farnese und die Engelsburg, denen der Komponist je ein eigenes musikalisches Kolorit verlieh. In der Inszenierung des lettischen Schauspielregisseurs Alvis Hermanis bewegen sich die Sängerinnen und Sänger in einer psychologisch dichten Erzählung, verlegt in die Entstehungszeit der Oper um 1900. Die szenische Darstellung wird durch einen aufwendig gestalteten Graphic Novel der Bühnen- und Kostümbildnerin Kristīne Jurjāne ergänzt, der an den Originalschauplätzen des 17. und 18. Juni 1800 in Rom spielt und auf ein Bühnenbild von monumentaler Repräsentationsarchitektur projiziert wird.

Musikalische Leitung: Alexander Soddy
Inszenierung: Alvis Hermanis
Szenische Einstudierung, Spielleitung: José Darío Innella
Bühne, Kostüme: Kristīne Jurjāne
Licht: Gleb Filshtinsky
Einstudierung Chor: Gerhard Polifka

Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Dauer: ca. 2:30 h inklusive einer Pause

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© Opéra de Monte-Carlo – Marco Borrelli
Oper

Orfeo ed Euridice

Azione teatrale per musica (1762, 1769)

Barocktage 2026

Musik von Christoph Willibald Gluck
Text von Ranieri de’ Calzabigi

Wie kaum eine andere Oper hat Christoph Willibald Glucks Orfeo ed Euridice den Entwicklungsgang des Genres beeinflusst: Das 1762 in Wien uraufgeführte Werk bündelte auf geradezu mustergültige Weise die zahlreichen Reformansätze seiner Zeit. Die traditionelle Opera seria wurde durch Glucks Azione teatrale, die den natürlichen, authentischen Ausdruck der Figuren in den Mittelpunkt stellt, herausgefordert und gewissermaßen überwunden.

Der Orpheus-Mythos, der die Form der Oper selbst begründete und bis heute zu den beliebtesten Stoffen des Musiktheaters zählt, hatte mit Gluck eine vollkommen neue Ausformung gefunden. Seine Verarbeitung der Geschichte von Orpheus, der die Götter der Unterwelt mit seinem Gesang betörte, um seine geliebte Eurydike ins Leben zurückholen, ist von einer bis dahin nicht gekannten dramatischen Wahrhaftigkeit und lässt das Publikum tiefen Anteil nehmen an der Gefühlswelt der Protagonisten.

Musikalische Leitung: Gianluca Capuano
Halbszenische Einrichtung: Davide Livermore
Kostüme: Sofia Tasmagambetova
Video: D-Wok
Einstudierung Chor: Jacopo Facchini
Orfeo: Cecilia Bartoli
Euridice, Amore: Mélissa Petit
Il Canto di Orfeo, Les Musiciens du Prince - Monaco

Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

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Oper

L’incoronazione di Poppea

Opera musicale in einem Prolog und drei Akten (1642)

Barocktage 2026

Musik von Claudio Monteverdi
Text von Giovanni Francesco Busenello

Für seine letzte Oper griff Claudio Monteverdi 1642 erstmals auf einen Stoff mit historisch belegten Figuren zurück und schuf damit die erste „Sex-and-Crime-Story“ der Operngeschichte. Wie ein Politthriller erzählt das frühbarocke Meisterwerk von Macht und Liebesleidenschaft sowie von ihren Missbrauchsmöglichkeiten.

Poppea Sabina, die schönste Frau Roms, will nichts Geringeres als die Kaiserin an der Seite von Kaiser Nerone werden. So wendet sie all ihre Verführungskraft dazu auf, Nerone zur Verstoßung seiner Ehefrau Ottavia zu überreden. Als der kaiserliche Philosoph Seneca sich dem entgegenstellt, muss er dafür mit dem Tod bezahlen. Ottavia stiftet derweil den von Poppea verschmähten und betrogenen Ottone dazu an, die machthungrige Nebenbuhlerin zu ermorden. Der Anschlag kann jedoch vereitelt werden: Ottavia wird verstoßen und Poppea ist am Ziel ihrer Pläne, Wünsche und Träume.
Monteverdi und sein Librettist Busenello demonstrieren am Ende ihrer Oper ihre durchaus bittere Weltsicht: Keiner ihrer Akteure ist frei von Makel. Letztlich lassen die Autoren diejenigen triumphieren, die am skrupellosesten handeln. Monteverdi gelingt dabei das Kunststück, seine teils karikaturhaft gezeichneten, klanglich sehr differenziert charakterisierten Figuren zwar gelegentlich humorvoll bloßzustellen, andererseits aber auch immer wieder Empathie für sie zu erzeugen. Äußerst expressiv, mit sinnlichen Melodien und kühnen Harmonien verführt seine verblüffend avantgardistische Musik dazu, mit den Ehebrechern mitzufiebern – trotz ihres skandalösen Verhaltens.

Musikalische Leitung: Diego Fasolis
Inszenierung: Eva-Maria Höckmayr
Szenische Einstudierung, Spielleitung: Leander Teßmer
Spielleitung: Matteo Marziano Graziano
Bühne: Jens Kilian
Kostüme: Julia Rösler
Licht: Olaf Freese, Irene Selka

Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 16 Jahren

Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal

Dauer: ca. 3:45 h inklusive einer Pause nach dem 1. Akt

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Oper

Dido & Aeneas

Oper in einem Prolog und drei Akten (1689)

Barocktage 2026

Musik von Henry Purcell
Text von Nahum Tate nach dem 4. Gesang der „Aeneis“ von Vergil

Karthago, in mythischer Zeit. Der Held Aeneas, der aus dem brennenden Troja geflohen und mit seinen Schiffen über das Mittelmeer nach Nordafrika gelangt ist, trifft auf die schöne Königin Dido. Liebe erfüllt sie – und dennoch kommen sie nicht zueinander, da das Schicksal ruft. Aeneas zieht es fort nach Italien, um dort ein neues Reich zu gründen, während der verlassenen Dido kein Ausweg bleibt.

