Das Gerhard-Marcks-Haus in Bremen ist das Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei. Es zählt zu den national und international anerkannten Bildhauermuseen. Gezeigt werden nicht nur Klassiker wie Moore, Maillol oder Giacometti, sondern auch jüngere Künstler, die beweisen, dass Skulptur ein lebendiges Medium ist. Im Gerhard-Marcks-Haus hat sich in fast 40 Jahren ein Museumskonzept entwickelt, das bewusst moderne und traditionelle Kunst miteinander kombiniert und in ihren Ausstellungen das Zusammenspiel von Figur, Form und Raum ins Zentrum der Museumsarbeit rückt.
Den Grundstein dafür legte im Jahre 1969 einer der wichtigsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts: Gerhard Marcks. Seine Stiftung bewahrt das Lebenswerk seines Namenspatrons. Nicht weniger als 400 Skulpturen, über 14.000 Handzeichnungen und mehr als 1.200 Blätter Druckgraphik bilden den Kern des gegenwärtigen Sammlungsbestands des Museums, der in den letzten Jahren durch weitere Erwerbungen, unter anderem den Nachlass des Berliner Bildhauers Waldemar Grzimek, bereichert wurde. Grzimek zählt zur nachfolgenden Bildhauergeneration, der die figürliche Bildhauerei in Ost-und Westdeutschland miteinander verbindet.
Öffnungszeiten:
Di – So 10 bis 18 Uhr
Donnerstag 10-21 Uhr
Führungen:
Jeweils Donnerstag 17 Uhr und Sonntag 12 Uhr.
Sonderführungen sind nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Für Schulen bieten wir von montags bis freitags spezielle Führungen bereits ab 9 Uhr an.
Bewertungschronik
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Jun 19
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Bewertungen & Berichte Gerhard-Marcks-Haus
Ausstellung
Clémence van Lunen - Kribbelige Unruhe
Großformatig, farbenfroh und spielerisch – die Arbeiten der Bildhauerin Clémence van Lunen (geb. 1959) verbreiten beim Betrachten eine „kribbelige Unruhe“. Ihre Skulpturen beeindrucken durch ihre Monumentalität, eine geknetete, lebendige Oberfläche und eine gewisse humorvolle Rätselhaftigkeit. Aus Keramik formt sie große Werke von scheinbar simplen Dingen wie Vögeln, Blumen, Landschaften oder faltenreichen Vorhängen. Und obwohl sie raumgreifende Volumen jenseits von Gefäßformen schafft, behalten sie den spielerischen Charakter einer Skizze. Dabei lenkt van Lunen nicht ohne Ironie immer wieder den Blick auf den immensen Aufwand und freudigen »Kampf«, den sie betreibt, um ihre Skulpturen, meist in Serien, zu konstruieren.
In den 1980er-Jahren arbeitete die Künstlerin hauptsächlich in Holz und Stein. Zu Beginn der 2000er-Jahre wandte sie sich durch Reisen nach China der Keramik zu und gehört heute zu einer Handvoll Bildhauer*innen, die im Grenzbereich zwischen Keramik und Skulptur arbeiten. Für die Belgierin, die in Frankreich lebt, ist es die erste Präsentation in Deutschland.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit dem Keramis – Centre de la Céramique in La Louvière (Belgien), gefördert durch den Freundeskreis des Gerhard-Marcks-Hauses e. V.
Zur Ausstellung ist ein dreisprachiger Katalog erschienen.
Bewertungen & Berichte Clémence van Lunen - Kribbelige Unruhe
1Ausstellung
Robert Schad
Bremen vierkant
Robert Schad ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Stahlbildhauer. Er schafft aus massivem Vierkantstahl »Zeichnungen im Raum«. Linien entstehen dabei nicht durch Biegen und Verbiegen, sondern aus der Addition unterschiedlich langer, gerader Teile, die wie Glieder eines organischen Körpers verschweißt werden. Die zeichnerische Bewegung entfaltet sich in weiten Schwüngen und Bögen plastisch im Raum, die physische Schwere des massiven Stahls ist aufgehoben. Das Gerhard-Marcks-Haus zeigt eine Auswahl seiner zumeist großformatigen Arbeiten aus den letzten 20 Jahren und thematisiert die Wechselbeziehung zwischen seinen Stahlskulpturen und den Bewegungen des modernen Tanzes. Im Rahmen von TANZ Bremen (15. bis 23. Mai) präsentieren sich Tänzer und Choreografen mit ihren Performances im Gerhard-Marcks-Haus. In seiner Kunst spricht der Künstler von Leichtigkeit und Bewegung. Dabei sind seine Skulpturen tonnenschwer und im öffentlichen Raum durchaus bis zu 34 Meter hoch. In Bremen am Kennedyplatz steht seine Großplastik »Romari« mit immerhin 5 Metern Höhe. Die Wirkung seiner Arbeiten im öffentlichen Raum ist ein wichtiger Aspekt seines Schaffens. Denn hier begegnen sich Menschen mit unterschiedlichen Anschauungen, Erfahrungen und Interessen. Ab dem 19. April gibt es deshalb in Gröpelingen temporär an sechs zentralen und prominenten Orten seine monumentalen Skulpturen zu entdecken. Das Projekt in Gröpelingen lädt zu einem Dialog zwischen Kunst, Architektur und Stadtraum ein. Auch werden zwei weitere Plastiken in Knoops Park in Bremen-Nord aufgestellt. In Kooperation mit Kultur Vor Ort in Gröpelingen zeigt Robert Schad im Atelierhaus Roter Hahn eine kleine Ausstellung mit Zeichnungen und zwei Skulpturen (Eröffnung: 12. März, 16 Uhr).
