Das Vierspartenhaus in Bern. Oper, Schauspiel, Ballett und das Berner Symphonieorchester unter einem Dach.
Bühnen Bern bietet pro Spielzeit mehr als 30 Premieren, darunter Uraufführungen und Schweizer Erstaufführungen, sowie über 20 grosse Konzertereignisse mit dem Berner Symphonieorchester: Insgesamt stehen rund 400 Vorstellungen, Konzerte und Sonderveranstaltungen auf dem Programm.
Choreografien von Sidonie Fossé und Rachelle Anaïs Scott
Uraufführung: 18.4.2026
Was liegt hinter dem Messbaren? Mit dieser Frage haben wir zwei Choreografinnen beauftragt, in eine Welt einzutauchen, die all das Wahrnehmbare, das Empirische übersteigt. In ihren neuen Stücken suchen Sidonie Fossé und Rachelle Anaïs Scott nach dem metaphysischen Potenzial von Körpern in Bewegung. Sie forschen nach ersten Gründen und letzten Prinzipien, dem Sinn und Zweck des gesamten Seins oder sogar nach der Realität an sich.
Zwei unterschiedliche zeitgenössische Tanzsprachen – atmosphärisch, choreografisch dicht und reich an Bildern –, die bewegen und in die Tiefe gehen. Sidonie Fossé hat 2023 den Berner Tanzpreis gewonnen und im Rahmen von Next Generation bereits ein Stück für Bern Ballett choreografiert.
Rachelle Anaïs Scott arbeitet zum ersten Mal mit dem Ensemble von Bern Ballett. Als NEXT STEPS-Artist ist sie Teil des Pilotprojekts in Zusammenarbeit mit dem Migros-Kulturprozent Tanzfestival Steps, der St. Gallen Dance Company und Bern Ballett.
Oper in vier Akten von Giuseppe Verdi
Libretto von Francesco Maria Piave
Premiere. 3.5.2026
Aus rassistischen Gründen lehnt der Vater Leonoras ihre Beziehung zu dem Fremden Alvaro ab. Die beiden wollen dennoch nicht voneinander lassen und beschliessen zu fliehen. Dabei wird Alvaro ungewollt zum Mörder des Vaters. Leonoras Bruder will seinen Vater rächen und es entspinnt sich ein Kreislauf der Gewalt. La forza del destino ist Giuseppe Verdis ausladendste Oper: ein spektakuläres Gemälde von engen Familienbanden in Kriegszeiten, von Kirche, Weltflucht – wie ein Gemälde von Brueghel. Und egal wie sich die Protagonist*innen auch dagegenstemmen, sie erleben das Leben und die Welt als vom Schicksal bestimmt, ohne Ausweg und ohne Hoffnung auf Frieden und Verzeihen.
Musikalische Leitung. Alevtina Ioffe
Regie. Julia Lwowski
Bühne. Yassu Yabara
Kostüme. Romy Springsguth
Video. Martin Mallon
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Termine
So 19.4.2026, 11:00
So 3.5.2026, 18:00 | Premiere
Di 5.5.2026, 19:30und weitere Termine
Fr 8.5.2026, 19:30
So 10.5.2026, 16:00
Di 12.5.2026, 19:30
So 24.5.2026, 18:00
Di 9.6.2026, 19:30
Fr 19.6.2026, 19:30
Scharf ist Cyranos Degen, sein Regiment gefürchtet, er ist intelligent, witzig und schlagfertig. Vor allem ist er jedoch ein Künstler der Worte und Reime: Wenn er dichtet, liegt ihm die Welt zu Füssen. Wenn da nur nicht diese grosse Nase wäre. Sie hindert ihn daran, der schönen Roxane seine Liebe zu gestehen, die ihrerseits aber dem durchaus attraktiven Christian de Neuvillette verfallen ist. Was sie dabei nicht weiss: Die herzzerreissenden Liebesbriefe Christians entstammen nicht dessen eigener Feder, sondern der seines Freundes und Kollegen Cyrano …
Wofür werden wir geliebt? Und wer oder was definiert unsere Sexyness? Der Kampf um Anerkennung und Liebe durch ein attraktives Äusseres lässt wohl niemanden kalt. Ganze Industriezweige sind darauf ausgerichtet, dass sich Menschen schöner und sexyer fühlen und daraus einen grossen Teil ihres Selbstwerts beziehen. Doch verspricht Schönheit auch Glück? Cyrano de Bergerac berührt eine wohl universelle Sehnsucht: den Wunsch, um unserer selbst willen geliebt zu werden.