Eine einzige „richtige“ Oper nur hat Henry Purcell 1689 komponiert, ein Werk von besonderem melodischem Erfindungsgeist. Die in Vergils Epos Aeneis so eindrucksvoll erzählte Geschichte des Heroen und der karthagischen Herrscherin fand ihr Echo in einer nicht minder eindringlich gestalteten Musik. Menschliche Leidenschaften kommen unverstellt zum Vorschein, die Freuden und Aufregungen ebenso wie die Nöte und Sorgen, bis hin zu tiefster Verzweiflung über die Unerbittlichkeit des göttlichen Willens. Didos berühmte Klage, mit der sie ihr Leben und die Oper beschließt, stellt Purcells außergewöhnliche Ausdruckskraft unter Beweis, mit nur wenigen Tönen eine ganze Welt zu erschließen. Aber auch sein Vermögen, Tanzsätze und Chor von großer Melodienfülle und rhythmischer Prägnanz zu schreiben, lässt den von seinen Zeitgenossen hoch geschätzten und von der Nachwelt bewunderten „Orpheus Britannicus“ als einen wahren Ausnahmekomponisten erscheinen. Singen, Spiel und Tanz verbinden sich zu einer besonderen Form des Theaters.

Musikalische Leitung: Christopher Moulds
Inszenierung, Choreographie: Sasha Waltz
Musikalische Rekonstruktion: Attilio Cremonesi
Bühne: Thomas Schenk, Sasha Waltz
Kostüme: Christine Birkle
Licht: Thilo Reuther
Dramaturgie: Jochen Sandig, Yoreme Waltz

Sprache: In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal

Dauer: ca. 1:45 h – keine Pause

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© Monika Ritterhaus
Oper

Die Zauberflöte

Große Oper in zwei Aufzügen (1791)

Musik von Wolfgang Amadeus Mozart
Text von Emanuel Schikaneder

Sie ist einer der Klassiker im Repertoire der Staatsoper: August Everdings Inszenierung von Wolfgang Amadeus Mozarts Zauberflöte. Einzigartig macht sie die Rekonstruktion der 1816 für die damalige Hofoper Unter den Linden entstandenen Dekorationen von Karl Friedrich Schinkel – darunter etwa der berühmte Sternenhimmel der Königin der Nacht, einer Ikone der Bühnenbildkunst, die Zuschauer damals wie heute fasziniert.

Museales lag dem Regisseur Everding jedoch fern: Die Bühnenwelt nach den nunmehr gut 200 Jahre alten Entwürfen erweckte er durch eine zeitlose, temperamentvolle Inszenierung zum Leben, die 1994 an der Staatsoper Premiere feierte, an Esprit und Witz jedoch bis heute nichts eingebüßt hat. Prinz Tamino wird in letzter Sekunde von den drei Damen der Königin der Nacht vor einer Riesenschlange gerettet. Diese zeigen ihm ein Bild der Tochter der Königin, Pamina, in die er sich sofort verliebt. Zusammen mit dem kauzigen Vogelfänger Papageno macht er sich auf die Reise, seine Liebe zu finden, die sich – wie er erfährt – in den Fängen des Sonnenpriesters Sarastro befindet. Um die Frauen ihres Herzens für sich zu gewinnen, müssen sich Tamino und Papageno jedoch schweren Prüfungen unterziehen.

Musikalische Leitung: Tim Fluch
Inszenierung: August Everding
Szenische Einstudierung, Spielleitung: Katharina Lang
Bühne: Fred Berndt, nach Karl Friedrich Schinkel
Kostüme: Dorothée Uhrmacher
Licht: Franz Peter David

Sprache: In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Dauer: ca. 3:00 h inklusive einer Pause nach dem 1. Akt

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© Thomas Bartilla
Oper

La Bohème

Oper in vier Bildern (1896)

Musik von Giacomo Puccini
Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach Henri Murger

Je nach Auftragslage leben der mittellose Dichter Rodolfo und seine drei gewitzten Künstlerfreunde mal in äußerster Not, dann jedoch auch wieder im Überfluss und verfallen in Verschwendungslaune. Als eines Tages ihre Nachbarin Mimì vorbeischaut, verliebt sich Rodolfo auf den ersten Blick in die zerbrechliche junge Frau. Doch schnell werden die Lebenskünstler angesichts Mimìs Krankheit von der harten Realität eingeholt.

In einer losen Szenenfolge schildern Puccini und seine Librettisten nicht nur eine tragisch endende Liebesgeschichte, sondern porträtieren dabei auch die Subkultur der Bohémiens im Paris des 19. Jahrhunderts – mit ihrem Freiheitsdrang in gesellschaftlicher wie künstlerischer Hinsicht, ihrem Selbstverständnis als Bürgerschreck, ihrem Alltag zwischen ausgelassener Feierlust und Existenznöten: ein Lebensstil, den auch der Komponist während seiner Studienzeit gepflegt hatte. Mit den detailverliebten musikalischen Schilderungen des Ambientes schuf Puccini eine neue Form des veristischen Melodrammas. Seine eindringliche und klangmalerische Musik beschreibt die Welt der Bohémiens und ihre Umgebung dabei genauso realistisch und minutiös wie auch das Seelenleben der ihr entstammenden Figuren. In poetischen Bildern legt Lindy Hume das Werk als einen nostalgischen Rückblick auf die unbekümmerte, aber auch allzu vergängliche Jugend an.

Musikalische Leitung: Giuseppe Mentuccia
Inszenierung: Lindy Hume
Bühnenbild: Dan Potra
Kostüme: Carl Friedrich Oberle
Licht: Franz Peter David
Einstudierung Chor: Gerhard Polifka
Spielleitung: Katharina Lang

Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 10 Jahren

Dauer: ca. 2:25 h inklusive einer Pause nach dem zweitem Bild

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© Carlos Quezada
Tanz

2 Chapters Love

Gods and Dogs / 2 Chapters Love

Jiří Kylián hat das Ballett des 20. Jahrhunderts nachhaltig geprägt. In Gods and Dogs schlägt Kylián in radikal dichter Weise die Brücke zwischen Göttlichem und Instinktivem, zwischen Ordnung und Wahnsinn. Das Stück untersucht die feine Linie, an der das „normale“ Verhalten in das vermeintlich „Absonderliche“ kippt, und macht so das Dunkle im Alltäglichen sichtbar. Die Choreographie zeigt das Ringen des Individuums mit entfesselter Energie, das Verschmelzen von Mensch und Instinkt, das Öffnen einer klaffenden Spalte zwischen dem, was wir sind, und dem, was wir nicht zu sein wagen. Das Werk wird so zu einer radikalen, poetischen Suche nach dem irrationalen Moment, der uns erst menschlich macht.