Ort
Gerhard-Marcks-Haus
Erdgeschoss Am Wall 208
D-28195 Bremen
Für den ersten Eindruck bietet sich auch die kleine Einführung auf der Website an. Macht Lust auf mehr.
Foto: Sarah Mehler
Ausstellung
Soyeon An - 형 – Die Schönheit der Unvollkommenheit
Mit der Ausstellung rückt Soyeon An (geb. 1988) die Formen und Ästhetik der traditionellen koreanischen Keramikkunst in den Mittelpunkt. 형 (Hyeong) ist das koreanische Wort für „Form“, die in dieser Ausstellung besonders betrachtet wird. Anknüpfend an die Gestalt traditionell koreanischer Objekte, wie dem „Moon Jar“ oder den „Totems“ lässt die Künstlerin Formen entstehen, die von Imperfektion und Unvollkommenheit geprägt sind. Ohne Absicht oder Überhöhung offenbart sich eine stille Balance, in der Harmonie und Unregelmäßigkeit selbstverständlich nebeneinander bestehen.
In einigen Arbeiten zeigen sich zudem die feinen Linien des „Kintsugi“, der japanischen Tradition zerbrochene Keramik mit Gold oder Silber zu verbinden. Die Brüche werden nicht verborgen, sondern bewusst als „Narben“ hervorgehoben – als stille Spuren von Vergänglichkeit, Wandlung und unbeständiger Schönheit.
Soyeon An - 형 – Die Schönheit der Unvollkommenheit bewerten:
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Bewertungen & Berichte Soyeon An - 형 – Die Schönheit der Unvollkommenheit
Ausstellung
Marcks und Amerika - Go West
Amerika in all seinen Facetten war für Gerhard Marcks (1889–1981) ein stetiger Bezugspunkt. Schon als Kind schrieb er „Indianer“-Geschichten und träumte vom „Wilden Westen“. Später wurde der Kontinent für ihn greifbarer: Bereits 1931 war er auf der Ausstellung »German Painting and Sculpture« im Museum of Modern Art (MoMA in New York) vertreten und ab 1937 fand er in Curt Valentin einen Galeristen, der sein Werk in Übersee vertrat. Wie viele von Marcks‘ Bekannten hatte dieser Deutschland unter den Nationalsozialisten verlassen müssen. Nach dem Zweiten Weltkrieg reiste Marcks 1950 und 1963 nach Amerika. Er besuchte dort alte Freunde und ließ sich durch Menschen und Landschaft zu Plastiken sowie Zeichnungen und Druckgrafiken inspirieren. Die Ausstellung gibt Einblicke in sein Netzwerk und Freundschaften.
Bewertungen & Berichte Marcks und Amerika - Go West
Ausstellung
Die Bauhaus Keramikklasse 1920-1925
Insel der Eigenbrötler
Bei der Ausstellung handelt es sich um ein Kooperationsprojekt mit dem Bauhaus-Werkstatt-Museum Dornburg, der einzigen noch erhaltenen Werkstatt der legendären Kunstschule. Hier war die Ausstellung bereits im Frühjahr 2025 zu sehen. Es ist das Umfeld, in dem Gerhard Marcks vor 100 Jahren (1920–1925), als Formmeister des Bauhauses wirkte.
Aus der Sammlung des Gerhard-Marcks-Hauses sind Leihgaben von Gerhard Marcks (1889–1981), Theodor Bogler (1897–1968), Max Krehan (1875–1925) und Marguerite Friedlaender (1896–1985) zu sehen.