Mit Witz, Wort- und Waffengefecht und einer guten Prise Romantik bringt Regisseur und Schauspieler Wolfgang Michalek die Geschichte um die tragischen Liebenden und die Frage nach dem Kapital der Schönheit auf die Bühne.
Regie: Wolfgang Michalek
Bühne: Natascha von Steiger
Kostüme: Maja Lipinski
Licht: Rolf Lehmann
Dramaturgie: Krystian Podwórny
Live-Musik: Max Braun
Termine
Sa 23.5.2026, 19:30 | Premiere
Di 26.5.2026, 19:30
Di 2.6.2026, 19:30und weitere Termine
Oper von Salvatore Sciarrino
Libretto von Fabio Casadei Turroni und Salvatore Sciarrino nach Aischylos’ Die Orestie
Uraufführung: 30.5.2026
Es ist ein veritabler Coup! Der Grossmeister der Italienischen Gegenwartsoper überträgt die Uraufführung seines neuesten Antiken-Werks der Oper Bern: Da blitzt es auf in der Dunkelheit, das Feuersignal am Horizont, das die Ankunft Agamemnons in seiner Heimat ankündigt. Der König kehrt zwar siegreich aus dem Trojanischen Krieg wieder, jedoch als gebrochener Mann. Als Kriegsbeute bringt Agamemnon Kassandra mit, die Prophetin, deren Visionen nie jemand Glauben schenkt. Bereits bei ihrem Eintreffen sieht sie Blut fliessen. Kurze Zeit später sind sie und Agamemnon tot.
Die zeitlose Geschichte, die der antike Mythos um die Atriden erzählt, funktioniert seit jeher als Spiegel der Menschheit. Der italienische Komponist Salvatore Sciarrino gestaltet auf Grundlage des ersten Teils von Aischylos’ Orestie eine packende, atmosphärisch dichte Oper, stets auf der Suche nach den Widersprüchen, die alle Zeiten prägen. Während das Schauspiel Bern in seiner Fassung mit Blick auf Aischylos’ gesamten Text dem Kreislauf von Mord und Rache und den Ursprüngen der Demokratie auf den Grund geht, stellt Sciarrino den Heimkehrer Agamemnon ins Zentrum und mit ihm die Frage, wie ein Leben überhaupt möglich ist in einer Welt, die geprägt ist durch Krieg, Verwüstung und von Traumata gezeichnete Menschen. An der Oper Bern wird die Uraufführung von David Hermann inszeniert.
Musikalische Leitung: Clément Lonca
Regie: David Hermann
Bühne: Bettina Meyer
Kostüme: Axel Aust
Licht: Bernhard Bieri
Chordirektor: Zsolt Czetner
Dramaturgie: Rebekka Meyer
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Termine
So 17.5.2026, 11:00 | Matinee
Sa 30.5.2026, 19:30 | Uraufführung
Di 2.6.2026, 19:30und weitere Termine
Sa 6.6.2026, 19:30
Fr 12.6.2026, 19:30
So 14.6.2026, 18:00
Die Geschichte von Emil Sinclairs Jugend von Hermann Hesse
Der spätere Literaturnobelpreisträger Hermann Hesse befand sich in einer Lebenskrise, als er 1917 in einem dreiwöchigen Schreibrausch Demian verfasste und unter dem Pseudonym Emil Sinclair veröffentlichte. Dieser beschreibt darin sein Erwachsenwerden: Er erfährt Demütigungen, sprengt die Grenzen seines strengen Elternhauses, durchlebt Alkoholexzesse, verklärt eine erste Liebe und findet sich schliesslich in einem Lazarett des Ersten Weltkrieges wieder. An seiner Seite taucht immer wieder der ältere Schüler Demian auf, der ihn in seinen Fragen nach einer Verbindung von Gut und Böse und auf der Suche nach seinem eigenen Ich leitet und unterstützt. Denn beide wissen: Es steht der Zusammenbruch Europas bevor, und seine Wiedergeburt braucht neue Werte.