Sharon Eyal zählt zu den markantesten choreographischen Stimmen des zeitgenössischen Tanzes. Mit 2 Chapters Love schafft sie erneut ein unvergleichliches Erlebnis. Präzision, Wiederholung und Verdichtung in der Choreographie treiben die Tänzer*innen an ihre Grenzen und darüber hinaus. Klare Linien zu elektronischen Beats verwandeln jede Bewegung in einen hypnotischen Sog, in dem klassische Technik auf Clubästhetik trifft. Liebe, Schmerz, Begehren und Einsamkeit werden körperlich und intensiv spürbar. 2 Chapters Love zieht Ensemble und Publikum in einen kollektiven Rausch, der lange nachhallt.

Gods and Dogs
Choreographie und Inszenierung: Jiří Kylián
Musik (Konzept): Jiří Kylián
Musik: Dirk Haubrich
Computergesteuerte Projektion: Daniel Bisig, Tatsuo Unemi
Videoprojektion: Dag Johan Haugerud, Cecilie Semec
Kostüm: Joke Visser
Bühne: Jiří Kylián
Licht: Kees Tjebbes
Einstudierung: Urtzi Aranburu
2 Chapters Love
Choreographie: Sharon Eyal
Musik: Ori Lichtik
Co-Choreographie: Gai Behar
Licht: Alon Cohen
Einstudierung: Léo Lérus
Kostüme: Sharon Eyal
Kostümentwicklung: Isabel Theißen
Sharon Eyal dankt Sarah Joary für die Mitarbeit an den Kostümen.

Empfohlen ab 10 Jahren

Einführung zum Stück jeweils 45 Minuten vor der Veranstaltung

Dauer: 1h 30m inkl. einer Pause

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Oper

Nabucco

Dramma lirico in vier Teilen (1842)

Musik von Giuseppe Verdi
Text von Temistocle Solera

Es war sein erster großer Erfolg, gleichsam sein Durchbruch: Nabucco, im Frühjahr 1842 an der Mailänder Scala uraufgeführt, steht am Beginn der glänzenden Karriere Giuseppe Verdis, der zum über mehrere Jahrzehnte nahezu konkurrenzlos führenden italienischen Opernkomponisten aufsteigen sollte. Zu biblischer Zeit in Jerusalem und Babylon spielend, wird in Nabucco das Schicksal zweier Völker und Kulturen zum Thema, aber auch die Überheblichkeit des titelgebenden Protagonisten, der sich in seiner Maßlosigkeit zum Gott erklärt und daraufhin dem Wahnsinn verfällt. Tableaus von feierlichem Gestus und eindringlicher Musik – wie der berühmte „Va pensiero“- Chor der gefangenen Hebräer – stehen neben Szenen von intensivem Ausdruck, erfüllt von Dramatik und Leidenschaft.
Emma Dante, renommierte Opern-, Schauspiel- und Filmregisseurin, inszeniert zum ersten Mal an der Staatsoper, der ausgewiesene Verdi-Kenner Bertrand de Billy dirigiert das gleichermaßen eindrucks- wie wirkungsvolle Werk.

Musikalische Leitung: Simone Young
Inszenierung: Emma Dante
Bühne: Carmine Maringola
Kostüme: Vanessa Sannino
Licht: Cristian Zucaro
Choreographie: Manuela Lo Sicco
Einstudierung Chor: Dani Juris
Dramaturgie: Detlef Giese , Rebecca Graitl

Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Dauer: ca. 2:40 h inklusive einer Pause nach dem 2. Teil

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Kindertheater

Der Freischütz für Kinder

Eine Oper zum Mitmachen für Kinder ab 8 Jahren

Musik von Carl Maria von Weber
Text von Friedrich Kind und Kai Anne Schuhmacher

Ein Spiel auf dem Schulhof. Max hat keine Chance gegen Kilian und wird aus seinem Team ausgeschlossen. Nun wird es schwer, Agathe zu sehen, in die er sich doch verliebt hat. Später lauert ihm Kaspar aus seiner Gruppe auf und verspricht ihm ein Zaubermittel, womit alles gelingen wird. Obwohl Agathe und ihre Freundin Max davon abraten, trifft er sich nachts mit Kaspar und lässt sich überreden, das Zaubermittel zu nehmen. Am nächsten Tag soll es ihm beim entscheidenden Spiel helfen …

Mit der emotionsgeladenen Musik von Carl Maria von Webers berühmter Oper erzählt die Regisseurin Kai Anne Schuhmacher eine heutige Version der Geschichte. Das junge Publikum ist eingeladen, aus dem Saal bei einzelnen Nummern mitzuwirken, die gemeinsam mit Schulen vorher erarbeitet werden. In der überwältigenden Atmosphäre des Großen Saals der Staatsoper können Kinder ab acht Jahren so auf besondere Weise in die faszinierende Welt der Oper eintauchen.

Musikalische Leitung: Elias Corrinth
Inszenierung: Kai Anne Schuhmacher
Szenische Einstudierung, Spielleitung: Leander Teßmer
Bühne: Silke Bauer
Kostüme: Valerie Hirschmann
Licht: Irene Selka

Sprache: In deutscher Sprache

Altersempfehlung: ab 8 Jahren

Dauer: ca. 1:15 h

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Oper

La traviata

Melodramma in drei Akten (1853)

Musik von Giuseppe Verdi
Text von Francesco Maria Piave nach Alexandre Dumas d. J.