Bewertungen & Berichte Die Bauhaus Keramikklasse 1920-1925
Gerhard Marcks, Der Künstler II, 1923
Online
Verborgene Schätze - Sammlung online
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Gerhard Marcks übertrug 1969 der Stiftung einen großen Teil der in seinem Eigentum befindlichen und von ihm geschaffenen Kunstwerke, die sich durch Nachstiftungen bis zu seinem Tode 1981 auf ca. 260 plastische, 12.000 zeichnerische und 1.000 druckgrafische Werke summierten. Ankäufe, Schenkungen und Archivgüsse konnten den Bestand an plastischen Werken bis heute auf 430 Arbeiten (Bronze, Stein, Holz, Gips, Keramik) erweitern. Damit verfügt die Gerhard-Marcks-Stiftung mit Ausnahme einiger sehr früher Holzschnitte über das gesamte druckgrafische Werk von Gerhard Marcks aus den Jahren 1915 bis 1981 (Holzschnitte, Lithografien, Radierungen, illustrierte Bücher), einem Drittel der insgesamt 1.200 von ihm geschaffenen plastischen Arbeiten sowie ungefähr einem Fünftel seiner auf ca. 60.000 Blätter geschätzten zeichnerischen Produktion (aus den Jahren 1900 bis 1981).
In den letzten Jahren konnten – neben kleineren Ankäufen – mit der „Liegenden Kuh“ (1924) und der „Kastalia“ (1931/32) zwei wichtige Unikate für die Sammlung angekauft werden. Mit dem Erwerb des Nachlasses von Trude Jalowetz, dem wichtigsten Modell des Künstlers aus den 1930er-Jahren, wurde die Sammlung um grafische und plastische Werke erweitert.
Bewertungen & Berichte Kinder- und Familienprogramm
Kurs
Atelierkurse für Erwachsene
Seit 40 Jahren gehört das Kursangebot des Gerhard-Marcks-Hauses im eigenen Atelier zur festen Einrichtung des Bildhauermuseums. Mit dem Kursangebot für Erwachsene und dessen Einnahmen werden ein Teil der übrigen museumspädagogischen Aktivitäten finanziert. Künstler*innen bieten Kurse im Bereich Bildhauerei, Malerei, Zeichnung und Druckgrafik an. Auch ohne Vorkenntnisse kann jeder unter fachlicher Anleitung hier künstlerische Fragestellungen kennenlernen. Das vielseitige Werk von Gerhard Marcks und die in den Sonderausstellungen präsentierten Werke anderer Künstler*innen bieten Möglichkeiten, sich in der bildenden Kunst auseinanderzusetzen und den eigenen künstlerischen Ausdruck zu finden.
Bewertungen & Berichte Atelierkurse für Erwachsene
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Gerhard-Marcks-Haus
Das Gerhard-Marcks-Haus in Bremen ist das Museum für moderne und zeitgenössische Bildhauerei. Es zählt zu den national und international anerkannten Bildhauermuseen. Gezeigt werden nicht nur Klassiker wie Moore, Maillol oder Giacometti, sondern auch jüngere Künstler, die beweisen, dass Skulptur ein lebendiges Medium ist. Im Gerhard-Marcks-Haus hat sich in fast 40 Jahren ein Museumskonzept entwickelt, das bewusst moderne und traditionelle Kunst miteinander kombiniert und in ihren Ausstellungen das Zusammenspiel von Figur, Form und Raum ins Zentrum der Museumsarbeit rückt.
Den Grundstein dafür legte im Jahre 1969 einer der wichtigsten deutschen Bildhauer des 20. Jahrhunderts: Gerhard Marcks. Seine Stiftung bewahrt das Lebenswerk seines Namenspatrons. Nicht weniger als 400 Skulpturen, über 14.000 Handzeichnungen und mehr als 1.200 Blätter Druckgraphik bilden den Kern des gegenwärtigen Sammlungsbestands des Museums, der in den letzten Jahren durch weitere Erwerbungen, unter anderem den Nachlass des Berliner Bildhauers Waldemar Grzimek, bereichert wurde. Grzimek zählt zur nachfolgenden Bildhauergeneration, der die figürliche Bildhauerei in Ost-und Westdeutschland miteinander verbindet. Öffnungszeiten:
Di – So 10 bis 18 Uhr
Donnerstag 10-21 Uhr
Führungen:
Jeweils Donnerstag 17 Uhr und Sonntag 12 Uhr.
Sonderführungen sind nach Vereinbarung auch außerhalb der Öffnungszeiten möglich. Für Schulen bieten wir von montags bis freitags spezielle Führungen bereits ab 9 Uhr an.