«Letzten Endes sah auch diese Jugend nur klar, was sie nicht wollte: die tiefe innere Verlogenheit dieser alten untergangsreifen Gesellschaftskultur», schreibt die Rezensentin Lulu von Strauss und Torney 1922. Mit zunehmendem Erfolg seiner «Geschichte einer Jugend» sah Hesse sich gezwungen, das Pseudonym zu lüften, das er gewählt hatte, «um die Jugend nicht durch den bekannten Namen eines alten Onkels abzuschrecken», und der er trotzdem aus der Seele gesprochen hatte. Nach Nimm die Alpen weg inszeniert der Schweizer Schauspieler und Regisseur Marin Blülle zum zweiten Mal in Bern.
Regie: Marin Blülle
Austattung: Louis Panizza
Musik: Oh No Noh (Markus Rom)
Licht: Reto Dietrich
Dramaturgie: Krystian Podwórny
Termine
Mi 8.4.2026, 19:30
Mi 15.4.2026, 19:30
Di 21.4.2026, 19:30und weitere Termine
Mi 29.4.2026, 19:30
Mi 6.5.2026, 19:30
Sa 13.6.2026, 19:30
Mi 17.6.2026, 19:30
Endlich ist sie da, die Jagdlizenz für das Spitzmaulnashorn, für die Hunter White auf dem Schwarzmarkt eine unanständige Summe bezahlt hat. Um Geld geht es ihm nicht, er ist beglückt von dem Gedanken, endlich die Nummer Fünf seiner Big Five zu erjagen und als Trophäe mit nach Hause zu nehmen. Doch dann geht alles schief, und Wilderer erlegen das für ihn vorgesehene Nashorn. Als der Betreiber der Luxus-Lodge mitten in der Steppe die komplexen Fragen um Artenschutz, Tourismus und Jagd mit dem Schutz von Minderheiten vergleicht, gerät der weisse Jäger in einen verstörenden Fiebertraum. Hat er wirklich das Angebot erhalten, statt des Nashorns die Big Six zu verfolgen, die Jagd auf einen Menschen? Im Gewand eines Thrillers wirft die belgische Drehbuch- und Romanautorin Gaea Schoeters einen Blick auf die postkoloniale Welt und die komplexen Fragen von Herrschaft, Macht und Menschlichkeit und hinterfragt gleichzeitig die unverändert präsenten Stereotype, mit denen der Westen auf «Afrika» blickt. Der Berner Schauspieldirektor Roger Vontobel wird Gaea Schoeters aufwühlenden Roman als Oratorium und Abgesang auf die Vorherrschaft des weissen Mannes auf die Bühne bringen.
Regie: Roger Vontobel
Bühne: Olaf Altmann
Kostüme: Jana Findeklee & Joki Tewes
Musik: Matthias Herrmann
Choreografie: Emma Murray
Lichtdesigner: Michael Gööck
Dramaturgie: Felicitas Zürcher
Kooperation mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen
Termine
So 12.4.2026, 18:00
So 26.4.2026, 16:00
Mi 13.5.2026, 19:30und weitere Termine
Musical in zwei Akten von Andrew Lloyd Webber, Gesangstexte von Tim Rice
Als noch weitgehend unbekannter junger Komponist verfasste die spätere Musicallegende Andrew Lloyd Webber gemeinsam mit dem Textdichter Tim Rice Anfang der 1970erJahre jenes Musical, das zu einem ihrer grössten Erfolge überhaupt werden sollte und eine regelrechte «Jesusmania» auslöste: Jesus Christ Superstar.