»Die vom rechten Wege Abgekommene« – das ist Violetta Valéry, die als Edelkurtisane in Paris ein Leben zwischen Glanz und Elend führt. Alles ist nur Spiel und Schein, auch die Liebe, bis Alfredo Germont in ihr wahre Gefühle erweckt. Das Glück aber ist ein seltener Gast und nur von kurzer Dauer: Violetta, an Schwindsucht leidet, wird erst gedemütigt und vergeht nach einem letzten Aufflackern ihrer Lebenskräfte.

Ein einziges Mal nur hat sich Giuseppe Verdi einem zeitgenössischen Sujet zugewandt, der »Kameliendame« des Pariser Autors Alexandre Dumas d.J. Als Roman wie als Theaterstück hat Dumas dieses auf wahren Begebenheiten beruhende Geschehen literarisch gestaltet. Verdi erfand dazu eine Musik von großer Eindringlichkeit, die dem Ausdruck von Emotionen viel Raum lässt: Freude und Überschwang, Klage und Verzweiflung. Der Hörer und Betrachter wird sogartig in die Handlung hineingenommen, um ganz unmittelbar am Schicksal Violettas Anteil zu nehmen. Als letztes Werk der sogenannten »Trilogia populare« ist die 1853 uraufgeführte und 1860 erstmals im Haus Unter den Linden gezeigte Traviata nach anfänglicher Skepsis rasch zu einer Erfolgsoper im internationalen Maßstab geworden. Die Inszenierung von Dieter Dorn lässt Violetta als eine Frau erscheinen, die von Anfang an eine Todgeweihte ist, sich aber gegen ihr Schicksal auflehnt. Am Ende ist sie einfach verschwunden, wie ins Nichts aufgelöst.

Musikalische Leitung: Giuseppe Mentuccia
Inszenierung: Dieter Dorn
Mitarbeit Regie: Christiane Zaunmair
Bühne: Joanna Piestrzyńska
Kostüme: Moidele Bickel
Mitarbeit Kostüm: Dorothée Uhrmacher
Licht: Tobias Löffler
Choreographie: Martin Gruber
Einstudierung Chor: Dani Juris

Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

Dauer: ca. 2:40 h inklusive einer Pause nach dem ersten Bild des zweiten Akts

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Oper

Rigoletto

Melodramma in drei Akten (1851)

Musik von Giuseppe Verdi
Text von Francesco Maria Piave nach Victor Hugo

Als Victor Hugo 1832 in Paris sein Stück »Le roi s’amuse« zum ersten und vorerst letzten Mal auf die Bühne brachte, endete die Aufführung mit dem sofortigen Verbot des Stücks. Als sich Giuseppe Verdi, der Komponist des italienischen Risorgimento, anschickte, das Stück des revolutionär gesinnten französischen Schriftstellers zu vertonen, stieß auch er noch knapp 20 Jahre später auf den Widerstand der Zensurbehörden.

Zwar musste er sein Melodramma von »La maledizione« (»Der Fluch«) in »Rigoletto« umtaufen und den Schauplatz an den Hof eines fiktiven Herzogs von Mantua verlegen, doch ließ er die Handlung und ihre Krassheit unangetastet: Rigoletto stiftet den zügellosen Herzog zu ständigen Ver- und Entführungen schöner Frauen an und hat für deren Familien bloß Spott übrig. Vom verzweifelten Vater einer der Entehrten wird er dafür vor dem gesamten Hof verflucht. Seine Tochter Gilda hält Rigoletto jedoch vor dem schamlosen Treiben verborgen. Trotzdem hat der Herzog bereits ein Auge auf sie geworfen. Als Gilda den Verführungskünsten des Herzogs erliegt, schmiedet Rigoletto einen tödlichen Racheplan, dem am Ende nicht der Herzog, sondern die eigene Tochter zum Opfer fällt. Zur zynischen Chiffre des Scheiterns wird ausgerechnet der allbekannte Tenorschlager »La donna è mobile«. In Verdis erstem Werk der Reifezeit bedingen sich so Triviales wie Groteskes und hohes Pathos gegenseitig. Die Kontraste aus greller Bandamusik und expressivsten Kantilenen formen ein kompromissloses Meisterwerk, das in ungeheurer Knappheit und Schärfe über das Publikum hereinbricht.

Musikalische Leitung: Domingo Hindoyan
Inszenierung: Bartlett Sher
Bühne: Michael Yeargan
Kostüme: Catherine Zuber
Licht: Donald Holder
Einstudierung Chor: ani Juris

Dauer: ca. 2:40 h inklusive einer Pause nach dem 1. Akt

Sprache: In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln

Altersempfehlung: ab 12 Jahren

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Liederabend

Liederabend Ludovic Tézier

Cécile Chaminade Recital: „Saisons d'amour“

Bariton: Ludovic Tézier
Klavier: Julius Drake


Robert Schumann: Dichterliebe op. 48
Jacques Ibert: Quatre chansons de Don Quichotte
Felix Mendelssohn Bartholdy: Zwei Lieder ohne Worte für Klavier
Richard Wagner: Wesendonck-Lieder

An fünf Abenden der Saison werden herausragende Sänger:innen im Großen Saal des Hauses Unter den Linden mit der intimen Form des Liedes zu Gast sein. Gemeinsam mit ihren musikalischen Partner:innen präsentieren sie Lieder und Arien verschiedener Stile und Kulturen.

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Kinderkonzert

Kinderkonzert I

Für Kinder von 3 bis 5 Jahren

Sopran: Defne Celik, Etīna Emīlija Saulīte
Bass: Temur Bidzishvili
Klavier: Natalia Pergakova-Barenboim


Junge Hörer:innen im Kindergarten- und Grundschulalter sowie ihre erwachsenen Begleitpersonen erleben in den Kinderkonzerten im Apollosaal verschiedene musikalische Ensembles der Staatsoper sowie der Akademie für Alte Musik Berlin. Mit der Staatskapelle Berlin, dem Internationalen Opernstudio, der Orchesterakademie und dem Kinderchor laden abwechslungsreiche Konzertprogramme und eine altersgerechte Moderation zum Zuhören und Mitmachen ein. In dieser Saison widmen sich die Konzerte einem besonderen Jubiläum: dem 200. Todestag von Ludwig van Beethoven, einem der bedeutendsten Komponisten der Musikgeschichte, Klaviervirtuose, Improvisationstalent und ein brennender Befürworter von Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit.