Gemeinsam ergründen die beiden Autoren Jesus von Nazareths charismatische sowie seine menschliche, geradezu zerrissene Seite und zeichnen seine letzten Tage nach, von der Ankunft in Jerusalem bis zur Kreuzigung. Dabei beleuchten sie das Beziehungsgeflecht des Evangeliums auf eine Art und Weise, die in christlich konservativen Kreisen in den letzten Jahrzehnten und bis heute immer wieder auch Widerstand auslöst(e), etwa wegen Jesus’ Beziehung zu Maria Magdalena, der durchaus sympathischen Darstellung von Judas oder des zweifelnden Pontius Pilatus. Verpackt in Gestalt einer mitreissenden Rockoper mit bekannten Songs wie «I don’t know how to love him» und «Superstar» schrieb Jesus Christ Superstar Musikgeschichte und ist nun erstmals auf der Bühne des Stadttheaters zu erleben – inszeniert von dem japanischen Regisseur Tomo Sugao.
Musikalische Leitung: Hans Christoph Bünger
Regie: Tomo Sugao
Bühne & Video: Momme Hinrichs
Kostüme: Gisa Kuhn
Choreografie: Tabatha McFadyen
Dramaturgie: Rebekka Meyer
Licht: Christian Aufderstroth
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Termine
Mi 8.4.2026, 19:30
So 12.4.2026, 18:00
Fr 17.4.2026, 19:30und weitere Termine
So 31.5.2026, 18:00
Mi 10.6.2026, 19:30
Mi 17.6.2026, 19:30
Do 18.6.2026, 19:30
So 21.6.2026, 18:00
Di 23.6.2026, 19:30
Sa 27.6.2026, 19:30
«Worte des Hasses zahlen für Worte des Hasses. Blut wird bezahlt mit Blut.» Die Orestie von Aischylos erzählt von den verheerenden Folgen des Krieges, von der ewigen Spirale aus Gewalt und Rache. Und schliesslich von der Geburt der Demokratie, einer «Satzung, die für alle Zeit gelten soll».
Der Plot der antiken Trilogie ist schnell erzählt: Agamemnon kehrt siegreich aus dem Trojanischen Krieg zurück. Klytaimestra wartet schon lange auf die Rückkehr ihres Mannes – um ihn zu töten. Denn Agamemnon hat einst die gemeinsame Tochter Iphigenie geopfert, «um damit den Nordwind zu beschwören». Klytaimestras Rache ist verständlich, aber wer tötet, bezahlt, und so rächt ihr Sohn Orest, angestachelt von seiner Schwester Elektra und dem Gott Apollon, wiederum den Vatermord und tötet Klytaimestra. Erst die Göttin Athene beendet den mörderischen Kreislauf der Gewalt. Sie gründet ein Bürgergericht, das über Recht oder Unrecht von Orests Tat entscheiden soll. Denn «die Sache ist zu schwierig, als dass ein Sterblicher allein es wagen könnte, zu richten.»
Die deutsch-dänische Regisseurin Anja Behrens wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet und inszeniert an Theatern in Dänemark, Österreich und Deutschland. Am Königlich Dänischen Theater hat sie zuletzt die gefeierte Inszenierung Peer Gynt auf die Bühne gebracht. Sie hat sich bereits mehrfach mit antiken Stoffen auseinandergesetzt und wird nun Die Orestie als bildgewaltige Klagefeier auf die Bühne des Stadttheaters bringen.
Regie: Anja Behrens
Ausstattung: Laura Rasmussen
Licht: Bernhard Bieri
Dramaturgie: Julia Fahle
ca. 1h 45min ohne Pause
Termine
Do 9.4.2026, 19:30
Sa 11.4.2026, 19:30
Do 7.5.2026, 19:30und weitere Termine
Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Lorenzo Da Ponte
Figaro und Susanna wollen eigentlich nur heiraten, doch dieses Unterfangen stellt sich als komplizierter heraus als gedacht. Auf dem Weg unter die Haube müssen Intrigen und Verehrer abgewehrt sowie Treue und Eifersuchtsproben bestanden werden: So wirbt Figaros Chef Graf Almaviva ebenfalls um Susanna, die sich mit dessen Frau, der Gräfin, verbündet; Figaro hingegen glaubt sich betrogen – und dann schwirrt da noch schmachtend der junge Cherubino herum. Ein Verwirrspiel aus Verkleidungen und Verwechslungen beginnt!