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Gala

Jubiläumsgala der Staatlichen Ballett- und Artistikschule

75 Jahre Staatliche Ballettschule und 70 Jahre Artistikschule Berlin

Tradition bewegt die Zukunft
75/70 Jahre - das Doppeljubiläum der Staatlichen Ballett- und Artistikschule Berlin

Zwei Schulen, zwei Traditionen und eine einzigartige Erfolgsgeschichte verschmelzen am 12. Oktober 2026 zu einer erinnerungswürdigen Festveranstaltung auf einer der bedeutendsten Bühnen der Welt. Die Staatliche Ballettschule Berlin begeht ihr 75-jähriges Bestehen, während die Staatliche Artistikschule stolz auf 70 Jahre Exzellenz zurückblickt. Dieses außergewöhnliche Doppeljubiläum wird mit einem glanzvollen Festakt in der Staatsoper Unter den Linden zelebriert. Die Schule ist in dieser Form eine absolut einzigartige Ausbildungsstätte – nicht nur in Deutschland, sondern weltweit. Seit Jahrzehnten feiern die Absolvierenden Erfolge auf den renommiertesten Bühnen, Theatern und Manegen rund um den Globus. Die internationale Tanz- und Artistikszene wurde durch sie nachhaltig geprägt und wird es noch heute, denn die Ausbildung bewegt sich seit jeher in der absoluten Weltklasse.

Aus diesem unerschöpflichen Fundus artistischer und tänzerischer Kunst erwartet das Publikum ein Programm, das Bilder der Erinnerung mit der Gegenwart zu einem Gesamtkunstwerk aus Poesie und Bewegung verbindet. Dieser Festakt entfaltet ein künstlerisches Panorama, das die Eleganz des klassischen Balletterbes mit zukunftsweisender Artistik verwebt. Auf der Bühne zeigt sich ein lebendiges Band der Generationen: Prägende Kunstschaffende der Schulgeschichte und Absolvierende, die heute als Stars die Bühnen erobern, treffen auf die Ausnahmetalente der aktuellen Generation, die bereits jetzt die Zukunft der Bühnenkunst bedeuten.

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Gespräch

Apollo-Salon

Ein neues Format startet an der Staatsoper Unter den Linden – der Apollo-Salon, neun Mal innerhalb der Saison jeweils an Sonntagvormittagen zu erleben, feiert seinen Auftakt. Generalmusikdirektor Christian Thielemann spricht in der ersten Matinee mit Detlef Giese aus der Dramaturgie über das Liedschaffen von Richard Strauss. Beleuchtet wird damit ein Werkkomplex, dem seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren die besondere Aufmerksamkeit von Christian Thielemann gilt, einem der gewiss bedeutendsten Strauss-Dirigenten der Gegenwart. Sämtliche Orchesterlieder von Strauss werden in den Symphoniekonzerten der Staatskapelle Berlin unter seiner Leitung erklingen – ein außergewöhnliches, ambitioniertes Projekt, von dem im direkten Umfeld des ersten Apollo-Salons mit einer Aufführung der berühmten Vier letzten Lieder ein neues Kapitel aufgeschlagen wird. Über diese und andere Liedkompositionen werden Christian Thielemann und weitere Gäste ins Gespräch kommen, zudem gibt es natürlich auch Musik von Strauss. Und im Sinne des Salon-Gedankens wird die Möglichkeit eröffnet, sich miteinander über das Gehörte und Erfahrene auszutauschen.

18. Oktober:
Gespräch mit:
Christian Thielemann, Detlef Giese
Ensemblemitglieder der Staatsoper Unter den Linden

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Konzert

Sym­pho­nie­kon­zert II

mit Christian Thielemann

Dirigent: Christian Thielemann
Sopran: Diana Damrau
Staatskapelle Berlin


Richard Strauss:
Vier letzte Lieder
Eine Alpensinfonie op. 64

Von früher Jugend an hat sich Richard Strauss mit dem Lied befasst, zunächst in der Kombination von Singstimme und Klavier, ab den 1890er Jahren auch in Form von Orchestergesängen. Zu seinen Abschiedskompositionen zählen die 1948 vollendeten Vier letzten Lieder, die um die großen Themen von Leben und Tod kreisen, in sensibel ausbalanciertem Wort-Ton-Verhältnis und eindringlicher Wirkungskraft, sehr persönlich und berührend.

Mit der 1915 uraufgeführten Alpensymphonie beschloss Strauss seine Serie von Tondichtungen, mit der er die Kunst der Programmmusik und zugleich jene der Instrumentation auf eine neue Ebene gehoben hat. Zu erleben ist eine musikalische Wanderung durch das Hochgebirge, vom frühen Morgen bis in die Nacht hinein, mit Sonnenaufgang und Gipfelrausch, aber auch mit gefahrvollen Augenblicken und einem machtvoll sich entladenden Gewitter. Einmal mehr hat Strauss ein klanglich opulentes Werk von vielschichtigem Inhalt komponiert, in dem nahezu alle orchestralen Potentiale aktiviert werden, mit tonmalerischen Qualitäten wie raffinierten Klangeffekten.