Das zu seiner Zeit überaus populäre Schauspiel von Beaumarchais barg Ende des 18. Jahrhunderts in seiner expliziten Kritik am Adel und dessen Gebaren politische Sprengkraft. Auf dieser Vorlage schuf Mozart gemeinsam mit Lorenzo Da Ponte eine seiner bis heute beliebtesten Opern: voller Witz und Verve, aber auch mit Melancholie und dem für Mozart und Da Ponte typischen, ebenso scharfen wie liebevollen Blick für die skurrilen Eigenheiten des Menschen. Für Bern inszeniert Regisseur Marco Štorman die Oper als Sommernachtstraum zwischen Magie und Realität, mit Figuren, die stets auf der Suche sind nach Balance in einem Leben, das immer mal wieder auf den Kopf gestellt wird.
Musikalische Leitung: Clément Lonca
Regie: Marco Štorman
Bühne: Márton Ágh
Kostüme: Anna Rudolph
Licht: Christian Aufderstroth
Dramaturgie: Rebekka Meyer
Chordirektor: Zsolt Czetner
In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln
Ca. 3h inkl. Pause
Termine
Sa 18.4.2026, 19:30
So 26.4.2026, 18:00
Fr 1.5.2026, 19:30und weitere Termine
Sein Bewegungsvokabular ist einzigartig: Hände, die wie seltsame Vögel flattern und zittern. Gliedmassen, so rasant beschleunigt, als würden sie ein Eigenleben führen. Marco Goecke gilt als eine der grössten choreografischen Entdeckungen des 21. Jahrhunderts. In Hello Earth scheint der Choreograf von weit weg auf unsere Erde zu blicken. Am Boden der Bühne liegt ein weisses Herz aus Popcorn, das durch die Bewegungen der Tänzer*innen in einzelne Atome zersprengt wird. Ein atmosphärisch dichtes, eigenwilliges Stück und bereits das zweite von Marco Goecke, das unser Ensemble auf die Bühne bringen darf.
Hege Haagenrud ist eine renommierte norwegische Choreografin. Ihre Arbeiten basieren oft auf im Vorfeld geführten Interviews, von denen sie die Sprachaufnahmen als Audio-Einspieler nutzt. Lippensynchronisation und Choreografie verbindet sie auf einzigartige Weise. Wir haben die Künstlerin eingeladen, ein neues Stück im Grenzbereich zwischen Tanz und Textillustration, zwischen Bewegung und Verfremdung im Kontext zu Hello Earth zu kreieren. Die Choreografin ist für ihre absurden Szenen bekannt, in denen durch ein exaltiertes Bewegungsrepertoire ganz eigene Erzählwelten auf der Bühne entstehen. (in deutscher und englischer Sprache)
Mit deutschen Untertiteln
ca. 1h 40Min. inkl. Pause
Termine
Fr 24.4.2026, 19:30
Di 28.4.2026, 19:30
Do 30.4.2026, 19:30und weitere Termine
Mogli oder this way is not the way to the waterfall (wirklich nicht)
von Ralph Tharayil
Ralph Tharayil, Hausautor der Spielzeit 2024/25, hat sich in Bern mit seinem Debüt Nimm die Alpen weg sowie mit ergänzenden Texten zu Max Frischs Graf Öderland bereits vorgestellt. Im Januar 2026 wird sein neues Stück in der Vidmar 2 zur Uraufführung kommen.
«Welcome to the jungle, we got fun and games», heisst es bei Guns N’ Roses. Vielleicht könnte man sagen, dass der Dschungel die Chiffre der Wildheit ist; dass im Dschungel die Trennlinie zwischen Wolf und Mensch verläuft; dass der Dschungel die Metapher ist für jene gnadenlose Logik, mit der der Körper zur postdigitalen Kapitalware geworden ist; dass es dieser Körper doch vielleicht einfach mal mit Gemütlichkeit probieren sollte – auf den Lieferando-Bikes, in den Coltan Minen oder auf den Gerüsten der Baustellenwüsten; und dass dieser Körper ja doch menschlich sein könnte. Vielleicht so.