Dauer: ca. 1:50 h inklusive einer Pause

Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal

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Liederabend

Liederabend Internationales Opernstudio

„Addio, fiorito asil“

Sopran: Defne Celik, Etīna Emīlija Saulīte
Mezzosopran: Jingjing Xu
Tenor: Chen Li
Bassbariton: Irakli Pkhaladze
Klavier: Markus Zugehör
Moderation: Detlef Giese, Katharina Duda


Wolfgang Amadeus Mozart:
Che lieto giorno
Ensemble aus La finta giardiniera
Geme la tortorella
Arie der Sandrina aus La finta giardiniera
Se l’augellin sen fugge
Arie des Ramiro aus La finta giardiniera
Dentro il mio petto
Arie des Podestà aus La finta giardiniera
Vorrei punirti indegno
Arie der Arminda aus La finta giardiniera
Gaetano Donizetti:
Come Paride vezzoso
Arie des Belcore aus Elisir d’amore
Léo Delibes:
Viens, Mallika / Sous le dôme épais
Rezitativ und Duett Lakmé / Mallika aus Lakmé
Giacomo Puccini:
Mi chiamano Mimì
Arie der Mimì aus La Bohème
Georges Bizet:
La fleur che tu m’avais jetée
Arie des Don José aus Carmen
Wolfgang Amadeus Mozart:
Giunse alfin il momento / Deh vieni non tardar
Arie der Susanna aus Le nozze di Figaro
Oh Susanna / Aprite un po’ quel’occhi
Arie des Figaro aus Le nozze di Figaro
Giacomo Puccini:
Tutti i fior?
Duett Cio-Cio-San / Suzuki aus Madama Butterfly
Addio, fiorito asil
Arie des Pinkerton aus Madame Butterfly
Franz Lehár:
Zig, zig, zig, zig, ih!
Duett Mi / Gustl aus Das Land des Lächelns
Dich sehe ich / Wer hat die Liebe
Duett Lisa / Sou-Chong aus Das Land des Lächelns
Wie eine Rosenknospe Ensemble aus Die lustige Witwe

In besonderer Weise ist der Apollosaal auch ein Ort für die Kunstform des Liedes. Wie schon in der Saison 2025/26 werden Ensemblesänger:innen der Staatsoper im Rahmen einer „Langen Nacht des Liedes“ auftreten, diesmal sogar am längsten Tag des Jahres. Darüber hinaus präsentieren sich die Mitglieder des Internationalen Opernstudios, zum einen mit Beethoven-Liedern, zum anderen mit Ausschnitten aus ihrem Bühnenrepertoire.

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Liederabend

Liederabend Rachel Willis-Sørensen

Sopran: Rachel Willis-Sørensen
Klavier: Tamar Sanikidze, Jeff Beal


Amy Beach: I Send My Heart up to Thee! op. 44/3
Sergej Rachmaninow:
Sechs Romanzen op. 38
I. In meinem nächtlichen Garten
II. Zu ihr
III. Margeriten
IV. Der Rattenfänger
V. Der Traum
VI. A-u!
Jean Sibelius:
Fünf Lieder op. 37 (Auswahl)
I. Der erste Kuss
II. War es ein Traum?
III. Das Mädchen, das von ihrem Liebhaber zurückkehrte
Antonín Dvořák: Lied an den Mond aus Rusalka
Jeff Beal:
Poems
I. Power
II. Relief
III. Tenderness and Rot
IV. The Obsoletion of a Language
John Kander: A Letter from Sullivan Ballou
Richard Strauss:
Ausgewählte Lieder
Schlechtes Wetter op. 69/5
Morgen! op. 27/4
Frühlingsfeier op. 56/5
Allerseelen op. 10/8
Cäcilie op. 27/2

Das Lied besitzt viele Facetten – in verschiedenen Ländern und Kulturen haben sich unterschiedlichste Stile und Ausdrucksformen herausgebildet. Rachel Willis-Sørensen, die 2025 als Norma in der Premierenserie von Bellinis Meisterwerk an der Staatsoper Unter den Linden großen Beifall fand, kommt nun für einen Liederabend an das Haus zurück. Ein weiter Bogen wird dabei gespannt: Lieder von Sergej Rachmaninow, Jean Sibelius und Richard Strauss beleuchten auf je eigene Weise das Genre, darüber hinaus ist das berühmte „Lied an den Mond“ aus Antonín Dvořáks Oper Rusalka zu erleben. Und darüber hinaus werden Ausflüge in die amerikanische Liedkultur unternommen, inklusive einer Uraufführung von Liedern des Komponisten Jeff Beal, der Rachel Willis-Sørensen selbst bei diesen „Poems“ am Klavier begleiten wird.

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Konzert

Eröffnungskonzert Barocktage 2026

Combattimento – Liebe, die in den Tod führt

Barocktage 2026

Theorbe, Leitung: Christina Pluhar
Orfeo, Testo: Rolando Villazón
Euridice, Clorinda: Céline Scheen
Messagiera: Luciana Mancini
Tancredi: Renato Dolcini
Ensemble L’Arpeggiata


Werke von Claudio Monteverdi, Luigi Rossi, Antonio Sartorio, Lorenzo Allegri und Maurizio Cazzati

Mit Claudio Monteverdis bewegenden Szenen aus L’Orfeo und dem hochdramatischen Il combattimento di Tancredi e Clorinda erzählt dieses Programm von leidenschaftlicher Liebe, tragischem Irrtum und unwiderruflichem Verlust. Helden kämpfen, Liebende scheitern – und erst im Moment des Todes wird die Wahrheit erkannt. Ergänzt durch Musik von Luigi Rossi, Antonio Sartorio, Lorenzo Allegri und Maurizio Cazzati entfaltet sich ein musikalisches Drama von erschütternder Intensität – leidenschaftlich, expressiv und von zeitloser emotionaler Kraft.

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Konzert

Lamento mirabile

Barocktage-Konzert

Barocktage 2026

Sopran:
Roberta Mameli
Konzertmeister:
Bernhard Forck
Mitglieder der Akademie für Alte Musik Berlin


Werke von Georg Friedrich Händel und Giovanni Battista Ferrandini

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Konzert

Monteverdi a solo

Barocktage-Konzert

Barocktage 2026

Countertenor: Raffaele Pe
Ensemble La Lira di Orfeo


Werke von Claudio Monteverdi, Giovanni Paolo Cima, Dario Castello u. a.

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Konzert

Wonder Women

Barocktage-Konzert

Barocktage 2026

Mezzosopran: Luciana Mancini
Leitung: Christina Pluhar
Ensemble L’Arpeggiata


Werke von Barbara Strozzi, Francesca Caccini, Francesco Cavalli, Claudio Monteverdi u. a.

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Kinderkonzert

Kinderkonzert II

Für Kinder von 10 bis 12 Jahren

Mit: Mitglieder der Akademie für Alte Musik Berlin
Violine: Bernhard Forck, Elfa Run Kristinsdottir
Viola: Sabine Fehlandt
Violoncello: Katharina Litschig
Cembalo: Tung-Han Hu


Musik von Georg Friedrich Händel

Die Akademie für Alte Musik Berlin lädt die Kinder und ihre erwachsenen Begleitpersonen in diesem Konzert dazu ein, den Spuren von Georg Friedrich Händel zu folgen, dessen Weg ihn von Hamburg und Hannover über Rom bis nach London führte. Überall hinterließ er seinen Fußabdruck und gilt bis heute als einer der bedeutendsten Musiker der Musikgeschichte. Eine altersgerechte Moderation lädt das junge Publikum zum Zuhören, Mitmachen und Entdecken ein.

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Konzert

Adventskonzert Kinderchor

Musikalische Leitung: Vinzenz Weissenburger
Kinderchor der Staatsoper, Mitglieder des Internationalen Opernstudios, Staatskapelle Berlin



Carl Heinrich Graun: Weihnachtsoratorium für Soli, Chor und Orchester

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Konzert

Sym­pho­nie­kon­zert III

mit Marie Jacquot

Dirigentin: Marie Jacquot
Viola: Antoine Tamestit
Staatskapelle Berlin


Modest Mussorgsky: Eine Nacht auf dem kahlen Berge
Béla Bartók: Violakonzert
Modest Mussorgsky: Bilder einer Ausstellung
(Orchestration: Maurice Ravel)

Als einer der maßgeblichen Vertreter des sogenannten „Mächtigen Häufleins“ der russischen Avantgardisten des 19. Jahrhunderts hat Modest Mussorgsky Musikgeschichte geschrieben. Im Grunde ist er das „Originalgenie“ dieser Gruppe, der akademische Bildung und Traditionen ebenso abgelehnt wie sich auf eine natürliche Schöpferkraft aus der Tiefe der eigenen Seele und eine urtümliche Volksmusik berufen hat.

Die berühmten Bilder einer Ausstellung, 1874 für Klavier komponiert, sind dabei neben seiner Oper Boris Godunow zum Signum seines Schaffens geworden – 1922 wurden sie von Maurice Ravel mit großer Raffinesse und höchst eindrucksvoll instrumentiert. In den 1860er Jahren entstand das Orchesterwerk Eine Nacht auf dem kahlen Berge, eine symphonische Dichtung, in der Hexen, Geister und eine bewusst schaurige Szenerie heraufbeschworen wird. Das Violakonzert von Béla Bartók, seine einzige Komposition dieser Art, nahm in dessen Todesjahr 1945 Gestalt an, blieb jedoch unvollendet. Mit seinem tendenziell lyrischen und dennoch ernsten Charakter gehört es zu den besonders eindringlich wirkenden Spätwerken Bartóks.

Dauer: ca. 1:50 h inklusive einer Pause

Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Südfoyer

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Konzert

Konzert der Mecklenburgischen Bläserakademie

Mecklenburgische Bläserakademie

Engelbert Humperdinck: Musik aus Hänsel und Gretel
Peter Tschaikowsky: Musik aus Der Nussknacker
sowie weitere weihnachtliche Bläsermusiken

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Konzert

Konzert zum Jahreswechsel

mit Christian Thielemann

Dirigent: Christian Thielemann
Staatskapelle Berlin


Max Steiner: Symphonische Suite aus dem Hollywood-Film Gone with the Wind (Vom Winde verweht), 1939
Erich Wolfgang Korngold: Symphonische Suite aus dem Hollywood-Film The Adventures of Robin Hood, 1938
Gottfried Huppertz: Symphonische Suite aus dem UFA-Film Metropolis, 1927

Babelsberg und Hollywood – das sind Namen, die in der Filmwelt einen legendären Klang besitzen, schon seit den Anfängen des Kinos. In Babelsberg, vor den Toren Berlins, entstanden in den 1920er Jahren große Stummfilmproduktionen, zu denen nicht selten eine wirkungsmächtige Musik im symphonischen Sound komponiert wurde, so u. a. zu dem Monumentalstreifen Metropolis nach dem Drehbuch von Thea von Harbou und in der Regie von Fritz Lang.

Genau 100 Jahre nach der Fertigstellung und Premiere dieser filmischen Zukunftsvision erklingen Ausschnitte der eindrucksvollen Filmmusik von Gottfried Huppertz. Ebenso auf dem Programm stehen Teile aus den Soundtracks von Gone with the Wind (Vom Winde verweht), eine berühmte Hollywoodproduktion von 1939 mit der Musik von Max Steiner sowie eine Symphonische Suite zu dem nicht minder spektakulären Streifen The Adventures of Robin Hood, komponiert von Erich Wolfgang Korngold, der mit seinen zahlreichen Filmmusiken die Geschichte Hollywoods von den 1930er bis zu den 1950er Jahren wesentlich mitgeprägt hat.

Dauer: ca. 2 h inklusive einer Pause

Vorwort 45 Minuten vor Vorstellungsbeginn im Apollosaal

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Führung

Nach(t)führung

durch die Staatsoper Unter den Linden

Nach(t)führungen nach einer Vorstellung

Kosten - deutsch: 10 Euro pro Person
Nach Voranmeldung: englisch: 12 Euro pro Person – ab 10 Personen

Dauer: 1:00 h
PAX: 20 Personen

Treffpunkt: Grünes Foyer

FÜHRUNGEN SIND NICHT BARRIEREFREI!

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Gespräch

Ballettgespräch

Im stimmungsvollen Ambiente des Apollosaals der Staatsoper Unter den Linden lädt das Staatsballett Berlin an vier Sonntagvormittagen zum Gespräch ein. Moderiert von Mitarbeiter*innen des Staatsballetts Berlin erzählen Ensemblemitglieder, Choreograph*innen, Kostümbildner*innen und andere Mitwirkende in entspannter Atmosphäre von ihrer Arbeit und den Geheimnissen ihrer Kunst. Mit viel Zeit für tiefe und persönliche Einblicke in das Leben und den Alltag der Künstler*innen sind gute Unterhaltung und ganz besondere Begegnungen abseits der großen Bühne garantiert.

Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt. Englische Passagen werden deutsch zusammengefasst.