Die Regisseurin Miriam Ibrahim wird den neuen Text von Ralph Tharayil in Bern zur Uraufführung bringen. Sie inszenierte «Blues in Schwarz Weiss» mit Gedichten von May Ayim und Texten von Julienne De Muirier, «Leyla.Fragmente» zum Thema Queerness und Islam mit Texten u.a. von Fatima Moumouni, «Adas Raum» von Sharon Dodua Otoo. Nach Arbeiten an den Münchner Kammerspielen, am Staatstheater Hannover, am Deutschen Nationaltheater Weimar und am Residenztheater München ist dies die erste Arbeit in Bern.
Regie & Musik: Miriam Ibrahim
Austattung & Video: Andrea Barba
Dramaturgie: Julien Enzanza
ca. 2h ohne Pause
Termine
Di 7.4.2026, 19:30
Di 14.4.2026, 19:30
Di 5.5.2026, 19:30und weitere Termine
Mogli oder this way is not the way to the waterfall (wirklich nicht) bewerten:
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Bewertungen & Berichte Mogli oder this way is not the way to the waterfall (wirklich nicht)
Schauspiel
Blutbuch
nach dem Roman von Kim de l’Horizon
Der Senkrechtstart von Kim de l’Horizon sucht seinesgleichen: Nachdem der Debütroman Blutbuch 2022 auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises gelandet war, folgte die Nominierung auch in der Schweiz, und nach dem Deutschen Buchpreis auch der Schweizer Buchpreis. Seither macht Kim de l’Horizon im gesamten Kulturbetrieb ordentlich Furore – und das zu Recht. Blutbuch ist ein vielschichtiges, zärtliches, radikales Buch, das gleich auf mehreren Ebenen revolutionär ist: Es handelt von einer Blutbuche und einem Kind, das von dem Baum lernen will. Es geht um Grossmeer, die eine Grossmutter und gleichzeitig unendlich weit ist, und um Meer, die Mutter ist und vielleicht auch eine Hexe. Es geht um weibliche Genealogie, nicht definierbare Körper und Verwandtschaft jenseits von Familie. Kim de l’Horizon lotet Grenzen aus, jene der Sprache ebenso wie jene des Geschlechts, nennt das Blutbuch einen Anti-Roman, die Schreibweise «écriture fluide».
Nach dem Erfolg von Hänsel & Greta & The Big Bad Witch, dem Stück, das Kim de l’Horizon als Hausautor*in am Schauspiel Bern schrieb, wird in der Saison 2025/26 als Wiederaufnahme eine Adaption von Blutbuch in der Regie von Sebastian Schug in Bern zu sehen sein.
Regie & Fassung: Sebastian Schug
Ausstattung: Nico (Nicole) Zielke
Dramaturgie: Julia Fahle
1h 45 Minuten
TW: Die Inszenierung enthält Schilderungen von expliziten sexuellen Handlungen und rassistische Sprache.
Für unsere kleinen Besucher*innen bieten wir Kinderführungen an. Tauch mit deiner ganzen Familie ein in die Theaterwelt – begib dich mit Hanna und Lukas auf die Suche nach Mias Spitzenschuhen und lerne das Theater von einer anderen Seite kennen. In der Requisite wird gestöbert, es werden Perücken anprobiert, die Schneiderei hat Stoffstücke für ein eigenes Kostüm bereit – wer weiss, vielleicht kannst du auch bei einer Probe dabei sein...
Termine
Sa 25.4.2026, 11:00
Sa 9.5.2026, 11:00
Sa 30.5.2026, 11:00
Ort
Stadttheater Bern
Ganzes Haus Kornhausplatz 20
CH-3011 Bern
Das Vierspartenhaus in Bern. Oper, Schauspiel, Ballett und das Berner Symphonieorchester unter einem Dach.
Bühnen Bern bietet pro Spielzeit mehr als 30 Premieren, darunter Uraufführungen und Schweizer Erstaufführungen, sowie über 20 grosse Konzertereignisse mit dem Berner Symphonieorchester: Insgesamt stehen rund 400 Vorstellungen, Konzerte und Sonderveranstaltungen auf dem Programm. Theaterkasse :
Tel. +41 (0)31-329 52 52
Email: kasse@buehnenbern.ch