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Kurs

Workshop 60+: L’incoronazione di Poppea

Spannende Diskussionen und praktische Übungen: Erfahrene Opernfans und mutige Operneinsteiger:innen setzen sich mit einem Werk und der Inszenierung auseinander. Spielfreude und lebhafte Auseinandersetzungen mit dem Stück sind erwünscht!

Mindestalter: 60 Jahre

Bitte beachten: Die Workshops sind nur als Reihe buchbar
(3 Termine zu einer Oper).

Dauer: ca. 3 Stunden

Leitung: Anne Dräger, Linda Grizfeld, Luisa Sereina Splett

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Staatsoper Unter den Linden

Wer in der ehemaligen »Königlichen Hofoper« einen Opernabend erlebt, kommt nicht nur in den Genuss einer Aufführung des traditionell vorzüglich besetzten und geleiteten Ensembles, sondern hat zugleich die Gelegenheit, eines der schönsten Opernhäuser der Welt zu besichtigen.

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Aufführungen / Oper Staatsoper Unter den Linden Berlin Berlin, Unter den Linden 7
Aufführungen / Theater Deutsches Theater Berlin Berlin, Schumannstraße 13a
Aufführungen / Show Friedrichstadt-Palast Berlin Berlin, Friedrichstraße 107
Aufführungen / Oper Komische Oper Berlin im Schillerttheater Belin
Aufführungen / Theater Theater im Palais Berlin Berlin, Am Festungsgraben 1
Aufführungen / Kabarett Kabarett Obelisk
SatireTheater Potsdam
Potsdam, Charlottenstraße 31
Aufführungen / Theater Prime Time Theater Berlin, ​Müllerstraße 163
Aufführungen / Theater Theater Ost Berlin Berlin, Moriz-Seeler-Straße 1
Aufführungen / Theater Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz Berlin, Linienstr. 227
Aufführungen / Kabarett Die Wühlmäuse Berlin Berlin, Pommernallee 2-4
Aufführungen / Show OnTour Musicals
Dinner- & Konzertshow
verschiedene Orte
Ereignisse / Jazz Jazzfest Berlin 29.10. bis 1.11.2026
Ereignisse / Festival Kleist-Festtage 6. bis 11.10.2026
Familie+Kinder / Puppentheater PuppenTheater Felicio Berlin-Prenzlauerberg, Schivelbeiner Straße 45
Aufführungen / Theater Maxim Gorki Theater Berlin Berlin, Am Festungsgraben 2
Aufführungen / Theater HAU Hebbel am Ufer Berlin Berlin, Stresemannstr. 29
Aufführungen / Theater Sophiensaele Berlin, Sophienstr. 18
Aufführungen / Show Wintergarten Varieté Berlin Berlin, Potsdamer Str. 96
Aufführungen / Theater Improtheater Paternoster Berlin Berlin, Voßbergstraße 3
Aufführungen / Oper Deutsche Oper Berlin Berlin, Bismarckstr. 35
Aufführungen / Theater Schaubühne am Lehniner Platz Berlin Berlin, Kurfürstendamm 153
Aufführungen / Theater Constanza Macras / DorkyPark Berlin, Herzbergstr. 40-43
Aufführungen / Theater Theater Varia Vineta Berlin Berlin Pankow, Berliner Str. 53
Aufführungen / Theater Komödie am Kurfürstendamm Berlin, Marlene-Dietrich-Platz 1
Aufführungen / Theater Renaissance-Theater Berlin Berlin, Knesebeckstraße 100
Aufführungen / Oper Neuköllner Oper Berlin, Karl-Marx-Str. 131-133
Aufführungen / Theater Berliner Kriminal Theater Berlin, Palisadenstrasse 48
Aufführungen / Theater Kulturquartier Mönchenkloster Jüterbog Jüterbog, Mönchenkirchplatz 4
Aufführungen / Theater Theater Poetenpack Potsdam Potsdam, Lennéstr. 37
Aufführungen / Theater theater DIE BOTEN Berlin, Schottstraße 6
Aufführungen / Kabarett Berliner Kabarett Klimperkasten Berlin, Thuyring 63
Aufführungen / Theater Podewil Berlin, Klosterstr. 68-70
Aufführungen / Theater Kleines Theater Berlin Berlin, Südwestkorso 64
Aufführungen / Theater Theatersport Berlin Berlin, Bürgerheimstr. 8
Aufführungen / Theater Teatr Studio am Salzufer Berlin, Salzufer 13/14
Aufführungen / Theater BühnenRausch Berlin, Erich-Weinert-Straße 27
Aufführungen / Theater "Die Gorillas" Ratibortheater Berlin, Cuvrystrasse 20
Aufführungen / Theater Theaterdiscounter Berlin, Monbijoustr. 1
Aufführungen / Theater Cafe Theater Schalotte Berlin, Behaimstraße 22
Aufführungen / Kulturveranstaltung Glaskasten Ballsaal Berlin, Prinzenallee 33
Aufführungen / Comedy QUATSCH Comedy Club Berlin, Friedrichstr. 107
Aufführungen / Theater BKA-Theater Berliner Kabarett Anstalt Berlin, Mehringdamm 34
Aufführungen / Theater Theater Morgenstern Stahnsdorf, Rotkehlchenweg 35
Aufführungen / Theater Theater o.N. (Zinnober) Berlin, Kollwitzstr. 53
Aufführungen / Theater Theater TRANSIT Berlin, Boxhagener Str. 99
Aufführungen / Theater Chamäleon Theater Berlin, Rosenthaler Str. 40/41
Aufführungen / Theater Theater Thikwa Berlin, Fidicinstr. 40
Aufführungen / Theater English Theatre Berlin Berlin, Fidicinstr. 40
Aufführungen / Musical Theater Am Potsdamer Platz Berlin, Marlene-Dietrich-Platz 1
Aufführungen / Theater Zimmertheater Steglitz Berlin, Bornstr. 17
Aufführungen / Theater Theater der Migranten Reuterkiez Theater Berlin, Bürknerstr. 5
Aufführungen / Theater Theater Adlershof Berlin, Moriz-Seeler-Str. 1

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